#153 Jutta Spindler, was können Betriebe konkret für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden tun?

Shownotes

Gesund bleiben im Handwerk – wie kann das im Arbeitsalltag wirklich funktionieren? In dieser Folge von Handwerk erleben spricht Max Herrmannsdörfer mit Jutta Spindler, Dachdeckermeisterin und Prokuristin der Spindler Dachdeckerei & Spenglerei aus Ingolstadt, über Gesundheitsprävention im Betrieb. Anlass ist die Auszeichnung beim Ideen-Wettbewerb „49 gewinnt“, bei dem ihr Unternehmen für ein geplantes Gesundheitskonzept ausgezeichnet wurde.

Im Gespräch geht es um ganz praktische Maßnahmen: Gesundheitstage, Beweglichkeits Checks, kleine Veränderungen im Alltag und die Frage, wie man Mitarbeitende mitnimmt, ohne sie zu überfordern. Jutta erzählt außerdem, warum Beteiligung, Vertrauen und Transparenz für sie zentrale Bausteine moderner Unternehmensführung sind – und weshalb nachhaltiges Handwerk nur dann funktioniert, wenn es den Menschen im Betrieb gut geht.

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Max Herrmannsdörfer: Diese Folge wird unterstützt von den DHZ Leserreisen. der Deutschen Handwerkszeitung und renommierten Partnern einzigartige Reisen erleben. Das aktuelle Programm gibt es unter dhz.net slash Leserreisen. Handwerk erleben. Der Podcast mit den spannendsten Geschichten aus dem Handwerk und darüber hinaus. In vielen Handwerksgewerken herrscht aktuell ein massiver Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitenden. Umso wichtiger ist es, das bestehende Team fit zu halten. Durch Gesundheitsprävention, Sportangebote etc. Und darüber möchte ich heute sprechen und damit herzlich willkommen bei Handwerk erleben, dem Podcast des Handwerkerradios. Ich bin Max Hermannsdörfer und mein Gast ist heute Jutta Spindler. Sie ist Dachdeckermeisterin und Prokuristin im Handwerksbetrieb. Spindler Dachdeckerei Spenglerei aus Ingolstadt. Hallo Jutta. Hallo Max, grüß dich. Jutta, schön, dass du mit dabei bist bei uns im Podcast. Ich würde ganz zu Beginn einmal sagen, stell dich doch einmal kurz vor. Was muss man über dich wissen, Jutta? Also, Name hast du schon gesagt, Jutta Spindler. Ich bin 49 Jahre alt und führe zusammen mit meinem Mann Hans Spindler die Dachdeckerei Spindler. Ich bin ursprünglich aus Franken und dann der Liebewegen nach Ingolstadt gezogen. Und ja, inzwischen machen wir das schon eine ganze Zeit zusammen und funktioniert ganz gut. Weil du es jetzt schon ansprichst, das wäre bei mir jetzt vielleicht ein Ticken später auf dem Zettel gestanden, aber du sagst, der Liebe wegen nach Ingolstadt gezogen. Dein Mann ist ebenfalls Dachdeckermeister und ihr habt euch auch aufgrund der Meisterschule kennengelernt. Das war eure erste Begegnung, oder Jutta? Ja, schon ganz kurz davor in so einem Vorbereitungskurs, aber dann zusammengekommen richtig sind wir im Meisterkurs in Waldkirchen tatsächlich. Schon vor, ja es war 1997, ist schon ein bisschen her. Hat euch da auch die Liebe zum Dachdeckerhandwerk so ein bisschen zusammengeschweißt tatsächlich? Ja, also klar, das war das erste gemeinsame Interesse, was wir hatten in dem Moment. Also zum Glück haben wir noch ein paar andere, aber ja, das war das erste. Okay, und es ging dann so weit, dass ihr zusammen gesagt habt, ihr führt jetzt den Betrieb

Max Herrmannsdörfer: deines Mannes bzw. der Eltern deines Mannes weiter. Ja, genau. Also ursprünglich hätte ich eigentlich den Betrieb meiner Eltern weiterführen sollen. Ja, das war dann eben nichts und dann bin ich nach Ingolstadt. Und inzwischen gehört uns die Firma auch und ja. Und ihr führt den Betrieb zusammen einfach weiter. Schauen wir doch auf euren Betrieb. Was macht ihr so genau? Ihr seid eine Dachdeckerei, eine Spenglerei. Darunter können sich jetzt alle Zuhörer zu erinnern schon ein bisschen was vorstellen. Aber erklär doch mal genau, was sind so eure Spezialbereiche? Unsere Besonderheit ist, dass wir keine Spezialbereiche haben. Ganz absichtlich. Also wir decken eigentlich so das ganze Portfolio der Dachdecker und Spengler innen ab. Also Steildächer mit verschiedensten Eindeckungen, Flachdächer, Gründächer, Photovoltaikanlagen. Also Spengler arbeiten natürlich. Also eigentlich so alles, was dazugehört. Und wir machen Sowohl den Servicebereich mit Reparaturen, also auch mal für einen Ziegel, und auch wirklich größere Gewerbeobjekte zum Beispiel. Und also auch ganz absichtlich keine Spezialisierung, weil es sich auch in den letzten Jahren gezeigt hat, dass sich der Markt ständig so bisschen verändert und immer jedes Jahr eigentlich irgendwas anderes aktuell ist. Und dadurch, dass wir eben nicht spezialisiert sind und sehr viele Fachkräfte haben, können wir viel besser reagieren. als Kolleginnen, die irgendwie spezialisiert sind. Wie groß ist denn euer Team? Wir sind über alle knapp 25 Leute, also mit allen. Und teilt sich dann ungefähr halb auf in Dachdeckerei, Spenglerei von euren Aufgaben, vom Teambereich? Oder fließt das alles so ineinander? nee. Erstens fließt es ineinander. Aber der Hauptteil sind Dachdeckerarbeiten. Du selbst bist Dachdecker Meisterin. Du kommst aus einer Dachdeckerfamilie, hast du erzählt. Seit wann machst du diesen Job jetzt schon? Also Meisterprüfung habe ich zusammen mit meinem Mann. Also der war ja vorher schon Spengler Meister. Der hat den Dachdecker Meister oben drauf gesetzt. 1998. Und davor habe ich eine Ausbildung gemacht, ganz klassisch. Also ja, doch schon ein paar Jahre. Hast schon ein bisschen was erlebt in diesem Beruf. Was war denn für dich damals so das ausschlaggebende Kriterium, um zu sagen ja?

