#155 Kinga Mathe, warum ist Durchhaltevermögen der wichtigste Erfolgsfaktor beim Gründen?
Shownotes
Vom ersten selbst designten Dirndl zur internationalen Premium-Marke
Ein Trachtenball in Kitzbühel wird zum Wendepunkt: Weil sie kein Dirndl findet, das ihrem Anspruch entspricht, entwirft Kinga Mathe kurzerhand ihr eigenes. Was als persönliche Lösung beginnt, wird zur Grundlage einer außergewöhnlichen Unternehmerinnenkarriere. Heute steht ihr Name für Premium-Trachtenmode, drei eigene Stores und internationale Fashion-Kollektionen.
In dieser Folge von Handwerk erleben spricht Peter Kruse mit einer Frau, die Handwerk, Design und unternehmerischen Mut auf einzigartige Weise verbindet. Kinga erzählt offen von ihrem Weg als Quereinsteigerin ohne klassische Modeausbildung, von Rückschlägen, Zweifeln – und der Kraft, trotzdem weiterzumachen.
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00:00:00: Diese Folge wird
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00:00:09: Das aktuelle Programm gibt es unter DHZ.net.
00:00:13: slash Leser Reisen.
00:00:24: Heute geht es um Designer-Trachtenmode und ich bin hier in einem ganz coolen Fotostudio in München.
00:00:30: Hier werden gerade Models für die neueste Kollektion eines der angesagtesten Trachtenmode-Lebels fotografiert.
00:00:37: Ja und mittendrin, oder sagen wir mal, wir haben uns jetzt ein bisschen an die Seite gesetzt, weil es ein bisschen ruhiger ist, ja, sitzen wir hier und nehmen jetzt den Podcast auf.
00:00:45: Heute geht es um eine Erfolgsgeschichte einer Unternehmerin, man kann sagen von der Maskenbildnerin zur Designerin und Produzentin für Premium Trachtenmode mit eigenen Stores, einem umfangreichen Shop im Internet und jährlich zwei Fashion und Trachten Kollektionen.
00:01:01: Und das teuerste Dirndl der Welt kam auch von ihr.
00:01:05: Und über alles möchte ich jetzt hier sprechen und damit herzlich willkommen bei Handwerk Erleben.
00:01:08: Ich bin Jan-Peter Große und mein Gast ist heute Kinga Mathe.
00:01:11: Sie steht mir hier im Namen für das gleiche Name Gepremium-Label.
00:01:15: Kinga Mathe.
00:01:16: Herzlich willkommen, Kinga.
00:01:17: Vielen Dank, Peter.
00:01:18: Ich freue mich sehr, heute hier mit dir diese schöne Aufnahme machen zu dürfen.
00:01:22: Ich freue mich auch.
00:01:23: Und der Rahmen ist natürlich der Knüller.
00:01:25: Hier, was macht ihr gerade?
00:01:26: Wir haben Fotoshooting für die neueste Kollektion für Herbst-Winter, zwanzig, sechsundzwanzig.
00:01:32: Die habe ich mit ganz viel Liebe entworfen.
00:01:35: Und heute dürfen wir dann die Outfits fotografieren.
00:01:39: Wie lange dauert das hier bei euch?
00:01:40: Also wie lange seid ihr in den Studios, bis ihr dann durch seid?
00:01:43: Also
00:01:43: wir sind tatsächlich die ganze Woche im Studio.
00:01:46: Morgen bin ich auch ein eigenes Model.
00:01:49: Morgen komme ich auch vor die Kamera und wir haben jetzt jeden Tag die Kollektionen eingeteilt für die Fashion-Kollektion, für die Trachten-Kollektion.
00:01:58: Wir haben auch eine Herren-Kollektion.
00:02:00: Und morgen werden eben noch die Aufnahmen auch von mir gemacht.
00:02:06: Wie viel Gründel hast du in deinem Leben schon entworfen?
00:02:07: Ich habe schon ganz viele darüber gesehen, aber ich habe es noch nicht gezählt.
00:02:10: Aber wie viele sind das insgesamt?
00:02:11: Weißt du das überhaupt?
00:02:12: Boah, also das ist wirklich eine schwierige Frage.
00:02:15: Ich habe darüber noch nie wirklich nachgedacht, aber ich würde sagen, nachdem mein Label schon seit achtzehn Jahren auf dem Markt ist, Und wir sicherlich so zweihundert Modelle im Jahr entwerfen ich und lassen sie auch produzieren natürlich in großen Stückzahlen mittlerweile.
00:02:37: Es ist schon einiges natürlich dann zusammengekommen.
00:02:40: Gut, am Anfang meiner Geschichte hatte ich nicht zweihundert Stück natürlich im Jahr, da war die Kollektion deutlich kleiner und ist dann immer größer und größer geworden, weil ich so viele tolle Ideen habe, dass ich mich teilweise auch gar nicht mehr bremsen kann.
00:02:53: Du hast gerade angesprochen, ich weiß nicht, ob du es sagen möchtest, aber wie viele Dündel werden da so im Jahr verkauft bei euch?
00:03:01: Also wir verkaufen ca.
00:03:04: zehntausend Dündel im Jahr und bestimmt so zwanzigtausend Blusen, Jacken, Röcke, Hosen, alles Mögliche, Strick, Kashmir, also die Kollektion ist sehr groß geworden.
00:03:19: Und eine Männerkollektion, da gibt es auch ja noch, da kommen dann die entsprechenden Lederhosen noch dazu und die Janka und...
00:03:25: Genau, also es gibt eine Herrenkollektion namens Maxim bei Kinga Mathe.
00:03:32: Eine ganz tolle Herrenkollektion, super hochwertig und das ist nicht nur für die Wiesen geeignet, sondern auch für den Alltag.
00:03:43: Die Herren können die Teile auch wirklich wunderbar im Alltag tragen, selbst im Business, weil die Jacken so schön und hochwertig sind.
00:03:50: Ich glaube, du hast die Kollektion ja auch so angelegt oder die Modelle so angelegt, die Entwürfe so angelegt, dass sie nicht nur ausschließlich quasi ja auf dem Oktober festgetragen werden können oder aus Drachten anlassen, sondern auch im Alltag.
00:04:04: Das ist genau richtig, Peter.
00:04:07: habe immer schon die Vision gehabt.
00:04:09: Alles, was ich tue und entwerfe, auch wirklich tragbar ist.
00:04:13: Was ganz besonders ist, dass wirklich die Damen und die Herren auffallen, sich wohlfühlen und durch die Kleider auch verschönert werden.
00:04:24: Und mein Ziel war immer schon, dass ich auch im Ausland solche Artikel, die ich eben entwerfe auch tragen kann, also auch in Paris oder eben in anderen Städten.
00:04:36: der Welt, damit ich einfach zeigen kann, dass auch eine Trachtenmode wirklich sehr international sein kann und auch sehr besonders.
00:04:48: Wir sind natürlich jetzt ja in einem höheren Medium und jetzt stellt man sich gerade vielleicht vor, wie sieht denn jetzt so ein... Nehmen wir mal gerade ein Dundl aus, wie sieht das aus?
00:04:56: Was würdest du sagen?
00:04:58: Es gibt ein klassisches Dundl, so wie es seit... Ich weiß nicht Jahrhunderten, wie lange gibt's da denn schon?
00:05:03: Weiß ich gar nicht.
00:05:03: Ja, seit Jahrhunderten.
00:05:04: Seit Jahrhundert, wie es ursprünglich getragen wurde.
00:05:07: Du hast es ja modernisiert, du hast es ja irgendwie designt.
00:05:11: Aber wie sehen denn jetzt deine Dirndl aus, wenn du es mal selber versuchst zu beschreiben?
00:05:15: Natürlich sieht jedes anders aus.
00:05:16: Es ist mir klar, aber ungefähr so, dass man deine Handschrift, dein ist das Typische, das für dich Typische, dass du das vielleicht beschreibst, wie sieht es aus?
