#159 ZUKUNFT HANDWERK 2026 - Euphorie, Aufbruch und klare Forderungen

Shownotes

Mit dem rollenden Podcaststudio unterwegs über die ZUKUNFT HANDWERK 2026! Max und Yannik waren beim Kongress in München und haben mit verschiedenen Persönlichkeiten aus dem Handwerk gesprochen. Direkt vor Ort sind spannende, interessante, unterhaltsame und emotionale Gespräche entstanden, die alle in diese Podcastfolge eingeflossen sind.

In dieser Folge hört ihr Interviews mit: • Claudia Beil, Landesvorsitzende UFH Bayern • Johanna Röh, Tischlermeisterin & Initiatorin "Mutterschutz für Alle!" • Ansgar Focke, Head of Government Relations Signal Iduna • Jörg Dittrich, ZDH-Präsident • Marion Richter-Merz, Agenturinhaberin Mia Versichern • Maren Kogge, Kirchenmalermeistern und Gründerin von „Buntes Handwerk“ • Christoph Häckner, Restaurator für Möbel/Holzobjekte • Tobias Gröber, CEO Gesellschaft für Handwerksmessen • Sara Hofmann, Bundesvorsitzende der Handwerksjunioren

Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören!

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Max Herrmannsdörfer: Handwerk erleben. Podcast mit den spannendsten Geschichten aus dem Handwerk und darüber hinaus. Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer Sonderfolge von Handwerk erleben, dem Podcast des Handwerkerradios. Heute nicht bei uns im Studio, sondern wir stehen hier mittendrin bei der Zukunft Handwerk in München. Ich bin Max und neben mir steht Yannick. Yannick, schön, dass du heute ebenfalls mit dabei bist. Gerade war Auftaktveranstaltung. Wir sehen die Menschen Massen an uns vorbeiziehen. Wie hat es dir gefallen, die ersten anderthalb Stunden, die Eröffnungsfeier hier der Zukunft Handwerk? Naja, es war wieder ein ganz guter Auftakt, würde ich sagen. Ich fand die Ansprache von Herrn Dittrich sehr spannend zu hören. Natürlich die üblichen Stimmen aus Politik. Markus Söder ist mal wieder vor Ort, Katharina Deiche dieses Jahr auch. Das heißt ein Diskussionsbattle zwischen zwei Politikern dürfen wir uns leider nicht anhören, aber auf jeden Fall gab es sehr viel zu sagen zum Handwerk. Die Meinungen waren sehr einhellig auf der Bühne, ohne jetzt jede einzelne Aussage wiederzugeben. Es geht klar darum, das Handwerk zu stärken, den Mittelstand zu stärken, die Ausbildung, also die Handwerksausbildung und auch die Meisterprüfung zu stärken, Gleichstellung, Meister und Master. Das ist heute jetzt öfter gefallen, auch hier auf dem Podium. Die Frage ist natürlich immer, was kommt letztendlich an? Viele Worte haben wir in letzten Jahren auch gehört. Der Herr Dittrich und auch der Herr Peter Anderl von der Handwerkskammer München und Oberbayern, die haben schon klar adressiert, was sich das Handwerk wünscht. Weniger Bürokratie, klarer Fokus auf die Ausbildung, Unterstützung für die Betriebe. Mal schauen, was ankommt. Ja, also ich bin gespannt. Markus Söder ist ja bekannt dafür, dass er sehr gut große Reden schwingen kann. Ob dem dann auch Taten folgen, das wird sich dann natürlich zeigen, weil Katarina Reich kann ich das so oder so noch nicht einschätzen. da gehen jetzt die Diskussionen natürlich viel Gebäude-Modernisierungsgesetz, ist aktuell ein großes Thema. Wie geht man mit weltpolitischen Situationen, die sich gerade im Nahen Osten ergeben? Das alles wird Auswirkungen haben auf die Energieversorgung. Mal schauen, was einzelne Stimmen auch hier bei Zukunft Handwerk noch dazu sagen.

Max Herrmannsdörfer: Was wird jetzt unser Plan sein hier bei der Zukunft Handwerk? Wir haben viel vor, kann man sagen. Ja, was tut man auf der Zukunft Handwerk? Ich würde sagen Handwerker leben, sich ein bisschen umgucken. Richtig. Ich bin sehr gespannt auf die neue App, der kampaniert das Handwerk. Die wollte ich mir auf jeden Fall anschauen. Ansonsten breite Ausstellungsfläche. Dieses Mal ja ein bisschen anders aufgezogen als in den letzten Jahren. Ich war ganz verwirrt, als ich reingelaufen bin und ich habe eine leere Halle vorgefunden. dachte mir, was ist denn hier los? Aber es hat sich einfach verlagert. ist einen Raum weiter. Wir rollen da jetzt gleich mal rein mit unserem schönen Studio und schauen uns mal an, welche Betriebe, welche Ausstelle, welche Hersteller so vor Ort sein werden. Thema Digitalisierung, KI natürlich auch wieder ein Schlagwort. Ich glaube, davon kann man gar nicht genug erleben gerade in jetzigen Zeit. Ich glaube nicht. Man wird damit förmlich beworfen. Es ist aber ja auch wichtig, dass man sich damit auseinandersetzt als Betrieb. immer zu schauen, was kann ich für meine eigenen Prozesse tun, wie kann ich selbst noch bisschen optimieren und dann kann so ein Kongress ja dann doch einen Input geben, ich mal. Zumindest so einen Anstoß vielleicht, damit sich der ein oder andere denkt, hey, da sollte ich doch mal ran. Klar, die Umsetzung liegt am Ende natürlich bei dem Mitschieben, aber einen guten Denkantstoß kann das Event auf jeden Fall geben, denke ich. Dann würde ich sagen, allen, die uns jetzt zuhören, ganz viel Spaß. in dieser Folge Handwerker leben. wissen selbst jetzt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, was passieren wird. Ja, deshalb lasst euch überraschen und viel Spaß. Viel Spaß. Bis dann. Wir sind am Stand der Unternehmerfrauen im Handwerk und neben mir steht Claudia Beil. Sie ist die Landesvorsitzende der UFH Bayern. Hallo Claudia. Hallo, servus. Claudia, erst mal kurz zur Zukunft Handwerk. Was ist das für eine Plattform für euch? Warum stellt ihr euch hier aus als UFH? Weil wir einfach die Frauen zeigen möchten, wie wichtig das im Handwerk die Frauen sind. Ja, also wir haben Handwerksmeisterinnen, wir haben

Max Herrmannsdörfer: Selbstständige Unternehmerinnen und man hat es ja vorher gesehen, alle waren da. Auch der Landtagsabgeordnete, der Herr Pützli, der Schreinermeister bei den Grünen und der findet das toll, was wir machen. Und das ist das, was ich sage, der Zukunft Handwerk trifft man so viele tolle Leute. Das ist unsere beste Werbung. Was habt ihr denn persönlich für Ziele? Was wollt ihr hier auch vermitteln? Ja, wir wollen einfach vermitteln, dass es wahnsinnig wichtig ist, einem so tollen Netzwerk mit dabei zu sein, weil man einfach so viele gute Dinge rausholen kann oder wenn irgendein Problem hat, die meldet sich bei uns. Jeder Arbeitskreis bei uns in Bayern hat eine WhatsApp-Gruppe und wenn da eine Frage gestellt wird, die wird innerhalb von Sekunden beantwortet. Also so eine schnelle Antwort kriegst du nirgends. Auch in Zeiten von KI, ich mal, da ist die Chatgruppe der UFH noch besser. Noch schneller auf alle Fälle und vor allen Dingen ehrlich und Richtig. Ja, darauf kommt es an. Und im Endeffekt ist es ja dann so, wenn sich mehr zusammensammelt. Wir haben jetzt dann im März unsere Mitgliederversammlung, wo alle Frauen aus ganz Bayern zusammenkommen. Und da sammeln wir dann unsere Sachen, die uns stören oder wir verbessern möchten. Mit wem auch immer. Hauptsache, es funktioniert. Kannst du da mal so ein, zwei Beispiele vielleicht nennen? Was sind so die? Probleme, die Themen, über die ihr auch bei den UFH mit euren Mitgliedern dann sprecht. Worum geht es da aktuell so? Unser Hauptthema ist natürlich wie immer auch die Bürokratie, was ja alle anderen auch betrifft. Weil wir einfach sagen, viele Dinge braucht Bürokratie, gar keine Frage, aber es müsste viel einfacher gehen. Weil ich habe jetzt zum Beispiel letzte Woche die Unterweisung unterschreiben müssen für meinen Mann, wir sind zu zweit im Büro, dass ich die Tonerkassette wechseln kann Drucker. Nicht dein Ernst? Doch, ich muss drei Blätter ausdrucken. Dann muss mir mein Mann erklären, wie man eine Tonerkassette wechselt in einem Drucker, damit ich mich nicht verletze. Und dann muss ich unterschreiben. Und das muss ich einmal im Jahr machen. Und das ist doch vollkommen Quatsch. Das ist ja kompletter Irrsinn. Oder wenn ich dokumentieren muss, wer geht zum Postkasten, wer macht die Briefe auf, wer legt sie ab. Also das muss ich alles dokumentieren und das braucht kein Mensch. Das war jetzt noch kein Prüfer bei uns und hoffentlich kommt da keiner. Aber im Endeffekt ist es so.

