#168 Antonia Kuhn, wieso legt DJ Baguette in deiner Bäckerei auf?
Shownotes
Eigentlich wollte Antonia Kuhn nie Bäckerin werden. Heute führt sie die Bäckerei Skala in Neckarsulm in vierter Generation – und zeigt, wie modernes Handwerk zwischen Tradition, Kreativität und Unternehmergeist funktionieren kann. In dieser Folge spricht sie mit Max Herrmannsdörfer über ihren Weg vom Erzieherberuf in die Backstube, über echte Handarbeit und darüber, warum kleine Handwerksbetriebe heute mehr denn je Erlebnisse schaffen müssen.
Besonders im Fokus: das außergewöhnliche Event mit „DJ Baguette“. Der französische DJ Dorian Gamon verwandelt Bäckereien in Tanzflächen und begeistert damit in ganz Frankreich junge Menschen für kleine Handwerksbetriebe. Am 25. Juni macht seine „Tour de France“ Halt in Neckarsulm bei der Bäckerei Skala. Von 16 – 20 Uhr gibt’s dort Beats, Snacks und leckere Drinks. Warum Antonia solche Aktionen für die Zukunft des Bäckerhandwerks wichtig findet und wie sich Tradition und modernes Marketing verbinden lassen, erzählt sie in dieser Folge.
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Max Herrmannsdörfer: Diese Folge wird unterstützt von den DHZ Leserreisen. der Deutschen Handwerkszeitung und renommierten Partnern einzigartige Reisen erleben. Das aktuelle Programm gibt es unter dhz.net slash Leserreisen. Eigentlich wollte sie nie Bäckerin werden, doch heute führt sie in vierter Generation den Familienbetrieb fort. Warum, wieso, weshalb, das besprechen wir jetzt und damit herzlich willkommen bei Handwerk erleben. Ich bin Max Hermannsdörfer und zu Gast ist heute Antonia Kuhn. Sie ist Bäckermeisterin und Chefin der Bäckerei Scala in Neckarsulm. Hallo Antonia. Hi Max. Antonia, dann gehen wir doch direkt rein. Du wolltest eigentlich nie Bäckerin werden, hast du mir mal geschrieben? Was wolltest du denn mal werden? Genau, also ich wollte nie Bäckerin werden. Ich wollte immer früher Erzieherin werden und das bin ich auch. Also ich habe mit 16 die Erzieherausbildung gemacht, habe danach ein Jahr im Kindergarten und zwei Jahre in der Jugendhilfe gearbeitet und habe dann gemerkt, nee, mich treibt es doch nach Hause zu meinen Eltern in die Bäckerei. Okay, Erzieherin war dann der erste Berufsweg quasi. Genau. Und was sie gemacht, hast du dann gemerkt? nette Idee. Aber woran hast du dann gelegen? Waren die Kinder zu laut? Ja, also ich habe in der Jugendhilfe Flüchtlinge betreut. 2017 war das. Da war ja die Flüchtlingsnot und Flut und die an denen hat es überhaupt nicht gelegen. Also es waren eigentlich wie meine Kinder. Ich hatte fünf, fünf Jungs und die waren mein ein und alles. Aber das System dahinter. ist schon sehr schwierig und es geht tatsächlich leider alles nur ums Geld. Das ist halt sehr schade. Und dann saß ich in Kroatien am Meer mit meinem besten Freund und ich habe zu ihm dann gesagt Michael, ich mache die Bäcker Ausbildung. Und er hat nur gesagt, bist du verrückt? Und ja, dann kam ich heim und habe das meinen Eltern gesagt und die hatten genau die gleiche Aussage, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe und ob ich das wirklich machen will. Und dann habe ich das im Januar 2018
Max Herrmannsdörfer: angefangen und durchgezogen. Aber damit hat zu dem Zeitpunkt niemand gerechnet tatsächlich? Gar niemand. Also ich wollte nie Bäckerkleidung tragen, ich wollte nie Arbeitskleidung tragen, ich wollte nie früh aufstehen und eigentlich gar nichts, was jetzt mein Alltag ist. hast du dich jetzt als Bäckermeisterin, ja genau das ja erreicht dann. Genau, ich habe alle Kreuze gesetzt. Okay, aber wie kann dann dieser Switch von, das ist eigentlich gar nicht das, was ich machen möchte hinzu, jo ich Versuch das Ganze trotzdem. Ich möchte es doch machen. Ja, ich habe immer die Freiheit von meinen Eltern bekommen, zu machen, was ich möchte. Ich und mein Bruder genauso. Also mein Bruder ist auch nicht im Betrieb. Der macht auch was anderes. Und ich glaube, das war so das Ding, was einen dann doch dazu bewegt. Einfach zu sehen, was man schafft. Und sehen wir jeden Tag, ich und meine Kollegen, was man am Anfang vom Tag hat und was am Ende dabei rauskommt. Und das ist einfach das schönste Gefühl überhaupt. Die Reaktionen deiner Eltern waren zuerst, sie konnten es nicht glauben, ob du das wirklich machen möchtest. Ich kann mir vorstellen, zweiten Schritt waren sie dann froh, waren sie happy, dass du dir diesen Schritt ausgesucht hast. Ja, sie haben alles dran gesetzt, dass ich im Januar die Ausbildung beginnen darf im zweiten Lehrjahr. Und die haben mich in allem unterstützt, also egal was. Ich meine, klar, man kriegt dann vom Erziehergehalt, was jetzt auch nicht der Bombenjob ist, von der Bezahlung her. ist es schwierig zu Lehrlingsgehalt. Vor acht Jahren war das halt auch noch ein bisschen weniger als jetzt. Aber ob finanziell oder mental haben sie mich einfach unterstützt und dafür bin ich auch unglaublich dankbar. Und klar, mein Vater, das ist dann schon so ein bisschen da ist dann schon ein bisschen stolz. zeigt es nie so. Aber wenn er dann, wenn er über mich spricht mit anderen Leuten, dann kriegt man das schon mit. Du hast dann 2018 gestartet, hast du gesagt, er tatsächlich im zweiten Lehrjahr eingestiegen. Hattest du dann noch zwei Jahre? Ja, also ich habe 2018 angefangen im Januar. Ich habe zu Hause gelernt, weil ich halt das alles von den ersten eineinhalb Jahren gut aufholen musste und habe dann im Juli 2019 meine Gesellenprüfung abgeschlossen als Kammer Siegerin. War dann auch beim Bundesentscheid oder Landesentscheid. Da von jeder Kammer in Baden-Württemberg kommen dann welche zusammen.
