#151 Lea-Marie Kosakow & Nina Eppers-Arens, wie stärkt die Deutsche Meisterschaft das Image der Gebäudereinigung?
Shownotes
Achterbahnschienen reinigen, verkalkte Drachengondeln instand setzen und ein Schwimmbecken auf Hochglanz bringen – und das alles mitten in einem leeren Freizeitpark: In dieser Folge von Handwerk erleben nehmen wir euch mit zur Deutschen Meisterschaft im Gebäudereiniger Handwerk 2025 im Heide Park Soltau. Moderator Max Herrmannsdörfer spricht mit der frisch gekürten Deutschen Meisterin Lea Marie Kosakow über ihren überraschenden Weg zum Titel, extreme Arbeitsbedingungen in bis zu 15 Metern Höhe und darüber, warum sie fast gar nicht zum Wettbewerb gefahren wäre.
Mit dabei ist außerdem Nina Eppers Arens, Gebäudereiniger Meisterin, stellvertretende Landesinnungsmeisterin im Saarland und Jurymitglied der Deutschen Meisterschaft. Sie gibt exklusive Einblicke hinter die Kulissen: Wie entstehen die Aufgaben? Worauf achtet die Jury wirklich? Und warum sind Teamarbeit, Sicherheit und Präzision heute genauso wichtig wie das perfekte Reinigungsergebnis? Eine Folge über Leidenschaft fürs Handwerk, Imagewandel, Nachwuchsförderung – und darüber, warum Gebäudereinigung so viel mehr ist als viele denken.
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Max Herrmannsdörfer: Handwerk erleben. Podcast mit den spannendsten Geschichten aus dem Handwerk und darüber hinaus. Herzlich willkommen zu unserer ersten Podcast Folge im Jahr 2026. Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Wir starten wieder durch mit frischen Podcasts. Ich bin Max Hermannsdörfer und heute geht es unter anderem die Deutsche Meisterschaft im Gebäudereinigerhandwerk. Bei mir zu Gast sind die Deutsche Meisterin im Gebäudereiniger Handwerk Lea Marie Kosakow und die Gebäudereiniger Meisterin und Jurymitglied bei der Deutschen Meisterschaft Nina Eppers-Ahrens. Herzlich willkommen Lea und Nina. Hallo. Schön, dass ihr beide zu Gast seid bei Handwerk erleben. Ein Hinweis an alle Zuhörerinnen und Zuhörer. Wir zeichnen hier gerade kurz vor Weihnachten auf. Ihr hört die Folge aber erst im neuen Jahr. das nur als kurzer Transparenzhinweis. Und natürlich an erster Stelle Lea, herzlichen Glückwunsch zum Gewinn bei der Deutschen Meisterschaft. Vielen Dank. Wir gehen da gleich im Laufe unseres Podcasts näher darauf ein, was du da so machen musstest, was die Herausforderungen waren, wo das Ganze überhaupt stattgefunden hat. Aber damit wir alle euch ein bisschen besser kennenlernen, würde ich euch bitten, euch einmal ganz kurz selbst vorzustellen, was muss man so über euch wissen. Lea, start doch gerne einmal. Mein Name ist Lea Marie Kosako. Ich bin 26 Jahre alt und habe dieses Jahr die deutsche Meisterschaft im Gebäudereinigerhandwerk gewonnen. Ansonsten habe ich die Berufsausbildung auch dieses Jahr erst beendet, habe die 2023 begonnen, also habe sie von drei auf zwei Jahren auch verkürzt und lebe ansonsten im schönen Erzgebirge in Sachsen, bin allerdings gewürtige Berlinerin. Okay, wir kommen vielleicht auch noch auf deinen Weg ins Handwerk zu sprechen, warum du dich für diese Ausbildung entschieden hast, was dir daran taugt und wie du dann letztendlich auch zur deutschen Meisterschaft kamst. Danke aber erstmal. Nina, ich gebe den Ball einmal an dich. Sag doch zu dir gern auch ein paar kurze Worte. Ja, hallo. Mein Name ist Nina Eppers-Ahrens. Ich bin 37 Jahre alt und lebe und arbeite im Saarland bzw. in Saarbrücken.