Max Herrmannsdörfer: Man wird manchmal auch verdummt verkauft. wenn man das hört, wirklich. Jeder weiß doch, wie man irgendwas wechselt. Ihr habt jetzt auch links und rechts eure rot-weißen Streiflager, damit keiner drüber stolpert. Aber normalerweise ist das nicht zulässig. Ihr müsst jetzt wahrscheinlich vorher noch was unterschreiben, damit ihr es auch machen dürft. Genau das ist es. Ja, okay. Ich verstehe, wir haben jetzt mal nichts unterschrieben. Mal schauen, wir es so verlassen dürfen. Okay, also ich sehe, Bürokratie ist ein ganz großes Feld auch für dich, für alle Mitgliedsbetriebe, für Mitgliedsunternehmen bei den UFH. Jetzt mal abgesehen von der Bürokratie, gibt es eine Sache, wo du sagst, wenn wir da ran könnten, wenn wir das ändern könnten, vielleicht auch gesellschaftlich, politisch, was wäre so dein Wunsch für die UFH, für das Handwerk im Allgemeinen? Also wir haben es ja heute auch gehört, die Frau Reiche hat es ja gesagt. Wenn man nur zwölf Minuten mehr arbeitet am Tag, würden wir das Wirtschaftswachstum schon anstoßen. Und jetzt ist es ja so, wir sollen mehr arbeiten, aber wir möchten mehr netto vom Brutto. Also, die Überstunden nicht besteuert werden. Das wäre schon mal ein Anderes auch für die Mitglieder oder auch für die Handwerksbetriebe. Wir haben auch hier die Petition mit dabei von einem Malerkollegen von meinem Mann. Und die brauchen 30.000 Unterschriften. Und die müssen wir erstmal zusammenbringen. dann muss ich einfach sagen, wenn alle zusammenhelfen, dann geht es ja auch viel besser. Nicht immer nur meckern, sondern auch wirklich mal machen. Und wenn man zwölf Minuten mehr arbeitet am Tag, das ist eine Wimperzuckung eigentlich für uns Handwerker. Das machen viele freiwillig. Aber klar, wenn man dann merkt, was kommt letztendlich bei rum und dass es auch gewährschätzt wird, ich glaube, dann könnte man das noch besser verargumentieren. Das muss ich schon sagen. Also wir werden schon wertgeschätzt. Jetzt mehr als wir früher, weil es ja einfach immer noch diese alte Rolle war. Also meine erste Handwerksmesse war, wo wir unseren ersten Stand hatten. Am Samstag ist einer vorbeigekommen. Handwerksmeister hat gesagt, ich muss jetzt ja eigentlich im Büro sein. Was macht ihr da eigentlich? Da waren wir gerade frisch gebacken, wir Fachwirtinnen. Dann haben wir gesagt, wir präsentieren das Handwerk, weil wir machen das Büro. Nicht die Männer, sondern wir machen es. Also hat sich zum Glück in der Wahrnehmung natürlich. Schlau dir, ich würde sagen, wir packen es an.

Max Herrmannsdörfer: dass wir hier Werbung machen für die UfH auf der einen Seite, für das Handwerk an sich und die Stimme des Handwerks auch stärken mit dem, was wir hier tun. Freut mich deshalb sehr, dass du zu Gast warst hier bei uns am Rollen im Vodkast Studio. Danke dir und alles Gute! Wir sind unterwegs mit dem rollenden Podcaststudio bei der Zukunft Handwerk und hier an unserem mobilen Studio steht jetzt Johanna Rö, Tischlermeisterin und Initiaturin, ja, wie soll man sagen, der ehemaligen Initiative des jetzigen Vereins Mutterschutz für alle. Hallo, Johanna. Hi. Johanna, wichtiges Thema. Wir waren heute bei der Eröffnung und haben von Frau Katharina Reichel, unserer Wirtschaftsministerin, öfter gehört. Ja, das spielt eine Rolle. Der Mutterschutz. für Selbstständige ist ein Thema, was die Bundesregierung mit betrachten möchte. Seit wann befasst du dich mit diesem Thema? Seit ziemlich genau vier Jahren. Vor vier Jahren war ich schwanger und dann irgendwann auch hochspange und habe einfach gemerkt, dass es in der Werkstatt so und nicht mehr gut möglich ist zu arbeiten. Also mich hat das persönlich wirklich auch in eine prekäre Lage gebracht, also den Betrieb vor allen Dingen. Und ich habe in der Zeit einfach ganz klar gehabt, das sind strukturelle Lösungen, die wir da einfach brauchen für die Vereinbarkeit und die Perspektive von Frauen im Handwerk. Und deswegen bin ich seitdem mit dem Thema unterwegs. Vielleicht es einmal zu erklären, wie der Ist-Stand ist. Du weißt es aus der Praxis, jede Handwerkerin, die schwanger war, kennt die Problematik wahrscheinlich jetzt auch. Wie ist es denn aktuell? Ja, es ist so, dass man natürlich einen kranken oder kranken Tagegeld absichern kann, aber das Ding ist, dass da nicht alle drunter fallen. Das heißt, es gibt Ausschlusskriterien, nicht alle können das abschließen, dann gibt es Abzüge, es gibt Karenzzeiten, es gibt Wartezeiten und am Ende ist es eher so was wie eine Scheinabsicherung für viele. Und gerade wenn man im Handwerk arbeitet, hat man ja oft auch mit gefährdenden Stoffen zu tun. Man hat wirklich körperliche Tätigkeiten, die man Schwanger jetzt so vielleicht nicht mehr machen sollte.

Max Herrmannsdörfer: Und das ist aber nicht abgesichert. Also da ist dann wirklich die Frage, kannst du dir das leisten zu pausieren oder eben nicht. Und ich finde, das ist auch wirklich ein gravierender Wettbewerbsnachteil irgendwann für Frauen, wo du sagst, das kann das Auskriterium sein und das ist einfach was, das geht zulasten der Frauen alleine. gerade wenn wir darüber sprechen, das Handwerk attraktiv zu machen, auch gerade für Frauen. Also ich kann es mir nur vorstellen, dass es tatsächlich ein K.O.-Kriterium sein kann bei der Berufsentscheidung, ob ich das machen möchte. Will ich Familie haben? Will ich mich selbstständig machen oder nicht? Genau. wir haben, also ich habe auch schon Nachrichten gekriegt, zum Beispiel von Berufsschullehrerinnen, die gesagt haben, ja Handwerk war voll meins, aber ich kann nicht praktisch in dem Bereich arbeiten, weil ich dann entweder sozusagen nur ausführend tätig bin, das passt mir nicht. Und dann muss ich sozusagen irgendeinen anderen Weg finden, weil Selbstständigkeit geht dann mit Familie nicht zusammen. Und da gehen uns ja auch Menschen verloren, die eigentlich im Handwerk wirklich voll durchstarten könnten. Also seit vier Jahren mit diesem Thema beschäftigt, aus einer eigenen Situation heraus. Was hat sich jetzt in diesen vier Jahren getan? Wie ist der aktuelle Stand? Kannst das einmal zusammenfassen? Ja, ich versuche es. Also es hat sich tatsächlich viel getan. Wir sind ein gemeindemütiger Verein mittlerweile mit über 450 Mitgliedern. Bundesweit arbeiten wir zusammen und haben zusammen auch ein Bündnis für den Mutterschutz zur Selbstständige gegründet. Das wird mittlerweile von 55 Organisationen unterstützt, die gemeinsam 730.000 Menschen und Betriebe vertreten. Also der Deutsche Bauernverband ist dabei, der Hausärztinnenverband, der Deutsche Anwaltverein. Also es sind ganz viele verschiedene Organisationen, die dann gemeinsam sozusagen den Mutterschutz zur selbstständigen Politik tragen. Und das gute Resultat war tatsächlich, dass es der Mutterschutz zur selbstständigen Koalitionsvertrag geschafft hat. Das heißt, es steht auf der Agenda der Bundesregierung und jetzt müssen wir eben auf diese Umsetzung drängen, die, wie wir mittlerweile auch merken, nicht von alleine kommt, aber definitiv in den Stadtlöchern steht. Okay, das ist wirklich ein großer Schritt, das es in den Koalitionsvertrag geschafft hat. Ich drücke euch natürlich fest die Daumen, dass es umgesetzt wird. Weißt du oder kannst du dir vorstellen, wie ein Konzept aussehen?

