#114 Zukunft Handwerk Special

Shownotes

Netzwerken, Wissenstransfer und Innovationen standen bei der diesjährigen Zukunft Handwerk in München im Fokus. Das Handwerker Radio Team war an beiden Kongress-Tagen mit dem mobilen Podcaststudio unterwegs, um Interviews für diese Sonderfolge von Handwerk erleben zu produzieren!

Hört rein in die Interviews mit: • Kathrin Post-Isenberg • Klaus Hofmann • Karin Steinhoff und Nele Marike Eble • Christoph Häckner • Max Thiede • Steff Treiber und Maren Kogge • Oliver Gräf und Stefan Bohlken • Robert Schuster und Oliver Gossmann • Peter Löpp • Thorsten Hein • Bettina Reiter • Cehan San

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Max Herrmannsdörfer: Hallo zusammen und herzlich willkommen bei dieser Ausgabe von Handwerk erleben. Mein Name ist Max Hermannsdörfer und ihr hört vielleicht ich bin nicht im Studio, sondern ich bin unterwegs in München bei der Zukunft Handwerk 2025. Heute gibt es eine Sonderfolge von unserem Podcast. Ich war mit dem ganzen Handwerkerradio-Team unterwegs und habe viele verschiedene Gespräche geführt mit Handwerkerinnen und Handwerkern, mit Ausstellern und Funktionären und vielen, vielen mehr. Deshalb wünsche ich euch viel Spaß bei dieser Folge von Handwerk erleben. Handwerker Radio bei der Zukunft Handwerk und neben mir steht ein Kind der ersten Stunde der Zukunft Handwerk. Hallo Kathrin. Hallo Max, schön hier zu sein. Kathrin, erster Tag Zukunft Handwerk. Was kannst du zu dieser Veranstaltung in diesem Jahr sagen? Ich bin wieder total begeistert, dass diese Energie des Klassentreffens wieder so stark getroffen wurde. Also ich muss sagen, von Jahr zu Jahr ist es das dritte Jahr, aber ich bin, wie du es gesagt hast, von Stunde Null an dabei. Aber es wird jedes Jahr mehr und die Vorfreude gestern und das Treffen, Vortreffen inoffiziell und so, war einfach schon voll gut. Ihr seid ja ein großer Haufen an Markenbotschaftern. Du bist ja selbst eine Markenbotschafterin der Zukunft Handwerk. Und ich glaube, hat sich schon so eine Gruppe gefunden irgendwie. Ihr matcht da ziemlich gut und präsentiert oder repräsentiert die Messe ganz gut. Ja, vor allem ist cool bei dieser Gruppe, das sind ja alles Menschen, in der Zielgruppe auch unterwegs sind. Wir wollen ja wirklich auf der Zukunft Handwerk mehr Handwerkende haben. Und das ist diesmal in dieser Gruppe gelungen, tatsächlich genau solche Leute auszuwählen. Und das hat funktioniert. Hast du schon irgendein Highlight der diesjährigen Zukunft Handwerk? Das Highlight. Es gibt so viele Highlights. glaube, ich möchte gar keinen einzeln spotten. Ich glaube, das Highlight ist tatsächlich diese emotionale Dynamik. Dass man sich trifft, dass man miteinander spricht, dass man super connecten kann miteinander. Ich habe das hier aus ganz vielen Gesprächen auch schon rausgehört. So Leute, die eigentlich noch niemanden kannten, aber durch Zukunft Handwerk, durch das Event hier viele Leute einfach kennenlernen, die man halt nur digital kennt. Ich hatte tatsächlich auch ganz viele, die ich vorher nur über Instagram oder über LinkedIn kannte und

Max Herrmannsdörfer: die dann auch tatsächlich vielleicht auch wegen mir hier sind und dann hier noch geschrieben und hier und und total nett. Lass uns doch mal ein bisschen über deine Tätigkeiten außerhalb von Zukunft Handwerk sprechen. Du bist ja wahnsinnig vielseitig unterwegs, jetzt relativ neu noch mit einem Podcast. Du machst viel im Bereich Vortragsprogramm, in Seminararbeit. Was ist denn gerade so deine Kerntätigkeit? Hast du überhaupt? Fokus gerade oder sind es viele? Ja es sind viele und ich liebe diese Vielfältigkeit dabei. Es geht aber immer meine drei Hauptthemen Arbeitgebermarke, Rekrutierung und Social Media und darum dreht sich alles. Es hat aber alles so ganz feine Tentake würde ich fast sagen, sich irgendwo anders festhalten und so komme ich eben auch auf Themen wie Frauen im Handwerk und solche Sachen. Es macht es sehr sehr spannend und so vielfältig deswegen. paar Worte zu deinem Podcast. Nach Fest kommt ab. Nach Fest kommt ab. Ab jetzt dann sogar im Wöchengedächtnis habe ich gelesen. Die Nachfrage war so groß, dass ich tatsächlich meine ganzen Gäste bis August schon voll hatte, dass ich dann gesagt habe, wenn ich jetzt aufnahm mache, ich kann die nicht ein halbes Jahr warten lassen. Ich muss irgendwie reagieren. Und der Algorithmus findet es ja auch super, wenn Dinge wöchentlich kommen, gerade bei einem Podcast. Und deswegen ziehe ich es jetzt vor und ich behalte mir aber vor, irgendwann wieder auf zwei wöchentlich umzusteigen. Das ist eine Leistung, jede Woche einen Podcast zu machen, zusätzlich zu den ganzen anderen Themen, die du noch so gespielst. finde ich cool, finde ich super, was du machst und die Präsenz, die du für das Handwerk gibst, ich glaube, das ist wahnsinnig wertvoll und kann man dann auch bei so einer Messe einfach ordentlich transportieren in die ganzen Gesprächen, die man hier führt. Wenn wir auf Zukunft Handwerk blicken, das Motto ist, stolz im Handwerk zu gestalten. Was bedeutet das für dich, stolz im Handwerk zu gestalten? Ja, ich vergleiche das ja total gerne mit jemandem, der einen Nichthandwerksberuf ausübt. Denn frag mal einen Bankmitarbeitenden, wie stolz bist du auf deinen Beruf? Ich glaube, da kommt ein anderes Glühen aus den Augen, als wenn du einen Handwerker, Handwerkerin fragst, die direkt anfangen, mit strahlenden Augen zu berichten, weil sie Dinge schaffen, die wirklich anfassbar, sehbar sind.

Max Herrmannsdörfer: verfolgbar sind. Das ist anders als bei einem Bankmitarbeitenden, der vielleicht den einen oder anderen Auftrag abschließt oder die vielleicht eine neue Kundin gewonnen hat. Das ist schon eine andere Nummer. Katrin, vielen lieben Dank, dass du hier bei uns Podcastwagen warst. Wir sehen uns noch im Laufe der Messe. Unbedingt. Danke dir und alles Gute. Dankeschön. Ciao. Bei mir jetzt am mobilen Podcastwagen Klaus Hofmann, der Präsident der Handwerkskammer Mannheim, Rhein-Neckar-Odenwald. Hallo Herr Hofmann. Herzlich willkommen! Grüß Gott! Wir sind hier noch relativ am Anfang der Zukunft. Hanberg, Tag 1. Was haben Sie bisher erlebt? Ja, ich war natürlich auf der Eröffnung der Messe, habe natürlich ganz gespannt, ob die Protagonisten, ob die Vertreter der Politik gehört. Was sagt der Ministerpräsident Söder? Was sagt der Wirtschaftsminister Habeck? Und ich denke, die große Erwartung im Saal und die Spannung steigt, weil wir alle wissen wollen, wie schnell konstituiert sich jetzt die Koalition, wie schnell kommen wir raus aus dieser trägen Situation und wir sind aus dem Handwerk sehr zufällig und hoffnungsvoll, dass wir jetzt planungssicheren Weg gehen, wo wir im Handwerk natürlich berücksichtigt werden und wo die Wirtschaft wieder stärker anlaufen kann. Können Sie uns ein bisschen was erzählen? So ganz kurz, was haben denn die Herren Söder und Habeck so besprochen? Für alle, bei der Eröffnung jetzt nicht dabei waren und den Podcast auch erst dann im Nachhinein hören. Was sind denn so die Kernaussagen, die Ihnen hängen geblieben sind? Ja, also erstens haben Sie alle, Sie sind beim Handwerk, Sie haben alle das Handwerk gelobt. Herr Habeck hat die Erfahrungen in den letzten drei, vier Jahren in seinem Ministeramt mit dem Handwerk dargestellt, hat auch die guten Kontakte. und immer wieder die Situationen mit dem Handwerk erklärt und uns Mut gemacht weiter so zu sein, weil Herr Dietrich, unser Bundespräsident, macht das anscheinend sehr gut in den Diskussionen und wir fordern, wir sind laut, wir wollen unsere Statements anbringen, aber wir kommen auch immer mit Lösungen. Und das hat unserem Wirtschaftsminister sehr gefallen. Herr Söder wird natürlich auch

Max Herrmannsdörfer: stark mit seinem Bundesland Bayern und er hat einige Dinge erwähnt, wo sie in Bayern Vorreiter sind. ist sehr... Handwerks wahrscheinlich so, ne? Genau, Tag des Handwerks. Oder auch, dass sie die Bildungsstätten schon sehr stark auch finanziell unterstützen. Dass sie die Entbürokratisierung im Landtag begonnen haben zu minimieren. Das sind alles Signale, die wir natürlich auch im Handwerk hören wollen. Jetzt sind Sie als Präsident für die Handwerkskammer Mannheim hier und schauen natürlich, wie können den Betrieben oder wie kann den Betrieben in Ihrem Bereich geholfen werden? Was sind denn so die Wünsche oder die Punkte, die von Ihren Mitgliedsbetrieben an Sie herangetragen werden? Wo muss man denn jetzt angreifen in den nächsten Monaten, den nächsten Jahren, damit das Handwerk wieder vorankommt? Unseren Betrieben ist wichtig, dass der Standort hauptsächlich bei uns in der Metropolregion Rhein-Neckar gesichert ist. Das heißt, wir müssen nach unserer Energiekostenspirale schauen, dass wir die Energie senken. Auch hier hat Herr Söder gesagt, er möchte nicht nur, dass die Industrie einen geringeren Energiekostenzuschlag erhält, sondern auch das Handwerk und der Mittelstand dementsprechend berücksichtigt werden. Und ich denke, Ich habe dann auch an meine Mitgliedsbetriebe gedacht, das ist genau der Ansatz, wo wir brauchen. Wir brauchen wieder günstigere Voraussetzungen, auch im Sozialwesen haben wir jetzt sehr hohe Steuern und Belastungen für unsere Arbeitnehmer und da müssen wir runtergehen und da bin ich zuversichtlich, dass wir auch meinen Mitgliedern in meinem Kammergebiet dann auch helfen können. Herr Hofmann, sind hier bei Zukunft Handwerk. Das Motto ist, stolz im Handwerk zu gestalten. Und jetzt sind Sie selbst ja auch Handwerker. Sie sind Tischlermeister, ist das korrekt? Genau. Sie haben den eigenen Betrieb. Was bedeutet für Sie persönlich denn, stolz im Handwerk zu gestalten? Stolz im Handwerk zu gestalten, da will ich immer zurück zu den Wurzeln. Ich bin Schreinermeister und