Max Herrmannsdörfer: Ich arbeite bei uns im Familienbetrieb und engagiere mich in unserer saarländischen Indung. Da bin ich stellvertretende Landesindungsmeisterin und auch Lehrlingswartin. Und auf Bundesebene bin ich Ausschussvorsitzende des Ausschusses für Berufliche Bildung und auch in dem Atemzug mit in die Jury eingetreten. Genau. Und auch darauf werden wir gleich noch bisschen eingehen, in welchem Zusammenhang auch die Deutsche Meisterschaft da mit der Berufsbildung steht und wie die Ausbildung damit zusammenhängt, was da für Werbung zusammenhängt. da werden wir gleich drauf kommen. Wir blicken aber jetzt zuerst auf die Deutsche Meisterschaft selbst. Die hat 2025 im Heidepark Soltau stattgefunden in Niedersachsen, ist immerhin der zweitgrößte Freizeitpark Deutschlands nach dem Europa-Park. Eigentlich eine richtig coole Location auch für so einen Wettbewerb. Oder Lea, was meinst du? Also ich war am Anfang ganz schön skeptisch, ehrlich gesagt. gehört habe, weil ich den Heidepark tatsächlich als Besucherin mal gesehen habe. ich in den letzten Jahren mir öfter das Wettbewerbsgeschehen angeschaut habe und das ja nun doch relativ konträr war zu den vorherigen Austragungsorten. und dementsprechend war ja also klar, wird also wahrscheinlich hoch hinausgehen und es war eben auch klar, dass es wahrscheinlich ja doch viel draußen stattfinden wird. was natürlich Anfang November dann immer so bisschen unangenehm werden kann, aber wir hatten ja Gott sei Dank Glück, das Wetter war super. Ja, aber hattest du dann einen gewissen Respekt davor, diesen Tätigkeiten in dem Freizeitpark? Na ja, wir haben ja die Tätigkeiten erst am Tag vorher erfahren und ich hab einfach, ja voraus halt viele Gedanken gemacht, was wohl dran kommen könnte. mein... angesichts dieses riesigen Parks war natürlich klar, dass ich da wahrscheinlich nicht drauf kommen werde, ja, ich hatte schon gewissen Respekt. Also natürlich ist es erstmal schön, weil jeder kann was damit anfangen. Jeder hat davon schon mal gehört, war vielleicht schon selbst dort. Also was das angeht, war das denke ich eine greifbare Location als zum Beispiel jetzt das Rathaus in Berlin, weil das ist, sag ich mal, sicherlich auch ein sehr geschichtsträchtiger Ort mit einer großen Bedeutung, aber
Max Herrmannsdörfer: Gerade für die jüngeren Leute ist das Rote Rathaus in Berlin, glaube ich, jetzt nicht so der krasse Pull-Faktor wie jetzt zum Beispiel der Heidepark. Das Rote Rathaus war Location für 2024. Genau, das war am letzten Jahr. Da waren die Meisterschaften 24. Ja, ist mal ein ganz anderes Setting. Nina, aus deiner Sicht, du hast es ja dann als Jurymitglied auch begleitet. Du warst zu 24 auch schon in der Jury. Genau. Du kennst jetzt diese Gegensätze. macht das diese Deutsche Meisterschaft dann auch aus? Ja, absolut. nicht nur die Deutsche Meisterschaft, sondern es zeigt ja auch, wie vielfältig unser Handwerk ist und wie konträr und wo wir überall wirklich gebraucht werden. Es ist ja oft leider so, viele können sich ja gar nicht vorstellen, welche Arbeiten wir überhaupt erbringen. Und daher ist das natürlich wirklich einen absoluten Mehrwert für unser Berufsbild, wenn wir bei solchen Veranstaltungen zeigen können, wo wir überall aktiv sind. Der Heidepark Solthau war wirklich überwältigend. Das muss man einfach sagen. Ich war zum ersten Mal selbst im Heidepark Solthau gewesen. Ich bin ein absoluter Freizeitpark-Fan. Hat das aber bisher noch nie geschafft, weil die Anreise für mich doch auch sehr weit war. Umso mehr habe ich mich auch wirklich persönlich auf die Veranstaltung gefreut. Ich kann mich erinnern, ich war als Kind irgendwann mal in der Bispinger Heide im Urlaub und da ist Solthau ja ums Eck quasi. Und da war ich einmal im Heidepark, kann mich nur noch an die riesige Holzachterbahn erinnern. Das ist, glaube ich, so mit dem Aushängeschild auch vom Heidepark. Aber ja, das ist ein besonderes Setting, eine besondere Aufgabe, die ihr dann da bewältigen musstet. Lea, jetzt kannst du uns mal mitnehmen in die konkreten Aufgaben. Was musstet ihr dort machen? Das geht ja dann doch ein bisschen über so, ich sage mal in Anführungszeichen. Standardtätigkeiten der Gebäudereinigung hinaus? Ja, also teils teils. sag mal, die für mich erste Aufgabe war ja die Reinigung dieser Fahrgondeln, sag ich mal. Die waren wirklich sehr stark verkalkt. Das habe ich auch unterschätzt bei der Besichtigung. Das war so die Aufgabe, auf die ich mich eigentlich am meisten gefreut habe. Und sie hat sich dann aber im Rahmen der, also im Tun dann als die anspruchsvollste herausgestellt, weil zum einen die PSA eben sehr