Max Herrmannsdörfer: könnte. Es geht ja vermutlich um Finanzierung. geht immer ums Geld irgendwo. geht ums Geld natürlich. Also die Frage ist halt natürlich, die der Mutterschotzer Angestellte wird über eine Umlage finanziert. Das finden die Betriebe nicht besonders toll, weil das zulasten der Arbeitgeber geht. Sehr verständlich. Man redet eher dann davon, das ist ja eigentlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Aber unser System hat halt jetzt gerade die Umlage für die Finanzierung der Angestellten und es ist komisch, die Selbstständigen mit Steuermitteln zu finanzieren, die auch nicht da sind. Das heißt, wir sagen immer, naja, dann Dann lasst uns sozusagen doch selber bezahlen und richtet eine Umlage ein. es ist natürlich auch richtig, dass das dann natürlich alle Betriebe zu einem geringen Teil natürlich nur... Also der Betrag ist nicht so hoch, das will ich sagen. Der Betrag, den man abführen müsste, ist nicht so hoch. Das wären irgendwie durchschnittlich 5,30 Oder lasst es ein bisschen mehr sein im Monat. Aber das ist natürlich das, wo sich die Geister dann scheiden. Zurecht natürlich, aber leider auch zurecht noch auf den Rücken der Frauen. Es ist auch nicht fair, tatsächlich so wie es aktuell geregelt ist, der Unterschied zwischen Angestelltenverhältnis und Selbstständigkeit. Und auch das beteuert die Bundesregierung ja immer wieder. Leistung muss sich lohnen und Arbeit muss sich lohnen und wer mutig ist in die Selbstständigkeit zu gehen, der darf da nicht irgendwie mit dem Risiko alleine gelassen werden. voll und genau das ist es ja. Was sind jetzt so die nächsten Schritte? Also was das planst du? Worauf können wir uns einstellen? Also es wurde angekündigt, dass wir im Sommer 2026 einen Referentenentwurf zum Mutterschutz für Selbstständige bekommen, den ersten, mit einer sozusagen mehr oder weniger konkreten Ausgestaltung, wie das Ganze denn jetzt irgendwie durchgeführt werden könnte. Ich glaube, was für uns gerade im Handwerk noch total relevant ist, werden die Betriebe mitgedacht. Also ich glaube schon, dass sie daran denken, dass sie das Einkommen absichern wollen, aber die Betriebe müssen ja auch mitgedacht werden als Teil der Lösung, weil das einfach nur mal die Hälfte der Kosten, die Hälfte sozusagen des Aufwand sind. Und deswegen glaube ich, dass wir da gerade auch mit dem Handwerk noch sehr, sehr präsent sein müssen an der Sache. Okay. Johanna, ich drücke euch die Daumen, dass es klappt und dass ihr da Wirbel machen könnt und eine starke Stimme fürs Handwerk dann in Berlin auch vertreten könnt. Alles Gute!

Max Herrmannsdörfer: Und wir bleiben dran, was Mutterschutz für alle anbelangt. Ja, danke. Johanna, mach's gut. Viel Spaß noch hier. Wir stehen jetzt vor dem Stand von Signal Iduna und bei mir ist Ansgar Focke. Hallo Ansgar, grüß dich. Ja, hallo. Schön, dass ihr da seid. Ansgar, was bedeutet denn die Zukunft Handwerk für euch als Signal Iduna? Wir sind ja Teil der Handwerksfamilie, gegründet von Handwerkerinnen und Handwerkern. Und natürlich sind wir hier. Also hier trifft sich das Hu des Handwerks, des deutschen Handwerks, jung wie alt. Wir haben hier schon tolle Gäste am Stand gehabt. Es gibt ganz tolle Vorträge, super Foren. Ja und hier reden wir eben von dem, was vorher gut war, was jetzt noch viel besser ist und was in Zukunft noch richtig, richtig gut im Handwerk wird. Und da sind wir dabei als Signal Iduna. Was sind denn so die Themen, die ihr als Versicherer dann tatsächlich auch bespielt mit euren Versicherten, mit euren Kunden? Ja, also die neuesten Themen sind natürlich zum Beispiel die Cybersicherheit. Das gab es vor vielen Jahren und Jahrzehnten gar nicht. Thema ist aber heute viel relevanter als zum Beispiel ein möglicher Einbruch in die Firma. Also die Chance, Opfer eines Cyber-Angriffs als kleiner Handwerksbetrieb zu werden, ist eins zu vier. Krass. Das unterschätzen tatsächlich viele, Absolut, absolut. Und dafür sind wir ja da, auch da entsprechend aufzuklären. Hier kurz zur Einordnung. Wir stehen hier auch an der Forumsphärin, deshalb entschuldigt, wenn es mal ein bisschen lauter wird, wir bleiben kurz beim Thema Cyber-Sicherheit, weil das ist tatsächlich ein ganz wichtiger Punkt. Wir haben da mit der Signaliduna auch schon im Handwerkeradio öfter drüber gesprochen. Es ist ja tatsächlich so. Der kleine Handwerksbetrieb von nebenan, in Anführungszeichen, der denkt sich, ja, warum soll es denn mich treffen? Wer will denn an meine Daten ran? Warum wollen wir trüger auch an die Daten von den vermeintlich kleinen Betrieben? Das ist ein riesiges Geschäftsmodell inzwischen. Es gibt ganze riesige Gruppen, die nur gucken am Markt, also über das Netz, welcher Betrieb ist gerade angreifbar. Und da geht es überhaupt nicht, ob groß oder klein, sondern kann man da reingehen.

Max Herrmannsdörfer: Kann man Kundendaten abfischen oder kann man erpressen, indem man den Computer, den Server lahmlegt und sagt, ja zahle erst mal Geld und dann machen wir weiter. Und jeder kann sich ja vorstellen im Handwerk, wenn fünf Tage die IT und zwar blank ist, dass da nichts läuft, was das für einen kleinen mittleren Handwerksbetrieb bedeutet. Das kann ja bis zum Moin sage ich mal gehen oder zumindest kurz davor. Deshalb wichtig abgesichert zu sein. Und das ist unter anderem ein Fokusthema von euch. Wo ihr auch hier bei der Zukunft Handwerk stark für werbt? Ja, aber uns geht es vor allem nicht darum zu bezahlen, wenn der Schaden da ist. Wir haben noch eine Kooperation mit Pearsize, das heißt, wir machen über unseren Dienstleister Schulung von Mitarbeitern. Also die kriegen so verseuchte Mails vermeintlich, wo sie getestet werden, dass sie sich richtig verhalten. Und es geht auch darum, wenn ein Angriff passiert, braucht man neben dem IT-Dienstleister vor Ort, mit dem man ja zusammenarbeitet, nochmal spezielle ausgebildete Leute, nämlich Forensiker, die rausfiltern. Wo ist der Angriff passiert? Welche Daten sind wirklich abgeflossen? Und wie können wir den Betrieb schnell helfen, wieder ans Netz zu kommen? Und das ist unser Gesamtpaket. Das ist eben handwerksnah und darum sind wir Signal Iduna. Jetzt speziell auf Zukunft Handwerk bezogen. Mit was für Themen wollt ihr die Leute heute oder auch morgen bei dieser Messe ansprechen? Wie geht ihr ran? Ja, wir gehen ran. Also wir haben ja die Signal Iduna Bühne, das Forum. Da sind viele tolle Workshops. Wir haben natürlich auch da ein Das Thema Cyber, sind dann auch Experten von Peersoys dabei, die mal so erklären, wie das so abläuft mit Hackerangriffen. Aber wir haben hier auch ganz speziell unsere Unfallversicherung für Handwerker, denn Handwerkerinnen und Handwerker sind natürlich immer etwas gefährdeter. Und wenn man jetzt zum Beispiel durch einen blöden Missgeschick sich einen Daumen abschneidet oder eine Hand verliert oder so, dann bedeutet das für einen Handwerker oft, einen kompletten Berufswechsel. Es bedeutet also viel mehr als jemand, zum Beispiel vielleicht im Büro arbeitet. Und da haben wir spezielle Unfallversicherung mit speziellen Gliedertaxen für Handwerk. Auch das haben wir gemeinsam mit dem Handwerk entwickelt, weil es eben wichtig ist. Die Verbindung zum Handwerk. hast es ganz am Anfang angesprochen. Ihr kommt ja wirklich originär aus dem Handwerk raus und könnt euch somit ja wahrscheinlich besser in manche Themen auch reinversetzen.