Max Herrmannsdörfer: Ich gehe ebenfalls in diesen Weg. Ich mache auch die Ausbildung zur Dachdeckerin und dann letztendlich auch die weiterführende Ausbildung zur Meisterin. Ich hatte Spaß daran zu sehen, was ich gemacht habe. da ist es ja generell dieser Vorteil am Handwerk, dass man in der Früh anfängt, abends gehste in unserem Fall meistens runter und denkste wow, das habe ich alles gemacht. Und das ist einfach das beste Gefühl, glaube ich. Wenn mein Mann und ich hier irgendwie meinen, hab ich in Ingolstadt natürlich nicht so viel dazu beigetragen jetzt an den Dächern, aber wir gehen durch die Stadt und dann sagt er schon mal, das hab ich gemacht, da war ich Lehrling und das hab ich da gemacht und das haben wir da gemacht und das ist auch von uns. Und das geht ja nicht nur uns zu, so geht es ja auch unseren Mitarbeitenden. Und das ist das Tolle am Handwerk einfach, zu sehen, was man gemacht hat. Wie oft stehst denn du selbst noch auf dem Dach? Gar nicht. Du bist Buckewitzin? genau. Ich bin für den ganzen anderen Kram zuständig. Nee, gut, ich mache halt, ich bin für die Finanzen, fürs Personal zuständig, teil Marketing. Also eigentlich so für alles, was nicht mit Dach zu tun hat. Aber du weißt natürlich, wie es auf dem Dach aussieht und kannst da natürlich dich viel besser in auch, ich kann mir vorstellen, Bürotätigkeiten reinversetzen, wenn du genau weißt, wofür ist das jetzt? Wofür mache ich hier das Marketing? Was sind hier die Unterlagen, die ich irgendwo mit Kunden zusammenhängen muss? Also Ich schätze, es fällt dir trotzdem deutlich leichter, jetzt außerhalb von dem Dachdeckerhandwerk speziell die ganze ganze Büroarbeit in Anführungszeichen abzuleisten. Ja klar. Also dieses Hintergrund Wissen, mein Wissen schadet ja nie, aber in dem Fall ist es super praktisch. Und es ist halt schon auch mal so, dass mein Mann und ich oder mit dem Projektleiter oder so, dass wir einfach mal zusammen überlegen, ja, wie lange brauche ich für das? Wie schaut das aus oder so? Und Auch wenn ich das jetzt natürlich nicht mehr mache, aber ich habe doch schon mal ein Dach gesehen und von daher hat es durchaus Vorteile. ja, ich finde es gut einfach so dieses Grundwissen, sage ich mal, dafür zu haben. ja. Jetzt habe ich ja in der Armmoderation schon gesagt, es soll heute schwerpunktmäßig so bisschen das Thema Gesundheit gehen und Gesundheitsprävention. Und das ist eigentlich auch der Aufhänger oder der Grund, warum wir jetzt miteinander sprechen.