00:05:25: Also... Meine Döndel oder meine Trachten allgemein sind immer ein Spagat zwischen Tradition und das Moderne.
00:05:33: Das habe ich super geschafft, wirklich miteinander zu verbinden.
00:05:36: Ich habe ewig Jahre an den perfekten Schnitten gearbeitet, damit die Kleider auch ohne Schürze als Kleid tragbar sind.
00:05:46: Also ein Döndel quasi umfunktioniert werden kann zu einem Kleid.
00:05:51: Und das ist eben die Kunst.
00:05:54: dass es nicht nur wie ein Dönnel getragen werden kann, sondern auch wie ein normales, schickes, besonderes Kleid.
00:06:00: Ich habe tolle Mieder designt, die perfekt sitzen, die eine wunderschöne Figur machen.
00:06:05: Der Rock fällt perfekt, könnte man auch einfach nur mit einem schicken Gürtel dann tragen.
00:06:09: Auch mal mit einem rollkragen, dünnen rollkagen Pulli drunter, auch stiefel und kannst auf der ganzen Welt auch anziehen.
00:06:17: Und genau das gleiche ist auch in den Sommerkollektionen, also weil ich jetzt gerade von stiefel und rollkagen Pullover rede.
00:06:24: sind natürlich meine Dündel auch in besonderen Leinenqualitäten auch wirklich als Sommerkleider tragbar, ohne eine Dündelbluse drunter zum Beispiel oder auch ohne die Schürze.
00:06:35: Und ich habe auch eine Gabe Materialien und Muster, also auch Prints und bestimmte Materialienmix zu kreieren.
00:06:45: Also das ist so meine Handschrift.
00:06:47: Ich liebe es bestimmte Dinge, wo manche vielleicht denken, das passt gar nicht.
00:06:53: zusammenzuführen.
00:06:54: Und das ist dann das, was eben mich ausmacht.
00:06:57: Jetzt musst du auch als Verraten.
00:06:58: Also was wäre so ein Beispiel dafür?
00:07:01: Materialien, die eigentlich nicht zusammenpassen, zusammen zu können.
00:07:03: Aber sie passbar zu machen damit?
00:07:06: Also nur als Beispiel.
00:07:07: Ich liebe zum Beispiel auch Tweet.
00:07:09: Tweet erinnert mich natürlich an Chanel.
00:07:11: Ich bin jetzt ja so ein Fan.
00:07:15: Ich bin ein Paris-Fan.
00:07:18: Ich glaube, deswegen habe ich wahrscheinlich auch die Stadt vorhin genannt.
00:07:21: Und ich liebe die schicke Französische Mode.
00:07:25: Und ich habe auch in meiner Kollektion zum Beispiel Feed, also so einen klassischen, denke jeder an Chanel, also einen Stoff einfach in die Trachtenkollektion reingebracht.
00:07:34: Dann aber auch mal mit Loden oder mit Samt kombiniert.
00:07:38: Und man erstmal denkt, oh, das hört sich jetzt erstmal sehr wild an.
00:07:42: Aber ich habe eben so ein Feingefühl für solche Kombinationen.
00:07:46: Oder ich liebe zum Beispiel auch den klassischen Loden, also das ist sehr trachtig.
00:07:51: Lieber ich zum Beispiel mit Samt zu kombinieren.
00:07:56: Und das ist einfach so mein Schwerpunkt.
00:07:59: Das ist eigentlich ein guter Augenblick über, ich habe es in der Einleitung schon ein bisschen gesagt, über das teuerste Dirndl der Welt zu sprechen.
00:08:05: Das habt ihr einige Jahre, habt ihr das gemacht?
00:08:08: Beschreib mal, wie sieht so ein Dirndl aus?
00:08:10: Nein, wir erst mal reden über das Geld.
00:08:11: Was kostet so ein Dirndl?
00:08:13: Also das teuerste Dündel hat tatsächlich das erste Modell bei bei twenty-fünfzehntausend Euro.
00:08:19: Das war ein kleines Wildseitendündel.
00:08:21: Wunderschön.
00:08:22: Dazu habe ich traumhaft tolle Knöpfe entworfen, mit Mondsteinen in Roségold gefasst und mit Diamanten.
00:08:32: besetzt.
00:08:33: Und das waren die Knüpfe von diesem traumhaft schönen, schlicht und endel.
00:08:37: Und das hatte damals Barbara Becker angehaft.
00:08:41: Damals war sie ja noch mit Boris zusammen.
00:08:44: Und das war wirklich ein wunderschöner Auftritt.
00:08:49: Ich war auch sehr, sehr glücklich, dass ich das so schön hinbekommen habe.
00:08:53: Und ein Jahr später hatte ich dann ein anderes Wildseidensdöndel gemacht in einem tollen Puderton und das habe ich dann wirklich über, ich weiß gar nicht wie viele Stunden das waren, ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, aber ich denke es waren mindestens hundert Stunden, wurde es bestickt, also wirklich von Hand bestickt, das gesamte Döndel.
00:09:14: Und ich hatte damals die Idee, weil ich ja wieder so von Frankreich und von Chanel geleitet wurde, ein schönes Charivare zu machen, aber nicht im klassischen Sinne, wie ein Charivare eben aussieht, sondern mit Pern, Rosiergold und auch mit Diamanten.
00:09:32: Also da habe ich dann auch mein Logo sozusagen dann komplett ausgefasst mit Diamanten.
00:09:39: Und das war wirklich ganz toll.
00:09:40: Das ging ja dann über die komplette Schürze drüber.
00:09:44: Und das war dann dann sehr teuer.
00:09:45: Das hat damals tatsächlich so um die vierzichttausend Euro gekostet, weil eben diese Schmuckstücke, also diese Scharivarin dann nicht mal sehr edelt, sehr hochwertig war und dann auch natürlich das Besticken des Sondels sehr, sehr viele Stunden in Anspruch genommen hat.
00:10:01: Das hat dann abends immer ein Tresor gesteckt, oder wer hat es dann mitgenommen?
00:10:05: Ich habe es tatsächlich ins Tresor gesteckt, das stimmt, aber... Ich habe ja dann auch die anderen Teile, also auch die anderen Döndel, habe ich dann immer selber verwaltet und bewacht.
00:10:18: Wer durfte denn dieses Döndel tragen dann?
00:10:20: Das zweite Döndel hatte Barbara Meier getragen und dann ein Jahr später gab es noch ein Lederdöndel, also ein Velulederdöndel.
00:10:31: Das war dann auch aus dieser Serie und das hatte dann Alexandra Meier-Wölden getragen.
00:10:37: Das war ein wunderschönes, kassisfarbenes Lederdöndel, auch mit Samt und Seide kombiniert.
00:10:44: Und damals habe ich auch komplett neue Logoknüpfe entwickeln lassen, die ich wirklich versucht habe, also mein K und mein M ineinander zu verschmelzen und aber nicht so plakativ, einfach nur ein K und ein M, sondern dass es wie ein Symbol wird.
00:11:03: Und die Idee dahinter war auch, dass das M aussieht, eben etwa so ein Seidentuch, um das K gewickelt worden.
00:11:15: Also wenn man es ganz genau anschaut und ganz viel Fantasie hat, dann erkennt man, was ich meine.
00:11:20: Das ist jetzt natürlich schwer, in Worte zu fassen.
00:11:23: Man kann es aber sehr schön sehen auf der Webseite bei euch, oder?
00:11:25: Ganz am Anfang ist so das Logo,
00:11:26: oder?
00:11:26: Genau, genau.
00:11:27: Und das soll einfach wie ein Tuch sein, ein Seidentuch, was sich sozusagen so drum schmiegt, ja.
00:11:33: Und das hatte ich dann auch mit tollen Edelsteinen, mit ganz bunten Steinen ausgefasst.
00:11:41: Und das war eben die Kombination mit dem Leder, Samt und Seide und dann dieser rosifabenden Knöpfe mit dem bunten Stein.