Max Herrmannsdörfer: wenn ich meine Tätigkeit in meiner Werkstatt zur Zurückspiegel, wo ich zurzeit nicht ganz so oft bin. Aber es ist so sinnhaft und so befriedigend, wenn man abends sein Werk anschauen kann. Wenn man einen ganz tollen Möbelstück gebaut hat, einen schönen Esstisch, eine schöne Kommode aus Massivholz in Nussbaum und macht dann zum Schluss die Oberfläche und geht heim und sagt, heute habe ich einen Kunden. zufriedengestellt, glücklich gemacht und das ist dann so, das spiegelt mir wieder meine Fertigkeiten zurück. Klaus, du kannst das, du hast heute mit deinen Händen, mit deinen Fertigkeiten ein ganz tolles Möbelstück gebaut. Da muss ich immer an meinen Hauptgeschichtsführer in der Handwerkskammer denken, der auch immer neidisch ist, wenn er sagt, Hofmann, Sie sind Handwerker und Sie sehen abends, was Sie tun. Ich bin Jurist, so sagt er. Und ich habe viel Mails zu schreiben am Tag, ich habe viele Dinge zu beantworten und einen Stapel voll Akten liegen auf dem Schreibtisch. Aber so die Produktivität fehlt ihm schon. Das ist im Handwerk natürlich besonder. Das können wir im Handwerk genau machen. Das ist schön, auch junge Leute mitzunehmen, junge Leute ausbilden. Das ist auch so ein Fabel von mir, das Wissen und die Kenntnisse weiterzugeben. Ich denke, das ist ja ganz... Wichtig ist, die Nachhaltigkeit im Handwerk kann man durch diese Ausbildung schon sehr gut erklären, weil wir ja unser Wissen auch in die nächste Generation weitergeben. Auch das ist sehr befriedigend, wenn man weiß, man kann sein Wissen jungen Leuten geben und die vielleicht so kreativ sind und innovativ dieses Wissen noch vermehren oder dann auch anders noch anwenden, wie man selbst schon denkt. Wunderschöne Punkte, nur im Handwerk möglich sind oder gerade im Handwerk möglich sind. Von daher, Herr Hofmann, ich wünsche Ihnen weiter ganz viel Erfolg bei Ihnen in der Handwerkskammer persönlich im Betrieb und dass alle Vorstellungen, alle Wünsche, Ihre Betriebe an Sie haben, in Erfüllung gehen werden. Danke fürs Gespräch und alles Gute, Herr Hofmann. Herzlichen Dank. Danke schön. Tschüss. Tschüss. Das Handwerkeradio bei der Zukunft Handwerk und neben mir stehen die Karin und die Nele. Beide sind

Max Herrmannsdörfer: Schokoladen sommelier. Genau. Herzlich willkommen. Grüß euch. Richtig ausgesprochen. Schon, gell? Ja. Schokoladen sommelier ist die weibliche Form von Schokoladen sommelier. Ist das korrekt? ja. Okay. So, ich weiß jetzt wer ihr seid, aber vielleicht wollt ihr euch einmal ganz kurz noch selbst vorstellen, damit auch unsere Zuhörer und Zuhörerinnen wissen, wen wir hier gerade am Mikrofon haben. Karin, fang doch gerne einmal kurz Ja, okay. Also Karin Steinhoff, ich bin... eigentlich erst mal Bäckermeisterin und habe dann 2018 den Kurs für die Schokoladenzumme belegt und da habe ich die Nele kennengelernt. Ich habe eine Bäckerei in Soest in Westfalen und darin integriert sind halt so Schokoladen, Pralinen, die feineren Sachen. Ganz leckere Geschichten, ne? Ja. Nele, magst du dich auch einmal kurz vorstellen? Ja, ich bin Nele Magike Eble aus Braunschweig und habe dort eine Pralinmanufaktur. Ich komme eigentlich aus der IT und davor aus dem Baugewerbe und habe Hobby zum Beruf gemacht und beliefe mit einem kleinen Team deutschlandweit Spitzen-Gestaurants, Restaurants und Schokoladenliebhaber. Okay, also der Wandel ist ja dann schon ungewöhnlicher, Ja schon. Bau und der IT dann zum Schokoladenhandwerk. Genau. Wie kam es dazu? Hobby zum Beruf. Ich habe immer viel gekocht als Ausgleich und wollte dann mal ausprobieren, wie eine Praline funktioniert und das ist ein bisschen eskaliert. Bisschen. Ich habe eine Pralinschule, wo ich Leuten und begeisterten Schokoladenbegeisterten beibringe, wie man Pralinen herstellt. Mittlerweile auch zweifache Autoren über Schokolade und mein Leben hat sich komplett geändert. Es ist sehr schokoladig geworden. Was ist denn deine Lieblingsschokolade? Dunkel, bitte ganz dunkel. Okay, hoher Kakaoanteil? Ja, hoher Kakaoanteil gerne ab 70 Prozent und spannende Anbaugebiete, wo ein bisschen was passiert, wo Säuge mitspielt, wo Zitrus mit erspürbar ist und wo ein bisschen was passiert beim Verkosten. Was sind das für Anbaugebiete? Also hauptsächlich südamerikanische in die Richtung.

Max Herrmannsdörfer: Peru zum Beispiel oder Santo Ming und ja, Mexiko. Karin, wir hatten ja auch schon mal eine Podcast-Aufzeichnung und da hast du uns auch von deiner Lieblingsschokolade erzählt, ich weiß nicht mehr ganz genau, was es damals war. Was ist es denn heute? Ich glaube, ich habe gesagt alle. Das ist ja mein Problem. Warst heute irgendein Favorit, den du Ich glaube, ich bleibe bei der dunklen Vollmilchschokolade. Das ist so meins. Aber tatsächlich bin ich auch bei Nele dabei. Je interessanter der Geschmack ist, desto besser finde ich für mich, wenn man wirklich ein Erlebnis hat, wenn man die schlutscht. Jetzt versucht ihr als Schokoladen-Sommi-Yeri immer zu schauen, was kann man am besten kombinieren? Was passt denn gut zueinander? Und da gibt es ja wirklich ganz verrückte Kombinationen. Was ist denn so eure verrückte Kombination, die die ihr in letzter Zeit mal probiert habt oder die ihr gerne mal probieren möchtet? Gerne mal probieren möchtet, ja. Also da gibt es noch ganz viele Pläne in der Schublade. ich, Kirsch-Cadamom steht immer noch auf meinem Plan, weil ich einfach Kirschen total toll finde. Das ist jetzt so abgefahren auch nicht. Wir waren im Tafel-Schokoladen-Bereich und da finde ich alles toll, was mit Joghurt und Frucht ist. Das ist so auch... eine Art Lieblingsschokolade von mir. Also das sind hier alle Schokolade, das wir ja schon festgestellt. So war es. bei mir geht es sehr oft in die ganz fruchtige Richtung. Okay, Lili bei dir. Also was ich momentan total liebe ist die Kombination Soja, Soße und Yuzu. Was ist Yuzu? Yuzu ist eine japanische Citrusfrucht. Das kombiniert mit dunkler Schokolade. Ist als Praline extrem gut, weil man so salzwürzig das Umamige mit Citrus und Säure kombiniert. Finde ich richtig spannend. Was ich jetzt aber noch machen möchte, ist gerne Matcha kombinieren mit Yuzu.

Max Herrmannsdörfer: Matcha kombiniert mit Juzu. Ja, ich trinke wahnsinnig gerne Matcha und habe jetzt die Kombination als Getränk mit Ginger Beer und Juzu entdeckt und ich glaube, das kann man auch als Praline herstellen. Man kann alles in eine Praline packen lassen. Ich glaube, man muss es ausprobieren, um sich vorstellen zu können, wie das schmeckt. Also, man kann sich das gar nicht richtig vorstellen. Ich kann es mir nicht vorstellen, ihr vielleicht schon. Manchmal man auch überrascht. Ja, und das Hören sagt auch, ja, kann gut funktionieren. ist die Frage, wie man das dann umsetzt, wie man das gut zusammenkriegt. Okay, okay. Jetzt sind wir ja hier bei Zukunft Handwerk. Das Motto ist dieses Jahr, stolz im Handwerk zu gestalten. Was macht es denn für euch aus, im Handwerk tätig sein zu können? Karin? Also wirklich das Das Handwerk, man schon sagt. Ich weiß gar nicht, ob ich mich jetzt wiederhole, ob ich das im Podcast gesagt habe, aber ich finde es immer noch toll, was mit den Händen zu erschaffen, was man sehen kann, was man in unserem Fall jetzt auch schmecken kann. Das macht einfach wahnsinnig zufrieden und ich glaube, das hat auch einfach Zukunft. Das erdet, das ist irgendwie, das ist reell, das ist... Ja, vielleicht nimmt Schokolade auch manchen so bisschen die Angst vor der Zukunft. Man hat zumindest einen kleinen Augenblick, in dem man abschalten kann. Also ich sehe da ganz viel Potenzial. Sehr schön. Nele, für dich? Ich komme ja aus dem Nicht-Handwerksbereich, aus der IT und was ich so schön finde an diesem Wechsel und was ich heute Morgen auch schon zu Karin sagte. Ich muss mir mehr bewusst machen, dass ich Handwerkerin bin. Also vom täglichen Doing ist es so und es ist halt wirklich schön, was zu kreieren und das ist am Ende des Tages nicht eine Excel-Tabelle oder eine Software, rauskommt, sondern es sind kleine Schokoladenmomente und die sind wirklich von mir kreiert und ich habe das Wissen, dass sie so perfekt sind, dass jeder sie haben möchte so ungefähr und ich habe es mit meinen Händen gemacht und das ist das Schöne. Und ihr habt ja beide den Job, indem ihr Menschen wirklich glücklich machen könnt mit den Produkten, die ihr herstellt und das ich wirklich so einmalig und so schön.