Max Herrmannsdörfer: Ihr habt nämlich im November letzten Jahres einen Preis bekommen. Ihr seid ausgezeichnet worden. Beim Wettbewerb 49 gewinnt. Hört sich irgendwie an wie Lotto, hat aber tatsächlich was mit Gesundheit zu tun. Jutta, kannst du diesen Wettbewerb einmal kurz erklären? Was war das genau? Bei diesem Wettbewerb sind für jedes Bundesland drei Betriebe ausgezeichnet worden, die ein interessantes, tolles wie auch immer geartetes Konzept sich überlegt haben, eben die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu fördern. Und das 49 kommt daher, dass es also kleiner 50 beschäftigte Betriebe sind. So daher kommt es ist von den ganzen Krankenkassen und so weiter und vom Bund praktisch ausgelobt worden. Und wir sind eigentlich durch Zufall auf den Wettbewerb aufmerksam geworden und zwar durch unsere Wirtschaftsförderung hier. Die zuerst hat du Ihr habt doch da was gemacht, da bewirb dich doch jetzt mal. Und so kam es eigentlich. Ok, jetzt ist natürlich spannend. Was habt ihr gemacht? Was war eure Idee, euer Konzept? Ich muss da mal kurz ein bisschen ausholen. Ja, gerne. Wir sind als Betrieb Gemeinwohl bilanziert und bei einer Gemeinwohl-Bilanzierung schaut man sich den ganzen Betrieb an. Also alle Berührungsgruppen, die irgendwie mit einem zu tun haben, kommen da in den Fokus. und natürlich auch Mitarbeitende. Und in dem Zusammenhang mit der Gemeinholbilanz haben wir schon vor ein paar Jahren einen Gesundheitstag eingeführt. Also einmal im Jahr für alle ein Tag, wo es im weitesten Sinne Gesundheit geht. Das muss jetzt aber nicht körperliche Gesundheit sein. Das kann auch psychische Gesundheit sein. Also wir haben schon unterschiedlichste Sachen gemacht. Wir haben Rückenkraftmessungen gemacht. haben gemeinsam in Richtung gesundes Frühstück und solche Sachen. Wir haben uns mit dem Farbmodell beschäftigt, einfach Richtung psychische Gesundheit. Und im letzten Jahr haben wir an einem Programm teilgenommen, das sich fit für morgen schimpfte. Und zusammen mit einem Hersteller war das. Da haben wir einen Tag lang unser, also wir haben so ein relativ großes Büro, wir haben es ausgeräumt.

Max Herrmannsdörfer: Und es wurde mit Trainingsmatten bestückt. Und wir haben zusammen mit dem Physiotherapeuten Krafttest gemacht, Fitness-Test gemacht und so weiter. Und einfach so ein bisschen festzustellen, wo stehen wir denn, wo steht jeder Einzelne von uns und was hat er für sich für Probleme? Wo hängt es? Weil natürlich Dachdecker spezifisch gibt zu Sachen Knie, Schulter, Rücken. Und die Idee war eben erst mal diese Schwachstellen einfach zu lokalisieren. Und was wir dann beim Wettbewerb eingereicht haben, war praktisch die Fortsetzung dieses Fit4Morgen. Und zwar, dass wir gemeinsam mit der Agentur, mit der wir das gemacht haben, überlegt haben, okay, was können wir denn nachhaltig für die Gesundheit tun? Da ist die Idee entstanden, zum einen zu versuchen, dass wir uns miteinander täglich oder zumindest einmal in der Woche bewegen. Und zusätzlich ist eine Plattform gibt, wo sich unsere Mitarbeitenden für spezielle Themen eigene Workouts unterladen können, so eben anschauen können, also eben speziell auf diese Dachdeckerprobleme. Und das dritte Standbein war, dass man oder das Konzept hat beinhaltet, dass man sagt, man kann schnell einen Termin bei einem Physiotherapeut bekommen. Zumindest mal einen Online-Beratungstermin und dann eben, je nachdem, was dann benötigt wird. Das war so das Konzept im Ganzen, was wir eingereicht haben. Okay. also läuft aktuell noch? Ihr trefft euch regelmäßig zum gemeinsamen Sport machen? Nein, das läuft noch nicht, weil eben dieses Konzept muss noch besser auf uns zugeschnitten werden. Und der Gewinn diesem Wettbewerb war ja, du reichst das Konzept ein und dann, also der Gewinn eigentlich ist, das ist die Idee, genau das ist die Idee und dann bekommst du von dem Wettbewerb veranstaltenden praktisch einen Fachmann, Fachfrau an die Hand und mit dem oder der arbeitest du das Konzept dann so dass es direkt und wirklich für dich passt. Ach interessant und dieser Prozess, läuft jetzt Der fängt jetzt an.

Max Herrmannsdörfer: Okay. Also war ja im November der Wettbewerb oder halt die Gewinnauslosung. Und jetzt im Frühjahr bekommen wir eben den Fachmann, Fachfrau, die uns bei der Umsetzung konkret hilft. Also es gibt schon ein Konzept mit diesen drei Standbeinen sozusagen. Aber wir müssen da einfach, damit es auch wirklich gemacht wird, an einigen Stellschrauben einfach noch drehen. Okay. Ich denke oder kann man sich vorstellen, Da gibt es im Team ganz unterschiedliche Reaktionen. Also manche nehmen das sicher sehr gerne gleich an. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es Mitarbeiter gibt, die sagen, nee, lass mal. Habt ihr da bei euch im Team euch schon mal umgehört und da mal so eine generelle Abfrage gemacht, hey, wie sieht es aus? Hättest du Bedarf? Ganz genau. Deswegen muss auch das Konzept irgendwie nochmal, also da brauchen wir auch wirklich die Hilfe jetzt von jemandem, der sich gut auskennt. einfach nochmal so ein bisschen abgewandelt werden, weil klar, wie du sagst, es gibt welche, wenn du denen sagst, in der Früh um sieben, sie sollen jetzt sich da hin. Also was auch immer. Das waren schon Sachen. Also von der Idee her sind es einfach Sachen, die man in stehenden Arbeitskleidung machen kann. Es geht nur um so bisschen zehn Minuten, so bisschen aufwärmen, ein bisschen fit werden. Mobilisierung oder denen oder irgendwas. Aber es gibt halt einfach Menschen, denen du vor neun nicht wirklich mit so einem Schmarrn um die Ecke kommen musst. Weißt du, das ist halt so. Also ich mein für mich wäre das super. Mein Mann wenn du vor weiß ich nicht vor der ersten Tasse Tee Kaffee oder sonst irgendwas so wirklich ansprichst der weiß nicht was du von ihm willst. So und das ist halt im Team auch so verteilt. Da gibt es welche die sind da schon topfit. Für die wäre das kein Problem. Und es gibt welche die sagen boah komm mir bloß nicht so. die Herausforderung ist jetzt das wirklich irgendwie so unter einen Hut zu bringen. Die anderen Sachen. Dass man sagt, man hat so eine Art, eine Plattform, wo man sich entsprechend die Workouts, die man braucht oder eben diesen Physiotherapeut ziehen kann. Das ist ja nicht schwierig. Das ist ja dann einfach ein Angebot, was wir dann machen würden. Das ist, sage ich mir, eher eine finanzielle Frage, das umzusetzen. Aber das andere, mir ging es halt echt darum, dass sag Mensch, das wäre so cool, wenn ihr euch einfach ein bisschen mehr bewegt. Weil man hat bei diesem bei diesem einen Tag fit für morgen schon gesehen.