Max Herrmannsdörfer: Also ihr seid nah dran an euren Kunden tatsächlich. Ja, absolut. Es ist auch so, dass viele Handwerkerinnen und Handwerker, wir sind ja keine Aktiengesellschaft, sondern so eine Art genossenschaftlich organisiert. Viele Handwerkerinnen und Handwerker sind auch bei uns in Gremien mit dabei und vertreten das Handwerk. geben viel Input und wir fahren mit unseren Teams auch raus in Handwerksbetriebe und schauen wie ist der Alltag in einem Metallbaubetrieb, in einem Malerbetrieb, in einem großen, einem kleinen Betrieb und zu gucken sind da Risiken, sind Themen, die wir dann gemeinsam entwickeln können, machen dann Workshops mit Handwerkern zusammen und daraus entsteht ein neues Produkt eben nah dran an unserer Zielgruppe und da sind wir besonders stolz drauf, aber das ist auch unser Auftrag. Ansgar, abschließend, was wäre denn so dein persönlicher Wunsch für das Handwerk im Allgemeinen gesprochen? Was wünscht du dir? Also ich habe ja drei kleine Kinder und ich wünsche mir, dass einer wenigstens davon Handwerkerin oder Handwerker wird. Spezielles Gewerk im Fokus oder egal? Das werden wir nochmal sehen. Das werde ich mal beobachten. Was kannst du dir bei dir zu Hause gut brauchen? Also eigentlich alles. Aber das wäre mir so ein Wunsch, dass junge Leute einfach erkennen, dass es im Handwerk viele Chancen gibt und dass man hier erfolgreich sein kann, Karriere machen kann oder eben auch einfach in einem Betrieb mitarbeiten kann, in einem Familienbetrieb. Und andere Menschen, gerne ein Studium machen, auch okay. Aber dass eben das Studium, dass das eben nicht immer so das Höchste ist, was man erreichen muss, sondern dass man im Handwerk sehr glücklich werden kann und sehr erfolgreich sein kann. Und das wäre mir wichtig, dass hier auch viele junge Leute, viele junge Influencerinnen und Influencer davon berichten, weil so erreichen wir junge Leute und die dann den Weg ins Handwerk finden. Das würde ich mich sehr früher freuen. Das ist ein sehr schöner Wunsch. Wir versuchen das auch nach außen zu tragen. Ich danke dir ganz herzlich, dass du zu Gast warst hier bei uns im kurzen Podcast Interview am rollenden Podcast Studio. Ansgar, Spaß hier bei der Zukunft Handwerk. Dankeschön. Bei mir am rollenden Studio ist Jörg Dittrich, der Handwerkspräsident. Hallo Herr Dittrich, grüß Sie. Ein fröhlicher Jörg Dittrich, hallo. Ein fröhlicher Jörg Dittrich. Ja klar. Warum sind Sie so fröhlich, Herr Dittrich? Weil schon der Stadt Optimismus verbreitet. Ich werbe ja immer für den fröhlichen Fleiß.

Max Herrmannsdörfer: Pessimismus gibt es, aber der ist leider sinnlos. Und deswegen habe ich eine fröhliche Stimmung und freue mich so über das Pull, dass du hier mitgebracht hast. Das ist irgendwie bei TV total. Jörg Dittrich ist ganz toller Mensch. Ist das nicht cool? Das ist cool, ne? Was, wie wir alles können? Ja, also wir hoffen, dass es viel Applaus gibt und weniger so klingt. Also da sind wir bei der Politik, aber er hat ja auch schon versucht heute Dinge zu platzieren. ist aber eigentlich jetzt der perfekte Moment. Wenn Sie diese Eröffnungsfeier von heute mit einem Sound beschreiben müssten, welchen Sound würden Sie wählen? Würden Sie eher den Applaus wählen oder eher hier das traurige Horn? Also ich würde viel Applaus hineingeben. Genau. Und selbstverständlich muss man die kritischen Punkte auch dann mit dem anderen Sound unterlegen. Das war ein bisschen... Ein bisschen sowas ist auch dabei. Warum ist das so? Die Botschaften wurden gesendet. Die Politik hat auch gesagt, sie versteht das, wir alle wissen das zwischen der Rede und dem Handeln. Es manchmal ganz ein bisschen eine Lücke geklafft. Wie sagte das jetzt mal ein Politiker? Das Spaltmaß würde ihn so begeistern, was wir an Korrektheit hätten. Dann habe ich dann im Großwort gesagt, das Spaltmaß zwischen Politik und Handwerk, das ist nicht immer ganz in der Qualität. Und wir haben die Dinge platziert heute. Wir wissen, dass das nicht einfach wird in der Umsetzung. Und die Stimmung ist in den Betrieben leider nicht so fröhlich, wie ich das gerade hier für die Messe darstelle. Es gibt viele Ängste in der Gesellschaft. Viele Betriebe, Sorge haben, wie es weitergeht, auch hier auf der Messe, die das der Ministerin auch sagen. Wir müssen schauen, wie wir unsere Leute bezahlen können. Und die klare Erwartung des Handwerks, dass die Reformen, die angegangen wurden, jetzt nicht abbrechen dürfen. Wir warten jetzt gerade wieder auf die Geopolitik, auf die nächste Landtagswahl und wir haben keine Zeit mehr. Es muss losgehen. Das ist aber für mich wie ein Déjà-vu. Das wiederholt sich immer.

Max Herrmannsdörfer: Die Reden auf der Bühne sind immer toll und jeder steht fürs Handwerk und weiß die Bedeutung. Die Frage ist aber immer, was kommt unten an? Was stimmt Sie jetzt optimistisch, dass die Frau Katharina Reiche oder auch der Markus Söder, der Herr Eibanger, die alle heute auch hier waren, tatsächlich was mitnehmen und was in die Umsetzung bringen? Die Realität. Das ist einfach ganz einfach die Realität, was wir für Defizite in den verschiedenen Bereichen haben. Die Krankenversicherung wird wieder zweistellige Milliardenbeträge, 10, 12 Milliarden an Defizit haben. Die Pflegeversicherung, 5 Milliarden der Städte- und Gemeindetage, bei 35 Milliarden Defizit. Die Investitionen in Infrastruktur werden aus Schulden, die Bundeswehr aus Schulden. schaffen es einfach nicht mehr. Und da hatte ich heute gerade in den Nachrichten gehört, dass die Nettolöhne mit der Inflation nicht mitgehalten haben. Das ist schlecht, aber es zeigt doch genau unsere Argumentation. Wenn die Wirtschaft nicht wächst, wird es zu Verteilungskämpfen kommen. Wenn wir unseren Wohlstand halten wollen, dann brauchen wir mehr Innovation, Kreativität, Vielfalt, Weltoffenheit und dazu muss die Politik Dinge aus dem Weg räumen. Das Handwerk macht es vor und geht genau diese Schritte und stellt sich als genau dieser Partner auf, der für ihre Werte einsteht. Sie haben heute eine neue Kampagne bzw. neue Kampagnenvideos, neue Motive vorgestellt. Es gibt heute den Launch einer App für die Kampagne. Wollen Sie dazu? Ein, zwei Worte sagen. Was erwartet uns bei dieser neuen Handwerks-App? Die Image-Kampagne läuft, dieser Fokus auf Karriere mit Gefühl. Jetzt gibt es viele, die sagen, was ist denn bei einem Handwerk jetzt los? Karriere mit Gefühl? Was ist da eigentlich der Unterschied? Und wir konnten es hier schon, glaube ich, vielen deutlich machen, dass das soziale Miteinander und das soziale Miteinander Richtung Kunden, dass das etwas Besonderes im Handwerk ist. Deswegen dieses Gefühl in den Fokus zu nehmen. was ganz toll ist, es gibt jetzt eine App Handwerk Heroes. Man kann sich selbst einen Hero bauen. Ein fantastisches Spiel, was dort die Agentur Karl Nunn entwickelt hat. Und ich habe mir meinen eigenen Hero schon gebaut. Also ich bin da zu finden in Dresden. Und da kann man dann sehen, was die eigenen Fähigkeiten alles so bringen. Spannende Sache. Ich lade alle ein Handwerk Heroes.