Max Herrmannsdörfer: Ich glaube, das ist ein ganz tolles Handwerk, das ihr da ausübt. Ja, danke. Das macht auch wirklich sehr zufrieden, muss ich schon sagen. Immer wieder. Ich komme gern mal zu euch in die Schokoladenmanufakturen rein und probiere mich mal durch Soja und Juzu und alles, was es sonst noch gibt. Ich danke euch ganz herzlich für eure Zeit, wünsche euch alles Gute und weiterhin viel Spaß Danke, gleichfalls. Danke, tschüss. Ciao. Ich darf ganz herzlich den Ferri bei mir begrüßen. Hallo Ferri. Hallo, Servus. Magst du dich einmal ganz kurz vorstellen? Wer bist du und was machst du? Ich bin der Christoph Ferri, komme aus München. bin im einen Beruf Lehrer für Kunst, Werken und Handwerks, Vorbildung für die Berufsschule, aber auch im Zweiberuf Restaurator für Möbel und Holzobjekte. Okay, also ganz spannend. Hast du zwei Standbeine quasi, die Arbeit in der Schule. Darauf würde ich jetzt vielleicht ganz am Anfang einmal eingehen. Was für Schüler hast du da zu tun? Ich war an staatlichen Schulen, bin derzeit an der Montessori-Schule, wo es eh schon mehr ums handwerkliche Tätigwerden geht und bildet dort vor allem die 8-, 9- 10-Klessler aus. Im Technikunterricht, im Kunstunterricht, alles schon Bildende, mit den Händen produzierende, in der Hoffnung dann irgendwann mal Fruchten fürs Handwerk. Das ist ja genau der Punkt. Schülerinnen fürs Handwerk auch zu begeistern. Das ist je nach Schulart noch ein bisschen anders, aber es geht ja generell darum, ein Feuer zu entfachen für handwerkliche Tätigkeiten für eine Ausbildung im Handwerk. Wie versuchst du das zu vermitteln, dass da das Handwerk eine Möglichkeit ist in der Berufswahl? Ja, man hat schon oft gehört, Handwerk muss einfach sexy gemacht werden. Wir haben glücklicherweise sehr viele Stunden im Stundenplan für handwerkliche Tätigkeiten bekommen. sei es Stunden für Keramikarbeiten, Holz, Metall, Kunststoff, alles. Und ich versuche schon ab der siebten Klasse mit der vollständigen Handlung von technischer Zeichnung über Planung, über Materialauswahl, über verschiedene Handwerksschritte auch so zu bilden, dass dann wirklich ab der neunten, zehnten eigentlich alles selber in die Hand genommen werden kann. Zu sagen, okay, ich will was bauen, ich weiß, wie der Plan geht. Wo ist das Material? Let's go.

Max Herrmannsdörfer: Du hast jetzt dann mit Schülern zu tun, Schülerinnen, sind so im Alter von 14 bis 16. Also fange bei der Fünftig. Also ich hab tatsächlich schon ab der ersten Klasse. Oh, okay. schön. Grundschule haben wir auch dran. Da mache ich dann, da geht es eher viel um Handarbeiten, um Konditionen. Was kann ich mit meinen Händen schaffen? Und dann ab der Siebten ist es Wahlpflichtfach. Und dann sind die dann so 12, 13, schlüpfen wir die Pubertät und man muss sie dann abgreifen. Du kannst deine Energie auch anders benutzen. Aber dann ab der neunten, zehnten ist dann schon dieses selbstständige Denken, selbsthandelnde Denken und es macht dann schon richtig Bock. Das sind dann schon teilweise halbe Schreiner. Was wollen denn die jungen Menschen? Was wünschen die sich von der Berufswahl? Was erwarten die sich? Bei uns, die, die vom Handwerk begeistert sind, schließen es auch nicht auf. Viel immer noch Favorit Holz. Holz ist der Burner, geht immer. Bei uns aber auch immer der Blick. Wir machen erst vielleicht noch mal Abitur oder gehen auf eine höhere Schule, dann eine Ausbildung zu machen und das dann noch mal von der anderen Seite zu beleuchten. Ich glaube, schlechtes Modell wäre nie ein handwerkliches Abitur. Das würde glaube super brennen. So etwas fehlt bei uns einfach noch. In Österreich gibt es ja tatsächlich und ich finde, da müssen wir nachziehen, weil die Bildung ist gefragt. Viele wollen einen hohen Bildungsabschluss, aber eigentlich auch was machen. Kombination aus Handwerk und Abitur, auch die Möglichkeit zu haben, später noch zu studieren. Ich glaube, das geht vielen so. Das ist cool, Fenden etwas zu machen, sie handwerklich tätig sein können, was mit den Händen zu machen, aber trotzdem dann einen hohen Bildungsabschluss zu haben. Also die Idee, handwerkliches Abitur, warum nicht? Kann man mal vorbringen. Das Gute ist, also die Montessori hat auch den Ansatz, dass immer große Arbeiten gemacht werden müssen, sprich, wenn die dann in die Oberstufe gehen. dann muss eine große Arbeit gemacht werden und die dauert dann ein Jahr und das sind dann Projekte wie ich baue mir einen eigenen Wohnwagen oder ich durchforste die LED-Panelen an der Firma und programmiere die neu. Also es sind schon auch sehr technische, sehr intrinsisch motivierte, hochkarätige Projekte, die dann auch hoffentlich oft fruchten. Ich will es auch lernen. Und ich finde, es muss einfach

Max Herrmannsdörfer: Es sagt immer alle, es muss attraktiver gemacht werden. Aber es muss attraktiver gemacht werden. Das gehört aber auch, das ist dann nicht mein Job. Zu sagen, okay, let's go, wir machen was Schönes. Super wertvoller Job. Wenn wir auf deine handwerkliche Tätigkeit gucken, du bist Restaurator, was kann ich mir darunter vorstellen? Was restaurierst Also ich bin staatlich geprüfter Restaurator für Möbel und Holzobjekte, gefasste und transparente Oberflächen. Sehr langer Titel, sehr viele Fachbereiche, ist ein sehr nischiger Studiengang, den es auch nur in München an einem Institut gibt. Wir sind auch nur 6 bis 12 pro Jahr, die fertig werden. Also sehr exklusiver Preis. Und man braucht auch eine handwerkliche Vorbildung. Also ist ein Tischlauch, Schreiner, Holzbildhauer, alles Mögliche. Ich habe eben durch mein Werklehramt schon diese Qualifikation erreicht und wir haben dann drei Jahre lang im wöchentlichen Wechsel Handwerk in der Werkstatt, also richtig reale Objekte aus Werkstätten, aber auch Theorie, also durchforsten sämtliche fachdetaktigen Theorien. Und das habe ich jetzt abgeschlossen mit dem Meisterpreis Meisterabschluss im Restaurierungshandwerk. Das ist ein bisschen weird, weil es sowas zwischen Universitätsabschluss und zwischen Handwerkskammer ist. Aber ich bin im Endeffekt jetzt Restaurator für Möbel und bin tätig in sämtlichen Gebieten, wo Holzrestaurierung gebraucht wird. Stark. Also hast viel mit alten Möbelstücken zu tun? Ja, primär. Möbelstücke, auch Kirchenskulpturen, Kirchen einbauten. Alles mobile aus Holz. Also auch Bilderrahmen, dann können Vergoldungen dazu, so Stuckarbeiten, Fassungsergänzungen. Aber man taucht immer in andere Materialwelten auf. Metall gehört fast immer dazu. Metallrestaurierung ist großes Gebiet. Dann eben Vergoldungen, Fassmalerei. Also ich muss sagen, der Restaurator könnte nicht vielfältiger sein, weil bei jedem Objekt was dabei ist, was man nicht kennt. Krass. Hast du irgendein ganz spezielles Projekt, was für dich so die größte Herausforderung war oder das schönste Projekt, was du umgesetzt hast? Also mein Lieblingsprojekt war definitiv der Wolfratshauser Krautlöffel.

Max Herrmannsdörfer: Was ist das Ein 89 cm großer vergoldeter Holzlöffel, der 1756 von Bad Hölz geschenkt worden ist als Schmähgeschenk. weil die Bad Hölzer das Kraut an die Wolfratshauser verkaufen, dass die es nicht mehr mit einem Gabel essen, sondern mit einem Löffel schaufeln. Daraufhin hat Bad Hölz einen Knüppel an Wolfratshausen geschenkt. Ne, andersrum, Wolfratshausen an Bad Hölz, weil sie Fleur sind. und dann haben sie sich damit verprügelt gegenseitig. Nein. Und dann habe ich dieses Objekt in der Hand gehabt und fürs Heimannpuseum restauriert. Und ich dachte mir, ich habe das gespürt, ich habe es in der Hand gehabt und all diese Jahrhunderte Geschichte der zwei Ortschaften, Hammer. Und das ist immer das Tolle, dass man Sachen in der Hand hat und dann recherchiert man und erfährt und dann muss ich einfühlen. Genau so christliche Objekte. Ich bin jetzt nicht der Christlichste, aber die Sachen wurden mit einer christlichen Hingabe oft geschaffen. ist dann auch schon etwas besonderes. sehr cool. Zum Abschluss, Ferri, das Motto hier bei der Zukunft Handwerk ist stolz, im Handwerk zu gestalten. Was bedeutet das für dich? Keiner muss sich schämen von uns, dass er nur eine Ausbildung gemacht hat oder dann noch weiter gemacht hat. Aber es ist oft, dass ich höre das, nee, ich möchte Abitur, ich möchte studieren, weil nur eine Ausbildung, nee. Und das ist falsch. Hier können so viele Leute so viel und sollen stolz sein, dass sie mit ihren Händen Dinge schaffen können, die von den anderen nur träumen. Meine große Schwester ist Medizinerin und Tropenmediziner, forscht an Krankheiten, bekommt aber kein Billerrand zusammengebaut oder Ähnliches. Und dann denke ich mir, ja, das ist halt meine Kompetenz und du hast eine andere Kompetenz. Und ich finde jetzt ist stolz auch Hinblick, ich rede hier fürs bunte Handwerk, in dem ich Mitglied bin. Wir können auch stolz darauf sein, einen vielfältigen Menschen in unserem Handwerksberuf zu haben. Also das Handwerk ist nicht nur der weiße Heteroman oder die Frau im Friseurladen. Nein, das ist jeder mit jeder Sexualität und jeder Herkunft und jedem Können. Und das muss uns vereinen und den Wert müssen wir, glaube ich, mehr erkennen und schätzen. Hey, vielen lieben Dank, dass du hier zu Gast warst. Ich wünsche dir alles Gute und...