Max Herrmannsdörfer: dass da bei manchen so in der Beweglichkeit doch Bedarf zur Verbesserung besteht. Und das hatte gar nichts mit Alter zu tun. Also glaube ich. Von daher, ich finde es nach wie vor, wir müssen uns da also was Gutes überlegen, dass das auch funktioniert. Aber das ist eine Herausforderung und der werden wir uns jetzt dann mit diesem uns zur Verfügung gestellten Fachmann, Fachfrau stellen. bin ich sehr gespannt, wie das bei euch funktioniert. Und vielleicht können wir da dann auch nochmal einen Nachglaub machen, wenn ihr diese Idee tatsächlich umgesetzt habt und das mal ein paar Monate läuft. Vielleicht können wir da nochmal ja Bilanz ziehen, wie es so angenommen wird. Würde mich sehr interessieren. Aber ihr seid ja da schon mal einen großen Schritt weiter als andere Betriebe, die noch wenig oder wenig bis nichts in diesem Bereich machen, was Gesundheitsprävention anbelangt. Denn ganz klar ist, also gerade natürlich auch im Dachdecker, im Spenglerhandwerk, aber auch in anderen körperlich anstrengenden Berufen ist es so, dass man einfach körperlich dagegen arbeiten muss. Dass man irgendwas für seinen Körper, für die Gesundheit, nicht nur für die körperliche, auch für die mentale Gesundheit, dass man da was tun muss. da finde ich es gut, wenn ihr als Arbeitgeber da schon mal einen Schritt geht und sagt, ja, wir wollen unseren Mitarbeitenden da ein Angebot machen. Wie siehst du die Bedeutung von Gesundheitsförderung im beruflichen Kontext, gerade jetzt in einem traditionelleren Handwerk, sage ich mal, dass man da einfach mal neue Wege geht? und seinen Mitarbeitenden neue Sachen anbietet. Also ich finde es generell wichtig. Es ist ein Nachhaltigkeitsfaktor. Also wir reden ja bei Nachhaltigkeit immer über Ökologie. Aber nachhaltig ist halt, wie hat es jetzt eine Kollegin so schön gesagt, nachhaltig ist, wenn es allen gut geht. Von daher ist Gesundheitsförderung, Prävention für alle wichtig, egal ob das Handwerk ist oder nicht. Also ich glaube auch nicht, dass man das trennen kann. Klar ist bei uns vielleicht mehr der körperliche Fokus. Aber wenn du schaust wie in großen Büros oder so irgendwie, wo da der psychische Druck so groß ist, ich glaube, das ist halt einfach eine andere Art der Gesundheitsprävention. Aber es ist trotzdem eine und die ist da genauso wichtig. Generell würde ich fast sagen, eben dadurch, dass unsere Mitarbeitenden, also außer jetzt wir, die wir so im Büro rum sitzen, sich eben doch an der frischen Luft körperlich bewegen, sind die tendenziell immer noch fitter als manch andere, die in einem Büro sitzen. Aber es ist halt