00:11:49: Das war der Hammer.
00:11:50: Echt.
00:11:51: Das war ganz fantastisch aus.
00:11:52: Das ist Handarbeit, das ist Handwerk.
00:11:54: Das habt ihr dann, wo habt ihr das dann erstellt?
00:11:57: In Stuttgart.
00:11:59: Genau, ich habe dreißig Jahre in Stuttgart gelebt, komme ursprünglich aus Ungarn.
00:12:03: Und da haben wir es dann erstellt.
00:12:06: Wenn du all diese Dirndl produzierst, jetzt insbesondere natürlich das teuerste Dirndl der Welt, machst du das dann ganz allein oder hast du eine Hilfe?
00:12:15: Das ist ja auch Handwerk, das ist auch Handarbeit in dem Sinne.
00:12:19: Ja, also alles, was wir tun, ist Handarbeit.
00:12:22: Ich bin absolut als Einzige im Unternehmen für Design, für die Zusammenstellung der Stoffe.
00:12:32: die Details, also auch wie ein Ausschnitt aussehen muss.
00:12:36: Man denkt ja, ein Ausschnitt ist ein Ausschnitt, aber ein Ausschnitt ist eben nicht nur ein Ausschnitt, sondern da geht es teilweise um Millimeterarbeit, damit es eben so aussieht, am Ende so, wie ich mir das eben vorgestellt habe.
00:12:48: Da habe ich natürlich ganz großartige Mitarbeiter, die Schneidermeisterinnen sind und auch Schnittdirektories.
00:12:56: Weil ein Schnitt muss natürlich erst mal erstellt werden, mit Papier muss zugeschnitten werden, dann nähen wir eine Probe, dann schauen wir mal an, probiere ich an, ob mir das so gefällt.
00:13:07: Und die tollen Hilfen bei uns im Büro in unserem Atelier helfen dabei, diese Umsetzung auch zu schaffen.
00:13:19: Deine Mode wird heute, ich habe es am Anfang gesagt, ein Storesangebot, das drei Stores, einen München.
00:13:25: Einem Tegernsee und einen Kitzbühl?
00:13:27: Genau, ich habe drei Stores.
00:13:31: Die habe ich jetzt vor vier Jahren, den ersten Stor in Gemund am Tegernsee eröffnet.
00:13:38: Dann das zweite Geschäft war dann den Kitzbühl.
00:13:41: Und das dritte in München habe ich vorletztes Jahr im Juli eröffnet.
00:13:49: Aber nicht nur da gibt es deine Mode, sondern du hast Partner, du hast Händler, Retailer.
00:13:52: Ja.
00:13:52: Dann ist da eine ganze Menge.
00:13:54: Ja, ich beliefe heute ca.
00:13:56: hundertzwanzig Einzelhändler, darunter auch Ludenfrei und Bräuninger, die sind sehr bekannt, deswegen nenne ich die jetzt auch hier, die.
00:14:06: mit denen arbeite ich tatsächlich seit achtzehn Jahren zusammen.
00:14:09: Ich war meine ersten Kunden überhaupt, also das war damals wirklich für mich wie ein Ritterschlag, als Ludenfrei zu meinem Stand in Salzburg auf die Messe kam.
00:14:18: Und mich hat zu dem Zeitpunkt im Prinzip fünf Minuten gegeben mit der Kollektion.
00:14:24: Ich habe mich da hingestellt und dachte, schauen wir jetzt mal, was passiert.
00:14:28: Ich habe damals meine fünfzehn Modelle an Puppen angezogen und dachte, okay, ich warte mal ab, ob irgendjemand aufmerksam wird.
00:14:35: Und tatsächlich kam Ludenfrein nach fünf Minuten und hat die Kollektion angeschaut und gesagt, sie möchte gerne eine Testorder schreiben.
00:14:44: Das war wirklich wie ein Ritterschlag.
00:14:45: Ich habe es einfach nicht fassen können, was mir da gerade geschieht.
00:14:48: Das war die Gründung deines Unternehmens sozusagen.
00:14:50: Das war der erste Erfolg.
00:14:53: Ja, genau.
00:14:54: Ich stand da und fünf Minuten später hatte ich lohnfrei
00:14:56: als Kunden.
00:14:57: Das ist unfassbar.
00:14:58: Also da müssen wir noch mal einen Schutz zurückgehen, weil wir wollen schon noch mal ein bisschen aufarbeiten, wie du überhaupt auf die Idee gekommen bist und wie du es dann gemacht hast.
00:15:04: Das würde ich gerne mit dir versuchen zu besprechen.
00:15:07: Wann hast du die Idee gehabt, genau ... in dieses Segment zu gehen, denn du hast eigentlich eine andere Ausbildung.
00:15:13: Wir sind wieder beim Handwerk.
00:15:14: Du bist eigentlich gelernte Maskenbildnerin und warst eigentlich auf einem anderen Weg, sagen wir so.
00:15:20: Und plötzlich hast du eine Erkenntnis gehabt, dass du das machen willst.
00:15:25: Wer war
00:15:25: da?
00:15:25: Es war ja letztendlich so.
00:15:27: Ich habe mich schon immer und solche handwerkliche Dinge ja sehr interessiert und ich liebe alles, was schön ist.
00:15:35: Das begeistert mich und macht mich auch wirklich glücklich.
00:15:38: Aber nach meiner Ausbildung habe ich dann auch meinen damaligen Mann kennengelernt und bin dann auch sehr früh Mama geworden.
00:15:43: Deswegen habe ich dann eben meinen Beruf überhaupt gar nicht gearbeitet, sondern war dann Mutter.
00:15:49: mit, also mit zwanzig habe ich meine Tochter Alissa bekommen.
00:15:53: Es gibt übrigens auch eine Kollektion nach, wenn es Alissa bei Kinghammer Tee und fünf und ein halben Jahre später dann meinen lieben, oder unseren lieben Sohn Nikolas.
00:16:03: Genau.
00:16:03: Und ich war dann erst mal wirklich nur Vollzeitmama.
00:16:07: und habe mich um die Kinder gekümmert, um die Familie, und das war ja alles ganz toll.
00:16:12: Und dann wurde ich aber nach Kitzbühle eingeladen auf einem Trachtenwahl.
00:16:17: Und ich dachte, ja, das wäre ja nicht mal schön, ein bisschen rauszukommen aus Stuttgart und eben diesen Ball zu besuchen.
00:16:25: Das war im November.
00:16:28: Das war im November.
00:16:30: Das
00:16:30: war
00:16:32: im November.
00:16:34: Und dann hat mich das aber so, ich war ehrlich gesagt sehr aufgeregt, weil ich hatte mit Trachten noch nie was am Hut.
00:16:41: In Stuttgart hat man zu dem damaligen Zeitpunkt überhaupt keine Trachtenkultur gehabt.
00:16:45: Auch
00:16:45: auf dem Kanzlerter Wasen nicht?
00:16:46: Nein, leider nicht.
00:16:47: Das war damals in Stuttgart wirklich ... Ja, sehr einfach gehalten.
00:16:52: Die meisten waren einfach in ihrer normalen Kleidung im Jeans-Poli und vielleicht ein Hemd unterwegs.
00:16:59: Und deswegen gab es einfach nicht diese Kultur vom Volksfest.
00:17:03: Das heißt, du bist da eingeladen worden nach Kitzbühel und dann hast du dir überlegt, Hast du denn dort oder hast du schon vorher überlegt?
00:17:11: Was ziehst du jetzt an?
00:17:12: Peter, ich gehe doch nicht irgendwo hin, ohne das schönste Kleid anzuhaben.
00:17:16: Natürlich habe ich mir davor schon Gedanken gemacht.
00:17:19: Ich habe dann wirklich recherchiert und ich habe auch in Stuttgart geschaut, aber es gab echt keinen einzigen Laden, auch keinen Bräuninger damals.