Max Herrmannsdörfer: Da wurde ich dann drittplatzierte und 2020 im Januar habe ich dann gleich meinen Meister gemacht. Also da merkt man dann schon, da hatte sie dann schon das Bäckerblut irgendwie von Anfang an drin. Ja, war schon, also am Anfang war es schon schwer, wenn es da nicht so klappt, da fließen dann auch schon mal paar Tränen, weil man denkt, die anderen können das alle besser und man selber ist halt nicht so ganz noch schon da. Ja, genau, mehr zufrieden. Aber es ist dann der Ehrgeiz, der einen packt. Und ich hatte einen Lehrer, der hat mich sehr geprägt, meinen Berufsschullehrer. Toller Lehrer, der hat dann mal in der Schule gesagt, die Erzieherin will backen lernen. Und dann habe ich auf den Tisch geklopft und habe gesagt, ja, ich lerne das und ich mache die beste Prüfung hier. Und dann hat er nur gelacht. Und es war dann so. Und er hat sich dann aber auch entschuldigt. das war dann war ihm schon arg, dass ich das wirklich gemacht habe. Aber er hat er hat dich gepusht. Ja, auf jeden Fall. Und natürlich in dem Moment auch nicht positiv, sage ich mal. Aber. Bei dir persönlich hat es was ausgelöst. Genau. wollte es allen beweisen, die gedacht haben, die kann das nicht. So auf die Art. Dann Kammer-Siegerin geworden, beste Prüfung geschrieben. Dann direkt in die Meisterschule tatsächlich? Direkt. Ja. Und dann kam ja Corona 2020. Ich war in Weinheim auf der Meisterschule und wir wurden dann heimgeschickt. Das war quasi ein Internat mäßig. Und dann wurden wir heimgeschickt am 18. März 2020 und haben Online-Unterricht gemacht. Und natürlich bei uns daheim im Betrieb ist dann auch Kurzarbeit, weil der Schulverkauf ist weggefallen und es war halt weniger Geschäft. Und dann habe ich nachts gearbeitet und morgens habe ich mich dann an Laptop gesetzt und habe online Unterricht gemacht. Okay, das es wäre eigentlich in Vollzeit gewesen. Genau, genau. Das war die ersten dreieinhalb Monate auch so. Und es war eine schöne Zeit. Da wächst man ja zusammen als Klasse. Und dann waren wir, ich glaube, im Juni. Ende Mai, Anfang Juni kamen wir wieder zurück mit Einzelzimmern und Vorschriften, was da alles war und haben es dann aber irgendwie noch hingekriegt, dass wir alle bestanden haben. Okay, ja, schwierige Phase damals. Natürlich auch für die Bäckereien, für den kleinen Einzelhandel, sag ich mal. Und natürlich für alle, die in der Zeit dann in der Schule waren, egal ob es Berufsschule ist oder dann Meisterschule. Ja, okay. Die Meisterschule ging dann nur ein Jahr oder zwei? Also acht Monate.