Max Herrmannsdörfer: Viel Spaß weiterhin hier bei Zukunft Handwerk. Danke euch und weiter mit dem Radio so. Danke dir. Ciao. Wir sind unterwegs bei der Zukunft Handwerk und ich habe jetzt einen Namensfetter bei mir am Podcaststudio. Max Tide. Hallo Max. Hallo. Auch Max. Magst du dich einmal selbst kurz vorstellen? Was machst du? Wer bist du? Genau. Ich bin Maler und Lackierermeister Max Tide und ich vermittel die Theorie im Maler und Lackierhandwerk. für die angehenden Gesellen, aber auch für die angehenden Meister, weil ich selbst auch die Meister doziere. Und ich habe einen Familienbetrieb, wir sind sieben Leute, ich bin auch Geschäftsführer und Gesellschafter und ich bin einfach für das Simpelmachen von Informationen, kann man sagen. Aber dann ja auf ganz verschiedenen Ebenen, also zum einen im Betrieb selbst, aber dann auch extern an andere Maler und Lackierer, an Menschen, die in diesem Handwerk arbeiten, kann man so sagen. Exakt, genau. Was ist denn gerade so bei euch im Maler-Lackierer-Handwerk das größte Thema? Das größte Thema ist definitiv und deswegen sind wir auch heute hier nicht nur als Handwerksjouren vertreten, sondern eben auch als Betrieb. Das ist einfach das Thema Bürokratie. Bürokratie ist in aller Munde und auch in den Knochen mittlerweile und in den Nerven. und deswegen Bürokratie muss stark versimpelt werden. Es muss aufs Mindeste her, also wirklich einfach sehr runtergebrochen werden, genau wie die Theorie bei mir. Es muss Anreize geschaffen werden, dass es einfacher ist, sich selbstständig zu machen und gewisse Prozesse durchzugehen, dass es einfach lukrativ ist und dass es Spaß macht für alle. Hast du irgendein konkretes Beispiel zum Thema Bürokratie, wo du sagst, das könnt ihr so viel einfacher machen, warum so kompliziert? Fällt dir da gerade irgendein spontanes Beispiel ein? Gerade, was sie ab... Abrechnungsmethoden angeht, dass man da nicht ein irre Pamphlet mit hinten ranhängen muss. Guck mal, wir rechnen da und da nach ab und das muss so und so geschehen. Bitte, es ist ein Vertrag, der nur zustande kommt, wenn beide unterschreiben und dann ist okay. Und was in dem Vertrag drin steht, steht halt drin. Aber bitte aufs Simpelste heruntergebrochen, denn wenn ein Kunde so ein Pamphlet bekommt, kriegt er erstmal schon so eine Gänsehaut und denkt sich ach du Scheiße, auf was ich mich hier einlasse, ich weiß es nicht.

Max Herrmannsdörfer: Ok, also Thema Bürokratie, Ding. Mal gucken, ob es besser wird mit einer neuen Bundesregierung. werden sehen. Versprochen wird es ja auf jeden Fall. Du vermittelst Informationen auch über einen Podcast, hast du mir vorher erzählt. Was machst du für einen Podcast? Ich habe den ersten deutschen Maler und Lackierer-Podcast seit 2020. Das ist die Chroniken eines Malermeisters. Überall, wo ihr da Podcasts hören könnt, ist er zu finden. unter dem Oberbegriff Malerwissen Tide sozusagen. findet das ganze statt und da erkläre ich euch halt so ein bisschen was über meinen Maleralltag, auch so bisschen was unternehmerisches und eben auch vermittel ich euch die Theorie im Maler- und Lackierhandwerk für Gesellen, aber auch für angehende Meister und das ziemlich simpel. Also wirklich fachspezifische Informationen? Definitiv, ja. Okay, jetzt sind wir hier bei Zukunft Handwerk. Das Motto ist, stolz im Handwerk zu gestalten. Max, was bedeutet das für dich persönlich, stolz im Handwerk zu gestalten? Stolz im Handwerk zu gestalten, könnten wir jetzt ganz, ganz viele Facetten aufmachen. würde einfach sagen, lebt wie ihr wollt, beziehungsweise wenn es in die Moral natürlich von allen passt. Also seid einfach ihr selbst, will ich damit sagen. Und gestaltet euer Unternehmen wie ihr wollt. Ja, und das sollte es eigentlich sein, weil Selbstverwirklichung ist mein allergrößter Wert und ich kann mir gut vorstellen, dass es auch für viele Handwerker ähnlich ist. Max, ich danke dir für deinen kurzen Besuch hier bei uns am Podcastwagen. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und alles Gute. Ich danke dir Maximilian. Mach's gut, ciao. Und jetzt zu Gast am mobilen Podcaststudio, die Steff und die Marin vom bunten Handwerk. Hallo ihr beiden. Hi Max. Ich erinnere mich noch genau, wir haben vor fast genau einem Jahr auch hier bei Zukunft Handwerk über das bunte Handwerk gesprochen. Was hat sich denn seit dem letzten Interview getan? Wo steht ihr? mein Gott Max, ich sag dir, wir sind wirklich, wir sind voll dabei. Es hat sich so viel getan. Wir sind so viel mehr Buntis aus ganz Deutschland geworden. Meine Quest ist ja, bis dieses Jahr, bis zum Ende wirklich aus allen 140 Handwerksberufen eine Person dabei zu haben. Und wir sind, wir sind nah dran, ich sag's dir. Hast du eine Zahl? Wie viele Gewerke habt ihr denn schon? Wir sind bei...

Max Herrmannsdörfer: die 50. Ja, schon mal gut. Oder? Ist ein Anfang. Aber nur Gewerke, ne? Menschen sind wir natürlich mehr. Das ist klar. Wie viele Content ihr jetzt bei Zukunft Handwerk schon dazu gewinnen? Also wir hatten eine ganz coole Plakataktion. Man sieht es auch in unseren Storys. Wir haben ganz viele Gewerke ausgedruckt, gemalt und Elektrikerinnen, Malerinnen, Zimmerinnen und so weiter und haben mit denen Content produziert. Und als wir die Plakate so ausgelegt haben hier auf der Zukunft Handwerk, kamen natürlich ganz viele und sagten, hey, Sag mal, habt ihr zufällig auch Raumaustatter dabei? Und wir so, ja klar, das Plakat haben wir auch und wir haben jede Menge Videos gemacht, zu zeigen, wer sind eigentlich diese Buntis? Hey, das sind verdammt viele Menschen. Mega, mega Aktion. Also schaut bei Social Media rein, alle, die das jetzt hören. Die größte Neuerung ist, denke ich, ihr seid ein eingetragener Verein. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir das letztes Jahr genau dir versprochen haben. Ganz genau. Steph, magst du was erzählen? Wie war dieser Prozess? Also es ist ja eine lange Reise in Deutschland, einen Verein zu gründen. Wir haben es geschafft. Wir sind jetzt seit 2024 ein gemeinnütziger Verein und sind super stolz darauf und suchen natürlich Mitglieder und Fördermitglieder. Wir sind mittlerweile um die 150 im Netzwerk und die werden natürlich auch langfristig Mitglieder und wir suchen aber eben auch Fördermitglieder. Das ist für Firmen ganz interessant, weil was ja total wichtig ist in Zukunft ist, mehr auf Diversität zu setzen, auch in den Betrieben. Wir machen jetzt gerade aktuell eine Schulung zu Diversity-ManagerInnen, weil es bis 2028 verpflichtend sein wird, Nachhaltigkeitsberichte abzugeben. Das heißt, wird halt auch die Betriebe treffen. Das ist vielen aber gar nicht so bewusst, habe ich das Gefühl. Was steckt da genau dahinter? Was müssen die Betriebe dann ab 2028 genau darlegen? Es gibt zehn Punkte, wo du Nachhaltigkeit nachweisen musst. Nachhaltigkeit, denkt jeder, okay, das ist jetzt Umwelt, das sind auch sechs Punkte davon. Vier davon sind aber Diversität. Ein Punkt ist Unternehmensführung. Und wir können uns halt vorstellen, dass es gerade bei Handwerksbetrieben halt super schwierig ist, diese Punkte nachzuweisen. Da soll aber natürlich keiner auf der Strecke bleiben. Wir vom Bund Handwerk. Wir versuchen natürlich dann auch die Betriebe in die Hand zu nehmen und aufzuklären.

Max Herrmannsdörfer: Schulungsvideos zu machen, am besten dann mit euch in Kooperation, dann, ja, dass eben am Ende von 2028 nicht jeder da steht und sagt, man, wir haben davon einfach nichts gewusst. Es ist so wichtig, Diversität zu zeigen, abzubilden, das ist ja sowieso eines unserer Kernziele, genau diese Buntheit, diese Diversität im bunten Handwerk zu zeigen. Marian, kannst du vielleicht noch ergänzen, was plant ihr noch in diesem Jahr? Was können die Bunthies vom bunten Handwerk erwarten und alle die Bunthies werden wollen? Ja, also ich will natürlich nochmal kurz erzählen, was ist denn buntes Handwerk eigentlich? Wir sind ein Zusammenschluss aus Handwerkenden aus ganz Deutschland, aller Gewerke und wir setzen uns dafür ein, dass alle Hände ins Handwerk gehören. Und letztes Jahr hatten wir eine große Tour und auch dieses Jahr werden wir wieder eine fette CSD-Deutschland-Tour haben. Aber darauf münden uns natürlich viele, dass wir uns nur für Queerness, nur für sexuelle Rentierungen stark machen. Das ist natürlich nicht unser Kerngebiet, sondern es ist nur ein Teil, uns in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir wollen dieses Jahr noch mal ganz klar rausarbeiten, dass wir uns für sieben Dimensionen von Vielfalt stark machen. Und dazu gehört Ethnizität, Religion, soziale Herkunft, Geschlecht, Menschen mit Behinderung, Alter, Altersdiversität natürlich. Und genau das wollen wir sichtbar machen, weil genau das sehen wir doch jeden Tag auf der Baustelle. Da sehen wir Menschen ganz unterschiedlich. Und genau das wollen wir abbilden, dass diese Buntheit im Handwerk da ist und nicht nur in den Berufen, sondern in den Menschen. Und das sind doch die, die jeden Tag diese Baustellen in Deutschland vorantreiben. Und deine Frage nochmal zurückzukommen, was bekommt ein Bundi von uns? Er bekommt in allererste Linie das Netzwerk. Wir vernetzen uns gegenseitig. Es ist total wichtig, dass man Ansprechpartnerinnen findet, wenn man Probleme hat in der Ausbildung. Wir machen uns für Azubis stark. Wir sind im engen Austausch mit dem Azubi-Hilfenetzwerk. Das ist auch ein großes Standbein von Bunteshandwerk zu sagen, wir lassen die Azubis nicht alleine. was nochmal diese CSD Deutschland Tour anbelangt. Darf ich noch ganz schnell dir ins Wort grätschen? Immer? Ja, also fass auf, mit den Azubis ist die folgende Sache, weil wir haben immer wieder Leute, sich bei uns melden. Jede Woche melden sich Azubis bei uns. Mit irgendwelchen Problemen, Ja, und das ist ganz, ganz, ganz unterschiedlich. Manche sagen, ich habe eine blöde Erfahrung gemacht. Es ist vielleicht Sexismus, ist Rassismus, es ist Diskriminierung. Und wir wollen halt sagen, hey,

