#169 Ronny Schulz, wie hast du deine Marke „Bodenkavalier“ aufgebaut?

Shownotes

„Mission: perfekter Boden“ – für Ronny Schulz ist das mehr als nur ein Slogan. Als „Bodenkavalier“ hat sich der Bodenleger aus der Nähe von Nürnberg mit außergewöhnlichen Projekten, kompromisslosem Qualitätsanspruch und einer starken Marke weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. Im Gespräch mit Max Herrmannsdörfer erzählt Ronny, warum ihn gerade die kniffligen Baustellen reizen – von Nachtschichten in Berlin über Arbeiten in Finnland bis hin zu Projekten für internationale Unternehmen.

In dieser Folge von Handwerk erleben geht es aber nicht nur um besondere Böden, sondern auch um modernes Handwerk, Sichtbarkeit und Persönlichkeit. Ronny spricht offen darüber, wie aus RS Bodentechnik die Marke „Bodenkavalier“ entstanden ist, warum Social Media im Handwerk heute eine echte Chance ist und weshalb Höflichkeit, Zuverlässigkeit und Kommunikation für ihn genauso wichtig sind wie perfekte Arbeit.

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Max Herrmannsdörfer: Handwerk erleben. mit den spannendsten Geschichten aus dem Handwerk und darüber hinaus. Mein heutiger Gesprächspartner ist immer auf einer Mission, den perfekten Boden verlegen. Ob ihm das immer gelingt, das klären wir gleich. Und damit herzlich willkommen bei Handwerkerleben. Ich bin Max Hermannsdörfer und zu Gast ist heute Ronny Schulz. Er ist selbstständiger Bodenleger und bekannt als der Bodenkavalier. Hallo Ronny, grüß dich. Servus Max, grüß dich. Ronny, Mission perfekter Boden. Gelingt dir das immer? Also bin ich ehrlich, nicht immer, aber ich gebe immer mein Bestes. Wir sind im Handwerk, passieren natürlich auch mal Fehler oder wo man was nicht ganz so hundertprozentig klappt. Dafür sind wir im Handwerk, dafür ist das handgemachte Arbeit. Aber der Anspruch ist immer on top und dass es immer perfekt wird. Aber natürlich Kleinigkeiten können immer passieren. Deshalb ist es Handarbeit. Wie du sagst, da sind Menschen dran, sind Hände dran. Es ist nichts maschinell gefertigtes, was aus der Industrie kommt, sondern von Menschen gemacht. Und da darf auch mal irgendwo mal ein Fehler drin sein. Nicht irgendein Fehler. Es langt ja auch schon, wenn die Mugge reinkommt in den Lack oder in die Beschichtung. Das kannst du nicht beeinflussen. Und in dem Moment ist das einfach schlecht. das ist. Und dann musst du es wieder beheben und hast eventuell. Was wir optisch, wir Handwerker ja sofort hingucken, der Endkunde vielleicht nicht gleich, aber wo wir hingucken, wo man sagt, wäre es vermeidbar gewesen? Nein, ist es nicht. Aber ja, dafür sind wir auf der Baustelle, wo halt die Sachen passieren. Mai. Das ist so. Wann ist denn die Mission perfekte Boden für dich geglückt? Also was macht denn perfekten Boden für dich aus? Grundsätzlich, wenn der Kunde richtig happy ist, wenn er reinkommt und du erzeugst so ein

Max Herrmannsdörfer: So habe ich mir das vorgestellt. Das ist super geworden. So wollte er das. Dann ist es so, wo man sagt, also da haben wir jetzt wirklich voll abgeliefert oder wir haben irgendwas Schwieriges, irgendein Problem gelöst, wo alle anderen gesagt haben, das kriegen wir nicht hin, das schaffen wir nicht. Und wir haben es gelöst und der Kunde sagt Wahnsinn. Also eigentlich der zufriedene Kunde ist eigentlich die Bestätigung, dass du deinen Job zu 100 Prozent richtig gemacht hast. Sehr schön, das glaube ich. Da gibt es direkte Feedback und bestärkt einen natürlich dann im eigenen Tun, im eigenen Handwerk. Wenn wir mal auf die bisherige Woche schauen, wir nehmen jetzt auf an einem Dienstagabend. Was waren so die Woche schon für Projekte? Woran arbeitest du gerade? Momentan haben wir gerade ein Projekt, wo wir eine Leitwarte umbauen im laufenden Betrieb. Das heißt alle anderen arbeiten und wir sind eigentlich so unsichtbar wie nur möglich dort mit dem Arbeiten beschäftigt. Vor allem weil wir eben den vorhandenen Doppelboden in dem Fall machen wir Doppelboden dort herausnehmen und wieder reinlegen und das und der komplette Betrieb nebenbei läuft weiter. Was genau das ist. Das ist immer wo man dann nicht genau sagen darf wo man sich aufhält. So ein Projekt habe ich da auch, wo man dann nicht immer bei der kritischen Infrastruktur sagt, wo man sich dann auffällt. Aber das ist eben im laufenden Betrieb und das ist dann auch schwierig. Die Mitarbeiter dort müssen sich bewegen können und wir müssen das so unauffällig wie nur möglich machen. jetzt ist die Woche noch nicht so lang, aber ich bin Freitagabend zum Beispiel noch nach Berlin gefahren. Deswegen konnten wir dort nicht aufnehmen. weil ich da wieder einen kleinen Job hatte über Nacht, weil es war eine Nachtschicht und bin dann früh wieder nach Hause gefahren. Okay. Spannende Projekte hatte ich eigentlich ja später auf dem Zettel. Aber wenn du jetzt schon sagst, du hast eine Nachtschicht in Berlin verbracht, was hast du denn in Berlin gemacht? Darfst darüber reden? Da haben wir letztes Jahr einen Laden gemacht, ein Bekleidungsgeschäft mit einem funglosen Boden auf 500 Quadratmeter.