Max Herrmannsdörfer: Okay, genau. Also sieben. Wir haben eine Verlängerung bekommen und haben dann am 5. August 2020 haben wir dann uns unser Abschlusszeugnis bekommen. Klar, ohne Feier und ohne alles. Wir haben dann ein Paket nach Hause bekommen, wo wir uns selber feiern konnten. Sie haben das Beste draus gemacht. Alles ein bisschen anders damals. Ja, es war wild auf jeden Fall. Ja, okay. Und dann bist du als Bäckermeisterin zurück in den Familienbetrieb, in eure Bäckerei gekommen. Genau. Zwei Monate. Und dann habe ich mir eine neue Stelle gesucht, weil ich gesagt habe, ich will schon was sehen. Ich habe daheim gelernt. Die Meisterschule habe ich oft daheim gearbeitet und ich möchte einfach was anderes sehen. Ich möchte wissen, wie andere Bäckereien das machen und habe mich dann bei Zeit für Brot beworben. Die haben in Stuttgart etwas Neues, einen neuen Laden aufgemacht und ich wurde auch genommen. hatte Probearbeiten. Es war alles entspannt. Und ja, dann hat sich das mit der Eröffnung verzögert. ein halbes Jahr. Und dann bin ich wieder nach Hause, weil ich wollte nicht in Frankfurt bleiben. bin schon ein bisschen zu Hause schon sehr gebunden. Und 2021 im Mai haben wir dann eröffnet Zeit für Brot in Stuttgart. Und in diesen sechs Monaten hat sich dann ergeben, dass ich die Backstum Leitung dort mache. quasi den Laden, den Team planen, die Arbeitspläne und die Produktion. Genau. Das war dann auch so ein Schritt, wo ich gedacht habe, wie bin ich da reingekommen? Weil eigentlich wollte ich eigentlich nur arbeiten. Aber es hat nach mehr geschrien. Ja, ist krass. So drei Jahre nach Ausbildungsbeginn mehr oder weniger. Genau. Also ja, drei Jahre. Ja, das geht dann geht dann fix. Geht dann schnell. Ja, und da ich auch. eigentlich nicht bis ich habe jetzt die Backstumleitung. Genau. Also das war schon. Das war auch eine sehr prägende Erfahrung. Ich möchte sie nicht missen. Aber es war auch dann gut, dass ich jetzt wieder zu Hause bin. Also man lernt viel auf jeden Fall. Kannst du mir Zeit für Brot einmal erklären? Ich kenne das vom Namen her. Das ist bestimmt vielen unserer Hörerinnen und auch ein Begriff, aber erklär gern mal Zeit für Brot. Ja, Zeit für Brot ist eigentlich viele sehen es als Franchise. Das ist es auf gar keinen Fall, weil Zeit für Brot hat in jedem großen, in jeder Großstadt, sage ich mal, mindestens ein Store, wenn nicht mehrere. In Frankfurt hat es damals angefangen. Da hat der Gründer die Zeit für Brot eröffnet.
Max Herrmannsdörfer: Zeit für Brot ist bekannt für Zimtschnecken und ihr Brot, das ohne Backmittel gebacken wird, also komplett. Und es wird alles am Tag produziert und am nächsten Tag quasi gebacken. Und das funktioniert sehr, gut. die Zimtschnecken nach zwei Jahren kann man keine mehr sehen. Das ist so ein Nachteil. Aber genau. Und die haben jetzt mehrere Stores auf jeden Fall eröffnet, seitdem ich weg bin. Und jedes ist so eine eigene kleine Bäckerei eigentlich. Es wird quasi die Zentrale sitzt in Berlin. Aber jeder arbeitet quasi für sich extra. Alles handwerklich vor Ort produziert. Alles handwerklich vor Ort produziert. Alles Bioland Qualität. Wirklich nur die besten Rohstoffe werden dafür verwendet. es ist schon toll, das zu sehen, dass es auch so geht. Natürlich ist es sehr kostenspielig und die Preise sind dann auch teurer. Aber wer auf so was Wert legt, der bezahlt es auch. Es ist ja sowieso. Also damit habt ihr im Bäckerhandwerk zu tun. Da kommen wir vielleicht aber später auch noch drauf. Der Preisdruck und die Konkurrenz, sag ich mal, durch Discounter ist natürlich da. Da muss man sich als Bäckerei schon behaupten. geht es darum, den Kundenstamm einfach aufzubauen, die die Qualität tatsächlich schätzen, die auch mal einen Euro mehr bezahlen fürs Brot, für Angebak. Und das Schwierige ist halt auch, die Qualität zu halten, weil mit jeder neuen Ernte hat man neues Mehl und es ist einfach, man muss sich darauf einstellen und deswegen. Lernst du auch und ist auch im meisten Beruf klar. Ja, völlig. Wie lange warst du dann bei Zeit für Brot? Gut zwei Jahre. Und dann hatten wir bei uns daheim. Also eigentlich wollte ich im August gehen, aber bin dann 2023, aber bin dann schon im April gegangen, weil bei uns hat sich etwas umstrukturiert. Unser Backstumleiter, der hat sich verabschiedet. Der wollte einfach nicht mehr, was man auch dann irgendwann verstehen kann. Klar. Und unser Bäcker, der immer noch da ist seit 15 Jahren jetzt, der hat sich die Schulter gebrochen und dann war mein Vater quasi alleine und dann habe ich gesagt, ich kann meinen Vater nicht alleine lassen. Also mein Vater ist jetzt 65 und irgendwann ist dann auch gut. Und dann habe ich innerhalb von einem Monat gesagt, okay, es tut mir leid, aber ich muss nach Hause. Ja, und das ging dann auch. Ja, war auf jeden Fall da. hatte noch.