Max Herrmannsdörfer: Im Apple Store, aber auch bei Google Play. Überall kann man das finden. Ich bin gespannt, wer alles mitmacht. Abschließende Frage, Herr Dittrich. Was wünschen Sie sich von dieser Zukunft Handwerk, von der IHM, die hier angeschlossen ist, für die Zukunft, für die nächsten Monate, für die nächsten Wochen speziell aus Handwerk natürlich gedacht? Ich wünsche mir zwei Dinge. Das eine ist, dass die Politik uns noch mehr wahrnimmt. und ihre Handlungen, Gesetzesvorlagen, Verordnungen am Mittelstand ausrichtet. Dort denke ich vor allem auch an die berufliche Bildung, den deutschen Qualifikationsrahmen. Der steht im Koalitionsvertrag, dass er kommen soll als Gleichwertigkeit. Die Finanzierung unserer Bildungszentren ist ein zweites Beispiel. Auch die Sonntagsbackverbot steht im Koalitionsvertrag, dass das verändert wird. Das ist diese Öffentlichkeit, die wir mit dieser Messe herstellen. Und der zweite Punkt ganz einfach, dass wir unsere Selbstwirksamkeit immer wieder entdecken. können so viele Dinge auch selbst gestalten. Wir haben eine große Kraft mit den Innungen, den Kreishandwerkerschaften, den Kammern, aber auch den Selbsthilfeeinrichtungen, Einkaufsgenossenschaften, Bürgschaftsbanken, Versicherer, Vereine auf Gegenseitigkeit. Wenn ich an die Signal Iduna denke oder an die Inter, das sind alles Organisationen, die uns zuversichtlich stimmen sollten. Wir müssen das neu zusammenfügen und dann vielleicht auch Dinge mit KI selber machen, wo Gesetze viel zu lange dauern, ehe die geändert werden. Dann nehmen wir die Gesetze, wie sie sind, wir überlisten die Gesetze, indem wir mit KI es handelbar halten. Dafür habe ich auch noch Beispiel für Sie. Es gibt in Deutschland 52 oder 53 verschiedene Aufenthaltstitel für Ausländer. Wer sieht da noch durch? Wenn wir das mit KI betrachten und sagen, die KI bewertet das, dann stimmt das alles. Dann brauchen wir das Gesetz nicht ändern, dann gibt es halt diese Aufenthaltstitel. Wenn am Ende das rauskommt, was wir wollen, dass die klugen, fleißigen auch hier sein können, dann ist es doch eigentlich egal, wenn wir es mit KI hinbekommen. Herr Dietrich, es gibt viel zu tun. Ich wünsche Ihnen jetzt, dass Sie froh weiter durch die ZH, durch die Zukunft Handwerk laufen können und auch morgen den Tag gut gestalten können. Danke herzlich für Ihre Zeit und alles Gute. Danke, bis bald. Bis bald. Tschüss.

Max Herrmannsdörfer: Die Zukunft Handwerk in München. Wir sind unterwegs mit unserem rollenden Podcaststudio und jetzt stehen wir vor dem Stand des Münchner Vereins und bei mir ist Marion Richter-Merz. Hallo Marion. Hallo Max, freut mich. Marion, Zukunft Handwerk, mittlerweile ein feststehendes Format hier in München, auch für euch als Münchner Verein. Immer eine Veranstaltung, wie ihr präsent seid. Warum? Na ja, weil wir als einer von drei Handwerksversicherern natürlich auch nah am Handwerk sind. und als Münchner Verein, das mit im Handwerk vertreten sind müssen. Das heißt, ihr kommt hier mit Handwerkern, Handwerkerinnen in Kontakt, könnt hier über Themen sprechen, die euch bewegen, aber die natürlich auch die Betriebe bewegen. Ja, genau. Die Zukunft Handwerk ist ja ein Austausch, ein Networking Space für Funktionäre, für Handwerker, für junge Leute, auch für uns einfach, den Kontakt zu halten, uns auszutauschen. Den Kontakt, den hast du ja auch im normalen Alltag, sag ich mal. Du hast mir vorher verraten, du bist eigentlich ganz eng mit den Handwerksbetrieben verbandelt bzw. berätst und gibst Tipps weiter an Handwerksbetriebe. Kann ich das so leihenhaft einmal sagen? Ja, das kannst du so leihenhaft sagen. Ich bin nah an den Betrieben, ich berate Betriebe. meine, Mitterverein ist ein Versicherer. Das heißt, ich begleite Betriebe, Firmen, Existenzgründer von Anfang an bis hin zur großen Firmen, wenn sie erfolgreich sind und mit Mitarbeitern in den Themen Was muss ich tun, mich abzusichern, mich abzusichern, Betrieb abzusichern? Was kann ich tun, mich als Arbeitgeber attraktiver zu mit betrieblichen Krankenversicherungen? Wie kann ich meine Mitarbeiter absichern? Wie kann ich mich von der Konkurrenz abheben? Wie kann ich sorgenfrei in die Rente gehen, ohne dass ich Probleme habe und noch ewig arbeiten muss? Genau, das sind die Dinge, wir so im Schadenfall für den Kunden da sind. Es sind alles Themen, da sagt jetzt jeder Zuhörer, jede Zuhörerin, ja, kenne ich aus meinem eigenen Betrieb auch. Wie ist es denn am Anfang, wenn du in den Betrieb kommst? Was sind so die Probleme, die Herausforderungen, die Sorgen, wo du dann tatsächlich auch helfen kannst als Vertreterin des Münchner Vereins? Das kann ich so pauschal gar nicht sagen, weil es ist ja jeder Betrieb.

Max Herrmannsdörfer: einmal anders. hat auch jeder Betrieb eine andere Größe. Von dem kleinen Betrieb, vom Familienbetrieb, von einem Großbetrieb, wo es auch einzelne Abteilungen gibt. Es hat jeder andere Herausforderungen. im Prinzip sind Themen auch überschneidend wie Fachkräftemangel ist ja in aller Munde. Ich es schon mal gehört. Auch die Sorgen mit wie geht es weiter mit meiner Altersvorsorge. Ich habe Familie, was ist meine Existenz? Was ist, wenn im Betrieb tatsächlich was passiert? Also eine Schreinerei, abbrennt und man nicht mehr weiterarbeiten kann. Wünschen wir niemanden, aber kommt Nein, aber das passiert leider. Und genau dafür sind wir vom Münchner Verein und vor allem also ich jetzt in meiner Funktion als Beraterin da, die Leute, mit denen man zusammenwächst, eben da zu begleiten und immer an der Hand zu sein und ihnen quasi da den Rücken frei zu halten. dass sie sich mit solchen Themen nicht befassen müssen, sondern sich wirklich auf ihren Alltag, auf ihr Business konzentrieren können. Wir machen ja mit dem Handwerkerradio ganz viel, auch mit dem Münchner Verein zusammen, haben da schon ganz viele spannende Themen beleuchten dürfen. Gerade aktuell geht es viel betriebliches Vorsorgemanagement zum Beispiel. Was kann man Mitarbeitern anbieten, sich vielleicht auch abzusetzen von Mitbewerbern im Handwerk, von anderen Betrieben, von anderen Firmen? Wo kann man irgendwelche Benefits raushandeln? Ist das auch ein Thema für dich? Ja, auf alle Fälle. Zum einen sind Mitarbeiter, ich habe selbst Mitarbeiter, das ist super wichtig. Du hast ja eine Bindung, du willst sie behalten. Du sorgst dich ja aber auch um deine Leute. ist ja auch wie in einem Handwerk, ist es immer wie ein Familienbetrieb, auch wenn es nicht deine Familie ist, meistens. Betriebliche Krankenversicherung. Unser Gesundheitssystem ist einfach... Fachtermine zu bekommen. Ich hatte heute wieder einen Anruf, wie können wir das machen? Ich bekomme bei meinem Facharzt erst in einem Jahr einen Vorsorgetermin. Und das willst du ja auch unterstützen, dass deine Leute gesund bleiben. da betriebliche Krankenversicherung so ein Thema, wo man sich definitiv auch von den Mitbewerbern absetzen kann. Mehr dazu gibt es bei uns im Handwerkeradio Mitte April. Da haben wir den Handwerkeradio-Thementag.