Max Herrmannsdörfer: Und da wurde der Eingangsbereich nochmal neu überarbeitet, weil die Leute die Stufe dort nicht so genau sehen. Und da wurde der vorhandene Sauberlauf zurückgebaut und ich musste die Beschichtung ergänzen. Und da habe ich mir dann halt im Vorfeld schon wieder Gedanken gemacht, wie kriege ich das hin, dass ich das auch an einer Nacht gelöst kriege. Weil normalerweise ist eine Beschichtung ein mehrschichtiger Aufbau, der vor Ort gemacht wird. Und das wäre mehrere Tage oder Nächte oder sogar das komplette Wochenende. Und da habe ich mir im Vorfeld einen Gedanken gemacht, dass ich das auf eine Nacht reduziere. Und es hat geklappt. Ich konnte früh drei ins Bett gehen und bin dann und konnte dann neun wieder nach Hause fahren nach einem kurzen Schläfchen. Wie hat das funktioniert? Also wenn du sagst, normal ist es, dass das mehrere Tage dauern könnte. Genau ich das daheim im Lager vorbereitet, dass ich im Endeffekt eine fertige Beschichtung mitnehme sozusagen und habe die dann dort eingesetzt. Genau möchte ich nicht sagen, wie ich das gemacht habe. Man muss ja nicht alles verraten. Okay, okay, okay. Wir werden im Laufe des Gesprächs noch auf so paar andere Projekte zu sprechen kommen, wo du schon überall warst und in welchem Umkreis du unterwegs bist. Wir fangen mal ein paar Schritte vorher an. Du bist Bodenleger, du bist selbstständig, kommst aus der Nähe von Nürnberg. Sag doch gerne mal selbst ein paar Worte zu dir und zu deinem Betrieb. Ja genau, also ich bin im Norden von Nürnberg ansässig, das ist so zwischen Nürnberg und Erlangen in Kalchreuth und habe 1999 die Ausbildung zum Parkettleger angefangen, dann 2002 abgeschlossen und ja irgendwann kam dann der nach ein paar Anstellungen bei anderen Firmen kam dann irgendwann so wo ich gesagt habe ich muss meinen eigenen Weg gehen, ich habe so viele Ideen im Kopf die ich umsetzen möchte. Und das kannst du halt nicht machen, wenn du jemanden über dir hast, sondern dann musst du das selbst in die Hand nehmen. Und dann habe ich mich 2009 dazu entschlossen, mich selbstständig zu machen. Und 2015 wurde dann sozusagen der Bodenkavalier geboren. Da bin ich dann werbetechnisch damit ordentlich eingestiegen.

Max Herrmannsdörfer: zusammen mit der Werbeagentur und da ja, dann ging es los mit Facebook, Instagram, Social Media und auch nicht so, wie es manche andere machen. ich bin da noch, ich sag von mir selber mal etwas klein, ein kleines Licht auf Social Media. Aber ja, dann wurde das geboren. Und mittlerweile seit 2009 verschiedene Projekte gemacht, viel im Ausland gearbeitet und Ja, da bin ich schon sehr stolz drauf, was ich so geleistet habe in der Zeit. immer weiter auf der Suche nach Abenteuern, muss ich wirklich so sagen. Ich gebe da nicht auf, ich habe so ein paar Ziele, die ich noch erreichen möchte. Und da bin ich wirklich so auf der Suche nach den Abenteuern und Herausforderungen auf jeden Fall, weil so Herausforderungen liebe ich halt einfach. Ich wollte gerade fragen, ob du dich auf irgendwas spezialisiert hast, irgendeine spezielle Bodenart oder so. Aber ich höre raus, alles was herausfordernd ist, was für dich persönlich spannend ist, das spricht dich an. Definitiv. auch da kommen wir später noch zu den Projekten, wo ich letztes Jahr was umgesetzt habe, was eigentlich gar nicht mein Gebiet ist. war Fliesen, also Feinsteinzeug beziehungsweise Terratsoböden, wo ich eine Arbeit gemacht habe, wo ich eigentlich gar keinen Bezug zu haben. Aber ich hatte die Idee dafür und die Lösung, wie wir das hinbekommen. Und dann hat der Auftraggeber gesagt, du kommst. Ich habe keinen anderen. Okay, also du hast dir schon einen Namen, sage ich mal, gemacht in der Branche, auch durch dein Branding, durch den Bodenkavalier. Du wirst weit über die Grenzen von Nürnberg und Umgebung hinaus angefragt. Definitiv. Meine Anfragen beziehen sich deutschlandweit oder eben auch ins Ausland bezogen, wo ich dann auch gerne mal hinfahre. Dein Betrieb offiziell heißt da RS Bodentechnik. So finden wir auch die Website. Die ist übrigens sehr zu empfehlen. RS-Bodentechnik.de. Da gerne mal reinschauen. Ich kenne viele Websites von Handwerksbetrieben.

Max Herrmannsdörfer: Deine setzt da teilweise wirklich einen drauf, weil die ist modern, die ist mal innovativ. Du hast da so ein paar Gedichte, kann man sagen, so paar kleine Reime eingepflegt. Finde ich auch ganz spannend. Hast du da irgendwie ein Faible für? Nein, aber für das Außergewöhnliche. Also wirklich den Auftritt. Es ist ja nicht alles. wo von mir kommt, sondern das ist immer im Zusammenarbeit mit der Werbeagentur entsteht das. Und wo ich auch manchmal selber meine Zweifel habe, ist das denn so. Aber wenn man sich damit beschäftigt, wo man sagt, man muss einfach anders sein. ist was ich mache. Ich mache teilweise andere Arbeit. das 0815, das Tagesgeschäft gehört dazu. Also ich will es jetzt nicht abwertend sagen 0815, aber ein normales Wohnzimmer, normale Verlegung gehört einfach zum täglichen Job. dazu. dieses außergewöhnliche, dieses besondere und dann musst du auch ein besonderes und außergewöhnliches auftreten haben mit dem Firmenfahrzeug, mit der Internetseite und dann bleibst du ja bei den Leuten auch in Erinnerung, dass die sagen, das war jetzt ganz was anderes, das haben wir so nicht erwartet. Und dann fällt halt zwangsläufig wieder der Bodenkavalier, der war das. Und man merkt es auch auf einer Baustelle, wenn man mal irgendwo ein Jahr nicht war. und man kommt zur Tür rein, dass die Leute sagen, der Bodenkavalier kommt wieder. Die merken sich das und da wo ich dann sage, dann haben wir aber jedes Ziel erreicht, wenn das einfach im Gedächtnis bleibt. Es ist tatsächlich einfach eine Marke, die du da aufgebaut hast mit dem Bodenkavalier. Was würdest du denn sagen, für was steht der Bodenkavalier? Was sind so die Werte, du mit diesem Namen mit diesem Spitznamen verbindest? Na ja, was verbindet den Kavalier? Freundlichkeit, Höflichkeit, Zuvorkommend, ja diese ganzen alten Tugenden. Wenn du heute zutage Kollegen auf der Baustelle siehst, da ist es schwierig, das Hallo, guten Tag, die Kommunikation mit dem Kunden. Ich finde das ist aber wichtig, weil der Kunde soll wissen, auf was er sich einlässt. Der will mit einbezogen werden.