Max Herrmannsdörfer: ewig viel Resturlaub. Und den habe ich dann auch genommen und habe gesagt, ich war immer noch quasi mit einem Ohr da für den Nachfolger, der dann die Backstube übernommen hat, aber mehr zu Hause. Okay, okay. Und das war dann 2023, da bist du dann quasi zurück in euren Familienbetrieb. Ganz genau, ja. Okay. Und seitdem hast du dann da auch die Backstube geleitet oder warst du da als Bäckermeisterin? Genau, also ich war angestellt und habe quasi die Backstube übernommen ab dem Zeitpunkt und seit Januar habe ich sie dann quasi, also ist mein Geschäft und mein Vaterschutz bei mir angestellt. Ok, also du bist offiziell Geschäftsführerin. Genau. Euch gibt es mittlerweile seit 70 Jahren? Seit 70 Jahren, Kannst du ein bisschen was erzählen über euren Betrieb? Wie groß seid ihr? Ich schon gesagt, Neckars Ulm seid ihr angesiedelt. Ja, sag doch gerne einfach mal ein paar Worte. Genau. meine meine Großeltern mütterlicherseits haben die Bäckerei nach Ammerbach gebracht. Ammerbach ist ein Flüchtlingsdorf von ganz früher. sind die ganzen Menschen aus dem Sudetenland geflüchtet. ja, meine Großeltern hatten das Geschäft bis ungefähr ja 85. Und dann haben meine Eltern übernommen und wir haben 15 Angestellte in Voll- Teilzeit. Wir haben zwei Lehrlinge. Eine die Ellen, Schimm dritten Lehrjahr jetzt. hat heute Abschlussprüfung. der Stelle herzlichen also hoffentlich Herzlichen Glückwunsch bald, aber erst mal noch viel Glück. Ja, ja, wir sind sehr stolz auf dir. Also das ist das Beste, was uns passiert ist wirklich in dem. Das ist noch mal so eine Hoffnung, dass jemand das Bäckerhandwerk lernen möchte. Sehr schön. Genau. Und in Oesgier im ersten Lehrjahr und ein Bäcker und mein Vater und ich. Das ist die Backstum Besetzung. Und dann haben wir noch Verkäuferinnen. Wir haben ja nur das Hauptgeschäft als Laden als Ladengeschäft. und Schulverkäufe. Wir beliefern fast alle Schulen in Neckarsulm. Cool. Genau. Und sonst so Aufträge für irgendwelche Firmen, belegte Brötchen oder Laubengrenze bestellt oder Süßstücke. Genau. Das ist so unser tägliches Geschäft. Ja, also wirklich ganz traditionell eigentlich. Backstube und Verkaufsraum und kein weiterer Laden noch irgendwo, sondern wirklich an einem Standort. also ich habe das abgeschafft. hatten bis vor zwei Jahren hatten wir noch
Max Herrmannsdörfer: vier Ladengeschäfte, also unser Hauptgeschäft und noch drei weitere. Aber der Überblick und das, was am Ende vom Tag übrig bleibt, ist halt dann, es summiert sich, weil wenn man einen Korb übrig hat in einem Laden und man hat vier, dann sind es auf einmal vier Körbe. Und es ist dann, es ist schon sehr traurig, wenn man das sieht. Aber wenn wir so kalkulieren könnten, dass nichts übrig bleibt, dann bräuchten wir, hätten wir andere Probleme. okay. Das heißt, du hast ganz bewusst den Schritt eher wieder zurückgemacht zum Kerngeschäft. Ganz genau. Weil sobald die Backwaren das Haus verlässt, schwindet die Qualität. Es ist einfach so. Und wenn man dann liefern muss und über mehrere Kilometer hat das für uns keinen Sinn mehr gemacht. Habt ihr denn irgendeine Spezialität? die Bäckereis Gala für irgendwas speziell bekannt? Ja, wir haben unsere Brote sind sehr beliebt tatsächlich, aber wir sind halt eher dafür da, dass wir so Specials machen. Ich habe jetzt im Januar Berliner angefangen, Spezial Berliner. Da hatten wir insgesamt 18 verschiedene Sorten. Einmal die Faschings. Genau, die Faschings Edition, sage ich mal. Das waren 12 und dann haben wir im Frühling noch mal einen draufgesetzt und haben noch mal sechs weitere gemacht. Das kam super an, weil es halt ja, es ist Handwerk und wir haben kein Berliner Gerät und natürlich haben wir ein Fettback Gerät, aber wir drehen jeden Berliner mit der Hand um. Also mit so zwei Stöcken und dann steht man da dran. haben keine Anlage, aber genau. Und ich wäre gern ein Brotbäcker, aber wir sind tatsächlich eher Kleingebäck Brötchen Brezeln, weil unsere Brezeln ist auch noch das Rezept von meinem Opa wie früher mit der Hand geschlungen. ganz traditionell und traditionell überliefert und geführt und über mehrere Kilometer sind unsere Brezeln tatsächlich bekannt. Sehr schön. Wenn ich auch mal einen in den Händen habe und wenn ich wenn ich mal vorbeikomme, da kommen wir gleich zu. Wie ist es denn bei dir jetzt persönlich? Bist du noch selbst in der Backstube auch unterwegs? Musst du noch früh aufstehen? Tatsächlich. Ich bin jeden Tag da. Also wir haben sieben Tage die Woche geöffnet, außer an Feiertagen. Das gönnen wir uns. Wir hatten jetzt am 1. Mai, gesagt, wir lassen das lange Wochenende zu. Wir gönnen uns das selber, machen Mitarbeiterfest und feiern unsere Mitarbeiter, weil die geht es einfach. Aber ich bin jeden Tag in der Backstube. Das habe ich mit.