Max Herrmannsdörfer: aufwendig war, was natürlich dann immer im Komfort bei der Arbeit so ein bisschen einschränkt. Das ist eben so. Das gehört dazu. Das ist wichtig und auch richtig. Aber es ist natürlich, wenn man da zwei Stunden steht mit Vollschutz vor dem Gesicht und ja regelmäßig einem dann irgendwann die Brillen beschlagen, dann wird es irgendwann schon auch anstrengend. Also die Aufgabe finde ich doch schätzter. Das war also die erste. Vielleicht gehen wir da kurz nochmal genau drauf ein. Also das waren verkalkte Gondeln, waren, was war das? Drachen, Achterbahn, Drachen? Das Raffnuss und Taffnuss, ich, hießen sie, ganz sicher bin ich mir nicht. Die Freizeit-Fahrge-Experten werden es kennen. Also auf jeden Fall sind das eben, also waren wie kleine Drachen, also ich würde mal sagen eher ein Kinderfahrgeschäft, aber auf jeden Fall sehr niedlich anzuschauen eigentlich. Und das waren also Gondeln aus Kunststoff waren die aus und Das Becken, in dem die waren, war im Wasser gefüllt. Das kam also zu einem gewaltigen Schichtaufbau aus Kalk. Die Aufgabe war eben, zu reinigen. Das war wirklich anspruchsvoll. Wie gesagt, bei der Besichtigung dachte ich so, ach easy, weil ich bin beruflich ganz gerne immer im Sanitärbereich unterwegs. Das ist ja super, Kriegabnachung kennst du ja schon oft gemacht, Duschen aufgearbeitet aus Glas oder so. Aber so einfach war es dann eben doch nicht. Okay, wie ging es dann weiter? Was war deine zweite Tätigkeit? Man muss ja sagen, der Park war geschlossen zu dem Zeitpunkt. hattet den Park quasi für euch und wurdet mit Shuttle-Bussen zu den einzelnen Stationen hin und her gefahren. Genau, ja, das war auch echt super, weil die Wege waren weit und Ich sag mal, man musste für jede Aufgabe auch individuell PSA mitnehmen, je nachdem was eben gefordert ist. Und das von A nach B zu transportieren zu Fuß, hätte also wahrscheinlich dann hätte man wahrscheinlich zwei oder drei Tage Meisterschaft gehabt. Da war ich schon ganz froh, dass es nur ein war. Ja, die zweite Aufgabe für mich war das Schwimmbad. Also ein abgelassenes Schwimmbad mit einer Folie. Also kein klassisches Fliesenschwimmbad, was man jetzt vielleicht erstmal vor Augen hat, sondern eben
Max Herrmannsdörfer: mit Kunststofffolie. da ging es so ja, sag mal, sowohl auf der einen Seite Rückstände, die kaltkaltig sind, aber auch, also vor allem in dem Bereich, den ich hatte, dann eben Körperfette. Da hatte sich also oben so ein gewaltiger Rand gebildet, da wo das Wasser sozusagen oberstand. Und da ging es also die Reinigung der Wand und Bodenflächen. Okay. Insgesamt waren es drei Aufgaben. Genau. war die dritte? Die letzte Reinigung für mich war dann bei Oben. Es ging Schienen und Konstruktionen von einer Achterbahn, also eigentlich Pfeiler, Träger und Schienen. Und das war die letzte Aufgabe. wurden mit einem Heißwasserhochdruckreiniger gearbeitet, Dampfhochdruckreiniger besser gesagt. Und dann gab es eben noch Chemie dazu und verschiedene Schwämme. Arbeiten in Höhe. Ihr seid da mit einem Hufsteiger rauf. Wie hoch war das ungefähr? Weißt du das gerade? Also ich habe in einem Bericht, im anderen gelesen, bis zu 15 Meter. Also mein Fehler war auch tatsächlich relativ hoch. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, die Höhe war da mein geringstes Problem. Also hat es keine Höhenangst? Nee, bin auf jeden Fall höhentauglich. Wobei ich auch zu meinem Partner dann im Anschluss gesagt habe, ich Immer, wenn ich auf einem Hubschreiger im Berufsleben unterwegs bin, so bisschen Respekt vor der Sache, weil es ist natürlich immer eine gewisse Gefährdung. Und ich habe da in diesen zwei Stunden nicht ein einziges mehr realisiert, dass ich auf einem Hubschreiger stehe und dass es hier irgendwie hoch ist. das war für mich da nicht relevant. Warst im Tunnel quasi? Hast du dich auf deine Arbeit konzentriert? Ja. Das habe ich. Auch das dann wieder drei komplett unterschiedliche Arbeitsbereiche. Nina, vielleicht kannst du das aus Juriesicht auch mal einordnen. Wie macht ihr diese Aufgaben? Wie entwickelt ihr das und auf was liegt ihr dabei wert? Ja, also das kann man so pauschal gar nicht sagen. Das kommt natürlich auch immer ein bisschen drauf an, wo sind wir? Ja, also im Heidepark sind es andere Aufgaben, jetzt zum Beispiel im Roten Rathaus oder in der Kirche oder ähnlichem. Vorab findet immer erst mal eine Jurybesichtigung statt. Dann schauen wir uns alles an, überlegen, okay, welche Möglichkeiten gibt es? Welche Aufgaben können wir stellen?