Max Herrmannsdörfer: Also ich meine, werden zum einen werden wir immer älter, dann ist es andere. Es ist ja im ureigensten Sinne eines Arbeitgebers oder einer Arbeitgeberin, dass es den Mitarbeitenden gut geht und dass wir die Arbeitskraft auch so lange wie möglich erhalten. Also das ist ja nichts, was man macht so nice to have, sondern ich meine weniger Krankheit natürlich. Natürlich, das ist auch ein. Also das ist auch ist ja auch was betriebswirtschaftliches. Wenn ich sag, meine Mitarbeitenden sind weniger krank, es geht ihnen gut. Sie fühlen sich wohl, sie fühlen sich gesehen, bringen sie ja auch eine andere Leistung und das ist für alle gut. Also wie gesagt, wenn es allen gut geht, ist es nachhaltig. ist so. Hast du denn irgendeinen Tipp an Kollegen, Kolleginnen, an andere, die einen Betrieb führen? Vielleicht auch, wenn es diesen Wettbewerb zum Beispiel geht. Ihr seid da jetzt aktiv angesprochen worden. Ich habe von diesem Wettbewerb davor noch nie was gehört. Ich auch nicht. Ich glaube, läuft tatsächlich sehr unterm Radar, dieses Thema. Aber hast du irgendeinen Tipp, wie man mal einsteigen kann in das Thema Gesundheitsprävention, Gesundheitsförderung, was man auch als Unternehmer, als Unternehmerin eben tun kann? Also ich muss sagen, es ist eigentlich gar nicht schwer. Es gibt von allen Krankenkassen total niederschwellige Angebote. Also wir haben auch nämlich das so angefangen. Das erste Mal war eine Krankenkasse da, die eben mit uns gekocht haben oder eben mal was wie viel Fett und wie viel Zucker haben Lebensmittel und so weiter. Also das ist. Ganz einfach und kostet Betrieben halt außer der Arbeitszeit und dem Tag nichts. Die Krankenkassen machen das also umsonst im Endeffekt. Also von daher ist es gibt es finde ich keine großen Ausreden das nicht zu tun. Und natürlich wenn ich dann da weiter gehe und sage Richtung psychische Gesundheit oder wie auch immer das kann schon sein dass ich dann mal drei Euro in die Hand nehmen muss. wie gesagt man kann da selbst da bieten Krankenkassen echt was an. Also es ist nicht so schwierig. dazu starten, wenn einem denn das Thema wichtig ist. Das können wir glaube ich ganz gut mitnehmen als Message jetzt auch an andere. Und was ich persönlich dann wichtig finde, auch das Team eben mitnehmen und zusammen auch mit dem Team was erarbeitet und was überlegen und darüber sprechen. ich glaube das macht ihr ja gut, das Team damit einzubeziehen. Gibt es denn da spezielle Wünsche von euren Kolleginnen und Kollegen?

Max Herrmannsdörfer: Wünschen die sich irgendwas spezielles was Gesundheitsförderung anbelangt? Also ich habe jetzt keine speziellen Wünsche gehört in dem Jahr. Aber ich glaube sie schätzen diese Abwechslung. Also mal was körperliches zu machen, mal was für Geist und Seele zu tun. Und wir hatten jetzt letzte Woche ein Workshop zu einem ganz anderen Thema, aber irgendwie ging es darum, wer wie tickt so. Und wir hatten vorletztes Jahr was zum Farbmodell, wo man sich so selber ein bisschen einschätzen musste, wie ist man denn und so weiter. Und da kamen direkt diese Farben wieder auf. Von daher muss ich sagen, okay, gut, hat es ja hat es ja gefruchtet. Dann haben wir schon mal darüber gesprochen und hat gepasst. Also ich frage schon immer mal wieder ein bisschen so durch. Ja, ja. Und es ist halt so, ich denke, wenn man mal anfängt, da irgendwas zu machen, also das sind manchmal auch so ganz kleine Sachen. zum Beispiel bei dem allerersten Gesundheitstag, den wir hatten mit der Krankenkasse. hat die Krankenkasse im Anschluss so kleine Tütchen mit Studentenfutter verteilt. Also Nüsse, Russinen, im Verhältnis für so einen Snack relativ gesund. Und das fanden alle. Alle haben sich auf diese Tütchen gestürzt. wir hatten so ein... Also vorher hatten wir an der Theke, wo die Mitarbeitenden abends reinkommen, immer so eine Schüssel mit Bom-Bombs, Keksen, halt irgendwie so weniger gesundensangstehen. Und seitdem gibt es einen Spender und da ist total hochwertiges Studentenfutter drin. Cool. Das ist ein Miniding. Ja, aber es ist halt auf jeden Fall schon mal ein Schritt und es ist besser als Bom-Bombs. Ja. Oder wenn wir jetzt halt eben auch aufgrund dieses einen Tages, wenn wir jetzt bei uns irgendwie einen Workshop machen, wie letzte Woche und wir selber für Frühstück und so weiter zuständig sind, dann gibt es ein gesundes Frühstück. Dann steht da halt Obst, dann steht da ein Obstsalat, dann gibt es Joghurt, dann gibt es ein vollkommen Brot, dann gibt es da keinen fetten Leberkäs oder irgendwie sowas, sondern dann gibt es halt mal was gesundes. Und ja, das wird angenommen, wenn es das Angebot da ist. Man muss sich das halt auch einfach mal trauen. Ich habe auch mal vegane Wurst dahingestellt, die wurde auch gegessen. ja, ich glaube, es geht einfach ums Angebot machen und bei manchen, die vielleicht sonst sagen, das esse ich nicht, die kommen halt dann einfach auf den Geschmack und sagen, das ist gar nicht so schlecht.