Max Herrmannsdörfer: von meinen Eltern gelernt, dass man zeigt, ich meine, ich habe das bei anderen Bäckereien erlebt, da kommt der Chef dann entweder sieben reingeschlappt und lässt erstmal einen durch und sagt, was ist das für Scheiße, was ihr heute gemacht habt. Man muss einfach da sein und präsent sein. Und ich kann mich auf meine Jungs und Mädels auf jeden Fall verlassen. Aber der eigene Wille ist dann trotzdem noch da, das zu sehen, was man macht, weil dafür hat man es ja gelernt, sage ich mal. Das heißt, wann geht der Wecker? 1 Uhr. 1 Uhr. Und dann in der Backstube geht es Halb 2 los. Halb 2 los? Genau. Also ich wohne oben drüber über der Backstube. Das ist sehr angenehm. Manchmal ist Treppe, auf der Treppe Stau. Da geht es dann 5 Minuten später los. Aber halb 2 starte ich und halb 3 kommt dann der nächste. Okay. Hast du dich mittlerweile daran gewöhnt an diesem Schlafarbeitsrhythmus? Tatsächlich ja. krass wie der Körper umstellt. Ich bin tatsächlich fitter, wenn ich nur zwei oder drei Stunden schlaf, als wenn ich jetzt am Wochenende sonntags schaffe mein Vater für mich dann. Ich komme dann sieben oder acht runter. Aber ich bin ausgeschlafener, wenn ich nur drei oder vier Stunden schlaf tatsächlich, als wenn man jetzt acht oder neun Stunden schläft. Okay krass. Bedeutet dann nicht automatisch du gehst 18 Uhr ins Bett? Nee Gottes Willen. Also wir haben ja bis 17 Uhr geöffnet. Dann wird noch krasse gemacht. Also so zwischen 20 und 21 Uhr. Wenn man mit Freunden jetzt unterwegs ist, klar, es geht auch 22 Uhr, das ist dann aber die Grenze, weil klar, wir haben schwere Maschinen und da sollte schon ein bisschen aufgepasst werden. Aber so 21 Uhr stand die Grenze. Okay. Und dann kommt aber ja das normale Geschäft einer Geschäftsführerin ja auch noch mit dazu. Also die ganze Organisation und so weiter. Das läuft dann am Morgen, Vormittag? Genau, das läuft so zwischen drin, sag ich mal. Also ich hab meine Mutter noch im Büro, dafür bin ich sehr dankbar. Andere haben KIs oder 100 Büroangestellte und wir haben meine Mutter. Sehr gut, fängt alles auf. Genau, wirklich die super Kraft ist einfach die Planung. Also ich hab noch nie so jemand organisiertes gesehen und man spricht dann halt zwischendurch, klar, es ist immer Luft irgendwo, vor allem wenn die beiden Lehrlinge da sind, dann ist es dann sehr entspannt tatsächlich.
Max Herrmannsdörfer: Aber so Werbung und das Ganze, das mache ich und das findet dann halt nachmittags oder abends statt oder während der Frühstückspause. Irgendwie findet sich immer eine Zeit. Okay. Also es sind schon auch alle mit mit irgendwie involviert in dieser Familien Bäckerei. Genau. Meine Eltern haben jetzt gut 40 Jahre durchgeschafft und die können nicht einfach aufhören. Also das fehlt denen schon. Die waren jetzt in Wien im Urlaub und da haben sie schon gesagt, sie wollen wieder arbeiten und ja. Es ist schon schwierig. Ja, okay. Aber auf der anderen Seite für dich dann natürlich cool, weil es ist nicht ein harter Cut, ein Übergang, sag ich mal. Genau. man hat auf jeden Fall Unterstützung und solange sie gewollt sind, bleiben sie, haben sie gesagt. ich könnte mir nichts Schlimmeres vorstellen, als wenn sie jetzt sagen würden von heute auf morgen, wir kommen nicht mehr. Ja, glaube ich. Da hängt dann natürlich schon viel dran. Also es ist schon manchmal anstrengend. Also man hat auch schon Konflikte, aber wir kommen gut zurecht, sagen wir so. Okay. Ich sag mal, wenn eine neue Generation übernimmt, kommt auch immer irgendwas Neues, neuer Impuls mit in den Betrieb mit rein. Du hast jetzt das Thema Berliner schon angesprochen oder dass ihr auch versucht, mal was Besonderes zu machen. hat ja auch einen Grund, warum wir jetzt hier miteinander sprechen und zusammen eine Podcast Folge aufnehmen. Du hast uns vor ein paar Wochen geschrieben. Du machst Ende Juni ein Event bei euch in der Bäckerei. Ich sag mal, die Bäckerei wird zur Disco am Nachmittag und Abend. Ihr habt einen DJ aus Frankreich bei euch. Und ich liebe diesen Namen. DJ Baguette wird bei euch auflegen. Antonia, erzähl doch mal, was habt ihr da geplant? Genau, also ganz verrückt. Der DJ Baguette. Ganz simpel und einfach, aber irgendwie unglaublich cool. war bei uns in der Heilbronner Stimme in der Zeitung und ich saß morgens am Esstisch mit meiner Mutter und hab gefrühstückt und wir haben das gelesen und dann sagt meine Mutter, der kommt echt nicht wirklich nicht nach Deutschland und dann hat sie den letzten Satz gelesen und meinte, wenn mich eine Bäckerei in Deutschland kontaktieren würde, wäre ich sehr gerne dabei und wir haben das gelesen und ich habe ihn auf Instagram gesucht.