Max Herrmannsdörfer: Und dann wird sich das so bisschen im Kurven überlegt. Aber natürlich muss man immer das Wetter bedenken, gerade in so einem Freizeitpark. Wir hatten dann auch noch, ich sag mal, Arbeitsproben gehabt, wir gedacht haben, okay, wenn es wie aus Eimern regnet, da brauchen wir doch irgendwie eine Alternative. Und dann kommt es natürlich auch ganz darauf an, nach Rücksprache Ich sag mal, entweder Roten Rathaus, Kirsche oder in dem Fall der Heidelberg sollte was dürfen und können wir denn überhaupt machen? Und danach entscheidet sich das so ein bisschen. Also hat so bisschen verschiedene Faktoren, die es da zu berücksichtigen gilt. In der Regel ist es ja auch so, dass man ja immer von einer Landesentung eingeladen wird. Die haben natürlich dann auch immer schon so bisschen eine Vorstellung, okay, was könnten wir da machen? Und dann wird sich das nachher ganz einfach im Ausschuss oder in mit der Jury zusammen überlegt, was ist möglich, was können wir machen und dementsprechend legen wir dann auch die Aufgaben fest. Wichtig ist dabei natürlich auch, wir wollen natürlich die Vielfältigkeit unseres Berufes zeigen. jetzt gerade beim Halte-Park, da war es natürlich schon auch mit dieser Schienenreinigung und die Reinigung der Fahrgeschäfte, das war schon eine Besonderheit gewesen. wenn man jetzt nicht gerade in einem Bundesland Leben muss, einen Freizeitpark gibt, dann hat man in der Regel mit solchen Tätigkeiten auch eher wenig zu tun. das stimmt. Die letzte Folge unseres Podcasts, die habe ich mit Anna Höhlener gemacht. Anna Höhlener ist Malerin im Europa-Park. sie hat tatsächlich mehr oder weniger tagtäglich mit Fahrgeschäften oder mit irgendwelchen Attraktionen im Europa-Park zu tun. Aber ja, wenn man nicht an so einem Standort arbeitet, dann ist es tatsächlich dann doch eine Besonderheit. Ihr habt euch die Juryarbeit ja dann auch aufgeteilt. Ihr konntet ja nicht alle an allen Stationen sein, ihr habt die drei Stationen unter euch dann aufgeteilt, kann man sagen. Ganz genau. Ja, das legen wir dann vorher gemeinsam fest. Und dann bereitet sich jedes Jurymitglied natürlich auch eher auf seine Arbeitsprobe vor. Im Team besprechen wir dann natürlich auch, also in der Regel sind es immer
Max Herrmannsdörfer: drei Jurymitglieder pro Team und da besprechen wir uns natürlich vorab auch, was uns wichtig ist, worauf wir achten. also auch in der Jury ist das auch immer eine Teamarbeit. Worauf lag dann dein Fokus? Wo warst du bei welcher Station? Ich war im Schwimmbad eingesetzt gewesen und da haben wir als Jury, also wir in der Gruppe hatten dann festgelegt, dass wir insbesondere auch den Schwerpunkt auf die Teamarbeit legen. Das haben wir dann den Teilnehmern auch erst am Abend davor gesagt. Und da war es wirklich auch mal schön zu sehen, sind Teilnehmer aus ganz unterschiedlichen Bundesländern, der ganzen Region, die haben sich ja vorher auch nicht gekannt. Und da war es echt schön zu sehen, wie schnell die sich so als Team zusammengefügt haben. Also das hat uns richtig gut gefallen. Und da haben wir auch so bisschen den Schwerpunkt draufgelegt, denn das gehört ja auch zum Handwerk mit dazu, dass man im Team arbeitet. Wie geht man an Tätigkeiten heran, die einem vorher total unbekannt sind? Was passiert, wenn die Technik versagt? Also auch schon so bisschen aus dem Real Life, das kennt man ja von der Baustelle. Und das hat echt super geklappt. Es war eine tolle Veranstaltung. Ja, Lea, also diese Teamgedanke, das wusste ich noch gar nicht, dass ihr da an der Station zusammenarbeiten musstet. Wie war das für dich, mit Kollegen, Kolleginnen zusammenzuarbeiten, mit denen du davor noch nicht gearbeitet hast? Das war sehr unkompliziert, weil alle Mitstreiter von mir ja fachlich super kompetent und auch handwerklich kompetent, sonst wären sie ja nicht da gewesen. Von daher war das überhaupt kein Problem. Ich hatte tatsächlich in der Aufgabe vorher auch schon dann zum Ende hin, weil wir hatten dann so bisschen Zeitdruck, wir mussten noch die Station sozusagen beräumen wieder, sodass die nächste Gruppe dann relativ nahtlos wieder anfangen kann zu arbeiten. Und da hatte ich dann auch schon mit dem David Fiedenbaum zusammen, so hieß er genau, geholfen, praktisch beim Abrüsten. Da haben wir das schon als Team gemacht. ist in dem Beruf eine Selbstverständlichkeit und eben nicht nur bei so einer Meisterschaft, sondern auch wirklich im Arbeitsalltag relevant. Das geht los bei schweren Maschinen. Ja, so 10 Liter Wasser einmal, der ist auch schwer. Das ist auch schön, wenn man sich da immer mal abwechseln kann. das ist eben wichtig. aber cool. Finde ich super, dass auch das bei der Deutschen Meisterschaft tatsächlich rausgestellt wird.
Max Herrmannsdörfer: da die Teamarbeit, sage ich mal, mit bewertet wird und mit in das Ergebnis dann letztendlich einfließt. Ich meine, waren insgesamt zehn oder elf Teilnehmer, Teilnehmerinnen. Zehn. Zehn insgesamt aus den Bundesländern. Du hast dich dann letztendlich durchgesetzt. Hast du damit gerechnet? Das ist ja immer so eine beliebte Frage. Oder war es für dich eine Überraschung am Abend? Also für mich war es eine absolute Überraschung. Ich habe damit ehrlich gesagt nicht gerechnet. wäre eigentlich fast gar nicht hingefahren. Ja, echt, oder? Ich hatte den Landeswettbewerb gewonnen und war dann so, ja, supi. Und wollte dann aber eigentlich aufhören. dann, umso überraschender war das. Also ich bin da wirklich nur hingefahren wegen dem Erlebnis. Und da bin ich auch sehr froh drüber. Also hat der Heidepark die Location dann doch gezogen, wo du sagst, möchte ich mal ausprobieren? Ja. die Location an sich hat gezogen und natürlich auch irgendwo Ehrgeiz. ich habe die Ausbildung, wie gesagt, vor zwei Jahren noch angefangen und habe dann damals in meinem Lehrbuch von diesem Wettbewerb gelesen, war so, das ist schon cool. Und dann habe ich das eben immer so verfolgt, wo in Leverlingen die Wettbewerbe waren, habe mir immer mal auf YouTube was angeguckt und ja, also das war eigentlich von vornherein schon ein bisschen mein erklärtes Ziel, aber Es ist ja so, wenn man sich dann sagt, ja, ich schaffe es und ich mache das und dann macht man es eben nicht, dann ist die Enttäuschung umso größer. Und das wollte ich tun nichts vermeiden. bin ich da immer bei auch beim Landesabschluss. Ich wirklich eine sehr starke Konkurrentin, die kannte ich aus meiner Berufsschulklasse. Da wusste ich, da ist halt sowohl fachlich als auch praktisch wirklich was dahinter. Und da hatte ich also auch schon Respekt und bin da eben mit so einem gewissen mentalen Puffer-Rangang gesagt. Das wäre schön, aber es ist kein Muss. Das ist ja auch eine gute Herangehensweise, sich da selbst den Druck, sag ich mal, bisschen zu nehmen. Aber trotzdem zielstrebig und ehrgeizig dieses Ziel verfolgen. Also ich glaube, war eine gute Entscheidung, dass du da hingefahren bist, dass du dann doch gesagt hast, komm, das machen wir mit. Nina, aus deiner Sicht, was hat die Lea gut gemacht? Was hat die Lea auf Platz eins geholt? Also eins war vorneweg an dieser Meisterschaft.