Max Herrmannsdörfer: Kann man machen. Ja, das ist cool. Ja, wenn sich da so ein Effekt einstellt und wenn das dann tatsächlich mal angenommen wird. Ja, ich glaube, da profitieren letztendlich alle irgendwie davon. Ihr als Unternehmen, wenn es euren Mitarbeitenden gut geht, die Mitarbeitenden selbst natürlich, wenn sie auf einen bisschen gesünderen Lebensstil, sage ich mal, umstellen. Ich meine, wenn ich mittags beim Bäcker stehe, dann weiß ich natürlich auch, was mittags so konsumiert wird in den da kommt dir ein oder andere Leberkäs Sämmel schon mal über die Theke. Ist ja völlig klar. Ist doch klar. Ich will das ja auch gar nicht wegreden. Und wenn du körperlich arbeitest, dann kannst du, ich meine unabhängig davon, ob es Leberkäs, naja, okay. Aber du kannst dann natürlich was anderes essen, als wenn du acht Stunden an deinem Schreibtisch rumhockst. Also das muss man schon auch sagen. mir ist ganz bewusst, dass Teil da Leberkäs Sämmeln ist. Das ist mir ganz klar. Aber es geht mir halt einfach darum zu sagen, hey, schau mal, ist deine Leberkasse mit? Aber es gäbe auch mal die und die Variante. Bewusstsein zu schaffen. Genau, das geht's. Ich kenne euren Betrieb ja jetzt auch nur von eurer Website und von der halben Stunde, in der wir jetzt schon miteinander sprechen. Aber ich habe so das Gefühl, ihr tut relativ viel für euer Team und schaut, dass es allen gut geht und macht regelmäßige Fortbildungen, regelmäßige Schulungen. weil du vorher das Thema Nachhaltigkeit angesprochen hast und auch betriebswirtschaftliches Denken, was du ja mit verantwortest dann als Prokuristin im Betrieb, wenn ihr mal einen Tag zumacht und sagt, wir machen jetzt einen Tag wirklich Fortbildung, es muss sich ja irgendwo weiter auszahlen für euch. Also es muss ja daraus ein Effekt entstehen. Wie gesagt, es lohnt sich, unser Team hier in dem Bereich weiterzubilden. Kannst uns da ein paar Einblicke geben? Wie macht ihr das? Haltet ihr da die Balance zwischen wir machen viel für unser Team, auf der anderen Seite schaffen wir auch unsere betriebswirtschaftlichen Ziele? Wie hält es sich bei euch so die Waage? Naja, ich glaube, das kann nur funktionieren, wenn sich das die Waage hält. der Punkt ist halt, zu dieser ganzen Gemeinwohl-Idee gehört Transparenz und Mitentscheidung.

Max Herrmannsdörfer: Was heißt, dass wir unabhängig von Gesundheitstagen oder irgendwie sowas eben auch versuchen in Entscheidungen unsere Mitarbeitenden mit einzubeziehen? Also zum Beispiel stellen wir niemanden ein, ohne dass unser Team sagt, ja passt, Daumen hoch. Ihr nehmt bei sämtlichen Einstellungsprozessen euer Team mit tatsächlich? natürlich, es bewirbt sich jemand und dann schauen mein Mann und ich da drauf, es Sinn macht, meistens sind es jetzt Männer, dann den Herrn einzuladen. Und dann führt zwar schon mein Mann erst mal das erste Gespräch, aber wir stellen niemanden ein, ohne dass er bei uns nicht ein Praktikum gemacht hat. Und in dem Praktikum doch läuft da die verschiedenen Teams. Und wenn dann die Mehrheit sagt, ja, können wir uns vorstellen, passt rein. Erst dann machen wir überhaupt ein Angebot. Vorher nicht. Und dadurch, dass wir es als Team einfach auch verstehen, können wir schon mal, können wir eben auch mal so einen Tag sagen, wir sind heute nicht da, wir machen jetzt einen Workshop oder wir machen heute Gesundheitstag. oder wir gehen auf sonst was für eine Fortbildung und es gibt ein Bewusstsein dafür, dass dieses Angebot da ist und dann passt auf der anderen Seite halt auch die Leistung, wenn wir sagen, jetzt muss man mal bisschen Gas geben. das ist halt einfach, weil es ist eben ein Team, ist ein geben und nehmen und das funktioniert nur so in meinen Augen. Alles andere macht ja auch keinen Spaß. Also ich meine, wir sind die meiste Zeit unseres Lebens in der Arbeit und wenn das so richtig ... Da magst doch nicht hingehen. Und dann bringst du auch nichts und dann nervst du alle anderen und so weiter. Und das ist eben das, wo wir sagen, das muss anders laufen. Wir müssen uns wirklich als Team verstehen. ja, ich denke, ist eben so, wie du es vorhin gesagt hast, so die Waage. Das muss ich die Waage halten. Finde ich aber cool. es ist eine, ja, schon eine modernere Unternehmensführung, würde ich sagen. Dass man wirklich, ja... Ich bin kein Unternehmer. Vielleicht kann ich da auch nicht voll ins Mitsprechen. Aber ich kenne auch andere Betriebe, wo es eben nicht so läuft, wo die Mitarbeiter nicht so mitgenommen werden in Prozessen. Also es wirkt zumindest auf mich so, als würdet ihr da viel versuchen, euer Team mitzunehmen und da eine Gestaltungsfreiheit auch zu lassen, den Arbeitsplatz selbst zu gestalten und das Umfeld.