Max Herrmannsdörfer: geschrieben und ich habe ihm tatsächlich drei mal geschrieben bis er mir geantwortet hat und dann hatten wir innerhalb von zwei Stunden einen Termin 25. Juni 16 bis 20 Uhr und ja darauf habe ich euch geschrieben genau. Ja da lohnt sich mal bei Instagram rein zu gucken unter DJ Baguette findet ihr ihn glaube ich nicht er heißt ja mein französisch ist nicht so gut leider Dorian Gamin ich weiß nicht ob das richtig ist also Dorian Garamon, da findet ihr ihn bei Instagram und schaut da mal rein. Es ist wirklich ein DJ, der in Bäckereien vorwiegend aktuell in Frankreich auflegt und da die Backstuben und die Verkaufsräume zu eine Disco verwandelt. Ganz genau. Ja, es ist mit jeder Generation, das ist so sein Motto, jede Generation geht in der Bäckerei einkaufen, ob klein, ob groß. Und wie schön ist es einfach gemeinsam zu feiern. und unser Handwerk zu feiern auf jeden Fall, auch die Musik und das eigentlich schöne Leben, wir haben. ja, er legt auf, das Mischpult kommt auf die Theke und dann wird in wirklich lauter Musik und guter Musik getanzt, gefeiert und die meisten schlagen mit ihren Baguettes die Gegend. Und es ist einfach, man muss es erlebt haben, sage ich mal so. Man muss es wirklich erlebt haben. Und ich freue mich, dass ich es miterleben werde. Wir als Handwerker Radio werden vor Ort sein bei euch in der Bäckerei. 25. Juni, ein Donnerstag, 16 bis 20 Uhr. Da lohnt es auf jeden Fall, den Weg nach Neckars Ulm auf sich zu nehmen zur Bäckereis Gala. Ich bin gespannt, was es noch für Wellen schlägt. Also da gab es jetzt in letzten Tagen viele Berichte über die Baguette. Viele Fachmedien greifen es mit auf. Was meinst du? Kommt da noch so in den nächsten Wochen auf euch zu? Auf jeden Fall viel Arbeit, aber auf jeden Fall schöne Arbeit. Wir sind am Plan, was wir zum Essen machen und was es an Backwaren gibt. jeden Fall und Getränke, klar. Aber es wird auf jeden Fall auch eine Herausforderung, sag ich mal, für mein Team und mich, das zu stemmen, weil wir haben keine Ahnung, wie viele Leute kommen. Wir haben keine Ahnung, was für Leute kommen, in welcher Alterskategorie. Und wir hoffen einfach nur, dass es gut wird.
Max Herrmannsdörfer: Wie sind eure Kunden so drauf in Neckarsulm und Ammerbach? die feierwütig? Ist da das Tanzbein locker? Ich hoffe. Also wir haben hier in Ammerbach, das ist ein Teilort von Neckarsulm, haben wir ein Fest und da eskaliert es wirklich immer. Und wir hoffen, dass das am Donnerstag dann auch so ist. Donnerstag ist halt so ein schwieriger Tag. Aber ich glaube, Donnerstag ist der kleine Freitag und den muss man genauso feiern wie das Wochenende. Das haben wir vorher auch festgestellt an dem Donnerstagabend. Das passt ja eigentlich perfekt. Das spielt um 22 Uhr Deutschland bei der Weltmeisterschaft. Genau. Da kann man wunderbar davor sich partymäßig darauf einstimmen. 16 bis 20 Uhr bei euch in der Bäckerei. Ja. Da nimmt man Baguettes mit zum Grillen danach und dann ist der Tag eigentlich kann er nicht besser ausklingen lassen. also da freue ich mich sehr drauf. Ja, wie gesagt, nochmal 25. Juni, ein Donnerstag, markiert das euch im Kalender. Und wenn ihr irgendwo im Bereich Heilbronn, Neckars, Ulm, was ist so noch im Dunstkreis Mannheim vielleicht noch? Ja, Heidelberg, Richtung. Stuttgart ist auch, wir sind so zwischen Stuttgart und Heidelberg quasi. genau. Also ein relativ großes Einzugsgebiet eigentlich, schön zentral gelegen. Da lohnt sich es auch mal eine halbe, dreiviertel Stunde vielleicht mal zur Bäckerei zu fahren. Genau, auf jeden Fall. Jetzt ist dieses Event mit DJ Baguette sicher mit eins der Aufmerksamkeit stärksten, was ihr so in den letzten Tagen oder Wochen geplant, gemacht habt. Ihr habt aber ja noch mehr. ich habe gesehen, bei euch gab es ein Brot-Tasting. Ihr habt zum Muttertag jetzt ein Special gemacht. Ist das was, was du persönlich antreiben möchtest, eventmäßiger unterwegs zu sein? Ja, ich möchte einfach die Leute mehr für unser Handwerk begeistern, weil es ist eines der ältesten Handwerke und Ich finde, es wird irgendwie so bisschen unter den Tisch gekehrt, sagen wir es mal so. Und mit solchen Aktionen, dass es nicht nur Brot und Brötchen sind, kommt man auf jeden Fall ganz anders an bei den Leuten. Wie gesagt, Berliner und Brot-Tasting und Muttertag. Man kann so viel Schönes machen und man hat leider im Alltag wenig Zeit dafür. Aber zu so Special-Terminen kann man auf jeden Fall gut Werbung machen. Ja, das. Und man begeistert vielleicht andere Leute auch mal.