00:17:26: Also
00:17:26: die hatten
00:17:27: keine Trachten verkauft.
00:17:28: Also es war einfach... Also keiner hat das gesucht.
00:17:33: Und wir hatten ja nur ein Jagdbekleidungsgeschäft.
00:17:38: Und die hatten tatsächlich so ein, zwei Döndel, aber die waren leider nicht das, was ich mir vorgestellt habe.
00:17:43: Die waren sehr klassisch, sehr karriert.
00:17:45: Eher so wie wascht, dann läppste so was ich nicht an.
00:17:49: Und dann habe ich gedacht, okay, dann schaue ich mal im Internet.
00:17:51: Und im Internet habe ich leider auch nichts gefunden, weil es gab damals nicht so die trachten Onlineshops wie heute.
00:17:59: Und dann habe ich gedacht, ja gut, also das, was ich im Kopf habe, muss ich dann entweder selber kreieren und schneidern lassen oder ich muss absagen, weil ich gehe nicht hin und verkleide mich und fühle mich dann eben nicht so perfekt.
00:18:17: Deswegen für mich war es ganz klar, entweder ich bekomme das, was ich in meinem Kopf habe und ich kann es umsetzen.
00:18:22: Wenn das nicht möglich ist, dann sage ich ab.
00:18:26: Genau.
00:18:26: Und dann habe ich natürlich so, wie ich bin.
00:18:28: Ich lasse mich ja nicht so schnell da von meinem Weg abbringen, habe ich dann schwarze Seide gekauft, also Dupionseide und habe mir gedacht, ich hätte gerne ein ganz schlichtes edles Döndel, ganz in Schwarz, Ton in Ton, damit ich mich nicht so döndelig fühle, weil ich eben auch mich erstmal an dieses Kleidungsstück gewöhnen wollte, weil ich halt sonst noch nie eins an hatte.
00:18:55: Dann habe ich eben die Seite besorgt, bin zu meiner Schneiderin, habe ihr eine Skizze gemacht, wie das aussehen soll.
00:19:00: Und habe gesagt, bitte, Svetlana, nehm mir so ein Kleid, weil ich brauche das in Kitzbühl.
00:19:06: Und sie hat es dann tatsächlich umgesetzt.
00:19:08: Und ich bin dann zu diesem Trachtenball und dann an dem Abend wurde ich von allen Seiten angesprochen.
00:19:15: Sogar ein ganz renommiertes Geschäft aus Kitzbühl.
00:19:17: Die Inhaberin hat mich... angesprochen und hat mich gefragt, welche Marke dieses Kleids sei.
00:19:23: Dann hast
00:19:23: du gestrahlt.
00:19:24: Dann habe ich gestrahlt und ich dachte, wow, ich werde wirklich von Experten angesprochen.
00:19:31: Das ist ja nicht irgendjemand.
00:19:33: Und ich wusste genau, wer sie ist.
00:19:35: Und das hat mich natürlich sehr glücklich gemacht.
00:19:37: Und danach dachte ich, ja, das ist ja schon irgendwie bewundernswert, dass ich das noch nie gemacht habe.
00:19:43: Aber anscheinend kommt irgendwie dieses Stil gut an und es fällt auf.
00:19:49: Und dann habe ich zwei, drei Tage und Nächte drüber nachgedacht und dachte, gut, also, ich schaue mal, wie würde ich den theoretisch vorgehen, wenn ich jetzt eine eigene Kollektion machen würde?
00:20:00: Dann habe ich gedacht, ja, erstmal recherchierst du, wo gibt es eine Messe?
00:20:04: Also, wo würde ich dann als Kinger Mathe, Trachtenmarke, jetzt ausstellen.
00:20:09: Und dann hat sich im Internet eben Tracht und Country Salzburg gleich mal ganz oben präsentiert.
00:20:17: Und da habe ich mich auf diese Messe angemeldet, obwohl die nur dreieinhalb Monate später war.
00:20:25: Also tatsächlich habe ich
00:20:26: ohne... Ich habe Fakten geschaffen.
00:20:28: Ich habe Fakten geschaffen.
00:20:29: Ich habe gedacht, ich mache es einfach.
00:20:32: Ich melde mich an.
00:20:33: Und wenn ich mich anmelde, das kostet Geld.
00:20:36: dann ziehe ich es durch, egal wie.
00:20:39: Das habe ich tatsächlich gemacht.
00:20:41: Ich habe dann dreieinhalb Monate Tag und Nacht gearbeitet mit zwei kleinen Kindern zu Hause, bis ich alles zusammen hatte.
00:20:48: Ich habe natürlich Produzenten gebraucht, Stofflieferanten.
00:20:52: Webseiten auftritt.
00:20:54: Also alles, alles, alles.
00:20:55: Man kann sich das gar nicht vorstellen.
00:20:56: Selbst eine Waschetikette, eine Pflegeetikette muss man produzieren, damit man das in die Kleidungsstücke einnäht.
00:21:04: Also was denkt man ja erst mal gar nicht.
00:21:06: Und ich habe wirklich jedes Detail irgendwie durchspielt, dass ich alles habe, bis hin zu meinen Orderblöcken, die mit KINGAMAT-Logo bedruckt waren und alles so professionell aussah, als ob es mich schon immer gegeben hätte.
00:21:20: Und so stand ich dann eben in Salzburg, mein erster Messetag mit meinen fünfzehn Kleidern und der erste Kunde war lodenfrei.
00:21:28: Und kommt und kauft alles auf.
00:21:31: Also das war wirklich der Hammer.
00:21:33: Und dann bin ich nach Hause.
00:21:34: nach diesem erfolgreichen Messeauftritt, bin ich nach Hause nach Stuttgart und damals hatte ich ja noch keinen Büro, sondern nur zu Hause ein Zimmer.
00:21:42: Und der AB hat geblinkt.
00:21:45: Und drückt da drauf und ich dachte, wer hat mir denn draufgesprochen?
00:21:49: Ich kenne ja noch keiner.
00:21:51: Und dann war tatsächlich eine Nachricht von Bräuninger Stuttgart.
00:21:54: Und die haben gesagt, sie möchten gerne meine Kollektion anschauen, weil sie Trachtenfläche eröffnen wollen.
00:22:00: Ja, und dann haben sie mit mir auch noch einen Termin gemacht und Bräuninger war der zweite Kunde.
00:22:04: Ja, und jetzt, achtzehn Jahre später, habe ich immer noch beide Kunden als meine größten Kunden.
00:22:10: Und wir sind natürlich zusammen gewachsen.
00:22:12: Ich habe mir sehr, sehr viel Unterstützung gegeben, weil sie immer schon überzeugt waren von meinem Design und von meiner Handschrift.
00:22:20: Und ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Weg so lange schon gehen darf.
00:22:25: Hinge, aber wir müssen eins festhalten.
00:22:27: Du hast gemacht, also du hast entschieden, das zu tun.
00:22:30: Sonst wäre es ja nicht zustande gekommen.
00:22:32: Und was hat dich da angetrieben?
00:22:34: Was ist das, warum du das machen wolltest?
00:22:38: Was war
00:22:38: das?
00:22:39: Also Peter, ich kriege wirklich Gänsehaut dabei, weil Mein Herz, also ich habe so viel Energie in den achtzehn Jahren in dieses Unternehmen und in diese Marke gesteckt, dass ich alles, alles, alles dafür tue, weil ich schon immer eine unbeirrbare Entschlossenheit hatte.
00:22:59: Also vom Tag A war ich überzeugt, dass ich es schaffe.
00:23:03: Auch wenn ich ganz viele Momente hatte, da Verzweiflung, weil das ist normal, glaube ich, egal was man tut.
00:23:11: Und trotzdem habe ich daran geglaubt, weil ich so wirklich fällt, sind fest überzeugt war davon und ich habe mich nicht von meinem Weg abbringen lassen.