Max Herrmannsdörfer: da nehmen wir wirklich die besten, der besten Teil. Das muss man an der Stelle wirklich sagen. Also da gibt es auch keine Verlierer, nur Gewinner. Und das ist ja auch keine Prüfung mehr, sondern halt wirklich ein Wettbewerb. Und da entscheiden nachher wirklich Nuancen. Bei der Lehrmarier war es wirklich auch so gewesen, ich spreche jetzt mal insbesondere auch für meine Arbeitsprobe, denn das kann ich natürlich mit am besten beurteilen. Da war wirklich die, also zum einen die Teamarbeit. Und das Herangehen an diese Aufgabe, das hat wirklich absolut überzeugt. Da hat wirklich jeder Handgriff gesessen, gearbeitet wie aus dem Lehrbuch, kann man schon fast sagen. Und es waren nachher wirklich auch Nuancen, die darüber dann entschieden haben, wer Erstplatzierter, Zweiplatzierter und Drittplatzierter ist. Aber auch der Abstand zwischen Drittplatzierten und dann den danach folgenden Teilnehmern war gering gewesen. Also wie gesagt, da messen sich wirklich die besten der besten. Klar, man muss irgendwann auch eine Entscheidung treffen und wir bepunkten das. Jeder hat sein eigenes Tablet, jeder gibt da seine Punktzahl halt ab und da war über alle drei Arbeitsproben hinweg die DR Maria halt einfach unter dem besten. Und das hat nachher dann den Sieg ausgemacht. So einfach in Anführungszeichen kann es dann sein. aber das ist wirklich so. Die Teilnehmenden sind die besten ihres jeweiligen Bundeslandes. mussten sich da in Fachausscheiden schon gegen andere durchsetzen. ja, man nur Gratulation an alle tatsächlich richten, die bei der Deutschen Meisterschaft da mit dabei waren und auch diese Erfahrungen an sich schon mal sammeln durften. Wie gesagt, es ist wahrscheinlich nicht alltäglich für Menschen, Achtebahnschienen zu reinigen oder eben in einem komplett leeren Freizeitpark rumfahren zu dürfen. ja, ich glaube allein Das Erlebnis bringt viele dann schon weiter. Und Lea, ich fand es ganz spannend, dass du gesagt hast, du hast es schon in der Ausbildung gesehen und wusstest, dass es diesen Wettbewerb gibt. hast gesagt, ja, eigentlich schon ganz cool, es so etwas überhaupt gibt. Und ich glaube, da bist du schon einen Schritt weiter gewesen als viele andere im Handwerk. Weil noch laufen die deutschen Meisterschaften oder dann auch weitergehend Europameisterschaften, die World Skills, die Euro Skills, laufen ja teilweise immer noch ein bisschen.