Max Herrmannsdörfer: Er hat handwerklich vielleicht nicht die Ahnung, warum er uns Handwerker ja holt, beauftragt für sein Projekt. Und dann muss man ihn natürlich mitnehmen. Man muss ihn abholen, man muss ihm Sachen zeigen. Und ja, das ist halt einfach so das Kavalier, diese Freundlichkeit und nicht dieses, ja, ich komme heute mal und mache hier und bin nur am Rumpf rubbeln und sonstiges. Man kennt es ja von manchen Kollegen. Ich will jetzt nicht alle über einen Kamm scheren, aber Aber das ist einfach dieses höfliche. dann macht das ja auch miteinander mit dem Kunden ja viel mehr Spaß, wenn man ihn mit einbezieht in sein Projekt. Weil es ist ja immer noch sein Projekt und er gibt ja einen Haufen Geld dafür aus, dass seine Wohnung ist ja nicht meine, sondern dass es ja seine einfach wunderschön wird. Und ja, das finde ich, das macht es halt aus. Und man kriegt ja dann auch immer das Feedback, wo man sagt, Pünktlichkeit zum Beispiel macht auch einen. Kavalier aus, wenn man pünktlich ist als Handwerker. Oder auch mal wir leben heute im Zeitalter von Handys, was man sagt, ich stehe im Stau, ich komme zehn Minuten später. Aber einfach dieser Anruf, dann sagen die schon immer, ja, ja, ist okay, das ist überhaupt gar kein Problem. Aber dann trotzdem einfach immer dieses dem Kunden ein bisschen zu vorkommen. Die Kommunikation suchen. Ja, so das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt. Für viele klingt das jetzt vielleicht selbstverständlich so, aber In der Praxis ist es oft eben nicht. Im Tagesalltag geht dann so eine Kommunikation und wenn es nur ein kleiner Anruf oder eine kleine Nachricht ist, die geht dann halt verloren. Aber du setzt da ganz bewusst drauf auf offene, respektvolle Kommunikation. Ja, weil man kriegt ja auch immer dieses direkte Feedback vom Kunden, dass die dann plötzlich, sie sind ja pünktlich. Wo ich mir immer denke, das ist aber doch für mich ganz normal. Wir haben einen Termin ausgemacht und dann ist man doch pünktlich da. eventuell auch fünf Minuten vorher. Aber das ist, wo ich sage, das ist eigentlich ja selbstverständlich. Wie kam bei dir dieser Schritt, mit einer Werbeagentur zusammenzuarbeiten? Kannst du das nochmal erklären? Das ist ja schon ein paar Jahre her. Aber auch das als Selbstständiger oder als Handwerksbetrieb zu sagen, ich möchte mehr, ich möchte mich weiterentwickeln und ich suche mir einen Partner, der mich da unterstützt.

Max Herrmannsdörfer: Wie kam das und was hast du für Erfahrungen? Ich war also ganz früher hat es ein Bekannter für mich gemacht. Meine Internetseite, die war so gefühlt wie eine von 10.000 im Selbstbaukasten. Und das hat mich immer die ganze Zeit nicht so überzeugt, wo ich mir gedacht habe, irgendwie muss man doch anders anders werden. Ich hatte auf dem Auto diesen Standard Aufkleber drauf, was ich alles mache. Alles ganz toll, wo ich gedacht habe, wir setzen uns irgendwie nicht ab. Und irgendwann war ich bei einer Kundin in Erlangen, habe die Boden gelegt in ihrem Laden und fand ihren Firmennamen außergewöhnlich, wie sie sich genannt hat, ihr Optikergeschäft. heißt das noch? Ja, das ist die Optikmeisterei in Erlangen. Und habe ich gesagt, ich finde den Namen klasse und mit wem sie das zusammen macht. Und ja, so sind wir dann drauf gekommen auf die Werbeagentur, dass sie das damit machen. Und habe ich gesagt, mit dem muss ich mich auch mal zusammensetzen. weil der hat ja da so tolle Ideen und die neue Website, die sie damals hatte, die jetzt auch schon wieder überarbeitet wurde, habe ich gesagt, finde ich mega klasse. Das ist mal was ganz was anderes, was auffälliges. Ja, und dann haben wir uns zusammengesetzt. Und so ist das dann entstanden, die Zusammenarbeit. Und wir arbeiten heute noch zusammen immer noch. Er ist auch schuld an der neuen Website. Aber weil ich dann gesagt habe. wir brauchen wieder irgendwas frisches. Wenn man sich immer damit beschäftigt, merkt man ja selber irgendwann, das ist nicht mehr so. Jetzt gibt es neue Methoden, neue Sachen. Wo ich dann sage, jetzt muss man es wieder überarbeiten. Aber so ist es damals entstanden über die Kunden, weil ich einfach über ihren auffälligen Firmen auftritt. Der hat mich so begeistert, wo ich gesagt habe, da müssen wir jetzt weiter, da müssen wir jetzt investieren. Und es hat sich... definitiv gelohnt. Ja, cool. Ich finde die Geschichte super schön, weil das ist auch das, was wir auch bei uns in den Podcasts transportieren wollen. Vorbilder schaffen oder mal neue Möglichkeiten aufzeigen. Also auch für Kolleginnen und Kollegen von dir, die uns jetzt auch zuhören und sich denken, ja, meine Website habe ich letztes Mal vielleicht 2005 aktualisiert. Vielleicht sollten wir da mal ran und dann eben auch zu sagen, ich muss das nicht alles selbst können. Ich muss nicht selbst