Max Herrmannsdörfer: Das ist scheiße, dass dir das passiert ist. Aber wir finden einen Betrieb für dich, der vielleicht einfach besser ist. Setz keinen Haken hinter das Handwerk, setz einen Haken hinter das Unternehmen. Und wir wollen diese Leute im Handwerk behalten. Weil wir haben uns die Zahlen genau angeguckt von letztem Jahr, die der ZDH veröffentlicht hat. Und über 50 Prozent vom ersten bis dritten Lehrjahr brechen ihre Lehre ab. Und 34 Prozent unmittelbar nach abgeschlossener Lehre. Das heißt, wir kommen auf knapp 84 Prozent. Das heißt, auf der einen Seite wollen wir jungen Menschen zeigen, wie geil Handwerk ist, aber hey, wir wollen auch die Leute, die im Handwerk sind und die einen Ausgangsvertrag unterschrieben haben, die wollen wir im Handwerk behalten. Und deshalb ist die Arbeit auch mit dem Azubi-Hilfenetzwerk uns ein ganz, ganz großes Anliegen. Und diese Synergie, die wir mit dem Azubi-Hilfenetzwerk erschaffen haben, Die überträgt sich gerade auch auf die Kammern und es ist ein total schönes Gespräch entstanden zwischen den Kammern, zwischen dem Azubi-Hilfenetzwerk, mit uns, dass wir einfach mal die Problematiken auch benennen und versuchen aus der Welt zu schaffen. Weil oft wissen die anderen gar nicht, dass es überhaupt Probleme gibt. wir haben jetzt eben erreicht, dass alle miteinander in Dialog kommen und das ist eigentlich das, worum es uns auch geht, dass wir wieder miteinander sprechen und nicht gegeneinander arbeiten. Und ihr versucht das bunte Handwerk bekannt zu machen, in die Breite rauszutragen. Man sieht es hier bei Zukunft Handwerk ganz schön. Es ist eine Community, die sich regelmäßig mittlerweile trifft. Aber es geht darum, nach außen auch zu kommen. Jeder, jetzt diesen Podcast hört und jede, die diesen Podcast hört, wo gibt es mehr Informationen zum bunten Handwerk? Wenn ich mich selbst engagieren möchte oder als Firma sage, hey, ich möchte sowieso mehr in Diversität gehen. Ich möchte schauen, die Gleichberechtigung herzustellen und ein Partner zu sein fürs gesamte Handwerk, für alle Hände. Wo finde ich mehr Informationen? Das Beste ist, ihr checkt unseren Instagram-Kanal. Wir haben unseren Linktree aktualisiert. Oben im Linktree findet ihr die Mitgliedsanträge, die Fördermitgliedsanträge, aber auch, was wir sonst zu alles starten, unsere Tourtermine. Und kontaktiert uns gerne darüber oder auch über info.at-buntes-handwerk. Und mittlerweile haben wir auch noch einen LinkedIn-Kanal. Auf allen Plattformen aktiv. Auf jeden Fall Tipp für alle. Reinschauen, reinklicken und folgen, würde ich sagen.

Max Herrmannsdörfer: Ich bedanke mich bei euch beiden. Marie, du hast noch einen Punkt. hast noch einen wichtigen Punkt. Ding muss ich noch raushauen. immer. hast du noch auf dem Herzen, Marie? Die CSD Deutschland Tour. Die ist dieses Jahr in München starten wir am 28.06. Wir sind am 6.07. sind wir in Köln. 26.07. sind wir in Stuttgart. Und mit ganz viel Glück treffen wir heute noch einen ganz tollen Kfz-Mechatroniker, der uns einen Wagen in Hamburg stellen will. Ich bin gespannt darauf. Das hier ist nämlich genau das Netzwerk, was hier auf der Zukunft Handwerk entsteht. Und wenn ihr nicht nur dabei sein wollt bei der Parade, sondern beim Wagenbau, es ist die größte Gaudi, dass wir uns ein, zwei Tage vorher treffen. Wir bauen den Truck selber. Das heißt, ist eine Lattenkonstruktion. Wir tackern die Banner drauf, wir bauen die Bar. Wann hat man sonst mal die Möglichkeit, so vielen anderen Gewerken zusammenzuarbeiten? Das ist eure Chance. Seid dabei, nicht nur bei der Parade und kommt, wie ihr seid, eurer Berufsbekleidung, zumpft oder wie immer es euch gefällt und werdet ein Bunty! Maren, vielen lieben Dank. denke bessere Abschlussworte gibt es nicht. Werdet ein Bunty! Ich danke euch beiden ganz herzlich, Steph und Maren, dass ihr zu Gast wart hier am Podcast Wagen. Euch alles Gute und wir sehen uns dann sehr bald wieder, hoffe ich. Danke! Vielen Dank, bis bald! Neben mir stehen zwei echte Experten aus dem Handwerk, Stefan Brücken und Oliver Gräf. Grüß euch ihr beiden. Hallo, moin moin. Servus, grüezi und hallo. Mensch, Olli, du hast dich schon richtig eingebayert hier, wenn man es so hört. Du kommst nämlich nicht aus Bayern, du bist aus Erfurt hier angereist. Ganz genau. Aber man tut, was man kann. Was treibt dich denn hier zur Zukunft Handwerk? Och, ich hab da mal letztes Jahr damit angefangen und dachte ich mir, jetzt führst das mal weiter mit meinen Kollegen. Und da habe ich die halbe Firma mitgebracht und da sind wir. Jetzt sehe ich, was auf deinem T-Shirt und auf deiner Cap steht. Du darfst aber einmal für unsere Zuhörer und Zuhörerinnen erklären. Was machst du genau? In welchem Gewerk bist du tätig? Also wir sind die Gebäudetechnik Gref GmbH und KUKA.G. Wir haben umformiert vom Einzelunternehmen zur GmbH und KUKA.G. Das haben wir Anfang diesen Jahres gemacht und wir bieten Heizung, Sanitär, Klima, Baddesign.

Max Herrmannsdörfer: eigentlich das ganze Portfolio an. Aber Lüftung ist auch mal ein Geisswasser, schöne Bäder machen. Sehr schön, sehr gut formuliert. Stefan, wir kennen uns bereits. Du warst schon mal bei uns zu Gast im Podcast. Aber stell dich doch gerne auch einmal noch ganz kurz vor. Was machst denn du im Handwerk? Ja, Stefan Boulden, Fliesenlegermeister aus Oldenburg. Und wir machen für unsere Privatkunden Bäder und Böden in deren Bestandsbauten. Also wir sind Renovierer in Bad und Boden. Das heißt, ihr beide habt schon irgendwo Schnittpunkte, was Bäderbau zumindest anbelangt, Theoretisch ja. Und praktisch auch. Olli, worauf habt ihr euch spezialisiert? Was ist so euer Fokus? Na ja, also Heizung, Sanitär, Bäder, wir machen das schon, wir sind da sehr, sehr flexibel. Also jeder Monteur hat da schon sein Steppengefährt. Wir machen aber auch intensiv Wartung und hauptsächlich machen wir bauen im Bestand. Kleine Reparaturen und alles Mögliche. Ich sehe immer zu, im Jahr irgendein originelles Projekt zu machen, wo sich keiner richtig rantraut. Weil da würde die Rübe anstrengen müssen. Kannst du da mal ein Beispiel nennen? Wo muss man denn die Rübe richtig anstrengen? Naja, ich hatte mal ein Projekt in Erfurt in Kinderschirurgie. Das Objekt haben wir betreut. Da gab es Wasserschaden übers Wochenende. Das war auch so schönes Highlight. Da war ich gerade im Skiurlaub. Da ruft mich die Berufsvorwärtsforschung an. sag mal, die ganze Kinderarchäologie ist abgesurfen, musste rekonstruiert werden. Und dabei haben sie dann die Räume gleich umgeteilt mit OP-Saal und allem drum und dran. Und das war schon eine Herausforderung mit den alten Rohrleitungen, alles so wieder zu händeln, weil oben drüber war auch Mietwohnung noch dazu. Dass alles noch bewohnt war, aber es war auch mit Brandschutznachrüstung und allem drum und dran. Also es war eine lustige und interessante Geschichte. Herausforderend, Ja, das ergibt sich dann immer so. Ich wollte aber nie die Kernbohrung machen, das waren so gefühlte 30 Kernbohrungen. Da hatte ich auch die Betonknacker da, die hatte ich dann dreimal geholt, aber die hatten irgendwie keine Lust, also habe ich dann doch selber gemacht. Okay, es hört sich bei dir so locker an, wenn du es so erzählst, ne?

Max Herrmannsdörfer: Da steckt ja richtig Arbeit drin und man muss schon wissen, was man da tut. Es ist schon wichtig. Stefan, wenn du das so hörst, du selbst hast auch schon viel im Handwerk erlebt. Hast du auch irgendeine Story, die dir besonders in Gedächtnis geblieben ist? Mal ein besonderer Auftrag, besonderes Fliesenbad, was du mal machen musstest oder ist es irgendwas anderes, was dir einfällt? Nein, Fliesenbad oder so, fällt mir da nicht ein. Es gibt schon große Herausforderungen, aber die wären jetzt nicht wert, hier erzählt zu werden. Aber was ich gerade spannend finde, ich habe ja von meinem T-Shirt stehen, digital einfach machen. Und ich habe letzte Woche Post von meiner Handwerkskammer bekommen, das ist kein Spaß jetzt. die haben sich jetzt, wir sprechen ja gerade von E-Rechnungen, die Handwerkskammer hat auch einen digitalen Beauftragten. Die Handwerkskammer hat sich jetzt wieder dazu entschlossen, Zukunft alle Rechnungen der Handwerkskammer doch wieder per Post zu verschicken. Also wir alle digitalisieren hier gerade. glaube die ganze Messe besteht zu 80 Prozent aus... Irgendwelchen Digitale. oder Software oder irgendwas, ja? So, und dann sagt die Handwerkskammer auf einmal, ja, und wir holen wieder ein Pitcher-Puck mit der goldenen Knopfleiste in der gelben Tasche und der kommt mit der Kutsche und bringt unsere Rechnung. Aber warum? Das weiß ich nicht. Das ist spannende Geschichte. Das müssen wir mal in Erfahrung bringen. Warum jetzt da der Versand wieder umgestellt wird. Vielleicht bekommst du ja gleich noch einen von den hohen Herren von der Handwerkskammer, die könntest du das fragen. Welche Handwerkskammer ist es bei dir? Bei mir Oldenburg. Oldenburg. Ich höre dich darum. Aber in Niederbayern habe ich eben gesprochen, die machen es auch nicht. Immer mit der Post. Okay. Ja, du, ist ein Thema. 2025. Wir schauen mal, was so geht. Abschluss, bevor ich euch wieder hier auf die Fläche entlasse. Olli, ich fange mal bei dir an. Was bedeutet für dich, stolz im Handwerk zu arbeiten? Das Motto dieser Zukunft Handwerk ist, stolz im Handwerk zu gestalten. Was fällt dir dazu ein? Was macht es aus, im Handwerk zu arbeiten? Es macht vieles aus. Es ist eigentlich schon die Planung. Der Kundenwunsch, die Planung, den Kunden zuzufrieden zu stellen und das dann auch umzusetzen. zum Schluss, dass der Kunde noch zufrieden ist. wirklich mit den Händen was zu erreichen und was herzustellen, wo jeder auch zufrieden ist und was wirklich ideal ist. sag mal in der Altbau zum Beispiel, es jetzt nicht aus der Industrie was Fragliches gibt, was anzupassen. Sehr schön. Stefan, für dich?