Max Herrmannsdörfer: ist auch wichtig. ich meine, warum soll ich denn oder mein Mann den Mitarbeitenden sagen, welche Maschine er braucht zum Beispiel. Wir machen es halt umgekehrt. Gibt es irgendwas, wo wir uns irgendwas erleichtern können? Ist das sinnvoll oder ist das sinnvoller? Klar kannst du das nicht immer mit allen 25 besprechen, aber die, es halt betrifft, mit denen kann ich einfach darüber reden und das ist halt auch so. Ich meine, da fühlst du dich ja auch wertgeschätzt als Mitarbeiterin, wenn dich mal irgendjemand fragt und dir nicht einfach nur alles aufs Auge drückt. meine, macht er lecker Freude. Weil du Thema, was braucht ihr, was erleichtert den Arbeitsalltag jetzt gerade angesprochen hast. Ich habe gelesen bei euch, gibt es Drohnen Einsätze für eure Dachdecke und Spenglerarbeiten? Finde ich cool. Ich weiß nicht, wie standardisiert es schon im Dachdeckerhandwerk ist, dass mit Drohnen gearbeitet wird. Aber ich kann mir vorstellen, dass es für euch eine Arbeitserleichterung ist. Definitiv. Klar, aber das machen echt wirklich schon viele, weil es halt einfach Sinn macht. Aber das erleichtert ja jetzt mal eher die Arbeit, sag ich mal, in der Vorbereitung oder Nachbereitung. eher, sag ich mal, den betrifft mehr den kaufmännischen Teil, sag ich jetzt mal, als jetzt den, das ist, das deckt dir ja nicht das Sache, ne? Nee, ist klar. dir auf und solche Sachen. Ist klar. Aber du sparst dir halt wahrscheinlich. den Gang aufs Dach, wenn du irgendwas angucken oder begutachten möchtest, oder? Genau. Ja, oder wo du auch gar nicht rauf kommst zum Beispiel in der Stadt irgendwo so, wo es einen riesen Aufwand darstellen würde, dieses Dach einfach zu vermessen oder Schadstellen zu finden oder irgendwie so was dafür ist es ideal. Aber es machen tatsächlich ganz viele Kollegen schon. Okay, okay. Finde ich trotzdem einen interessanten Bereich, gerade weil es ja jetzt, ich weiß nicht seit wann ihr Drohnen einsetzt, aber die ersten Drohnen habe ich vielleicht vor weiß nicht, zehn Jahre oder so gesehen. Da konnte jeder Hobbypilot so eine kleine Drohne fliegen. Die Teile sind ja mittlerweile auch deutlich besser geworden, die Kamera ist deutlich besser. Ihr nutzt es also dann tatsächlich eher für die, naja, für Wartung kann man wahrscheinlich nicht sagen, aber für Inspektionen. Also für Inspektionen und Aufmaße. Gibt es noch irgendwelche weiteren, gerade auch technischen Hilfsmittel, die jetzt vielleicht auch ganz aktiv im Handwerk

Max Herrmannsdörfer: bei euch unterstützen können, wenn es den Transport von Dachziegeln geht etc. etc. Da weißt du vielleicht mehr als ich. Was sind da so gerade die technischen Gerätschaften, die euch wirklich helfen? Was halt immer hilft sind irgendwie Kräne in welcher Form auch immer, als ob das jetzt ein Autokran ist oder ein Baukran ist oder was auch immer. Hebebühnen und dergleichen. Aber das ist halt, ich sag mal, ist totaler Standard. Ja, es kann auch mal so ganz schnöde so ein Aufzug sein. Der kann auch mal helfen, wenn man mit irgendwas anderem da nicht hinkommt. Ja, aber das ist also wirklich totaler Standard. Okay, ich überlege gerade. meine, unser Handwerkspräsident, der Jörg Dietrich ist ja selbst auch Dachdeckermeister, hat einen eigenen Betrieb. Und ich meine, bei denen ist auch ein Dachdecker, Dachdecker-Roboter schon im Einsatz. Gibt es da bei euch auch irgendwelche, beschäftigt ihr euch mit sowas? was Robotik dazu beitragen kann, euren Job ein bisschen einfacher zu machen? Ja, doch. Also wir beschäftigen uns damit. Wir haben jetzt zwar noch nichts in der Richtung, aber wir haben jetzt erst auf einer Fortbildung. Da ging es auch so VR-Brillen, dass man zum Beispiel, bei uns ist ja so ein Thema mit Sturmverklammerungen und so weiter, wo du halt so selber so rauszählst. Wenn du das halt sehen würdest in der Brille, welcher kommt jetzt dran oder so. Also das ist schon was, wo wir uns beschäftigen und es wird auch kommen. wird immer mehr Sachen geben, die da in irgendeiner Form helfen. Also es gibt ja schon, sag ich mal, wir haben jetzt erst so einen Roboter gesehen auf der Fortbildung, es ging Richtung Mauerwerk und solche Sachen. Ja, Wo so ganz komplizierte Formen oder Gestaltungsmöglichkeiten einfach mit dem Roboter gemacht wurden. Schon immer auch noch mit der Hilfe von Menschen. Und da wird bei uns auch noch total viel kommen. Also bestimmt ist sehr cool. Also ich glaube, gerade beim Thema VR Brillen oder Virtual Reality, da ist die Technik schon relativ weit. Ich glaube, es braucht noch so den letzten Schliff vielleicht, damit es wirklich als Werkzeug, wie jetzt eine Bohrmaschine, tatsächlich auch im Koffer mitfährt. Aber ich glaube, da könnte sich in den nächsten ein, zwei Jahren einiges tun. Ganz sicher. Ist ja auch gut. es ist meistens sicher. Also das ist halt wie mit allem.