Max Herrmannsdörfer: mit speziellem Fokus auf Versicherung mit dem Möchner Verein zusammen. Und da wird es auch noch vertiefte Informationen rund betriebliches Vorsorgemanagement gehen. Deshalb gehen wir da jetzt in unserem Gespräch gar nicht näher drauf ein. Zum Abschluss, Marion, was wäre denn so dein Wunsch für das Handwerk? Wenn du dir was wünschen könntest, was wäre es? Was wäre mein Wunsch fürs Handwerk? Dass das Handwerk weiterhin so stolz bleibt, wie es ist und da auch wächst und mehr Aufmerksamkeit bekommt für das, was die täglich für uns leisten. Also der Herr Söder hat es ja heute in Ansprache schon so schön gesagt. Ja, dass da einfach mehr Fokus drauf liegt, dass es ein wertvoller Beruf ist, ein Zukunftsberuf und dass wir die alle brauchen mit unseren linken Händen. Die sichern uns unser Dasein. Stimme ich absolut zu. Setz mal einen Punkt drunter. Marion, danke dir ganz herzlich für deine Zeit und dass du hier zu Gast warst bei uns im rollenden Podcaststudio. Alles Gute und bis bald! Danke dir, Die Zukunft Handwerk 2026. Bei mir stehen Madenkogge und Christoph Ferri-Heckner. Schön, dass ihr da seid. Freut mich sehr. Ja, danke, dass wir hier an deinem Mikrofon stehen dürfen. Heute ist der erste Tag Zukunft Handwerk für dieses Jahr. Ihr habt dieses Jahr, glaube ich, zum ersten Mal einen Stand für buntes Handwerk. Wie kommt es dazu? Ja, wir haben uns riesig gefreut. Seit zwei Jahren sind wir ein gemeinnütziger Verein. Gestartet haben wir als Initiative. Mittlerweile sind wir bundesweit vertreten. Und wenn wir über die Zukunft des Handwerks reden, dann müssen wir eben darüber reden, wie sehr wir auch davon profitieren, in einer diversen und inklusiven Gesellschaft zu leben. Und deshalb gehört buntes Handwerk hierher. Wir haben angefragt bei der GHM und haben gefragt, wollt ihr uns dabei haben? Und sie haben gesagt, absolut. Deshalb sind wir hier. Wie war denn der Weg zum Verein? 2023 bin ich Misshandwerk geworden und ich hatte ein Wahlversprechen. habe gesagt, wenn ich diese Wahl gewinne, dann werde ich mich dafür einsetzen, dass alle Hände ins Handwerk gehören. Und hatte den Namen gefasst, Buntes Handwerk und habe Menschen zusammen getrommelt aus ganz Deutschland. Und wir haben dann erst mal in Köln gestartet, ein Rohling an Lkw, einen leeren Truck.

Max Herrmannsdörfer: gemietet. Ich habe da einiges an Privatgeld reingesteckt und viele fähige, motivierte Leute gefunden über Instagram, Bock haben. Und gemeinsam haben wir diesen Wagen ausgebaut und waren zum ersten Mal beim CSD in Köln dabei. Und seitdem, was daraus gewachsen ist, kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. habe da immer noch, kriege da immer noch Tränchen in den Augen, weil ich nie gedacht hätte, wie viele Menschen dieses Projekt mit Leben und Liebe füllen. und wir wirklich von A wie AnlagenmechanikerInnen oder AugenoptikerInnen bis Z wie Zimmerinnen oder ZweiradmechatronikerInnen unterwegs sind. Ja, finde es krass Ferri auch, dass wir jetzt mittlerweile Stammtische in acht Bundesländern haben. ist Wahnsinn, wir haben ein Netzwerk, das über das ganze Bundesrepublik geht und überall finden sich Gruppierungen, die sehr intrinsisch motiviert sind, sich besser zu vernetzen vor Ort, aber auch ein bisschen mehr über andere Handwerksberufe kennenzulernen. ihre Probleme kund zu tun und Lösungen als Gruppe zu suchen. das, äh, Marien hatte immer das Ziel, dass das Baby selber laufen lernt. Und mittlerweile kann das Baby-Bundeshandwerk laufen. Und es passiert immer mehr eigenständig von den Leuten aus dem Verein raus. Ey, das hast du total schön gesagt. Ja, ich bin total begeistert, dass wir mittlerweile einfach Regionalkorrespondentinnen in den Bundesländern haben, die organisieren die Stammtische. Und da kommen Azubis, Gesellenmeister in Betriebsinhabenden zusammen. Und wir merken halt, dass wir gemeinsam viel, mehr bewegen können. wir wollen halt, dass zum Beispiel auch junge Menschen, eine diskriminierende Erfahrung machen, sollen keinen Haken hinter dem Handwerk machen. Die sollen Haken hinter den Betrieb machen. Weil wir sagen, ist nicht das Handwerk. Das Handwerk ist toll und hier kannst du sein, wer du bist. Und wir versuchen immer wieder auch zu erklären, dass der Regenbogen für uns für sehr viel mehr steht als vielleicht nur im ersten Moment geschlechtliche Vielfalt oder sexuelle Orientierung. Wir haben Menschen aus den unterschiedlichen Ethnizitäten, mit den verschiedensten Religionen. Unser jüngstes Mitglied ist 16, unser ältestes ist 75.

Max Herrmannsdörfer: Alterstivisität spielt eine Rolle, soziale Herkunft. Niemand sucht sich aus, wo er geboren wird. Wir haben Menschen mit Behinderung im Verein. In Hamburg hatten wir letztes Jahr zum ersten Mal eine Gebärdendolmetscherin dabei, wir drei gehörlose Personen auf dem Truck dabei hatten. ich glaube, wir alle merken durch diese Arbeit, wir wirklich, was wir wollen, ist Teilhabe für alle schaffen. Und das schaffen wir nur, wenn wir gucken, wo ist der Bedarf, links und rechts über den Tellerrand hinaus schauen. und merken, wir wollen einfach alle Menschen mitdenken. Genau, finde auch das bunte Handwerk ist keine Nischengruppierung von einzelnen Personen, sondern ein bunter Querschnitt durch die Gesellschaft. Es sind wirklich alle Personen betroffen und es gab ja schon immer Betroffene. In allen Jahrhunderten gab es Handwerker, die sicherlich auch mit dem Problem zu kämpfen haben, wie wir heute zu kämpfen haben. Und jetzt ist halt mal der Verein da, der sich auch der Sache annimmt und schon sehr viel Erfolg damit hat, was sehr, sehr viel Freude bereitet. Ein Bundeshandwerk ist ja definitiv die Zukunft des Handwerks, man bestimmt so sagen. Dafür sind wir natürlich auf der richtigen Veranstaltung. Wir haben heute schon von unterschiedlichen Politikern alle möglichen tollen Ideen für die Zukunft des Handwerks gehört. Wie steht ihr denn zu der Begrüßungsveranstaltung heute? Also ich muss sagen, ich habe den Vergleich, dass ich die letzten zwei Jahre auf diese Veranstaltung war und ich muss sagen, letztes Jahr der Diskurs zwischen Habeck und Söder hat mir wesentlich besser gefallen. Und warum? Weil er Er war interaktiv, war echt, er war authentisch und das heute, fand ich, hatte einen sehr geskripteten Eindruck. Es waren wenige Momente, in denen ich das Gefühl habe, hier spricht jemand gerade für sich und mir hat die Autentität gefehlt, das sage ich ganz ehrlich. Ready? Ich war halt für arbeiten und kam ein bisschen später, aber habe natürlich berichten lassen, weil ich mich auch interessiert habe, was gesagt wurde und ich eine ähnliche Resonanz wie von Maren von anderen Personen bekommen, auch von anderen Ständen, die gesagt haben, es war schon unterschiedlich zu letztes Jahr. Es waren natürlich Punkte dieses Jahr wohl dabei, wie der Mutterschutz, die natürlich aktuelle Themen sind, die auch definitiv angegriffen werden müssen. Aber ich bin auch Habeck-Fan persönlich.

Max Herrmannsdörfer: Ja, Mutterschutz hat mich sehr gefreut, dass auch Johanna Röhr die Möglichkeit hatte, hierüber zu sprechen. Ich meine, die, jetzt nur zuhören und nicht zusehen, die sehen nicht, dass ich hier gerade im siebten Monat schwanger stehe. Und ich bin eine von 27.000 Frauen, die jedes Jahr selbstständig schwanger werden und die nicht mitgedacht werden im System. Und ich frage mich, warum gibt es nach wie vor keinen Mutterschutz für Selbstständige? Deutschland sagt, sie wollen Kinder, aber anscheinend nicht meine. Wie kann es sein, dass wir 1954 einen Mutterschutz für Angestellte haben und warum ist das 2026 noch immer nicht so? Wir wollen Frauen in die Meisterschulen holen, wollen Frauen die Gründen, aber dann muss es auch möglich sein, Business und Baby gemeinsam zu vereinen. Hoffen wir, dass es in der Zukunft ein bisschen klarere Richtungen gibt, dass es wirklich besser wird. Jetzt ist das Jahr ja noch jung für euren Verein, steht wahrscheinlich noch einiges aus. Was sind denn die Events, auf die ihr euch dieses Jahr noch am meisten freut, die ihr geplant habt? Also, was ich mich total freue, war, wir haben eine Jahreshauptversammlung gehabt und wir haben gefragt, wo ist denn eigentlich der Bedarf? Was wünscht ihr Mitglieder euch? Also, man kann mittlerweile Mitglied werden, man kann Fördermitglied werden. Fördermitglied macht Sinn, wenn man einen Betrieb hat oder wenn man eine Brand ist, ein Hersteller ist und Mitglied macht Sinn, wenn man einfach aus dem Handwerk kommt und zum Beispiel angestellt ist. Und wir haben gefragt, was ist euer Bedarf? Und die Leute haben gesagt, könnt ihr nicht mal Workshops anbieten, könnt ihr nicht Online-Formate anbieten, dass es auch bundesweit möglich ist. Und wir bieten jetzt zum ersten Mal im April und im Mai ein Schlagfertigkeits-Workshop an. Weil viele gesagt haben, ich weiß gar nicht, wie ich reagieren soll, wenn ich Diskriminierung, Sexismus oder Rassismus auf dem Bau mitbekomme oder in der Werkstatt. Also wie schlage ich verbal am besten zurück? Man ist so oft geplättet, Also du kriegst was mit und du merkst sofort, das ist unfair. Das war unfair jemandem dritten gegenüber. Aber du bist so an die Wand gefahren, dass du gar nicht weißt, was du machen sollst. Und dann haben wir gesagt, okay, da muss es doch Coaches zu geben, da muss es doch referierende Personen zu geben. Und wir haben eine ganz tolle Kooperation mit Proud at Work hier aus München und eine Dozentin gefunden und werden dazu das erste Format machen. Und ich hoffe, dass das eine Speak-up-Kultur fördert in Unternehmen und bei Angestellten und