Max Herrmannsdörfer: der Experte für Webdesign werden. Es gibt aber Leute, sind das und die können mich dann auch unterstützen im Marketing. Ja genau. Und es ist einfach, wo man dann sagt, man holt sich Hilfe. Na klar, wir sind wieder Handwerker. Wir sagen dann immer, das können wir schon irgendwie selber. Aber ich sage mal, dieses ganze Webdesign und sonstiges, die lernen das ja auch nicht umsonst. Die haben einen ganz anderen Blick für die ganzen Sachen und können dann noch was rauskitzeln. Natürlich muss ich dazu sagen, sind Kosten, die sind nicht unerheblich. Aber am Ende des Tages durch diese ganze Auffälligkeit, ja, und es macht halt auch Spaß. Also muss ich mal ganz ehrlich sagen, mit so einem schönen beklebten Auto rumzufahren, was auffällig ist, wo die Leute dann gucken und sie gucken dich an der Kreuzung an und haben ein Lächeln im Gesicht, weil sie dann sagen, daumen hoch, coole Werbung. Ja, das entschädigt doch. Und die merken sich das ja dann auch, dass er sagt, wir haben mal den Bodenkavalier gesehen. ist ja. Also da auch lohnt sich der Blick bei dir bei Instagram mal rein. Der Bodenkavalier, da findet man dich und da findet man erstens schöne neue Website Fotos, die ihr gemacht habt. Die sind noch gar nicht so alt und dann eben auch der Bus, der auch relativ neu ist. Nein, der geht jetzt sogar schon wieder weg. ist schon. Aber wie lange hast du den schon? vier Jahre alt. Vier Jahre? Okay. Und der geht nächstes Jahr, diese Zeit ist er schon wieder weg. Da ist hoffentlich mit viel Glück schon wieder ein neues Projekt am Start, ein neuer Bus. Okay, okay, Also Folgen lohnt sich trotzdem auf jeden Fall bei Instagram und dann auch der Blick auf die Website, das mal zu sehen, wie du das Marketing aufziehst. Jetzt die Frage, was bringt dir das? Also hast du dadurch tatsächlich mehr Aufmerksamkeit, mehr Aufträge, mehr Umsatz generieren können? Ich selber kriege das gar nicht so mit. Klar, kriegt das mit durch Follower, durch Aufmerksamkeit, was man macht. Aber im Gespräch mit dem Kunden kommt dann schon immer, ja, wir haben durch Ihr Instagram schon gescrollt, wir wissen schon, was Sie machen. Wo man dann hinten rumkriegt, weil man sieht es ja nicht. Man sieht es in der Story, wer sich das anschaut.

Max Herrmannsdörfer: Aber diese ganzen Beiträge, da kriegt man ja kein Feedback, wer sich das so anschaut. Und wenn man dann beim Kunden ist, dann kriegt man schon immer durch die Blume gesagt, die wissen schon, ich so für Baustellen habe und für Projekte gemacht habe. Ganz konkret sagen aber die wenigsten, dass sie sagen, aufgrund dessen bin ich dort. Ich hatte da mal Kunden, wo wir eine Gestaltung gemacht haben, recht kreative Gestaltung. die gesagt haben, aufgrund von Instagram, dass sie gesehen haben, was ich mache, habe ich den Auftrag bekommen. Aber das sahen direkt die wenigsten Leute. Aber so durch die Blume kriegt man schon immer mit, dass die das verfolgen. Ich hatte auch mal ganz kurz ein anderes Projekt, auch einen schönen Altbau, wo wir saniert haben, wo zwischendurch das Kamerastativ auf der Baustelle war. Und hat mir denn der Kunde gesagt, wo die am Wochenende da waren. Sein Sohn, der ist ganz wahnsinnig geworden, weil er das Kamerastativ gesehen hat, gesagt wir sind auf Instagram, da müssen wir unbedingt gucken. Und der hat das total gefeiert, weil er es eben gesehen hat. ja, und danach wurde auch dann mit dem Video von der Baustelle belohnt, wo ich das dann hochgeladen habe. Er hat sich schon richtig gefreut, weil er das Stativ gesehen hat, dass ihr Projekt auf Instagram dann kommt oder in Social Media. Das ist sehr cool. Ich glaube, das ist dann so das Gesamtgesamtkonzept, was mit reinspielt bei der Kundengewinnung. Eben diese Präsenz, der Bodenkavalier einfach als Marke irgendwo mal vielleicht gesehen wurde, das Auto mal irgendwo vorbeigefahren wurde oder vorbeigefahren ist und dann erinnern wir sich, aha, ich brauche einen neuen Boden, ich habe doch da mal jemanden gesehen. Also so unterbewusst glaube ich, diese Markenbildung schon, trägt dann schon Früchte irgendwann. Und ich finde es einfach auch nichts leichter, Social Media, aktuelle Projekte oder außergewöhnliche Projekte zeigen zu können. Das ist ohne, dass die Website früher, wurde ja die Website immer erneuert und dann wurden da diese, die Bilder halt hochgeladen von einem Projekt, was natürlich auch immer Arbeit war. Aber warum nicht diese moderne Nutzen, die uns gegeben wird und da einfach Werbung für sich zu machen? Ich habe auch ganz lange mich gescheut, mich selber in der Kamera zu zeigen.