Max Herrmannsdörfer: denke ich, dass wir halt einfach als HandwerksunternehmerInnen da offen sein müssen für alle diese Veränderungen, es da gibt und nicht von vorne an, ne, das haben wir noch nie gemacht und wir lappen das so, das haben wir schon immer so gemacht oder irgendwie solche Geschichten. Ganz furchtbar. Ich denke, es geht einfach dieses offen für Veränderungen und sich einfach was anzuschauen und dann zu gucken, wie man es für einen eigenen Betrieb halt am besten nutzen kann. Auch da bin ich gespannt, was sich in diesem Bereich tut und vielleicht Also wir machen das. Wir machen so in einem Jahr oder so, machen wir nochmal ein Gespräch, machen wir eine neue Aufnahme, sprechen nochmal über das Thema Gesundheit und über das Thema Robotik, KI, Virtual Reality etc. Was sich da bei euch so getan hat in einem Jahr. Jutta, ich würde mit dir jetzt noch einen kleinen Abschlussblock machen. Wir haben in unserem Podcast immer so ein paar Abschlussfragen, die wir eigentlich allen unseren Gästen gerne stellen. Und deshalb stelle ich sie auch dir. zwingend immer was im Handwerk zu tun. Die nächste Frage zumindest. Jutta, wenn du mal die Möglichkeit hättest, mit jemandem zu tauschen, einen Tag, eine Woche das zu erleben, was jemand anderes erlebt, mit wem würdest du tauschen? Ich wäre gern mal so ein super wichtiger Politiker oder Politikerin und würde man aufräumen wollen mit manchen Sachen. Also Spaß beiseite. würde gern, also manchmal. würde ich mir einfach so bisschen dieses anpacken, was man jetzt teilweise so bisschen vermisst. Das würde ich gerne einfach mal machen. Ich würde gerne einfach mal so richtig aufräumen. Dazu passt aber meine nächste Frage eigentlich perfekt dazu. Steht nämlich tatsächlich bei mir auf dem Zettel, wenn du eine Sache im Handwerk sofort ändern könntest, was wäre es? Ich würde dafür sorgen, dass wir alle unser Handwerk mit Stolz nach außen tragen. Dass wir sagen, ja, ich bin Handwerker, bin Handwerkerin. ich glaube, dieses Imageproblem, das das Handwerk hat, da kann kein Mensch was dafür, außer dem Handwerk. Und wir können das nur selber auch ändern. Und dazu braucht es einfach Handwerkerinnen, die da rausgehen und sagen mit Stolz, ist mein Handwerk, ich bin Handwerkerin. Das würde ich mir ändern wollen. Ich würde alle mal schütteln.

Max Herrmannsdörfer: nicht irgendwo unter ihrem Schreibtisch sitzen, sondern sich groß machen. Finde ich gut. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe auch, dass das Handwerk wieder die Anerkennung bekommt, das Handwerk auch verdient. in meiner Wahrnehmung tut sich da was in den letzten Jahren. Auch der Zentralverband mit seiner Image-Kampagne, die sind da stark mit dabei, das Handwerk zu positionieren. Aber Kampagne ist das eine, das wirklich die Macher und Macherinnen des nach außen tragen. Das ist dann nochmal das andere. kann man nur selber machen. Wir haben es ja auch vorher selber kaputt gemacht, irgendwie so ein Stück weit. ich mein, früher war ja Handwerk war ja was. dass das nicht mehr so in der Wahrnehmung ist, das kann man ja keinem anderen vorwerfen. Das war mal schon selber. Also müssen wir auch selber, wie du sagst, diese Kampagnen sind super, aber wir müssen sie dann schon auch mit Leben füllen. Nur weil irgendwo ein Plakat hängt oder ein Spot läuft oder was immer, ändert sich nichts. Das muss aus uns. raus selber kommen. Ja, da gehe ich genauso mit. wir versuchen das ja auch bei uns über unsere Medien, ob es jetzt im Podcast ist oder im Radioprogramm. Wir versuchen das ja auch nach außen zu tragen und versuchen, die Geschichten des Handwerks zu erzählen und zu zeigen, was macht das Handwerk zu dem, was es wirklich ist. Und da komme ich jetzt vielleicht zu meiner letzten Frage für unseren heutigen Podcast. Jutta, was bedeutet für dich Handwerk? Handwerk bedeutet für mich, zu schaffen, was Bestand hat und nachhaltig ist. Können wir so unterschreiben? Können wir einen Punkt dahinter machen? Jutta, damit danke ich dir ganz recht herzlich, dass du zu Gast warst hier bei Handwerk erleben und mit mir über euren Betrieb, über Gesundheitsprävention und über die Zukunft und das Image des Handwerks gesprochen hast. Hat mich sehr gefreut. Ich danke dir ganz herzlich und viele Grüße nach Egerstadt. Danke Max, hat mich sehr gefreut. Mach's gut Jutta. Ciao. Ciao. Das wars mit Handwerk erleben. Dir hat diese Folge gefallen? Dann abonniere diesen Podcast, keine Folge mehr zu verpassen. Wir freuen uns auch über eine 5-Sterne-Bewertung bei deiner Podcast-Plattform. Dieser Podcast ist eine Produktion der Handwerker Radio GmbH. Weitere Informationen findest du unter www.handwerker-radio.de

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