Max Herrmannsdörfer: Ja, glaube, das wird ganz, ganz toll. Genau, das ist auch noch eins von vielen Events. Wir haben ja eine CSD-Tour wieder, haben einen großen Truck wie jedes Jahr in Köln. Das ist ja unser Flaggschiff des Vereins. Wir haben in Hamburg wieder einen Truck und haben jetzt auch gerade tollen Kontakt zum Präsidenten der Handwerkskammer Hamburg geknüpft. Auch toll, dass auch solche Personen schon auf uns zukommen und sagen, wir haben euch gesehen. Wir waren letztes Jahr sogar Unterstützer und haben sogar ihr Logo bei uns platziert. Ich war ganz geflasht. Und wir sind zum ersten Mal in Hessen, in Frankfurt am Main. Sehr schön. Dann wünsche euch alles Gute für eure Events und hoffe, dass alles klappt und gut aufgeht. Und danke euch vielmals für das Gespräch. Vielen Dank, Janik, für deine Zeit. Danke, Ferri, dass du an meiner Seite warst. Und wir sagen alle Hände fürs Handwerk. Ciao, Ciao. Der erste Tag Zukunft Handwerk geht langsam zu Ende. Wir sind immer noch unterwegs mit unserem rollenden Studio. Bei mir ist jetzt Tobias Gröber, der CEO der GHM, der Gesellschaft für Handwerksmessen. Hallo Tobias. Servus, grüß dich. Tobias, jetzt nach, ich sag mal, acht Stunden Zukunft Handwerk, die wir jetzt auf der Uhr haben, wie lautet so das erste Fazit? Also wir sind sehr zufrieden. Als Veranstalter hat man natürlich am Anfang immer so funktioniert alles Aber die Flexibilität, wenn Dinge nicht funktionieren, es nach außen niemand mitkriegt. Es hat alles funktioniert. Und das Schönste ist, es sind viele Menschen gekommen. hatten eine, finde ich, sehr, sehr schöne, politisch aufgeladene, positiv aufgeladene, pro Handwerk aufgeladene Eröffnungsfeier. Und hier natürlich unglaublich viele Gespräche. Ich weiß nicht, ob man es im Hintergrund hört, aber es ist 1G-Murmel, 1G-Rede und genau dafür. ist so eine Veranstaltung wie die Zukunftslandwerk gemacht. Ich hatte vorhin den Handwerkspräsidenten Jörg Dittrich im Interview. sagte, er ist ein sehr froher Jörg Dittrich heute, eben weil von diesen politischen Diskussionen ein Impuls ausgehen kann. Und er ist sehr optimistisch, dass die Politik da was mitnehmen kann von der Veranstaltung. Was glaubst denn du? Was können Politiker, Politikerinnen, aber auch Gäste, die heute hier sind und morgen hier sein werden, von dieser Veranstaltung mitnehmen?

Max Herrmannsdörfer: Das strahlt ja in zwei Richtungen. Das eine ist, welche Botschaften nehmen Handwerkerinnen und Handwerker mit? Botschaften im Sinne von, wohin geht die Reise im Handwerk insgesamt, aber auch technologisch zu den großen Themen, die wir hier in den Fokus stellen, also Nachfolge, Übernahme, Existenzgründung und Digitalisierung KI. Gleichzeitig in die Richtung Politik und Medien. Also Politik ist immer auch ein guter Träger in Richtung Medien. Mein Ziel ist immer, dass wir auch die Lautsprecher umdrehen, dass nicht Handwerk zu Handwerk, sondern Handwerk zur Gesellschaft und zum Rest der Republik spricht. Und ich kann nur so viel verraten, wir bekommen auch schon für nächstes Jahr Interesse von weiteren Ministerien, die entdecken, dass die Bedeutung des Handwerks aufgrund der Verschiebung, die wir durch KI in bisher gefestigten Jobprofilen haben in der Marktwirtschaft und auch den gesellschaftlichen Beitrag, das Handwerk leistet. Das kommt und es wird zunehmen. Und das ist ein Plus fürs Handwerk. Ein sehr schönes Zeichen auch für diese Veranstaltung. Natürlich für euch als Veranstalter dann auch schönes Feedback. Abschließende Frage, Tobias, was wünscht du dir für das Handwerk? Welche Message soll auch von Zukunft Handwerk in das Handwerk reingehen? Das Motto der Zukunft Handwerk lautet ja, stolz im Handwerk zu gestalten. Und ich denke nicht nur, sondern ich bin ja ein komme ja aus einer Handwerkerfamilie und wenn ich gesehen habe und Revue passieren lasse, was mein Vater da 50 Jahre lang als Maurer geleistet hat, immer im Lösungsmodus 24-7, nur immer das Beste gegeben, dann kann das Handwerk definitiv stolz sein auf die Leistung, auf den Beitrag. Und meine Empfehlung, und daran arbeiten wir auch, ist, dass wir ein positives, attraktives Narrativ schaffen. mit dem wir attraktive, moderne, frische, zukunftsorientierte Handwerksgeschichten erzählen, weil die sind da. Die kann man hier erleben, die Menschen hinter diesen Geschichten. Und das ist das, was das Land momentan braucht. Diese Geschichten freilegen und selbstbewusst, aufrecht, aber nicht arrogant, rausgehen. Und diese Message tragen wir nach außen. Danke Tobias für deine Zeit hier bei uns im Podcast. Alles Gute und eine schöne Messe. Danke euch auch.

Max Herrmannsdörfer: Wir sind unterwegs mit unserem rollenden Podcaststudio, stehen jetzt vor dem Stand der Handwerksunion und neben mir steht die Bundesvorsitzende Sarah Hoffmann. Hallo Sarah. Hallo Max. Sarah, kleiner Recap vom ersten Tag. Wie war es aus deiner Sicht? Voll viel. Voll viel auch. Der Tag war tatsächlich voll gepackt, was natürlich auch immer sehr schön ist. Sehr viele neue Gesichter. Wir sind dieses Jahr unglaublich stark vertreten. Ich habe gehört 40 Leute oder so. Ja, also wir haben echt rangeholt. Und freut mich natürlich auch total, weil gerade auch jetzt dieses Kennenlernen auch nochmal von den ganzen anderen Orten, Landesverbänden, Geschäftsführern, also es ist wirklich auch die bunte Palette dabei und das ist natürlich total schön, das dann auch zu sehen, was da so für neue Verbindungen und Bekanntschaften entstehen. Und genau, gestern war es tatsächlich angefangen mit der Eröffnung morgens. Und dann war es auch schon, zwischen mal kurz noch an diversen Ständen kurz reinschneiden, ging es dann schon weiter hinter die Bühne. genau, dann haben wir einen Inklusionspreis verliehen. Und dann war noch ein Talk. Dann gab es noch den Pitch im Handwerk. Also wir waren bis abends on Tour. abends on Tour. Man muss ja sagen, du bist als Bundesvorsitzende in verschiedenen Sitzungen, Veranstaltungen mit dabei. Hast verschiedene Pressetermine, wie jetzt bei uns hier, natürlich. Lass uns aber mal kurz auf den Inklusionspreis gucken, weil das haben wir noch nicht als Thema heute in unserer Podcast-Folge drin. Der Inklusionspreis, kannst es einmal ganz kurz beschreiben? Was war da gestern los? Genau, also wir haben vor zwei Jahren den Inklusionspreis im Handwerk ins Leben gerufen, zusammen mit den Unternehmerfrauen und der IKK Klassik und haben ihn letztes Jahr auch das erste Mal hier auf der Zukunft Handwerk verliehen. Sehr erfolgreich und genau dieses Jahr das zweite Mal.