Max Herrmannsdörfer: Unter dem Radar würde ich fast sagen. Und Nina, kann mir vorstellen, das ist dann bei dir in deiner Arbeit beim BIV oder dann auch in der Landesinnung schon ein Thema, wie kann dieser Wettbewerb auf das Berufsbild an sich einzahlen? welche Strahlkraft kann diese deutsche Meisterschaft haben? Was würdest du sagen? Kann so ein Wettbewerb wirklich dazu beitragen, dieses Berufsbild an sich nach außen zu tragen, junge Menschen dafür zu motivieren, daran teilzunehmen oder auch in den Beruf reinzustarten? Ja, das denke ich auf jeden Fall. wenn ich mal so überlege, zu meiner Zeit, wo ich die Ausbildung gemacht habe oder Ähnliches, da war Instagram, Facebook und diese ganzen Social Media Kanäle, die waren da noch gar nicht so publik gewesen. Da hat man es dann eher mal aus der Tageszeitung erfahren. Aber die Menschen, die wir hier ansprechen wollen, das sind ja junge Leute, die wir für fürs Handwerk gewinnen wollen und die Die treffen wir halt bei Social Median und nicht mehr in der örtlichen Tageszeitung. Daher ist also generell die Werbung für unser Handwerk über Social Media für die jungen Menschen zu erreichen für uns natürlich absoluter Mehrwert. Man kann es direkt sehr, sehr breit streuen. In Bezug auf die Meisterschaft ist es natürlich so, dass einfach gezeigt wird, wie vielfältig dieser Beruf wirklich ist. Und dass man auch so ein bisschen von diesem Klischee wegkommt, wie dieses, ich sag mal, klassische Büroreinigung oder Toilettenreinigung und und und. Denn es ist ja einfach so viel mehr. Und das sieht man halt auch einfach bei den deutschen Meisterschaften. Also das ist absolute Werbung für uns. Wir machen doch noch ein bisschen weiter mit Werbung. Lea, hat dich damals? als du die Ausbildung angefangen hast begeistert oder warum hast du gesagt du möchtest in dieses Gebäudereinigerhandwerk rein? Also erstmal hatte ich noch keine abgeschlossene Berufsausbildung und das war mit damals 23 Jahren für mich schon ein zunehmendem Lebensalter ein Problem. Ich habe halt zwischen meinem Abitur und dann dem Zeitpunkt der Aufnahme von der Berufsausbildung eigentlich nur gearbeitet und bin damals in der Corona-Pandemie in die Gebäudereinigung gekommen durch Zufall die
Max Herrmannsdörfer: waren halt systemrelevant, sind es ja immer noch. Also Gott sei Dank aber. Da habe ich eben einen Stelle gefunden, schnell und unkompliziert und habe dann einfach gemerkt, dass es Spaß macht. Und ich bin dann in dem gleichen Jahr, wo ich die Ausbildung angefangen habe, auch umgezogen von Berlin nach Sachsen und habe halt gesagt, okay, wenn ich jetzt physisch schon mein ganzes Leben über einen Haufen werfe in Berlin, dann kann ich jetzt auch noch mal eine Berufsausbildung machen. Und dann habe ich das tatsächlich gemacht. und habe mich beworben und hatte auch Glück, weil ich einen Arbeitgeber in der Region gefunden habe, also einen Ausbildungsbetrieb und eben auch einen Inlungsbetrieb. Das ist ja auch, ich sage mal, wichtig. ja, genau. Ja, okay. Also ich finde es cool, wenn man sagt, ich möchte eine neue Ausbildung starten, ich möchte noch mal einen neuen Weg starten. Und auch da ist das Handwerk ja prädestiniert dafür. Also ich würde sagen, aus meinem Empfinden ist 23 immer noch sehr jung, auch eine Ausbildung zu starten. Man kann in jedem Alter auch im Handwerk noch seinen Weg finden. Auf jeden Fall. Ich bin auch am Überlegen, ob ich noch eine mache. Ich würde ganz gerne vielleicht noch einen Fußbodenleger ranhängen, aber ich glaube, das mache ich erst nach meinem Meister. Dass erst mal das eine fertig ist und dann das andere, weil es passt ja zu dem Gewerk, sage ich mal. Kann sich sicher irgendwie gegenseitig bespielen, wenn du beide Gewerke eben drauf hast. Aber okay, da kommen wir schon zu dem, was du jetzt als nächstes Ziel hast. Nach dem deutschen Meistertitel möchtest du auch den Titel im Gebäudereinigerhandwerk machen? Ja, und ich hätte auch ganz gerne verzogen dann schon auch die besten Meisterprüfungen. Das ist jetzt leider Gottes das nächste Ziel tatsächlich. ist der Anspruch quasi. Ja, ich fange jetzt am 15. Januar an mit Teil 1 und 2. das ist schon alles unter Dach und Fach. Nur das Meisterwaffel ist noch nicht bewilligt. Da hoffe ich, dass bald was passiert, Bob. Machst du dann in Vollzeit den Meister? Nee, ich den Berufsbegleitenden. Vollzeit ist halt schön, weil es schnell ist und intensiv, aber ist eben natürlich sowohl finanziell als auch von den Distanzen hier, sag ich mal, sind sehr weite Strecken. Deswegen habe ich mich für den Berufsbegleitenden entschieden. Wo kannst du den da machen? Den mache ich in Dresden, direkt auch bei der Gebäudereinigerin in Dresden. Genau, da habe ich nämlich.