Max Herrmannsdörfer: stolz im Handwerk zu gestalten. Was fehlt dir dazu ein? Also das ist, wir im Handwerk sind für die Menschen da und wir machen den unterschiedlich. Ich sag das immer, das ist die ältere Dame, die ihren Mann vor ein paar Jahren verloren hat und die jetzt endlich wieder eine bodengleiche Dusche hat. Oder das junge Ehepaar, das Leben lang aufs Haus gespart hat und jetzt endlich dort das schöne Haus mit den schönen Fliesen hat. Oder einfach der Hund, der sich im Sommer, wenn es draußen so warm ist, auf den kalten Flüsen abkühlt. Wir sind fürs Handwerk da und egal was da kommt, wir können das. So ist ja auch der Spruch des Handwerks. Und ich finde das einfach schön, weil wir haben diese Aufgabe aus den Menschen für die Menschen. Sehr schön. Das ist wunderschön, wie du es beschrieben hast. Das sind so die Kleinigkeiten da, die ihr im Handwerk einfach umsetzen könnt. Und deshalb, ich danke euch, dass ihr tätig seid im Handwerk, dass ihr Macher seid im Handwerk und deshalb viel Spaß weiterhin bei Zukunft Handwerk. Alles Gute und bis bald. Sehr gerne. Dankeschön. Dankeschön. Macht es gut. Ciao. Handwerker Radio unterwegs bei der Zukunft Handwerk in München und wir sind zwei Messiespezialisten über den Weg gelaufen. Der Robert Schuster und der Oliver Gossmann. Ich grüße euch, ihr beiden. Servus, grüß dich. Hallo Max. Na, was treibt euch hier nach München? Zukunft Handwerk. Ich denke auch für euch natürlich als Messiespezialisten ein Event, wo man dabei sein muss, oder, Oliver? Natürlich. Hier trifft sich natürlich das ganze Handwerk und Für uns als Messemacher ist es natürlich das Nukleus. Hier können wir für all unsere Messen Blaupausen bekommen. Ja, Robert für dich? Ja klar. GHM, unsere Firma, für die wir arbeiten, fürs Handwerk und vertreten natürlich dann auch unsere Messen. Die IFR, die Dach und Holz. Dach und Holz steht nächstes Jahr wieder an? Dach und Holz im Februar. Da die Planungen bereits? Ja, drum sind wir hier. Drum haben wir uns auch spontan getroffen und das erste Gespräch geführt. Und Oliver, du bist hier für die IFH intern als Verantwortliche. Nächste Messe im April. Ich denke, da habt ihr schon die Augen auf, was kann man für nächstes Jahr so mitnehmen von dem Messejahr 2025? Genau. Also wir haben letztes Jahr eine gute IFH in Nürnberg gehabt, eine hervorragende. Und wir suchen natürlich hier auch auf der Zukunft Handwerk Aussteller. Und hier sind es ja KI-getrieben, IT-Versicherungen.

Max Herrmannsdörfer: Und die können wir natürlich auch alle auf der IFH abbilden. Was spielt denn für euch jetzt in den zwei Tagen hier bei der Zukunft Handwerkssohle die größte Rolle? Was wollt ihr unbedingt mitnehmen? Was wollt ihr erleben hier? Wir wollen Eindrücke mitnehmen, wir wollen das Handwerk erleben, wir wollen die neuesten Trends mit aufschnappen, sodass wir sie dann auf unsere Messen genauso widerspiegeln können, dass wir die richtigen Themen fürs Handwerk auf unsere Messen bringen können. Der richtige Plattform, die ZH. Oliver, für dich genauso, was du eben auch schon erwähnt hast. Was ist aktuell, wo sind die Trends, was kann man mitnehmen für euch? Genau, das ist das eine. Aber das andere ist natürlich auch, dass wir uns treffen, dass wir präsent sind. Du kommst hier mit dem mobilen Podcaststudio an und wir machen ein Interview. Ganz cool, ja. Und das ist das, was eigentlich das Ganze ausmacht. dann wünsche ich euch beiden noch ganz viel Spaß, ganz viel Erfolg hier bei der Zukunft Hanberg. Und wir sehen uns dann allerspätestens bei der IFH Inter oder bei der Dach und Holz nächstes sicher auf der Dachung holt. Ich freue mich drauf. Danke euch. Macht es gut. dann. Herr Löb, stellen Sie sich doch gerne einmal kurz vor und erklären, was machen Sie bei ZDH Zert? Ja, hallo, mein Name ist Peter Löb, ich bin Maschinenbauingenieur, bin im Handwerk groß geworden, bin seit 20 Jahren bei ZDH Zert und bin dort der Leiter der Zertifizierungsstelle. So, es geht also Zertifizierungen. Für alle, die ZDH Zert jetzt noch nicht kennen, was kann man sich darunter vorstellen? Ja, also ZDH Zert aus dem Namen heraus erklärt, Zentralverband, Deutsches Handwerk, Zertifizierung,

Max Herrmannsdörfer: Zertifizierungsstelle ist kurz gesagt die Zertifizierungsstelle des Handwerks mit Ziel Handwerksunternehmen, aber auch die Handwerksorganisation mit akkreditierten Zertifizierungsverfahren zu betreuen. Das heißt es gibt ein Thema aus einem Gewerk und dazu gibt es eine Norm und Betriebe können sich gemäß dieser Norm zertifizieren lassen. So mal kurz und knapp einfach erklärt für mich, der nicht aus dem Handwerk kommt und der mit Zertifizierungen noch wenig am Hut hat. welche Gewerke richten Sie sich denn vorwiegend? Das gesamte Handwerk, es betrifft insbesondere natürlich zulieferer Betriebe, die als Auftragnehmer der Industrie eine Zertifizierung nachweisen müssen, aber zunehmend auch Gebäudereinigungsunternehmen, die, wenn sie Aufträge bei der öffentlichen Hand abarbeiten, auch eine Zertifizierung nachweisen müssen. Also es geht quer durch das komplette Handwerk durch. Können Sie mal beispielhaft aus einem Gewerk, wenn wir gerade bei den Gebäudereiniger waren, was ist denn da eine Zertifizierung, die Sie zum Beispiel anbieten, wenn man sich was unter vorstellen kann? Ja, also die Gebäudereiniger ist ganz wichtig, dass sie eine Qualitätsmanagement Zertifizierung haben, ist die Zertifizierung nach ISO 9001. Im weiteren zunehmend auch eine Zertifizierung nach Umweltmanagement, das ist die ISO 14001 und größere Gebäudereiniger, die wir im Handwerk durchaus auch haben, lassen auch noch ihr Arbeitssicherheitsmanagementsystem zertifizieren. Das ist dann die ISO 45001 und das sind jetzt ganz viele ISOs und ganz viele Nummern. weiß es ja. Also wenn man sich da mal so die Website anschaut und man sieht die ganzen ISO-Nummern, da denkt sich der ein oder andere vielleicht, ja mein Gott, was soll ich denn noch alles machen? Was sagen Sie da? Naja, also jetzt für die Gebäudereiniger gesprochen oder für die Branche mal gesprochen und das trifft dann für andere Pensionen auch zu. Es ist einfach der Marktdruck da ein Zertifikat vorzulegen und du kannst dann überlegen nimmst du den Auftrag oder nimmst du ihn nicht. Die Frage nicht mehr zu stellen hat es einen Nutzen oder hat es keinen Nutzen. Ich sage im Umkehrschluss, wenn man so ein Thema richtig anpackt und insbesondere dann auch wenn man Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit hat und alle diese drei Systeme für den Betrieb

Max Herrmannsdörfer: optimiert. Er arbeitet mal doch schon rechtssicherer und näher am Kunden. mit besseren Leistungen als man es tut, wenn man es nicht macht. Ok, wobei Sie schon bei den Vorteilen wären, die solche Zertifizierungen ja mit sich bringen. Sie sagen schon, ja, da tut man sich auch leichter bei Auftragsvergaben zum Beispiel. Was sind denn weitere Vorteile von Zertifizierungen für Handwerksbetriebe? Also insgesamt bringt es ... Die in Unternehmen hilft, Normen einzuhalten, Regeln einzuhalten, zahlt in die Mitarbeitermotivation ein, ist also ein ganzer Blumenstrauß von Dingen, wenn man es richtig macht, einen Vorteil für den Betrieb bringen. Mitarbeitermotivation, klare Abläufe, Rechtssicherheit, sind so die Dinge. Wie läuft denn so eine Zertifizierung dann genau ab? Wie kann man sich das in der Praxis vorstellen, wenn man sich als Unternehmen entscheidet, ja ich möchte mich jetzt nach ISO XY zertifizieren lassen. Also das A und O ist tatsächlich, dass man das nicht aus der Hüfte heraus machen kann, aus der Lameng, sondern es ist tatsächlich Vorbereitung notwendig. Und die Erfahrung hat gezeigt, dass die Vorbereitung alleine sich auf so eine Sache vorzubereiten, nicht der optimale Weg ist. Ich empfehle Handwerksbetrieben sich an die zuständige Handwerkskammer zu wenden. Bei der zuständigen Handwerkskammer gibt es zumeist einen Berater, der auch Führungs- und Entscheidungswissen zum Thema Managementsysteme bereitstellen kann und gegebenenfalls auch schon ansprechen kann, wer als Unterstützer zur Einführung eines solchen Systems zur Verfügung steht und ob es gegebenenfalls