00:23:20: Wir sprechen gleich nochmal über die Hürden, die du vielleicht hattest, aber ich würde gerne dich jetzt fragen, wenn wir jetzt einen dritten fragen, irgendjemanden, der dich kennt, der ein Wegbegleiter ist von dir, ein Freund, was würde er sagen, was sind so deine besonderen Stärken, sondern Eigenschaften, warum du so einen erfolgreichen Weg jetzt gehen konntest, was ist das bei dir?
00:23:39: Ja, wie ich es gerade gesagt habe, also das machen und vor allem das unbeirrbare Entschlossenheit ist das Zauberwort für mich.
00:23:49: Ich bin davon hundertprozentig angetrieben.
00:23:53: Ich lasse mich nicht abringen von meinem Weg, ich gehe weiter, egal wie hart es ist, Augen zu und tue ich.
00:24:00: Also in der Regel ist ja so, dass man ganz oft nur einen Schritt nur noch vom Ziel entfernt ist und ganz viele hören dann auch, weil die sagen, die können nicht mehr, ja, weil die Energie geht weg oder irgendwie.
00:24:12: dann geben sie auf und ich bin so, ich denke, man kommt vielleicht nur noch einen Schritt und dann habe ich es, ja.
00:24:19: Und ich denke immer an diesen einen Schritt noch, was ich noch gehen muss und dann hast du es vielleicht.
00:24:24: Also wer sagt dann, dass es noch tausend Schritte sind?
00:24:28: und ich glaube, das ist so der Punkt, was mich bleibt.
00:24:31: Ich habe jetzt parallel einen Anruf gestartet und dieser Anruf geht an einen Ort, da hat der Weg dich immer wieder hingeführt.
00:24:40: Das ist Kitzbühl.
00:24:42: In Kitzbühl hast du deinen Store, in Kitzbühl war der Trachtenball, wo du hingegangen bist.
00:24:47: Wir haben uns übrigens auch in Kitzbühl gesehen.
00:24:49: Ja, das ist doch toll.
00:24:52: Dadurch ist der Podcast entstanden, weil wir nebeneinander saßen beim Dinner.
00:24:56: Und dieses Dinner war im Schlosshotel Kitzbö.
00:24:58: Und wenn jetzt alles klappt, ist jetzt der stellverdehende Hoteldirektor Kevin Brünster.
00:25:02: Hallo, Kevin.
00:25:03: Hallo zusammen, Grüße aus Kitzbühle.
00:25:06: Hallo Kevin, wie schön
00:25:09: dich zu
00:25:11: hören.
00:25:11: Wir haben gerade drüber gesprochen, wie Kinger das Unternehmen gegründet hat.
00:25:15: Und ich habe sie gefragt, was die größte Stärke ist.
00:25:18: Und sie hat gesagt, dass es ja im gewissen Sinne eine Hartnäckigkeit, eine Ausdauer des Machen ist, das dranbleiben auch ist, oder?
00:25:25: Ja, das unbeirrbare Entschlossen halt.
00:25:27: Und jetzt fragen wir mal den Kevin, der dich jetzt auch schon ein bisschen kennt.
00:25:31: Wie würdest du, Kinga, beschreiben?
00:25:33: Ja, also ich durfte auch die Kinga so kennenlernen.
00:25:37: Sie ist eine hands-on Persönlichkeit, die zu ihren Terminen selber vorbeikommt.
00:25:44: Und ich weiß noch, sie hat sogar ja einen jungen Sohn mit dabei gehabt und sie hat nicht irgendjemand geschickt zu unseren ersten Terminen, sondern sie war selber da, hat selber die Mode vorgeführt und das war ein... unglaublich, toller, erster Eindruck.
00:26:02: und da hat man auch sofort gemerkt, was ein Manager Talent in ihr steckt und wirklich so viel Fleiß und so viel Fokussiertheit und aber auch die Leidenschaft selber Sachen oder Persönlichkeiten zu verschönern, indem man sie gut anzieht.
00:26:19: die Persönlichkeit zum Strahlen bringt.
00:26:20: Also das war schon immer gut.
00:26:21: Und wenn ich hier heute treffe oder wenn ich hier heute treffe, es geht immer wieder sehr fleiß, der da rauskommt.
00:26:27: Man kriegt manchmal fast ein schlechtes Gewissen, wenn man dich schon sieht, morgen ins Fitnessstudio zu rennen und wie toll du deine Termine planst.
00:26:35: und wirklich, man kann viel von dir wernen und es ist immer schön, dich zu treffen.
00:26:41: Danke schön, Kevin.
00:26:42: So lieb von dir.
00:26:44: Danke.
00:26:45: Kevin, nutz mal dem Augenblick, denn Kinga, du hast es schon angedeutet, du machst natürlich Trachten, aber du machst auch, ich sage es mal mit dem Saloppendwort Berufsbekleidung, das geht noch schöner, wie heißt es bei euch?
00:26:58: Unique Form bei Kinga Mathieu heißt die Marke.
00:27:03: Und Berufsbekleidung, Arbeitsbekleidung ist halt entstanden in der Corona-Zeit, weil ich dachte, wenn die Tracht jetzt vielleicht wegen den ganzen ausgefallenen Festivitäten dann rückläufig ist oder eben da große Ausfälle gibt, dann habe ich endlich die Möglichkeit, die Menschen auch bei der Arbeit zum Strahlen zu bringen.
00:27:30: Weil diese Idee hatte ich ja schon zwei, drei, vier Jahre davor, also vor Corona.
00:27:37: Aber ich hatte einfach die Kapazitäten nicht.
00:27:39: Also zeittechnisch hatte ich einfach keine Kapazitäten, weil ich so sehr das andere auch aufgebaut habe.
00:27:45: Man kann ja nicht immer alles gleichzeitig machen.
00:27:48: Und dann habe ich gesagt, okay, ich mache jetzt eine wunderschöne Kollektion, dass die Mitarbeiter, wenn sie morgens aufstehen und sich richten für die Arbeit, dass sie gerne das anziehen.
00:28:01: Weil das ist, finde ich, schon die halbe Miete, wenn du dir zumindest schon mal im Spiegel gefällst, was du trägst.
00:28:07: Wenn nicht jeder Mensch geht glücklich in die Arbeit.
00:28:10: Aber wenn man dann auch noch Sachen tragen muss, die man überhaupt gar nicht mag, das ist ja nicht förderlich.
00:28:17: Und dann habe ich gedacht, ich mache auf jeden Fall so eine schöne Kollektion, dass es das schönste Kleidungsstück in ihrem Schrank ist.
00:28:22: Das war so mein Anspruch.
00:28:25: Und ich habe tatsächlich auch dann den Spruch entwickelt, also für diese Marke Work and Shine.
00:28:31: Also Arbeiter und Strahle dabei.
00:28:34: Und ich bin dann so dankbar, dass diese Kollektion, die ich dann entworfen habe, so gut ... gelungen ist, ja.
00:28:41: Und dann hatte ich ja auch voller Stolz, deswegen auch Kevin hat es ja angedeutet, als ich bei denen im Hotel war.
00:28:46: Damals war mein jüngster Sohn wirklich ein paar Wochen alt, also echt ein Säugling, weil ich im Schlosshotel in Kitzbühl und durfte dann meine tolle Uniform-Kollektion präsentieren und habe auch die Kleidungsstücke tatsächlich auch vorgeführt, also angezogen und vorgeführt, damit ich den ganzen tollen Menschen, die da mir zugehört haben, dass ich die überzeugen kann, wie schön das alles ist.
00:29:11: Kevin, das musst du natürlich was dazu sagen, weil das hast du alles erlebt und deine Mitarbeiter scheinen und sind glücklich.