Max Herrmannsdörfer: damals zu meinem Landesieg auch noch einen Gutschein bekommen. Ja mega. Für den Meisterkurs. Das ist ja perfekt. Nina, denke, wenn man das so hört, ist doch die perfekte Story eigentlich, Ausbildung super abgeschlossen, Landesjägerin, deutsche Meisterin, jetzt der Weg zum Meistertitel in diesem Handwerk. Es eigentlich ein Musterweg, oder? Auf man Handwerk hier erfolgreich sein kann. Auf jeden Fall. Wir freuen uns natürlich auch über jeden, der auch unserem Gewerk natürlich auch treu bleibt. Das ist ja auch ganz, ganz wichtig. Das wäre für mich auch unvorstellbar, muss ich ganz ehrlich sagen. Also ich hab ja meine Firma zwischenzeitlich gewechselt und hab dann auch überlegt, naja, es ist jetzt ein deutlich weiterer Arbeitsweg als vorher. Also wir reden hier von 22 bzw. 100 Kilometern am Tag. Das ist schon eine andere Nummer. Dann wirklich überlegt, mach ich jetzt was anderes in der Zeit? Dann hab ich gedacht, nee, das zieh ich gar nicht rein. Ist dann eben so, muss ich fahren. Ist nicht schön, aber geht. Und ist gar nicht so schlimm wie gedacht, sag ich mal. Also es ist auf jeden Fall wirklich ein schöner Beruf. das ist super schade, dass das so unter dem Radar fliegt. für viele, nicht nur für junge Leute, auch bei älteren. Also ich hab schon Leute gehabt, die haben mich gefragt, was man da drei Jahre lang lernt. Ja, in den Köpfen der Menschen ist einfach nicht angekommen, dass das, was sie zu Hause machen, und das nenne ich jetzt mal ganz bewusst so, die putzen zu Hause und die reinigen aber nicht zu Hause. Also das ist halt so das Hauptproblem und die denken halt, dass das, was sie zu Hause machen, dass ich das den ganzen Tag auf Arbeit mache. Und das ist natürlich wirklich ein Problem für die Branche. Also das ist enorm. Nina, ich weiß ja, dass das auch beim BEV immer wieder Thema ist, die Imagebildung und die Kampagne und zu zeigen, was die Gebäudereinigerinnen wirklich leisten. Aber es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, dieses Bild zu verändern. Aber da seid ihr ja jeden Tag quasi dabei, das zu besuchen. Genau. wir im Ausschuss natürlich, aber natürlich auch die Kolleginnen und Kollegen des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit. Da haben wir natürlich auch das
Max Herrmannsdörfer: natürlich ganz klar auch mit der deutschen Meisterschaft überschneidende Themen, wir sind da aber alle an einem Strang. Wie die Lea Marie schon gesagt hat, es ist tatsächlich leider immer noch so ein bisschen in den Köpfen der Menschen so verankert, auch dass das so ein bisschen eine niedere Arbeit wird, das verstehe ich überhaupt gar nicht. Na gut, ich bin in einer Gebäudereiniger Familie groß geworden. Ich habe einen ganz anderen Blick darauf. Für mich war das immer eine sehr ehrenhafte Aufgabe gewesen. Erlebe es aber trotz alledem tatsächlich auch immer noch, dass viele nicht verstehen konnten meiner ehemaligen Klassenkameraden, dass ich nach dem Abitur in ein Reinigungsunternehmen gegangen bin. Also wegen Säcke, wie du hast doch Abitur. Und das finde ich halt einfach total schade. Das Handwerk ist wichtig, komplett, aber auch wir in der Gebäudereinigung, wir übernehmen so viele Aufgaben, wo viele einfach gar nicht auf dem Schirm haben. Ich sag mal, durch Corona hat man natürlich gesehen, wie wichtig unser Beruf ist. Öfters hab ich jetzt aber auch schon so zumindest mal das Empfinden, dass das jetzt auch wieder so, ja ja, Corona war gestern. ist das nochmal so bisschen in Hygiene, Reinigung, das interessiert mich, ja. Ja, macht schon irgendjemand. Aber es ist wirklich, unser Beruf ist so vielfältig. Und das zeigt ja auch wirklich, wenn man jetzt mal so die auf die letzten Jahre zurückblickt der deutschen Meisterschaften. Das waren ja wirklich so kontraire Orte gewesen. ich finde halt wirklich immer, man muss mal ganz klar an dieser Stelle sagen, mir ist kein Objekt oder Einrichtung bekannt, wo wir nicht gebraucht werden. Also egal, wo man hingeht, uns braucht man. Und das muss einfach mehr noch mal in den Vordergrund gerückt werden. Wir machen das ja schon. Aber das muss auch wirklich einfach bei der Bevölkerung ankommen. Wir sind wirklich wichtig. Systemrelevant. Unser Beruf ist super vielfältig. Es wird niemals langweilig. es ist einfach ein toller Beruf. Ja, absolut. Also ich unterstreiche es mit allem, was ich kann und versuche hier natürlich auch bei uns im Handwerkerradio immer wieder dazu beizutragen, auch innerhalb des Handwerks dieses Gewerk auch zu stärken und zu sagen, hey, Gebäudereiniger, Gebäudereinigerinnen sind genauso auch Handwerker. Es genauso ein Gewerk, was man erlernen kann, wo man
Max Herrmannsdörfer: 2,5, 3 Jahre Ausbildung machen kann, je nachdem. Also, ja, man muss sich nur mal vorstellen, was wäre, wenn es keine Gebäudereinigung mehr gäbe. Das wäre ganz schön kacke für uns alle. Muss man einfach so sagen. Von daher wirklich toll, dass ihr für diesen Beruf steht und dass ihr beim BEV versucht, die Image-Kampagne, sage ich mal, aufzurollen. da ein Bild in die Gesellschaft zu transportieren, was der Realität entspricht und eben diese Klischees versucht aufzuweichen. Und da sind natürlich dann Beispiele, Vorbilder aus dem Handwerk, die sind natürlich da Gold wert. Und da kommen wir dann auch immer wieder zur deutschen Meisterschaft zurück, wenn man diese Leistungen sieht und wenn man mitbekommt, was wird dort geleistet. Das stärkt einfach dieses Berufsbild im Gesamten. Also das finde ich... finde ich ganz schön, finde ich generell schön. Lea, wir haben uns ja kurz auch in Frankfurt getroffen, da war die Schlussfeier der Deutschen Meisterschaft im Dezember und ich war da völlig geflasht, welche Ausbildungsberufe es im Handwerk noch so alles gibt, die man selbst gar nicht auf dem Schirm hat. selbst wenn man täglich mit dem Handwerk zu tun hat oder selbst im Handwerk tätig ist, man entdeckt jeden Tag irgendwas Neues. Also das finde ich persönlich schön. Ja, das ist erstaunlich. Vielfalt der Handwerksberufe, hat sowohl mich als auch meinen Lebenspartner, der mit war, enorm überrascht. Der ist selber auch Handwerker. Wir waren völlig schockiert. Also positiv natürlich. Das war für uns beide absolute Offenbarung nochmal. Ja, das ist schon sehr interessant. Ihr beiden, kommen jetzt schon zum Ende unseres Podcasts. Ich hätte aber noch eine Frage an euch beide. Wir machen oft so ein paar persönliche Fragen am Ende unseres Podcasts. Ich pick mir jetzt mal eine raus, die ihr beide beantworten könnt. Was bedeutet für euch Handwerk? Naja, also für mich ist Handwerk in erster Linie alles, was man mit den Händen schafft und das mit Leidenschaft tut. Also das ist halt ja so bisschen die Definition, was ja der Wortlaut schon hergibt. Handwerk so und gerade in der Gebäudereinigung.