Max Herrmannsdörfer: Mittlerweile, ich habe dann irgendwann mal angefangen, jetzt muss ich auch mal anfangen, dass man ein Gesicht dazu bekommt. Und das ist ja dann auch wieder ausschlaggebend. Und wenn der Kunde dich dann fragt, Herr Schulz, Sie kommen aber auch selber auf die Baustelle, wo ich dann sage, selbstverständlich komme ich selber, weil die dann sagen, die assoziieren das eben dann damit. Ja, also da kommt schon der Bodenkavalier selber auch. Da legen die Leute Wert drauf. Hast du denn irgendeinen? Irgendein Tipp für deine Handwerkskollegen, das vielleicht bisher noch nicht so machen, für die Instagram aber vielleicht auch mal ein Weg sein könnte, die Projekte zu zeigen? Geht es wirklich einfach so, mal Handy mitnehmen und bisschen draufhalten? Was würdest du sagen? So habe ich auch angefangen und da muss ich wirklich sagen, keine Scheu. Und wo ich auch sage, es dürfen ja auch Fehler in diesen, in den Storys, in den Beiträgen drinnen sein. Auch dieses flüssige Sprechen. Ich erwische mich selber immer, wo ich sage, ich könnte ein bisschen flüssiger sprechen und nicht immer dieses äh mit reinbringen. Und wo ich sage, wir sind aber Handwerker und die Leute dürfen das sehen, dass wir Handwerker sind. Das muss nicht das Premium Video sein, wo unten Videograf aufgenommen hat. Nehmt das Handy in die Hand, haltet es einfach und einfach drauf los. Das ist das Vorteil ist, man kann es ja wieder löschen, wenn es einem nicht gefällt und nimmt es noch mal auf. Das mache ich leider auch manchmal so. Ist ja nicht schlimm. Wo ich sage, da ist aber jetzt was reingelaufen oder der Kollege hat gerade gehustet und wo ich sage, das will ich jetzt nicht drin haben. Aber es ist eigentlich überhaupt nicht schlimm, wo ich sage, wir sind Handwerker, wir sind auf der Baustelle, zeigt das Leben auf der Baustelle, zeigt eure Arbeit. Einfach das Handy in die Hand nehmen, ist unkrawlos. Und ich glaube, das ist das, auch was die Leute sehen wollen. Die wollen kein Hochglanz Video sehen von der Baustelle. Natürlich hat man ein besonderes Projekt. Ich das natürlich auch toll, wenn das mal so ein richtiger Videograph aufgenommen hat. Aber einfach zum Anfang das Handy in die Hand und dann Feuer frei, sage ich immer. Gerade wenn es täglichen Content eben geht. Also da kann natürlich nicht jeden Tag ein Videograph mit dabei sein, aber das Handy hat jeder jeden Tag eigentlich mal in der Hand, auch auf der Baustelle. dann mal einen Schwenk über aktuelle Projekte.

Max Herrmannsdörfer: Ja, warum nicht? Und dann merkt man das, so wie bei mir. Es entwickelt sich dann immer weiter. Du beginnst halt einfach Spaß daran zu haben, Sachen aufzunehmen. Du beschäftigst damit. Eigentlich habe ich mal als Ziel gehabt, ich wollte mein Handy abend nicht mehr so lange in der Hand nehmen, sondern auch mal beiseite legen. Ja, dann guckst du aber, was machen andere Kollegen? Was machen die so für Videos? Du schwenkst mal so durch, durch TikTok oder wie nehmen die was auf? Holst dir Ideen? Dann versuchst du, die umzusetzen. Dann geht es immer so weiter. Dann stehst du auf der Baustelle und sagst, jetzt haben wir erst mal 15 Minuten oder 10 Minuten, je nachdem, wie umfangreich es ist. Jetzt müssen wir ein Video drehen von der ganzen Sache und versuchst, das genauso umzusetzen. Aber es ist immer so, persönliche ... Irgendwann entwickelst du dafür auch eine Einstellung, dass du das immer besser werden willst. Es ist wie mit dem Bodenlegen. Ich habe mal angefangen, Bohnen zu legen, aber du willst immer besser werden. ja, so entsteht das dann einfach. Man braucht dann natürlich auch die entsprechenden Projekte. Also ich bin mir sicher, jede Baustelle ist zeigenswert und auch manchmal wird man vielleicht selbst betriebsblind und denkt sich, ja, das ist ja nichts Besonderes. Aber für jemanden, der das nicht täglich sieht oder der nicht aus dem Gewerk kommt, der den freut es, wenn er dann vielleicht auch von vermeintlich einfachen Tätigkeiten, wenn er sieht, wie funktioniert das, wie wird jetzt hier mein Boden gelegt. Also gibt es wahrscheinlich nichts, was man nicht zeigen kann. Das ist alles zeigenswert. Ob du Kleber aufziehst, ob du eine Silikonfuge ziehst, sind die Sachen, die laufen aber auch auf Social Media tatsächlich viel, besser, wie wenn du denen eine Geschichte erzählst. Das ist, da wenn du einfach die Silikonfuge ziehst. Das hat einfach Aufrufe, das glaubst du gar nicht. Das ist satisfying Content. weiß, viele kennen sich im Handwerk null aus, aber wenn sie ein Video sehen, wie Spachtelmasse aufgetragen wird oder wie in Estrich gelegt wird oder wie auch immer, die flippen da aus. Das ist einfach ästhetisch. Das sieht schön aus. Also glaube ich. Und das ist aber einfach... Da muss man einfach irgendwann anfangen.

Max Herrmannsdörfer: Ich habe das dann irgendwann auch verstärkt gemacht. Momentan habe ich ein bisschen das Problem, dass ich eben nicht alle Projekte zeigen darf und kann. Wo ich dann auch wieder sage, das schwierig, das wäre jetzt so super, das wäre jetzt so super Content und ich darf aber nicht. Aber ja, das es kriegt mal hin. Man fängt dann an auch Baustellen mehrfach zu nutzen von den ganzen Etappen und man kommt dann irgendwie so rein. Ich finde immer, man muss sich auch selber damit beschäftigen und man muss es wollen. Wenn man so von Haus aus nicht will, aber das ist wie mit jedem Job, wenn ich nicht will, wird das auch nichts. Aber wenn ich dafür brenne, A für meinen Job und B, das auch zu zeigen, dann läuft das. Dann wird das gut. Manchmal zum Leidtragen der Frau, wenn man dann abends eher das Handy in der Hand hat, wie die Frau im Arm. Aber es ist halt doch irgendwo der Job. Wenn man den mit Leidenschaft macht, ich mache ihn leider mit Leidenschaft, ja. Dann gehört das auch mal mit dazu. Okay, verstehe ich, verstehe ich. Wenn wir mal bei Projekten bleiben. Ja, du sagst, du darfst über manche Projekte nicht sprechen. Kannst du mal so allgemein sagen, was sind so deine Baustellen? Wo bist du üblicherweise unterwegs? Kannst es mal grob zusammenfassen? Üblicherweise bin ich unterwegs in ganz Deutschland. Ab und zu dann auch mal im im Ausland. Also ich war in Finnland oben schon, ich war in den Niederlanden eine ganze Zeit. In Österreich durfte ich schon mehrere Projekte machen, in Italien durfte ich schon mehrere Projekte machen, in Lichtenstein und ja, so kommt man halt so ein bisschen rum. Aber grundsätzlich findest du mich überall in Deutschland. Wie gesagt, letzten Freitag in Berlin. Aktuell läuft eine Baustelle parallel jetzt gerade in München unten. Du findest mich im Allgäu. Die Woche fahren wir noch nach Frankfurt, also morgen fahren wir nach Frankfurt in den Frankfurter Raum. Also man mich überall. Aber ich bin auch gerne hier im Umkreis unterwegs. Und von den Objekten her geht es dann von bis, also Gewerbebauten, auch private Wohnungen, private Häuser. Bist du völlig offen eigentlich? Da bin ich, da bin ich völlig offen. Und das ist aber auch das Schöne, diese Abwechslung der Privatkunde, der Gewerbebau, wo auch was wichtig ist.