Max Herrmannsdörfer: vorbeizukommen und sich das anzugucken. Ich habe es ja vorher auch erwähnt. Klar, der Preiskampf mit dem Discounter oder sich da zu positionieren und durchzusetzen, ist für Bäckereien nicht ganz einfach. Wenn aber durch solche Events eine Bindung geschaffen werden kann, wenn ihr da wirklich neue Kunden aufbauen könnt, ich glaube, das kann schon auch was dazu beitragen, dass die Leute wieder mehr Wert auf Qualität, auf handwerkliche Qualität setzen. Ja, also ich bin der großen Überzeugung, dass es irgendwann wieder in die Richtung geht. Vom Discounter weg zum wirklichen Handwerksbäcker oder Metzger oder Landwirt, egal in welche Richtung. Weil es ist einfach, ja, es ist so schwierig zu beschreiben, aber es ist einfach etwas Schönes, was man beibehalten muss. Und man unterstützt die Leute da so unglaublich und es ist einfach, man lebt einfach da oder wir leben einfach dafür. Hast du denn für dich irgendwie? Persönlich eine vision oder irgendwelche ziele wie du jetzt auch die bäcker reich skala ausrichten möchtest vielleicht auch aber mit blick allgemein aufs bäcker handwerk wo soll es hingehen genau also Wir sind gerade in der planung ich bau nächstes jahr im sommer meinen laden der hat jetzt gut 35 jahre gehalten der laden die theke und das ganze interieur sage ich mal Da möchte ich auf jeden fall auf bisschen was moderneres setzen und klar mit der qualität ich würde unglaublich gern reines Sauerteigbrot backen, weil es darum einfach auch geht. Das ist die Königsdisziplin im Bäckerhandwerk und es schmeckt auch ganz anders und einfach in die Richtung, dass man wirklich gerne zum Bäcker geht und dass man dort willkommen ist. wir haben Kunden, haben sonntags haben wir die Aktion, dass jedes Kind, mitkommt, eine Mini-Brezeln bekommt und ganz viele sagen immer, das hat die Mama auch schon damals bekommen, wo ich mit der Oma im bei der Bäckereiskala eingekauft habe. ja, so was. wirklich lange Tradition schon? Genau, ja, schon seit meinen Großeltern. Wow. Ja, und es ist so was Kleines, aber doch so was Wertvolles für die Kinder. Diese Erinnerungen, sind so, sagst gern, Marmeladenglas-Momente, die man für Kinder schafft. Und da ist dann der Bezug zu der Bäckerei auch ganz, anders. Cool. Das ist ja richtig schön. Dann verbindest du so Tradition,
Max Herrmannsdörfer: mit moderne dann also versuchst klar die Bäckerei vielleicht moderner auszurichten oder aufzustellen aber eben immer mit der Tradition im Hintergrund. Ganz genau. haben 100 Prozent Handwerk bei uns im Betrieb, wir haben keine Anlagen von Brötchenanlagen oder Brezelnanlagen. Bei uns ist alles Handarbeit und das ist einfach finde ich ganz ganz wichtig für eine traditionelle Bäckerei. Ist auch das das was das Bäckerhandwerk für dich persönlich ausmacht? Auf jeden Fall, dass man mit seinen Händen etwas schafft, was sonst wenige Leute können, sag ich mal. Ja, sehr schön. also meine persönliche Bindung zu meinem Dorfbäcker, in Anführungszeichen. Ich komme auch hier aus dem Allgäu vom Dorf mit 2000 Einwohnern und unsere Bäckerei gibt es immer noch. Die Bäckerei Holzheu, out an dieser Stelle. Und wir sind da halt früher nach dem Feiern. morgens 4 in die Backstube rein und haben uns da die frischen Käsesamen geholt oder die frischen Brezen und das sind ja Marmeladenglas Erinnerung, ist ganz schönes Wort dafür eigentlich. Ja, so was vermisst man dann nicht. Das ist ja, es ist einfach toll, wie oft bei uns samstags abends Leute klingeln oder klopfen. noch so? Ja, Also, die sind dann schon sehr verstrahlt, aber genau. Aber auf dem Dorf geht es noch. Ja, auf jeden Fall. Also da ist das auch okay. da sagt man auch, ist okay. ja, Antonia, ich habe für dich jetzt zum Abschluss noch ein paar Fragen, die stellen wir regelmäßig bei uns in den Podcast folgen. Die erste Frage, wenn du mal die