Max Herrmannsdörfer: gibt es eben auch viele Dinge, die eben nicht durch technische Hilfsmittel abgenommen werden können. Klar, ich schrubben Boden nicht mehr von Hand mit einem Schrubber. Ich habe eine Einscheibenmaschine. Aber da denkt man einfach nur mal an klassischen Fließenspiegel beispielsweise oder Sanitärkeramik. Wie gesagt, ist mein absoluter Lieblingsbereich. Oder eben sowas wie im Heidepark da mit den Pfeilern. Das ist eben alles Handarbeit. Klar, ich habe da Hochdruckreiniger mit dabei, aber grundsätzlich mache ich das mit meinen Händen und meinem Kopf. So ein bisschen ist das Ergebnis ja aus beidem. Also jetzige Geschäftsführung der Innung hier bei uns in Sachsen, hat damals zu meinem Landessieg zu mir gesagt, also wenn ich so konsequent das, was ich gelernt habe, auch im Bundeswettbewerb umsetze, dann habe ich gute Chancen, den zu gewinnen. Und das ist eigentlich genau das. Also man erlernt was mit seinem Kopf. und macht es dann eben mit seinen Händen und es funktioniert dann. Offensichtlich, weil sonst hätte ich ja nicht gewonnen. Weil ich muss ehrlich zugeben, in der Theorie war ich sehr ambitioniert und ja, also hab wirklich dieses Lehrbuch verschlungen. Deswegen wusste ich ja auch, dass es diesen Wettbewerb gibt. Das schön. Das ist vielleicht für mich Handwerk, was aus Kopf und Hand im Zusammenspiel entsteht und eben mit Leidenschaft ausgeführt wird für die Sache. Jeder hat ja da sicherlich unterschiedliche... Ja klar. Nina? Ja, also Handwerk, ich sag mal auf unsere Branche bezogen, da möchte ich mich dem anschließen reinigen, schützen und vor allen Dingen auch die Werterhaltung. Also ganz konkret auf unser Handwerk jetzt. Im Allgemeinen finde ich das Handwerk wirklich so ein bisschen der Motor, ja, der aus wo, wie soll ich das sagen, ohne uns im Handwerk und das jetzt mal wirklich auf alle gesprochen. würde so eine ganze Gesellschaft, die kann man gar nicht am Laufen halten. Und wir sind auch sehr fortschrittlich, auch was Technik angeht oder die Technologie. Dennoch wird natürlich bei uns im Handwerk noch sehr, sehr viel mit den Händen gemacht, wie das die Lea Marie schon gesagt hat. Und das muss ich auch sagen, finde ich auch einfach sehr schön. Mich erfüllt insbesondere unser Handwerk so sehr, weil man so direkt einen Vorher-Nachher-Vergleich hat. Also man sieht einfach, was man
Max Herrmannsdörfer: was man geschafft hat, das erfüllt mich persönlich immer mit total viel Freude. Ich finde, Handwerk hat auch eine gewisse Tradition, sehr traditionell auf der einen Seite, sehr fortschrittlich auf der anderen Seite. Aber wenn man bis noch in die Vergangenheit schaut, wenn man Handwerk hat, da war man einfach total hoch. Die Anerkennung war auch, habe damals auch ein bisschen ... Also für mich ist Handwerk so ein bisschen das Herzstück oder der Motor einer ganzen Gesellschaft. Sehr schön. Damit können wir den Podcast super abschließen. Wir wollen wieder dahin kommen, dass Handwerk der Motor der Gesellschaft ist und dass ohne Handwerk nichts mehr funktioniert und dass das auch in der Gesellschaft ankommt. da werden wir auch im neuen Jahr, 2026, arbeiten, das Handwerk weiter zu stärken. Und ich danke euch beiden ganz herzlich, dass ihr euch genauso fürs Handwerk einsetzt. Und danke euch, dass ihr zu Gast wart hier im Podcast Handwerk erleben. Ich wünsche euch alles Gute, viel Erfolg bei der Meisterschule Lea. ja, ich bin mir sicher, wir sehen uns irgendwo mal bei irgendeinem Branche-Event, bei irgendeiner Messe. Ich freue mich drauf. Vielen Dank euch und alles Gute. Danke auch, alles Gute. Macht es gut. Tschau. Tschüss.
Max Herrmannsdörfer: Wir freuen uns auch über eine 5-Sterne-Bewertung bei deiner Podcast-Plattform. Dieser Podcast ist eine Produktion der Handwerker Radio GmbH. Weitere Informationen findest du unter www.handwerker-radio.de
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