00:29:20: Ja, genau, sie sind glücklich und es war wie gesagt ein toller Termin, weil sie kamen, die Klinger kamen und ich hatte die Klinger natürlich von der klassischen Dirndl-Mode und von diesem exklusiven Dirndl, sondern war sich selber da, das kleine Kind noch mit dabei und hat dann selber mir das vorgeführt, meiner Kollegin, und hat sich da selber das angezogen und wir sind da bei uns an der Bar gesessen und ging halt sich da ja so ausgezogen und wieder angezogen, hat uns das vorgeführt und das ist auch immer so schön, weil diese Leidenschaft, diese Kleidungsstücke zu präsentieren ist einfach super.
00:29:58: Ich habe ja auch schon gesagt, ich mag es, wenn ich Freundinne, oder auch meine Schwägerinne, wenn ich sage, geh runter in den Shop, die Kinger ist heute selber unten, sie kann dir noch Tipps geben, was zu dir passt.
00:30:10: Und auch eine Beratung von Kinger selber zu genießen zu dürfen, ist wirklich ein Highlight und gibt natürlich die Formose nochmal einen ganz, ganz anderen Wert und ist ein Highlight, nicht nur in einem klaren Stück, sondern wirklich eine tolle Erinnerung.
00:30:26: Danke.
00:30:27: Das hat ja was damit zu tun, dass ich ja so sehr liebe, was ich tue, dass ich echt das so vermitteln will.
00:30:34: Mir geht es nicht darum, dass jemand was kauft.
00:30:37: Also natürlich müssen wir alle Geld verdienen logischerweise, weil ich mache das jetzt ja nicht nur aus Hobby, sondern ich mache es, weil ich Menschen glücklich machen will.
00:30:47: Und das ist jetzt wirklich unabhängig, ob das im Privatleben glücklich machen durch schöne Kleidung, also so wie eben in meinen Stores, ja, die Kleidungsstücke sind alle voller Liebe.
00:30:57: Und ich möchte, dass die Menschen, die sich was bei mir kaufen, das sie so gerne tragen und dass sie angesprochen werden darauf.
00:31:04: Und so diese Energie habe ich aber auch bei den Uniformen.
00:31:08: Also die bringe ich genauso da rein, weil ich bin so überzeugt und ich liebe er so sehr, dass ich dadurch eine ganz andere Motivation habe.
00:31:19: Und ich mache es wie gesagt nicht primär.
00:31:22: um Geld zu verdienen, sondern wirklich, um Menschen glücklich zu machen, weil davon habe ich langfristig was.
00:31:28: Und es ist keine Momentaufnahme.
00:31:29: Ich muss jetzt in Kevin fragen, wahrscheinlich denkt er gerade, das ist ja wie bei uns, oder?
00:31:34: Ja, es gibt so ein schöner Spruch, wenn man das liebt, was man macht, muss man nicht mehr arbeiten gehen.
00:31:41: Und wenn man es irgendwann so weit geschafft hat, dann ist das eine tolle Situation.
00:31:47: Kevin.
00:31:48: Vielen, vielen Dank, dass du spontan hier reingekommen bist, einfach in den Podcast.
00:31:51: Wir sehen uns eh bald wieder im Juni oben auf dem Berg und da wird Kinga auch sein.
00:31:56: Wir sind ja am Kronenplatz dann und da wirst du ja eine Modenschau machen.
00:31:59: Ich freue mich schon.
00:32:00: Und Kevin denke, du bist auch dabei, gell?
00:32:02: Also, ich wünsche euch viel Spaß weiterhin und danke, dass ich kurz weiter sein
00:32:06: darf.
00:32:06: Danke dir.
00:32:07: Danke schön, Kevin.
00:32:08: Ciao.
00:32:09: So, das war jetzt der Überraschungsgast.
00:32:11: Sehr schöne Überraschung.
00:32:12: Vielen Dank, Peter.
00:32:13: Das hat mich richtig glücklich gemacht, ihn zu hören.
00:32:17: Es ist auch immer so eine Bereicherung, wenn ich ihn sehe.
00:32:20: Lass mich nochmal kurz zurückkommen auf deine Gründung, weil du hast eine Sache gesagt.
00:32:24: Gründen ist das eine, aber das andere ist natürlich dein dauerhaft über die Jahre erfolgreich zu sein.
00:32:28: Und am Anfang hast du ja einfach ... aus eben mit der Grundenergie das gemacht, aber das sagt, da waren schon auch ein paar Themen, vielleicht die schwer waren, die richtige Hürden, die zu nehmen
00:32:40: waren.
00:32:41: Natürlich gibt es ganz viele Hürden, vor allem in der Modebranche, egal ob Tracht oder Mode, sich da erst mal überhaupt bemerkbar zu machen, dass es dann existiert, dass man was Tolles hat, dass du ernst genommen wirst.
00:32:54: Also ich kann mich erinnern, am Anfang haben wir auch bei den Telefonakrisen Als ich wirklich noch in den Anfangsjahren und Monaten war, hat mir tatsächlich Akvise gemacht, auch am Telefon.
00:33:05: Wir haben ja dann Trachtenkunden ausfindig gemacht, haben die angerufen, wollten uns nett vorstellen.
00:33:11: Und die haben uns wirklich nur abgewimmelt.
00:33:13: Also, die haben Kinkamaté nicht verstanden und die haben gedacht, ich verkaufe Kindermode.
00:33:19: Dann haben sie gesagt, na, Kindermoden führen wir nett und dann haben sie aufgeknallt.
00:33:23: Und das waren so die frustrierenden Momente.
00:33:27: Und das war wirklich so, dass du da trotzdem natürlich nicht verzweifeln darfst.
00:33:31: Einfach schön ruhig bleiben und weitermachen, weitermachen und dann irgendwann gibt es dann doch immer wieder mal Leute, die sagen, oh, toll, das hört sich interessant an, möchte mir gerne anschauen.
00:33:43: Aber das waren natürlich nicht nur die Themen, ich hatte auch... gar keine Erfahrung mit Produktion, dann auch keine Erfahrung mit Stoffen, weil ich das natürlich nicht gelernt habe, dann auch ein Döndel herzustellen ist die Kunst, das ist alleine schon das Mieter, der richtige Aufbau eines Mieters muss ja sitzen und mein Geschmack war ja immer da, aber meine Grundkenntnisse waren nicht da.
00:34:08: Also ich habe alles, was ich letztendlich gemacht habe, habe ich dann mir alleine selber beigebracht und durch das Machen habe ich dann gelernt und so ist eben dann alles entstanden, aber das bedeutet natürlich auch, dass man dann halt auch mal so Fehler macht.
00:34:27: Das Wort Fehler möchte ich in dem Sinne gar nicht aussprechen, aber letztendlich waren halt viele Momente einfach von... wegen meiner Unwissenheit, weil ich eben die Ausbildung ja dafür gar nicht hatte, musste ich dann natürlich schon viele Überraschungen teilweise erleben und die dann aushalten und eben daraus lernen und verbessern und eben dann wieder weitermachen.
00:34:50: Und letztendlich auch, wenn dein Unternehmen wächst und wächst und wächst, dann kommt natürlich immer mehr Themen dazu.
00:34:56: Das bedeutet auch kaufmännische Themen.
00:34:59: Ich habe ja auch kein BWL studiert, also dementsprechend ich habe wirklich alles, was ich heute kann und was eben das Unternehmen ausmacht, ist alles selber beigebracht.
00:35:10: Wie viele Mitarbeiter hast du heute?
00:35:12: Dreißig Mitarbeiter.
00:35:13: Also genau, so Führungsthemen.
00:35:15: dann, eine Frage, das ist eine Nachführung, es ist plötzlich da
00:35:18: und ja, was
00:35:20: was ein Unternehmen dann eben ausmacht.
00:35:21: Wenn du jetzt zurückblickst, also angenommen, du würdest jetzt deinem, ich sag mal, vierzehnjährigen Ich begegnen, also dir selber nochmal.
00:35:28: Was würdest du der Person anraten mit deiner Erfahrung von heute?
00:35:32: Das ist eine sehr gute Frage, wenn ich zurückblicke.