Max Herrmannsdörfer: falls es sogar Fördermittel gibt, die man nutzen kann. Handwerkskammer sind ein Ansprechpartner, wenn es zum Thema Zertifizierung geht und wie ich mich darauf vorbereite. Ich denke bei ZDHZ selbst findet man auch die ganzen Infos, oder? So ist das. man muss ja nochmal, man muss die zwei Sachen unterscheiden. Das eine, man muss ein System haben, das andere wird zertifizierend. Wir erwarten als Zertifizierungssteller... Okay, geht erstmal darum, System natürlich einzuführen. So sieht es aus. Wir als Zertifizierungssteller sehen uns tatsächlich nur verantwortlich. dafür, das zu zertifizieren. Wir dürfen sogar auch nicht beratend tätig werden in dem Zusammenhang. Wir können Hinweise geben, klar logisch. Aber das System muss erstmal vorhanden sein und dann können Sie erst als Zertifizierungsstelle aktiv werden. So ist es. Okay, aber wenn wir jetzt beim Punkt bleiben, wo finde ich als Unternehmen dann die richtigen Informationen, die gibt es bei Ihnen. Die gibt es auf jeden Fall bei uns, das heißt der Kunde kann sich, wenn er Interesse hat an der Zertifizierung, wenn er die Kosten insbesondere mal überschlägig ermitteln. was er an Ausgaben hat, so eine Zertifizierung zu erlangen. An uns wenden, wir haben über unsere Homepage entsprechende Kontaktadressen, die er da anwählen kann. Da stehen sogenannte Datenblätter zur Verfügung, die er uns ausfüllen kann. Er macht da Angaben zu seinem Unternehmen und wenn die vollständig bei uns vorliegen, hat er innerhalb von kürzester Zeit zumindest mal einen Preis. Herr Löb, vielleicht zum Abschluss gibt es irgendein Thema, was zum Thema Zertifizierung immer aufkommt, wo Sie gerne mal was zu sagen würden. Irgendein Mythos, da im Raum steht oder irgendwas, was Ihnen persönlich wichtig ist zu diesem Thema? Na ja gut, das Thema Bürokratismus und Zertifizierung ist ja schon mehrfach genannt worden in dem Zusammenhang. ich sage und ich würde da einfach nur mal ein Plädoyer für die Nutzung von Managementsystemen, die Zertifizierung von Managementsystemen abgeben wollen, weil unsere Erfahrung es tatsächlich ist, dass die Betriebe, die so ein System ernsthaft betreuen, erhebliche Vorteile haben. Und das kommt leider in der Realität immer so bisschen zu kurz. Also viele empfinden es halt doch eher. Aber Bürokratismus ist, wenn man Dinge tut, die nicht notwendig sind. Und du hast die Möglichkeit bei Anwendung eines Managementsystems, die Dinge zu tun, die notwendig sind. Die Unterscheidung ist ganz schön. Also bei Bürokratie denken wir oft an Sachen, unnötig sind. Zumindest subjektive Wahrnehmung unnötig sind. Aber Sie sagen, hier, es ist durchaus sinnvoll, hier in der Zertifizierung den Fokus darauf zu legen, weil es eben notwendig

Max Herrmannsdörfer: So sieht es aus. Herr Löb, vielen lieben Dank Ihnen für Ihre Zeit fürs Interview. Alles Gute und bis bald. Schönen Dank. Danke schön. Tschüss. Mir gegenüber steht jetzt Thorsten Hain. Grüß dich, Thorsten. Hi, grüß dich. Magst dich einmal selbst kurz vorstellen? Wer bist du und was machst du? Ja, ich bin Thorsten Hain, hast schon erwähnt. Bin 39 Jahre alt, komme aus der Nähe von Düsseldorf. Ich habe eine kleine Tichelerei mit fünf Mitarbeitern, sind Ausbildungsbetrieb. Und wir haben uns auf die Fahne geschrieben, nur mit Massivholz zu arbeiten und sind richtig schön gelegen auf dem Bio-Bauernhof. Cool. Das heißt, mit Massivholz zu arbeiten, das macht euch quasi aus. Ist das eure Besonderheit? mit dem ja auch in die Werbung geht? Ja, würde ich schon sagen. Wir legen den Schwerpunkt darauf, kommunizieren das auch ganz klar mit dem Kunden, dass es bei uns keine Spanplatte gibt, sondern wirklich nur mit Massivwass gearbeitet wird. Okay, das heißt, Qualität ist für euch einfach das Kriterium, sage ich mal? Absolut, ja. Und Nachhaltigkeit kommt natürlich auch dazu. Okay, Nachhaltigkeit. welchem Bezug genau? Wie achtet ihr in der Tischlerei auf Nachhaltigkeit? Schaut ihr, woher kommen die Materialien, mit denen ihr arbeitet? Genau, das. Und wenn man sich die Sparmplatte anguckt. Ich meine, das ist recycelt, muss man schon ganz klar sagen, aber viel Kunststoffe drin und da geht es auch so bisschen den Wohnraum, wo das Ganze reinkommt. Und ansonsten haben wir ein Sägewerk, das relativ klein ist, was regional ist, 60 Kilometer von uns weg. Die Bäume kommen aus NRW und das sind schon so Sachen, die wir nicht immer schaffen, muss man auch ganz klar sagen, aber schon sehr, sehr häufig und da sind wir sehr stolz drauf. Wer sind denn so eure Kunden? Ist es viel Privatbereich oder auch irgendwas Gewerbliches? Ja, ich glaube, da passt das Pareto. ganz gut. Also haben so 20 Prozent gewerbliche Kunden und 80 Prozent sind Privatkundschaft und das ist wirklich vom ganz jungen Menschen einfach, die glaube ich auch die Wertschätzung im Handwerk wieder sehen, bis hin zu pensionierten Menschen und sehr, viele Familien haben wir drin. Du sagst, ihr seid Ausbildungsbetrieb bei fünf Leuten. Habt ihr einen Auszubildenden? Aktuell haben wir einen Auszubildenden, genau. Also mit dem Auszubildenden, mit mir zusammen sind wir fünf. Genau und jetzt starten wir

Max Herrmannsdörfer: für dieses Jahr werden wir wieder ausbilden und Ziel ist ja jedes Jahr ausbilden. Wie schafft ihr es denn in dem kleinen Bereich, kleinen Unternehmen, auszubilden, die für euren Job zu gewinnen? Habt ihr da irgendeine Technik, irgendwelche Tipps? Das ist eine mega gute Frage, die ich recht oft gestellt bekomme und ich muss leider verraten, dass es da gar keine Strategie eigentlich gibt. Ich habe noch nie eine Stelle ausschreiben müssen. Wir kriegen permanent Bewerbungen. für einen Gesellenjob, für Praktikanten, aber auch für Azubis. Und ich glaube, dass wir so bisschen Glück haben. Also Social Media läuft recht gut bei uns. Wir sind gut sichtbar. Ich durfte das Kampagnengesicht für das Handwerk sein, Handwerk neu denken. Genau dadurch bin ich dann schon so medial so bisschen dabei gewesen. Auch so ein Fachmagazin waren wir jetzt gerade wieder mit drin. Ich glaube, das sehen die jungen Leute und ich glaube, die finden das ganz cool. Und ich glaube schon, das das Ding ist, warum wir da ein bisschen Glück haben. Das heißt, ihr könntet eigentlich noch mehr Leute einstellen. Also wenn du sagst permanent kriegt ihr irgendwie Bewerbungen für Gesellen oder Auszubildende. Das heißt, da wäre eigentlich noch mehr möglich. Ja, absolut. Okay, aber ganz bewusst hältst du es auch erstmal im kleineren Bereich? Ja, das Unternehmen ist noch keine drei Jahre alt. Wir sind sehr jung. Wir wären im Juli drei Jahre alt und das ist aber so ein Spagat, den man gehen muss. Also ich habe ehrlich gesagt auch nicht das Ziel, wie viele Mitarbeiter ich haben möchte, sondern vielmehr eine Vision, wo wir hin wollen. Genau, wir sind jetzt gerade an einer Sache dran, da müssen wir dann nachlegen, wenn wir das bekommen. Aber aktuell ist die Balance, die würde nicht passen, wenn ich jetzt noch mehr einstelle. Was ist denn deine Vision? Wo willst du denn hin? Meine Vision ist, wir über allem Fairness stehen Fairness gegenüber meinen Mitarbeitern, Fairness gegenüber unseren Lieferanten, unseren Kunden, untereinander ganz klar, aber auch Fairness zu den Materialien. Das ist so die Hauptvision, die wir irgendwo haben. Und ansonsten ist die Vision, dass wir einfach nachhaltig was aufbauen, dass wir das Handwerk sichtbar machen, dass wir das Handwerk attraktiv machen und einfach unsere Kunden alles Wiederholungstäter sind. Thorsten, was bedeutet für dich denn Handwerk? Wir sind hier bei der Zukunft Handwerk. Das Motto ist, stolz im Handwerk zu gestalten. Ja, was bedeutet Handwerk für dich? Ja, ich krieg da ehrlich gesagt bisschen Gänsehaut. wollte als Junge schon, als kleiner Junge wollte ich Tüchler werden und

Max Herrmannsdörfer: Für mich bedeutet Handwerk Emotionen auf jeden Fall. Wir schaffen jeden Tag Kreatives, wir sehen unsere Ergebnisse. Natürlich viel Arbeit, viel Fleiß, viel Kraft auch, die drauf geht. Aber es ist eine Sache, sich lohnt. Und es gibt eine tolle Werbung. Ich Hornbach war es gewesen, wo alles ein bisschen ineinander zerfällt. Und am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, den Rest machten wir Handwerker. So sehe ich das auch ein bisschen. Und da bin ich extrem stolz drauf. Und wir sind gerade in einer sehr, sehr schwierigen Phase. Das haben wir auch gerade gehört mit Söla und Habeck. Aber ich glaube, dass es an uns Unternehmern liegt. das Handwerk wieder attraktiv zu machen, sichtbar zu machen und für Nachwuchs zu sorgen. Thorsten, dann wünsche ich dir ganz viel Spaß weiterhin und viel Erfolg persönlich im Unternehmen mit deiner Vision und das verwirklichen kannst, was du hier vorstellst. Danke dir fürs Gespräch und alles Gute. Danke Max. Mach's gut, ciao. Ciao. Das Handwerkeradio bei der Zukunft Handwerk und bei mir im Interview ist jetzt die Bettina. Hallo Bettina. Hallo Max. Schön, dass wir uns getroffen haben. Bettina, magst du dich selbst einmal kurz vorstellen? Ja, sehr gerne. Ich bin die Bettina Reiter und ich bin seit zehn Jahren bei der GHM und habe vorher schon noch eine andere internationale Handwerksmesse geleitet und bin jetzt für die Farbeausbau und Fassade am Start und habe dieses Mal das Team der Zukunft Handwerk mit unterstützt. Also Handwerk und Messe durch und durch. Du bist Messe-Expertin schon lange im Business. Was macht denn so eine Messe für dich besonders?