Max Herrmannsdörfer: und möchten damit tatsächlich einfach so bisschen diverse Dinge erreichen. Es geht einmal darum natürlich, dass wir sagen, hey, wir möchten die Betriebe, die das schon erfolgreich einfach auch wirklich über Jahrzehnte teilweise, was wir jetzt durch die Bewerbung auch erfahren, machen, einfach damit wertschätzen. Wir möchten ihnen damit einfach, ja, auch so bisschen sie bestärken, das weiterzumachen, dass das halt eine mega coole Sache ist, dass sie das machen. Dann möchten wir natürlich, dass einmal die Betriebe gesehen werden und natürlich aber auch dieser Bereich Inklusion gesehen wird, weil einfach wirklich... Ich muss jetzt an Katja denken, ich meine es sind 10 Millionen, die wirklich in diesem Inklusionsbereich in Deutschland einfach rumschwirren und... Ja, sind Chancen Ja, Chancen. können Fachkräfte oder Stellen damit besetzt werden. Diese Menschen sind super, super dankbar und unglaublich arbeitswillig auch. Und es ist so schade, dass... einfach Inklusion leider immer noch ganz oft als Dürre und Problem gesehen wird, anstatt als Chance und als Lösung vielleicht sogar auch. Ich meine, wir stellen mittlerweile ganz viele Quereinsteiger auch so ein, die mittlerweile gar keine Grundausbildung mehr in einem Beruf haben. Und das ist auch überhaupt nicht das Thema. Es gibt genug Bereiche in den Gewerken oder auch im Handwerk, wo du die Leute einfach einlernen kannst. Und ich glaube, dass das tatsächlich da einfach eine riesen, riesen Chance auf der Straße liegt, die im Moment noch viel zu wenig genutzt wird. Umso wichtiger ja dann, Beispiele zu haben und tatsächlich Unternehmen auch zu würdigen, die das sehr, sehr gut machen. Magst du einmal kurz erklären, was dann der, die Gewinner gemacht haben? Also wie Inklusion in den Gewinnerkonzepten oder im Gewinnerkonzept funktioniert? Genau, also dieses Jahr war es jetzt tatsächlich der, es war ein Bäckereibetrieb, die Backpfeife aus Berlin. und die sind sehr klein und die haben jetzt seit ein paar Jahren einen Gesellen, einen gehörlosen Gesellen, der Wael. Und also der Mathis ist der Weckermeister, Gründer und der Besitzer und der hat das von Null aufgebaut. Also der hat Gebärdensprache gelernt, die haben in der Backstube das Gebärdenalphabet als Bild, also als Zettel Also auch für die anderen Mitarbeitenden, dass sie sich verständigen können.

Max Herrmannsdörfer: Wir haben sich natürlich dann auch, hat er sich Konzepte oder Lösungen überlegt, wie schaffe ich es, zum Beispiel wenn der Ofen klingelt, dass er das mitbekommt, er hat eine Uhr an, die Arbeit mit Vibrationen. Die haben Anfangs Zeichen ins Mehl gemalt, ihm Dinge nahe zu bringen. wirklich auch kreativ und das Ganze aber so schon eingearbeitet in diesem kleinen Betrieb. Und ich weiß... Aus eigener Erfahrung, dass umso kleiner der Betrieb ist, umso schwieriger ist es natürlich auch inklusiv zu sein, weil du natürlich nicht wie in einem riesigen Betrieb einfach mal sagen kannst, ich habe da jetzt einen Zuständigen, der kümmert sich darum, mach du mal. Da müssen alle mit einbezogen werden. Und du musst vor allem eben auch natürlich dann als Betriebsinhaber oder auch als Gründer musst du auch natürlich darüber Bescheid wissen und kannst eben nicht einfach mal sagen, ich habe da jemanden, ich habe damit nichts mehr zu tun, sondern du übernimmst diese Verantwortung. Er hat sich ganz bewusst auch für diese Verantwortung entschieden. das sind auch alles Faktoren, warum er für uns auch im Endeffekt der Siegerbetrieb geworden ist. Weil wirklich das von Null auf, er hat ganz bewusst gesagt, ich möchte einen Gehörlosen, ich möchte inklusiv sein, ich möchte den OIL nehmen und ich möchte ihm das ermöglichen. und er hat seine Abschlussprüfung gemacht, er diese Ausbildung in dem Beruf gemacht. Es ist super, super schön, er fühlt sich total wohl in dem Team und es geht natürlich auch immer weiter, weil dann natürlich auch neue Kollegen werden dann auch schon direkt mit reingenommen und die lernen das auch direkt. Das ist einfach auch total toll zu sehen, dass natürlich auch von der betroffenen Person dann auch diese positive Feedback kommt und das so angenommen wird. Wenn du das so erzählst, vielleicht... Kannst du auch mal den Kontakt herstellen zur Backpfeife zum Mattis? Kann ich gerne machen. Das ist ein Thema, das können wir jetzt in den fünf Minuten hier gar nicht breit genug ausfächern. Aber das sehe ich als Thema auch für uns natürlich. Wie kann man Inklusion leben? daher, ja, bleib mal dazu gerne in Kontakt. Vielleicht jetzt zum Abschluss mit Blick auf die Uhr. Ich weiß, du hast den nächsten Termin gleich im Anschluss. Was wünscht du dir von dieser?

Max Herrmannsdörfer: von dieser Zukunft Handwerk. Was soll davon ausgehen in die Zukunft des Handwerks? Puh, viel. Also natürlich ist es vor allem immer dieses Ding mit dem Nachwuchs und mit der jungen Generation, dass da einfach der Generationenwechsel, nenne ich es jetzt mal, einfach weicher gemacht wird. Also dass wir jungen Leute einfach mit reingenommen werden, mit an die Hand genommen werden, dass es eben nicht irgendwann heißt, okay, Die Generation vor uns bricht jetzt ad hoc weg und wir stehen dann da und müssen irgendwie zusehen, wie wir das jetzt wuppen, sondern dass es einfach ein Miteinander ist, also dass es einfach wirklich ein Übergang ist und dass aber auch wir ernst genommen werden und einfach auch gesehen wird, dass wir da einfach mit Leidenschaft dran sind und halt eben auch wollen. ich glaube, dass die Zukunft Handwerk dafür jetzt momentan ein ganz guter Schnittpunkt ist. Natürlich auch mit Hinblick auf Vollversammlungen und auch alle Teilnehmer. dass da einfach, ich sag jetzt mal, ganz blöd jung und alt zusammenkommt und natürlich aber auch das Netzwerken untereinander und die Stände auch mit allen möglichen Workshops KI und was da einfach so an Infos auch rumschwirrt und das einfach auf und mitzunehmen dann auch. Sarah, dann wünsche ich dir ganz viel Erfolg, viel Spaß bei auch dann die Themen des jungen Handwerks, der Handwerksjunior an zu platzieren, auch bei den Altkontrollern. Ich wünsche dir dafür viel Spaß und Erfolg und danke dir für deinen Besuch bei uns am Rollen in Studio. Sehr gerne. Das war es mit unserer Sonderfolge zur Zukunft Handwerk 2026. Janik, wie lautet unser Fazit? Also ich fand es tatsächlich sehr spannend alles. Viele Eindrücke? Ja, sehr viele Eindrücke. Ich war ja vor allem auf der IAM drüben unterwegs, wo vor allem sehr viele Schulklassen sich mit dem Handwerk beschäftigt haben, mit den Inungsständen.

Max Herrmannsdörfer: Da kann ich tatsächlich sagen, die Begeisterung für das Handwerk war tatsächlich recht hoch. Also jeder Stand war konstant eigentlich voll besetzt mit jungen Leuten und Schulklassen. Und die konnten alle viel ausprobieren? Die konnten sehr viel ausprobieren. vom Schreiner Stand ein bisschen Heuhtobeln bis hin zum Bäckerstand Brezen tatsächlich Formen. War alles ein bisschen dabei. War ganz cool. Und hier bei Zukunft Handwerk, da hat sich die Fachschiene getroffen für den Austausch fürs Netzwerken. Es gab wahnsinnig viele Workshops, Forms, Beiträge. Auf der großen Bühne war immer was los. Ja und auch sonst einfach ein Klassentreffen würde ich sagen. Vielen Dank fürs Zuhören. Und Janik, hören uns bzw. ihr hört uns im Handwerkerradio. Ja, beim besten Sound für Macher. Wunderbar. Dankeschön, Janik, dass du mit dabei warst und alles Gute. Ciao. Alles Gute, ciao. Das war's mit Handwerk erleben. Dir hat diese Folge gefallen? Abonniere diesen Podcast, keine Folge mehr zu verpassen. Wir freuen uns auch über eine 5-Sterne-Bewertung bei deiner Podcast-Plattform. Dieser Podcast ist eine Produktion der Handwerker Radio GmbH. Weitere Informationen findest du unter www.handwerker-radio.de

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