Max Herrmannsdörfer: Aber ich liebe einfach diese Abwechslung. Ich liebe auch die Abwechslung vom Parkett zum Bodenlegen, zum Teppichlegen, zum Doppelboden, zum Industrieboden, zu den ganzen Schaltwartenböden in diesen Elektrostationen, wo wir arbeiten. Diese ganze Vielfalt, die den Boden ausmacht. Ich liebe es einfach und ich finde diese Abwechslung schön. Wie ist denn die Lage gerade so im Bodenlegerhandwerk? Da bin ich gar nicht drin oder ist gar nicht so meine Branche. Deshalb darfst uns gerne mal sagen, mangelt es euch gerade irgendwie an Aufträgen oder seid ihr versorgt? Gibt es genügend Böden, aktuell ausgetauscht, die gelegt werden müssen? Wie ist die Lage? Du hörst verschiedene Meinungen. Ich für mich kann sagen, wir sind zu zweit im Team, wo wir arbeiten. Wir sind ausgelastet. Also ich habe Vorlaufzeiten von teilweise zwei bis drei Monaten, bis ich überhaupt irgendwo ankomme. Du hörst aber auch von Kollegen, gratis aber irgendwie so ganz schön mau und schlecht und schwierig. Natürlich, man merkt im Privatbereich momentan ist es ein bisschen weniger, was ich für mich so sage, kann allerdings auch dran liegen, weil ich so viele teilweise Gewerbeprojekte am Laufen habe, die schon Vorlauf haben, dass ich in Privatkunden gar nicht mit reinkriege, mit dazwischen kriege. weil das möchte ich nicht, es soll jeder Kunde vernünftig bedient werden. Daher kann ich für mich sagen, finde ich es momentan gar nicht schwierig, auch durch diese ganze Umstrukturierung, wo man dann mit reinkommt, gerade in den Industriebauten mit der ganzen Energiewende, aber auch bei Privatkunden, wo was ist, das können wir ganz gut bedienen und ich kann mich nicht beschweren. sage immer, es könnte schlimmer sein. Aber wie gesagt, andere Kollegen, sagen, momentan ist es sehr schwierig, gerade was so Neubauten angeht. Und da ist es dann nicht so einfach. Aber das kenne ich aus anderen Gewerken auch. Egal, ob es jetzt elektro oder sanitär ist, da sagen auch die einen, ja, aktuell läuft noch alles. Die haben sich dann vielleicht jetzt gerade mehr auf Badsanierung zum Beispiel fokussiert, was gerade ein ganz gutes Feld ist.

Max Herrmannsdörfer: Andere, die vielleicht schwerpunktmäßig nur Heizung machen, sagen gerade, die Unsicherheit zeigt sich schon im Markt. Klar, glaube, da hat jedes Gewerk und jeder Betrieb so seine eigene Sicht drauf. schön, dass es bei dir aktuell läuft und dass du mit Aufregung Besuch bist. Das freut mich auch, ja. Jetzt haben wir so ein paar spannende Aufträge ja schon mal angeschnitten. Wir werden es nicht schaffen, einzelnen Auftrag so durchzudeglinieren. Vielleicht kannst du mal ein, zwei rausziehen. Was waren für dich so in den letzten Jahren die spannendsten Aufträge? Die spannendsten Aufträge waren wirklich, also Finnland fand ich sehr spannend. Was hast du dort gemacht? Doppelboden haben wir dort im Rathaus in Saalow, haben wir dort den Doppelboden einbauen dürfen. Und das ging auch über Kontakte sozusagen. Und die wollten dann unbedingt, dass da eine deutsche Firma hochkommt. Und ja. Das war dann in dem Fall ich und das fand ich total spannend. Natürlich durften wir nicht im Sommer nach Finnland, wo es vielleicht ein bisschen wärmer wäre, sondern natürlich im Februar bei minus 28 Grad. Hat mal richtig Spaß bei. Also das T-Shirt konnte man getrost daheim lassen. Das fand ich richtig spannend, aber ich finde auch kleine Projekte spannend. Ich war vor ein paar Jahren im Allgäu unten, oben an der Kemptner Hütte. Ja, dann mit drei Stunden Fußmarsch nach oben. Dann hat man da erst mal ein bisschen Akklimatisierung gebraucht und dann konnte man arbeiten. Und dann am Abend oder am späten Nachmittag dann drei Stunden wieder Fußmarsch nach unten. Es sollte eigentlich mit dem Hubschrauber hochgehen, hätte ich auch richtig spannend gefunden. Aber leider hatte sich dann das Projekt verschoben und dann war der Hubschrauber nicht mehr greifbar. Und somit hatten wir dann einen schönen Fußmarsch. Das Material kam mit der Materialseilbahn hoch, weil die Hütte dadurch ihre, ihren Provianten und alles nach oben bekommt. Da ging das Material damit hoch und ja, ich musste aber leider laufen. Aber war auch mal ganz spannend, da hoch zu laufen. Also das fand ich ganz toll. Meiner, das war ein Projekt von vier Quadratmetern, aber eher das fand ich, das fand ich super. Dieses Projekt im Allgäu ist für mich als jemand, der gern in die Berge geht, sehr spannend. Ich war persönlich noch nicht.