Max Herrmannsdörfer: In erster Linie natürlich die Menschen und die Produkte und die Freude, die die miteinander haben, wenn sie in Interaktion gehen können. Interaktion, ja hier bei Zukunft Handwerk auch ein gutes Thema. Ich glaube, wenn man hier über die Stände läuft, man kann so gut wie an jedem Stand irgendwas probieren. Was war denn bisher so dein Highlight oder was ist dein Highlight bei der Zukunft Handwerk? Also mein Highlight ist tatsächlich, dass wir ein super breites Programm haben, in dem Menschen so viel mitnehmen können. und dass wir verschiedene Formate haben, verschiedene Flächen und Bühnen, auf denen genetzt werden kann. Und das sehen wir ja auch die ganze Zeit. Die Produkte sind alle toll, logisch, aber wie gesagt, der Fokus liegt jetzt hier bei mir im Moment total auf der menschlichen Begegnung. Du hast gesagt, du bist verantwortlich für die FAF. Die findet in zwei Jahren wieder statt in Köln. Ich gehe aber davon aus, die Planungen, die laufen auch jetzt schon. Kannst uns da mal so einen groben Einblick geben, wie läuft so eine Messeplanung überhaupt ab? Wir starten jetzt mit der Planung, die Strategiearbeit überarbeiten, gemeinsam mit den Trägerverbänden und wir laden natürlich auch Industrievertreter ein und Besucher und haben hier jetzt jede Menge Formate, die wir sukzessive bedienen werden, auch sehr eng im Austausch und Kontakt mit den Menschen. Und dann gehen wir im Herbst für die Ausstellerakquise an den Start. Okay, die Messe findet 2027 statt. Habt ihr schon ein Datum? Ja, na klar. Wann findet sie denn statt? Vom 23. bis 27. April in Köln. Okay, in Köln. Ja, wunderschön. Das kann sich jeder schon mal in den Kalender markieren. Ihr sprecht bei der FAF gezielt Maler und Stukateure an. Ist das eure Kernzielgruppe oder gibt es darüber hinaus noch Menschen aus dem Handwerk, die ihr ansprechen wollt? Richtig, das ist die Kernzielgruppe. Maler, Lackierer, Trockenbauer, Stukateure, aber auch Raumerstatter sind super spannend für uns und Innenarchitekten und Architekten angrenzen, die Gewerke, Bodenleger. Also wir haben hier wirklich das komplette Portfolio an Angebot rund um den Innenausbau, Raumdesign. Auf was schaust du jetzt bei dieser Messe hier konkret?

Max Herrmannsdörfer: Ich habe vorher auch mit dem Oliver und dem Robert gesprochen, verantwortlich für die Dach und Holz und für die IFH Interim und die sagen, ja, wir wollen mal schauen, was passiert hier bei der Messe, so was kann man vielleicht auch selbst in die anderen Messen übertragen. Auf was schaust du speziell? Ja, tatsächlich auf die Austauschformate und auf die unterschiedlichen Foren, weil wir möchten ja, dass die auch super aktiv belegt sind und wir bauen die meistens recht groß, eigentlich wahrscheinlich viel zu groß, weil wenn wir hier sehen, es gibt ein Closed Stage Program, in dem man wirklich dezidiert Fachvorträge halten kann und dann hier das Ausstellerforum, wo so mehr Standby oder Wissen to go ist. Und ich glaube, das nehme ich auch mit für die FAAF. So kurze, kurze, ja, kurze Vorträge, kurze Mitmachprogramme. Ich glaube, in die Richtung kann es schon gehen, auch zukünftig bei Messen. Jetzt steht ja diese Zukunft Handwerk speziell unter dem Motto Stolz im Handwerk zu gestalten. Jetzt hast du selbst viel mit dem Handwerk zu tun, obwohl du selbst, ich habe dich gar nicht gefragt, ob du einen Handwerkshintergrund hast. Hast du einen Handwerkshintergrund? Also ich selber nicht, aber ich bin handwerksfreudig, weil da sieht man nämlich total viel von dem, was man macht. Wir haben jetzt sehr viel zu Hause gebaut. Mein Vater hat Bühnenballer gelernt, mein Bruder hat einen Elektrobetrieb. Also wir sind schon auch im Handwerk assoziiert. Also du hast Verbindungen zum Handwerk. Was bedeutet dann für dich dieses Motto, stolz im Handwerk zu gestalten? Verbindest du damit persönlich irgendwas? Ja. weil ich echt überzeugt bin, dass es super wichtig ist, seine Fähigkeiten einzuschätzen und an der Stelle auch richtig einzubringen und jeder, ein Handwerk lernt. der wird sich darin immer noch mal weiterentwickeln und sehr, sehr viel Gutes auch für andere Menschen tun, die das eben nicht können. Ja, absolut richtig und finde ich schön, dass du das so beschrieben hast. Ich danke dir ganz herzlich für deinen Besuch hier bei uns am Podcast Wagen. wünsche euch und dir ganz viel Erfolg bei der Messevorbereitung, auch wenn es noch ein bisschen hin ist, aber es wird ja nicht langweilig. Niemals wird es langweilig und ich hoffe, ich sehe dich noch oft mit deinen Kollegen. Sehr, sehr gerne. Vielen lieben Dank Bettina. Alles Gute. dir. Euch auch.

Max Herrmannsdörfer: Tschüss! Jetzt am Podcast Mikrofon, Cihang San. Hallo Cihang. Moin Max. Hi. Cihang, wir sind hier an Tag zwei. Die Veranstaltung neigt sich schon bald dem Ende zu. Was kannst du sagen zur Zukunft Handwerk 2025? Zukunft Handwerk 2025 war ... deutlich nordischer tatsächlich. Okay, warum? Weil wir tatsächlich dieses Jahr geschafft haben, mehr Leute aus dem Norden hierher zu kriegen nach München. das macht mich echt stolz, weil gerade ich als Markenbotschafter ein extrem großes Interesse dran gehabt, unsere Jungs, unsere Mädels aus dem Norden hierher zu holen. Und ein paar haben sich echt den Weg gemacht und sind hergekommen. Das finde ich richtig cool. Du kommst ja aus Oldenburg, bist da auch engagiert in sämtlichen Organisationen und Deshalb ja, schön, dass auch das nordische Handwerk den schönen Süden hier entdeckt. Es gibt ja auch viel zu sehen hier, ne? Definitiv. Also gut, von München sehe ich natürlich gerade in den zwei Tagen oder generell nicht viel, aber... Von Zukunft Handwerk. Aber Zukunft Handwerk ist für mich, das sage ich die letzten Male auch schon immer, ist für mich Familie und Freunde treffen. Ja. Weil du hast ein geiles Netzwerk, du hast hier coole Diskussionen, du hast viele coole Aktionen. Es macht für mich einfach immer wieder Spaß und deswegen... Ich auch gerne das dritte Mal hier. Und diesmal ja offiziell als Markenbotschafter. Letztes Jahr warst du da so, bist du reingerutscht in die Markenbotschafter-Schiene und diesmal auch offiziell. Was hat das für dich ausgemacht, da die Messe auch als Céhan vertreten zu dürfen? Ja, tatsächlich, wenn man so den Werdegang sieht. Messe 1 war tatsächlich eher als Aussteller und eher als Botschafter für das Handwerk und für das klimaorientierte Halter. mit Wärmepumpen, das war ja das erste Jahr ganz stark, weil auch das Heizungsgesetz in dem Jahr neu raus kam. Letztes Jahr war ich dann eigentlich, wie du schon sagtest, mehr als Besucher hier und wollte mir das mal aus der Perspektive angucken und dann wurde es doch anders als ich gedacht habe. Ja und dann die Anfrage zu bekommen, ob ich nicht Bock hätte, als Markenbotschafter das Ganze zu begleiten, weil die auch gesehen haben, dass ich einfach mich hiermit identifiziere, macht mich natürlich auch stolz. Und passend zu dem Motto, auch stolz im Handwerk, bin ich natürlich auch stolz auf das Zukunftshandwerk. Ja, bleiben noch gleich.

Max Herrmannsdörfer: bei Motto stolz im Handwerk zu gestalten. Was bedeutet das für dich? Bedeutet für mich mit Leidenschaft, mit Euphorie, mit Geschick ein Handwerk auszuüben, was das Leben verändert. ist so. Wenn ich allein nur an meinen Bereich denke, wenn ich ein Haus habe, was nackig ist und ich bau da eine Heizung ein, schickes Badezimmer. und keine Ahnung, noch irgendwie eine hochtechnische Küche und was weiß ich, das verändert dein Leben. Das verändert dein Lebensstandard. Du sorgst dafür, dass die Grundbedürfnisse erfüllt werden können, aber nicht nur erfüllt werden, sondern auch zum Wohlfühlen gemacht werden. So kann man das sagen. Wohlfühlbäder ist doch das, wofür du auch stehst. Ich stehe für modernes... und vor allen Dingen individuelles Handwerk. Und das versuche ich in verschiedenen Perspektiven zu präsentieren. Und auch gerade bei unseren Bädern. Ja, anspruchsvolle Bäder sind einfach die Laden ein zum verweilen. Das ist kein Ort mehr, wo du einfach nur dich fertig machst, sondern bleib ein bisschen, mach dich fertig, chill ne Runde und dann kannst du entspannt dir das Haus verlassen. Jetzt gibt es in diesem Jahr bei Zukunft Handwerk ganz viel Wissenstransfer, viele Workshops, viele Slots auf den Bühnen. Was nimmst denn du persönlich von Zukunft Handwerk mit für deine Arbeit, für dein Unternehmen? Also ich nehme mir generell immer ein gutes neues Netzwerk mit. heißt, ich lerne jedes Jahr viele coole neue Unternehmer kennen, viele neue auch so gerade in Form der Digitalisierung viele Netzwerker mit und schaue, wie wir dann in Zukunft gerade auch als Endungsobermeister das für unser Netzwerk in Oldenburg nutzen können. Und bei den Podiumsdiskussionen nehme ich viele Anregungen mit, viele neue Ideen, wie wir auch

Max Herrmannsdörfer: unser Handwerk irgendwie dann damit ergänzen können, noch bisschen weiter ausbauen können. Ja cool. So, abschließendes Fazit. Was war dein Highlight? Mein Highlight Zukunft Handwerk dieses Jahr war Familie und Freunde zu treffen. Unter anderem, dass wir uns wieder treffen, ihr Tschähern. Das ist ja traditionell hier, dass wir bei Zukunft Handwerk hier podcasten. deshalb, Tschähern, vielen Dank, dass du jetzt hier zu Gast warst. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und wir sehen uns schneller wieder als wir vielleicht denken bei der ISH nächste Woche. Definitiv. Max, danke dir. Danke dir. Alles Gute. Bis dann. Mach's gut. verliere diesen Podcast, keine Folge mehr zu verpassen. Wir freuen uns auch über eine 5-Sterne-Bewertung bei deiner Podcast-Plattform. Dieser Podcast ist eine Produktion der Handwerker Radio GmbH. Weitere Informationen findest du unter www.handwerker-radio.de

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