00:35:36: Ich bin so dankbar für mich, so wie ich bin, dass ich gar keine Verbesserungswünsche habe.
00:35:44: Aber du hättest doch gerne ein paar Fehler vermieden, hast du gesagt?
00:35:46: Nein, nicht vermieden.
00:35:48: Oder waren die Fehler gut so auf dem Weg?
00:35:49: Die
00:35:50: waren gut.
00:35:51: Und haben dich besser gemacht einfach?
00:35:53: Die Fehler, ich bin dankbar dafür.
00:35:55: Deswegen wollte ich ja sagen, das Wort Fehler finde ich sehr negativ, aber ich empfinde es gar nicht so.
00:36:01: Das war für mich einfach meine Lehre, um eben besser zu werden.
00:36:06: Und das ist so meine Einstellung.
00:36:08: Ich finde nicht, dass solche Dinge was negative sind, ganz im Gegenteil.
00:36:15: Weil daraus kannst du lernen, wenn du offen bist und hinschaust, dann kannst du es eben verändern und sagen danke, dass ich die Möglichkeit habe überhaupt, dass du verändern.
00:36:23: Deswegen habe ich jetzt zum Beispiel, wenn ich zurückblicke und ich werde jetzt nochmal vierzehn, würde ich sagen, weißt du, du machst alles ganz toll und du machst genau so weiter wie bisher.
00:36:32: Okay, verstehe.
00:36:34: Wenn jetzt jemand zuhört und sagt, oh ja, das inspiriert mich, ich glaube, ich habe auch eine super Idee.
00:36:39: Vielleicht mache ich das jetzt, würdest du im positiven Sinne sagen, ja tu's.
00:36:43: Mach's einfach egal, ob der Fehler kommt oder nicht.
00:36:46: Unbedingt.
00:36:47: Also, sobald die Seele sich meldet, das ist meine Meinung, sobald sich die Seele meldet und man möchte etwas tun, aber meistens ist es ja so, dass der Kopf anfängt mit einem zu sprechen.
00:36:59: Das ist nicht deine Seele, dein Herz, sondern in der Regel, dass dein Verstand fängt an rein zu quatschen.
00:37:04: Oh, aber Risiken und hier und man weiß ja nicht, wie man's machen soll und in der heutigen Zeit.
00:37:11: Ja.
00:37:12: Nicht darauf hören, einfach ignorieren und nur nach dem Herzen und nach der Seele gehen, weil das sagt immer die Wahrheit.
00:37:19: Und ich finde es ist sehr wichtig im Leben, dass man das tut, was man fühlt und nicht vom Kopf geleitet wird.
00:37:25: Also ich mache bis zum heutigen Tag alles aus der Emotion und aus dem Intuition heraus.
00:37:31: Auch wenn Manche Dinge vielleicht erstmal so verrückt wirken und Leute sagen würden, mein Gott, du spinnst ja schon wieder, dass du jetzt nochmal ein Laden eröffnet.
00:37:41: Ich bin der Meinung, ich fühle immer was Richtiges für mich und genau so agiere ich.
00:37:48: Und wenn Fehler passieren, muss man es als Geschenk sehen, weil aus denen lernt man und dann kommt man viel weiter im Leben wieder, weil man schlauer geworden ist.
00:37:57: Kevin hat gerade gesagt, dass du ... sehr fleißig bist und diszipliniert bist.
00:38:01: Ist das eine Notwendigkeit oder machst du das auch gerne?
00:38:05: Als Beispiel geht es ja regelmäßig früh ins Fitnessstudio zu gehen.
00:38:08: Gehst du da ganz früh morgens hin?
00:38:10: Ich gehe gerne ins Fitnessstudio, wenn ich im Hotel bin, weil ich unter der Woche jetzt mit meinem jungen Sohn, der noch ein Kindergarten muss.
00:38:18: Es nicht schaffe.
00:38:19: Also ich schaffe es tatsächlich, also jetzt im Alltag, nur einmal in der Woche, also Freitags, dann eben mit Sport den Tag zu starten.
00:38:30: Aber sobald ich im Hotel bin, gehe ich jeden Tag ins Fitnessstudio, jeden Tag.
00:38:35: Also wenn ich zwei Wochen Urlaub mache, dann bin ich zwei Wochen morgens immer im Fitnessstudio.
00:38:40: Ich bin grundsätzlich ein sehr disziplinierter Mensch.
00:38:44: weil ich sonst, glaube ich, das ganze Pensum, was ich am Tag habe, nicht schaffen würde.
00:38:48: Das ist natürlich die Mischung aus Geschäftsfrau, Mutter von einem vierundhalbjährigen Kind, dann lebt mein neunzehnjähriger Sohn, Nikolas auch noch bei uns.
00:38:59: Ich habe noch meine sechsunzebzigjährige Mama, um die ich mich auch noch kümmere, dann die dreißig Mitarbeiter.
00:39:06: Und dabei eben nachher noch den ganzen Verkauf, Vertrieb, Design und alles eben im Unternehmen.
00:39:12: Und dann bin ich natürlich auch noch eine Hausfrau, weil ich auch sehr gerne koche.
00:39:16: Also ich habe so viele Funktionen.
00:39:18: Ja, und dann kommen manchmal noch solche Phasen wie Oktoberfest, wo man dann, wo dann glaube ich, siebzehn Tage sind das, oder?
00:39:23: Okay, genau.
00:39:24: Dann bist du dann auf dem Oktoberfest und ich glaube, in Kitzbühel gibt es auch die eine oder andere Veranstaltung, wo du dann wieder bist.
00:39:30: Genau.
00:39:30: Das
00:39:31: muss ja alles dann funktionieren.
00:39:32: Und dann, siebzehn Tage, dann auf dem Oktoberfest bis jeden Tag dann dort, oder?
00:39:35: Ja.
00:39:35: Ich bin jeden Tag dort, teilweise auch zweimal.
00:39:38: Ich habe auch meine eigenen Veranstaltung.
00:39:41: Wir starten sehr, sehr viele Menschen aus Herren und Damen, also wirklich bekannte Schauspieler, Models etc.
00:39:52: aus, Moderatorinnen.
00:39:54: Und ich bin sehr, sehr dankbar auch wirklich so weit gekommen zu sein.
00:39:59: Und ich muss sagen, in dieser Zeit, also wie Oktoberfest, bin ich so angetrieben, da werde ich einfach nie müde.
00:40:05: Weil das ist meine Zeit und du musst dir vorstellen, Peter, ich arbeite fast ein Jahr darauf hinzu.
00:40:12: Das heißt, wir arbeiten, arbeiten, arbeiten und im Juli merke ich schon, wo auch das ist jetzt schon so dieses Wiesn-Geschäft startet und dann kriege ich nochmal wie so ein Extra-Portion-Energie-Schub.
00:40:26: Und dann weiß ich ja, was für ein Pensum auf mich zukommt, aber ich bin dann einfach nicht.
00:40:32: Ich werde einfach nicht müde.
00:40:34: Also ich bin so angetrieben von dieser wunderbaren, tollen Energie und so dankbar auch die ganzen Kunden bei mir im Laden.
00:40:42: Ich liebe sie alle echt.
00:40:45: Hast du eigentlich eine Karte, wo die ganzen anderen Oktoberfeste auf der Welt draufstehen?
00:40:48: Es gibt ja einzelnen Brasilien, es gibt ja einzelne Namibien.
00:40:51: Überall gibt es Oktoberfeste.
00:40:52: Hast du die alle schon vorgenommen?
00:40:54: Nein, die habe ich mir nicht vorgenommen, weil ich sage, ich mache jetzt hier meine Hausaufgaben.
00:40:59: Und ich gehe ja immer nur nach Stuttgart noch auf den Kanzstadter Wasen.
00:41:03: Da ist natürlich mein Ursprung, meine Heimat.
00:41:06: Und da hat ja auch alles irgendwo auch begonnen.
00:41:08: Und ich bin auch sehr dankbar, dass mich damals schon in Stuttgart eben auch bestimmte Festzelte.