Möglichkeit hättest, mit jemandem zu tauschen, mal für einen Tag oder eine Woche was anderes zu machen, mit wem würdest du gerne mal tauschen? Puh, das ist eine gute Frage. Ich glaube, ich würde gerne zu den Mechatronikern. Weil ich habe von Autos keine Ahnung und oft, also daheim versucht man alles irgendwie selber zu regeln, nur Autos, das ist noch so ein sehr, sehr großes Mysterium für mich. Okay, also vielleicht mal Praktikum bei den Kfzlern. Genau, ja. Okay, vielleicht kriegen wir da mal was gedreht. Okay, Frage. Wenn du eine Sache im Handwerk sofort ändern könntest, was wäre es? Also ich würde die Bürokratie
Max Herrmannsdörfer: Auf jeden Fall ein Stück weit abbauend. Das Zeit ist für das eigentliche Handwerk, was wir jeden Tag machen. Hast du da irgendwas Konkretes? Bürokratie ist natürlich ein sehr, sehr breit gefächerte Begriff. Was ist so das, was dich am meisten nervt? Es ist ein Hin und Her mit den, also es ist sehr wichtig, Gottes Willen, aber die Krankenkassenabrechnung und die ganzen Lohnzettel. Ich meine, ich bezahle meine Mitarbeiter unglaublich gerne, aber das, was hinten alles läuft mit Krankheitstage, Urlaub und Mutterschutz und was es alles nicht gibt. Das ist schon sehr aufwendig. Zeitintensiv. Zeitintensiv, genau. Und da bleibt schon sehr viel auf der Strecke. Okay. Und die Zeit, meinst du, könnte man einfach deutlich besser dann für das eigentliche Handwerk nutzen? Ganz genau. solche Prozesse verschlankt werden könnten. Ja. Oder vereinfacht, dass es ein normaler Mensch oder ein Handwerker, sag ich mal, auch hinbekommt. Ja, okay. Wir bleiben einmal beim Handwerk. hast vorher schon gesagt, so das Bäckerhandwerk für dich bedeutet. Mal allgemein mit dem Blick aufs Handwerk. Was bedeutet Handwerk für dich? Handwerk bedeutet für mich auf jeden Fall ein Weitergeben von Wissen und Erfahrung. Und das ist eigentlich das wichtigste Gut, was wir haben, dass wir von früheren Generationen lernen. Natürlich kann man das verbessern, aber ich glaube, es gibt nichts über Erfahrung von älteren Generationen und Das Wissen darüber, wie man irgendwelche Sachen wie macht. Zum Beispiel das Brezelrezept deines Opas. Ganz genau. Das war als Beispiel. Schlank bewirrt. Antonia, ich habe jetzt noch zum Abschluss vier kurze Begriffe mit der Bitte, auch kurz und knapp darauf zu antworten. Erste Frage, erster Begriff. Was ist für dich Heimat? Heimat ist für mich Familie. Hast du irgendein Vorbild? Meine Eltern. Es dreht sich alles die Familie. Ja, tatsächlich. Was ist für dich Glück? Glück ist für mich aufzustehen und gesund zu sein, tatsächlich. Hast du irgendeine spezielle Motivation? Was treibt dich täglich an? Besser zu werden tatsächlich in dem, was wir machen. Also besser als gestern, sage ich mal. Also jeden Tag aufs Neue irgendwie was lernen und was weitergeben und was Neues annehmen. Ja.
Max Herrmannsdörfer: Antonia, ich freue mich darauf, wenn wir uns dann persönlich sehen am 25. Juni bei DJ Baguette. Wir trommeln kräftig die Werbetrommel, dass euer Laden voll wird und dass möglichst viele Leute in den Genuss von DJ Baguette kommen und dann auch von leckeren Backwaren, wenn es dich dann bei uns gibt. Ich wünsche euch und dir ganz viel, ja, eine spannende Vorbereitungszeit und viel Durchhaltevermögen für alles, was noch kommt und ganz viel. Erfolg in den nächsten Wochen. Vielen Dank. Antonia, danke, dass du hier zu Gast warst bei Handwerk erleben. Bis bald. Bis dann. Ciao. Ciao. Das wars mit Handwerk erleben. Dir hat diese Folge gefallen? Dann abonniere diesen Podcast, keine Folge mehr zu verpassen. Wir freuen uns auch über eine 5-Sterne-Bewertung bei deiner Podcast-Plattform. Dieser Podcast ist eine Produktion der Handwerker Radio GmbH. Weitere Informationen findest du unter handwerker-radio.de
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