Max Herrmannsdörfer: der Kemptner Hütte. Ich war aber sehr nah dran. Man kann ja da aus dem Allgäu hochgehen oder auch vom Lechtal und ich war letztes Jahr im Lechtal und ich hätte noch ein paar Kilometer weiter gehen müssen, dann wäre ich bei der Kemptner Hütte gewesen. Die ist auf 1800 Meter, glaube ich. auf 1800 und ein bisschen was. Ja, das war halt mal recht spannend, weil welcher Bodenleger läuft schon drei Stunden hoch, auf den Berg hoch zu seiner Arbeit. War hoffentlich alles Arbeitszeit, bezahlte Bergzeit. Ja, die Berge gehen und dafür bezahlt werden. Kann man auch machen. gut, absolut, sehr toll. Was auch ein absolutes Projekt für mich war, dass ich bei Facebook arbeiten durfte, dass ich für Facebook Boden legen durfte. Also es war ein super Projekt. Okay, also da darfst jetzt noch bisschen was erzählen. Also bei Facebook, wo hast du bei Facebook Boden legen dürfen? Das war in Berlin und die haben da einen Sitz in Berlin und das ging auch über ein paar Umwege und paar Kontakte. ja, es war einfach Wahnsinn, wo du dir denkst, du darfst für Facebook einen Fußboden legen. Machst du auch nicht alle Tage. Das sind halt schon so richtig coole Baustellen. Das macht dann schon sehr Spaß. Du hast ja die Referenzen auch bei dir auf der Website aufgeführt und wenn man da so durchscrollt, da kriegt man schon einen ganz guten Einblick in was für Objekte du so tätig bist. klar, gute Referenzen befeuern natürlich auch Folgeaufträge wieder von anderen. ja. Ist aber auch, du musst, muss ich ganz klar sagen. Wenn du so eine Referenz hast, musst du am Ende des Tages aber auch abliefern. Wenn du deine Arbeit ausführst, die Erwartungshaltung nicht kleiner beim Endkunden, egal ob privat oder gewerblich, sondern der sagt, wenn du da gearbeitet hast, musst du ja einen richtig geilen Job gemacht haben. Das heißt, du machst bitte bei mir auch einen richtig geilen Job. Aber das ist immer wieder dieses stetig weiter, immer besser werden in dem Projekt.

Max Herrmannsdörfer: effektiver. Du brauchst natürlich einen Top-Maschinenpark, damit du das auch umsetzen kannst. Aber da ist halt dann immer dieser Nervenkitzel. Das muss noch mal eine Schippe drauf und dann ist es halt einfach toll. Da freut man sich selber. Also ich habe selber so viel Spaß an meiner Arbeit, auch Sachen rauszuprobieren. Ich probiere sehr viel aus, wie kriegen wir was effektiver gelöst. Sonstige Sachen. Und ich auch ein Freund von Schulungen, immer irgendwie dieses Quäntchen etwas mitzunehmen. Und dann kannst du halt auch entsprechend abliefern auf der Baustelle. Und das macht einen dann aber selber auch wieder stolz. Nicht nur den Kunden, sondern ich sage immer, da schwirrt die Brust, weil du sagst, das haben wir so geil umgesetzt. Das ist schon Hammer. Das ist halt auch das, was das Handwerk bedeutet. Einfach zu sehen, was man selbst da geschaffen hat. Und dann auch stolz darauf sein zu können, was man geschaffen hat. Definitiv. Definitiv. da sollte man und da ist es egal, ob ganz oben oder ich will jetzt nicht sagen ganz unten, es das einfache Projekt, na ja, einfach ist auch schon wieder schlecht gesagt. Das kleine Schlafzimmer oder die kleine Küche irgendwo ist. Man sollte immer stolz auf seine Arbeit sein und sie aber auch mit Stolz erfüllen, diese Arbeit und nicht immer dieses dahin gewuschte und sonst irgendwas. Nein, ist einfach immer diese Arbeit mit Stolz machen und mit Stolz ausführen. dann ist das Handwerk einfach toll. Und egal welches Gewerk, Handwerk ist toll, was wir erschaffen. Ronny, jetzt hast du am Anfang gesagt, du hast aber auch so ein paar Ziele noch, du möchtest noch ein bisschen was machen. Was würdest du denn gerne noch umsetzen? Hast du so wirklich ganz konkret irgendwelche Objekte oder Projekte, wo du sagst, boah, darauf hättest du immer richtig Bock? Projekte in dem Sinn nicht, in welchen Ländern ich gerne mal arbeiten würde. Das sind so meine Ziele. Da habe ich so richtig Bock drauf, in welchen Projekten ich mal noch arbeite. Also ich möchte gerne mal in Amerika arbeiten, unabhängig der politischen Situation mit allem Möglichen, aber das ist einfach für ein Land für mich, ich arbeiten möchte. ich möchte gerne Australien, das fände ich auch mal ganz spannend.

Max Herrmannsdörfer: Aber auch Japan zum Beispiel. Ich fände das mal noch ganz spannend. Ich möchte nächstes Jahr eigentlich auf eine Messe schon mal nach Amerika, auch dort Kontakte zu knüpfen. Also Bodenkavalier goes international. ist Plan für die nächsten Jahre. Also da hätte ich halt wirklich gerne mal noch Bock drauf. Dadurch, dass ich hier sehr viel fürs Militär arbeite, fürs Amerikanische, und interessiert mich, ich verfolge auch Social Media sehr viel aus dem Ausland und da wird halt noch anders gearbeitet. Die haben andere Ideen, andere Tricks, Kniffe und es reizt mich halt, zu lernen und das zuzugucken. Okay, also tatsächlich auch vor Ort die Techniken lernen, die vor Ort eben Standard sind. Genau, einfach. Klar ist es auch manchmal etwas anders wie hier. Nehmen wir jetzt zum Beispiel mal Lösemittel. fast gar nicht mehr im Einsatz, gibt es dort natürlich noch im Einsatz. Das ist jetzt nicht das, wo ich hin will, aber Arbeitsschritte, wie laufen die so ab? Und das Arbeiten im Ausland ist schon anders. Und dadurch, dass ich das jetzt hier in Europa schon lernen durfte, wie dort so gearbeitet wird, hätte ich das auch gerne mal so ein bisschen übers Wasser drüber. Ja, Ronny, da bin ich gespannt, wo es sich so in den nächsten Jahren mal hin verschlägt als Bodenkavalier. du noch immer arbeiten darfst. Wenn man dir folgt, dann wird man auf jeden Fall aktuell bleiben und up to date bleiben, wo es mal hingeht. Definitiv. Ich habe jetzt zum Abschluss für dich noch ein paar Fragen. Wir haben so einen kleinen Abschlussblock, den wir allen unseren Gästen stellen. Die erste Frage, wenn du mal die Möglichkeit hättest, mit jemandem zu tauschen, mal einen Tag oder eine Woche? in ein anderes Beruf, in ein anderes Leben reinzuschauen. Mit wem würdest du gerne mal tauschen? Da ich mich dafür sehr interessiere, wäre das ein LKW-Fahrer. Tatsächlich. okay. Also im Ferntruck her würde ich absolut tauschen. das ist... da mal reinzuschnuppern. mal zu erleben, wie ist es so auf der Straße quasi, on the road zu leben im LKW. Ja. Ja. Ja, geil. Spannender, spannender Einblick tatsächlich. Also ganz, ganz andere Richtung. aber...