00:41:16: mich damals schon sehr unterstützt haben, obwohl ich ganz, ganz neu auf dem Markt war und die mir auch den Auftrag erteilt haben, das ganze Zelt auszustatten.
00:41:25: Und deswegen fühle mich da sehr verbunden mit denen, weil die haben mich schon damals toll gefunden und auch mir die Chance gegeben, überhaupt wirken zu können und auch eben Aufträge mehr.
00:41:42: Und das finde ich ganz toll und deswegen bin ich immer in Stuttgart.
00:41:45: Und du weißt ja, wie das in Wiesen endet.
00:41:49: Und dann geht aber Stuttgart immer noch eine Woche länger.
00:41:52: Das bedeutet, ich bin dann natürlich nicht nur die siebzehn Tage am Start, sondern ich bin halt immer einundzwanzig Tage oder vierundzwanzig, je nachdem, wie oft ich dann noch nach Stuttgart komme.
00:42:04: Ich hänge echt nur ein paar Tage dran.
00:42:06: Gut, das ist natürlich dann auch ein bisschen eine andere Kulinarik dort, also nicht ganz identisch zu dem Bayerischen.
00:42:11: Du bist ja aufgewachsen im Schwäbischen, das ist dann wahrscheinlich auch etwas, was du besonders gern magst, oder?
00:42:17: Im
00:42:17: Schwabenländchen.
00:42:18: Wenn
00:42:18: ich dich frage, was ist denn da?
00:42:19: Gibt es denn die Maultaschen oder die Linsen mit Spätzle?
00:42:21: oder was ist denn dein Leibgericht?
00:42:23: Also
00:42:23: tatsächlich muss ich ehrlich gestehen, immer wenn ich in Stuttgart bin, dann muss ich... ganz tolle, dünne, luftige, fluffige Maultaschenessen mit einem schmatzigen Kartoffelsalat.
00:42:39: Kann ich nachvollziehen.
00:42:40: Aber Linzen mit Spätzle liebe ich auch und Seitenwürstchen und was ich auch total mag ist auch so wie Kässspätzle.
00:42:49: Also sowas mag ich.
00:42:50: Also alles was so schön deftig ist, da stehe ich mir drauf.
00:42:55: Kinga, vielen, vielen Dank.
00:42:56: bis hierher.
00:42:57: Vielleicht noch ein kleiner Ausdruck zum Sport.
00:42:59: Gibt es einen Sportverein, den du gerne mal ausstatten würdest?
00:43:02: Ja, grundsätzlich muss ich sagen, ich möchte alles ausstatten.
00:43:08: Weil bei mir ist ja so, ich bin ja davon überzeugt, dass meine Kleidung mit Herz und Seele gemacht ist.
00:43:14: Und aus diesem Grund möchte ich, dass so viele Menschen wie möglich ja ermöglichen.
00:43:19: Deswegen sage ich, ich würde gerne zum Beispiel auch Airlines ausstatten.
00:43:24: oder Kreuzfahrtschiffe oder auch Sportvereine.
00:43:29: Also letztendlich alle Bereiche, weil das einfach mega, mega Freude macht.
00:43:34: Das ist so toll, auch individuell Sachen machen zu können für solche Vereine.
00:43:39: Ich finde das großartig.
00:43:40: Ich habe zum Beispiel auch eine Anfrage gerade für Erdinger, für den Fanclub.
00:43:47: Die haben über fünfundfünfzig tausend Mitglieder.
00:43:51: Und die haben mich jetzt auch angefragt, ob wir einen Termin machen wollen.
00:43:54: Ich stelle mir das so cool vor, wenn ich dann irgendwie sowas für die ganzen Fans machen kann, für den Fanclub, alles so super.
00:44:01: Also da gibt es noch viel Potenzial, ich raushöre.
00:44:03: Ja.
00:44:04: Wir kommen jetzt zum Schluss.
00:44:05: noch einmal zu einem kleinen ja auch nochmal persönlichen Part mit ein paar Fragen, die wir immer allen stellen.
00:44:10: Ja.
00:44:11: Und die erste Frage, aber ich ahne schon, wie die Antwort sein wird, ist Gibt es irgendjemand, mit dem du gerne mal tauschen würdest?
00:44:16: Das kann jemand beruflich sein, es kann Sportler sein, es kann Künstler sein, es kann eine historische Figur sein, wo du sagst, du würdest gerne mal in seine Rolle oder in ihre Rolle schlüpfen, um das mal zu spüren und zu fühlen, was derjenige oder diejenige erlebt hat oder erlebt.
00:44:35: Ja, das ist jetzt so eine Sache.
00:44:37: Also klar, wenn ich jetzt mal nur so Rollenspiel machen dürfte, ja, wäre ich gerne ... Einfach ein paar Tage Königin.
00:44:46: Mein Name, du weißt ja, die Königliche, die für ihre Sippe kämpft.
00:44:50: Ja, mein Name ist Programm.
00:44:51: Okay.
00:44:54: Und ich bin auch noch Löwe vom Sternzeichen, muss ich dazu sagen.
00:44:58: Und ich habe noch nie Gedanken darüber gemacht, mit wem ich gerne tauschen würde, weil ich, so wie ich, bin wirklich sehr dankbar und zufrieden bin über mein Wesen, über das, was ich habe, über meine Familie, meine Freunde und alles was eben mich ausmacht.
00:45:17: Und ich finde es halt eher schön, sich eher damit auseinanderzusetzen, wer man ist, bevor man immer danach oder nach irgendwelchen Sachen träumt oder den hinterherrennt, die unrealistisch sind.
00:45:33: Aber mein Prinzip wäre ich schon gerne mal ein paar Tage Königin, ja.
00:45:36: Okay,
00:45:37: hast du ein bestimmtes Land vor Augen oder... egal welches.
00:45:40: Ja, egal welches.
00:45:43: Aber ich würde es gerne mal dieser Rolle einfach gerne spielen.
00:45:46: Okay.
00:45:47: Jetzt kommen noch vier Begriffe mit der Bitte ganz kurz und kompakt drauf zu antworten.
00:45:50: Der erste Begriff ist, was ist Heimat für dich?
00:45:53: Heimat ist da, wo mein Herz zu Hause ist.
00:45:58: Hast du ein Vorbild?
00:46:02: Ich habe kein Vorbild.
00:46:02: Auch
00:46:03: vom Design her nicht, gibt es ja vielleicht jemanden, wo du
00:46:05: sagst... Doch, also doch vom Design, ja.
00:46:07: Chanel.
00:46:08: Kokoschanel.
00:46:10: Was ist Glück für dich?
00:46:13: Glück für mich ist, die Erfüllung zu fühlen oder erfüllt zu sein.
00:46:20: Was das auch immer bedeuten mag.
00:46:22: Das kann ja alles sein, in jede Form.
00:46:24: Aber diese Erfüllung in sich ist für mich Glück.
00:46:29: Und zum Schluss hast du ein Motto, ein Lebensmotto, ein Motto für dich oder ein Motto für deinen
00:46:34: Beruf?
00:46:36: Ja, einfach tun.
00:46:38: Und zwar mit Herz und Seele, weil dann wird es auf jeden Fall war.
00:46:42: Prima.
00:46:43: In diesem Sinne wünsche ich dir ganz viel Erfolg weiterhin und du hast vorhin schon gesagt, wo es alles hingehen kann, dass du noch so alles, welche Felder du noch erschließen möchtest.
00:46:51: Toll, toll, toll dafür.
00:46:52: Danke für das Gespräch.
00:46:53: Vielen Dank, Peter.
00:46:54: Das hat mir sehr viel Freude bereitet, mit dir dieses tolle Podcast-Aufnahme zu machen.
00:46:59: Danke.
00:46:59: Ebenso, danke dir.
00:47:01: Das war's mit
00:47:02: Handwerk
00:47:03: Erleben.
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