Max Herrmannsdörfer: Genau dafür ist die Frage da, bisschen reinzuträumen, wo könnte man mal reinschnuppern. Ja, okay, spannend. Zweite Frage. Und da waren wir gerade vorher schon, aber wir greifen das nochmal auf. Was bedeutet für dich Handwerk? Dinge zu erschaffen. Das ist einfach mit den Händen etwas zu erschaffen, was kein Computer oder sonst irgendwas, heutzutage auch KI im Thema. was es nicht kann. Also für mich ist Handwerk aber Leidenschaft. ist Dinge zu erschaffen, ein Wow zu erzeugen. Das ist Handwerk, ja. Also für mich. Sehr schön. Dritte Frage. Wenn du eine Sache im Handwerk sofort ändern könntest, was wäre es? Boah, die ist gut, die Frage. Wenn ich was sofort...Piokratieabbau. Tut die komplette Bürokratieabbau oder hast du irgendwas Konkretes, wo du sagst, ja, wenn ich das jeden Monat machen muss, da raucht der Kopf. Boah, wenn ich was abschaffen kann. Hey, da muss ich jetzt länger in mich gehen. Das ist der Hauptklimasch spontan. Also was mich eigentlich am meisten nervt bei uns oder das wird auch nicht nur bei uns im Handwerk sein, ist einfach diese ganze Bürokratie. Ja, das nervt schon teilweise hart. Also vom Bürokratieabbau ist da nichts zu merken. Aber ansonsten, was ich sofort ändern könnte, wüsste ich jetzt außer das eben gerade so ganz spontan nichts. Ansonsten bist du absolut happy, auch als Selbstständiger im Handwerk? Definitiv, ja. Okay, sehr gut. Wobei das Ansehen unseres Handwerks könnte sich ändern, weil das wird ja dann doch eher oft als zweite Klasse angesehen, warum auch immer. Aber wo ich sage, ja, ohne das Handwerk wäre ja gar nichts. Also wenn wir alle Handwerker Friseur, Kfz-Werkstein, es ist ja das ganze Thema, wenn wir alle nichts mehr machen würden, dann würde hier auf der Welt ganz schön viel Licht los sein. Und ich finde unser Ansehen hat es eigentlich doch schon verdient, dass wir entsprechend wahrgenommen werden und nicht so wie, da kommt der Handwerker, das ist... Aber ich finde, das ist auch Erziehungssache von zu Hause, was nur mitgegeben wird.

Max Herrmannsdörfer: Definitiv. wir teilweise wirklich so ein schlechtes Ansehen haben. Ich habe das Gefühl, da tut sich jetzt was in den letzten Jahren. Es wird besser, es ist richtig. Also auch an Schulen. Ich war selbst auf dem Gymnasium damals und da war Handwerk für mich nie präsent in der Schule. Das ist was, was sich ändern muss. Und ich kenne jetzt mittlerweile zum Glück viele Schulen. die sich auch schon ändern. ja, wurde viel verschlafen in letzten Jahren. Genau. Aber auch wenn du als Handwerker in irgendwelche Firmen kommst, dein Ansehen ist dann auch schon wieder so, am besten sehen wir dich hier gar nicht. Du sollst alles schön machen, aber eigentlich wollen wir auch gar kein Sehen, dass unsere Kunden dann nicht sehen, dass wir Handwerker haben, so nach dem Motto, wo ich mir dann so denke, nein, seid doch stolz darauf, dass hier etwas geändert wird. Das sind unsere Handwerker und die präsentieren unsere Firma jetzt neu. wo ich dann sage, aber versteckt die doch nicht. Warum? Das ist doch überhaupt gar keine Schande. Ende des Tages sitzen wir alle im selben Boot und müssen miteinander und nicht gegeneinander. Das unterstreiche ich mal doppelt und dreifach. Genau so ist es nämlich. Ronny zum Abschluss. habe vier Begriffe mit der Bitte kurz und knapp darauf zu antworten. Erster Begriff. Was ist für dich Heimat? wo ich mich wohlfühle. Zweiter Begriff. du ein Vorbild? Nein. Was bedeutet für dich Glück? Wenn ich selbst mit mir zufrieden bin, dann bin ich glücklich. Und letzter Begriff, letzte Frage. Hast du irgendein Motto? Ja, es geht immer weiter. Es gibt kein Zurück. Es geht immer immer nach vorne. Ronny, dann wünsche ich dir, es bei dir auch immer weiter nach vorne geht und bin mir sicher, dass es immer weiter nach vorne geht. Ich danke dir ganz herzlich, dass du hier zu Gast warst bei Handwerk erleben im Podcast. gerne, mir sehr viel Spaß gemacht. mir auch. Ich wünsche dir alles Gute. Vielen Dank. Mach's gut, Ronny. Ciao. Ciao. Das war's mit Handwerk erleben. Dir hat diese Folge gefallen? Dann abonniere diesen Podcast, keine Folge mehr zu verpassen. Wir freuen uns auch über eine 5-Sterne-Bewertung bei deiner Podcast-Plattform. Dieser Podcast ist eine Produktion der Handwerker Radio GmbH.

Max Herrmannsdörfer: Weitere Informationen findest du unter handwerker-radio.de

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