#173 Handwerk, das verbindet: Unser Rückblick zur Herocon 2026
Shownotes
Zwei Tage, neun Interviews und jede Menge Aufbruchstimmung: In dieser Sonderfolge von „Handwerk erleben“ nimmt euch Moderator Max Herrmannsdörfer mit ins rollende Podcaststudio bei der Herocon 2026 im Signal Iduna Park in Dortmund. Den Auftakt macht Katja Lilu Melder, Bundesvorsitzende der UnternehmerFrauen im Handwerk, die mit klaren Worten für mehr Inklusion im Handwerk wirbt und zeigt, warum sich Vielfalt im Betrieb auch wirtschaftlich auszahlt. Malermeisterin Anna Hüllner spricht über ihren Weg in die Schweiz und ihre ersten Eindrücke vom Event. Außerdem berichten Tischlermeisterin Jule Rombey und Alexandra Mögele aus dem Herocon-Team vom kurzerhand organisierten Community Run und dem besonderen Spirit der Branche. Bei Paulmann Licht erklärt Idris Khosrawi die neue „Erlebniswelt Licht“ – ein abgedunkeltes Zelt, in dem Licht mit allen Sinnen erlebbar wird.
Weiter geht es mit dem selbstständigen Tischler Ben Berger, der über Netzwerken, KI im Handwerk und seine großen Pläne von Werkstattkauf bis Meisterschule spricht. Sven Schöpker, Handwerksunternehmer und Gründer von „Mission Starkes Handwerk“, verrät, wie sich Chefs Schritt für Schritt aus dem Tagesgeschäft ziehen und worauf es bei Strukturen, Prozessen und Vertrieb ankommt. Prominenz liefert Schauspieler und Handwerksbotschafter Ralf Moeller, der sich mit der Initiative „Motivation Handwerk“ für mehr Nachwuchs starkmacht. Den emotionalen Abschluss bildet Herocon-Gründer Niklas Palm, der nach Veranstaltungsende offen über Highlights, Herausforderungen wie Feueralarm und Sturmböden und die Zukunft der Herocon spricht. Eine bunte Mischung, die zeigt: Das Handwerk ist modern, vernetzt und voller Energie.
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Max Herrmannsdörfer: Handwerkerleben. Der Podcast mit den spannendsten Geschichten aus dem Handwerk und darüber hinaus. Hallo zusammen und herzlich willkommen bei Handwerkerleben. Ich bin Max Hermannsdörfer und heute hört ihr eine Sonderfolge zur HeroCon 2026. Wir waren am 12. und 13. Juni im Signal Iduna Park in Dortmund. Für mich übrigens das erste Mal HeroCon und auch das erste Mal Signal Iduna Park. Ja und ich sage euch, ich als Augsburg-Fan, selbst ich muss zugeben, so alleine in diesem Stadion, wenn es dunkel ist, das hat schon wirklich was. Also atmosphärisch, ja schon ein kleiner Traum, kann man nicht anders sagen. Aber wir waren nicht nur zum Stadion genießen da, sondern haben fleißig für euch gepodcastet. Zwei Tage, neun Interviews und die gibt es jetzt hier bei Handwerk erleben. Los geht's mit Katja Lilo-Melder. Sie ist Vorsitzende der Unternehmerfrauen im Handwerk, selbst Handwerksmeisterin mit eigenem Betrieb im Bereich Schadstoffsanierung und Abbrucharbeiten und sie hatte Inklusion als Kernthema bei der HeroCon. Nicht wundern, falls ihr gleich ein paar Störgeräusche hört, neben uns ist immer mal wieder eine Tür in Schloss gefallen. Also falls ihr das hört, dann wisst ihr zumindest woher es kommt. Und jetzt viel Spaß. Schön, dass ich hier sein darf. Schön, dass ihr hier seid. Ich freue mich auch, du warst heute schon im Einsatz. Du hast für dein Thema Inklusion im Handwerk eingestanden. Erzähl mal, wie war so der Tag für dich heute? Also die Hiokorn ist sowieso immer sehr intensiv, muss man sagen, weil man natürlich hier das komplette Handwerk sieht und macht. Das ist eine andere Plattform als andere Messen und dadurch ist es natürlich sehr intensiv, wenn man viele Menschen auf sehr nahem Kontext halt quasi sieht. und ja, jeder steht hier für eine gewisse Sache und der Austausch ist toll. Super. Und halt so eine Party-Stimmung halt. Das finde ich geil. Also es ist nicht so steif hier, ist der Aussteller, der Aussteller, sondern es ist ein bisschen verwinkelt. Man muss sich mal zurechtfinden. man läuft sich deshalb auch zwangsläufig immer wieder über den Weg. Also dieser Austausch untereinander, der auch so auf dem kurzen Wegen zum nächsten Event stattfindet, der macht die HeroCon auch aus. Ja, also man merkt schon, hier merkst es halt ganz extrem. Handwerk ist Familie. Das merkst du halt hier einfach.
Max Herrmannsdörfer: Man hört diesen Satz ja oft. Es ist ein Klassentreffen, ist Familie. Aber ich finde schon, dass es hier ein Unterschied ist zu anderen Veranstaltungen. Hier sind weniger Funktionäre, hier ist das Handwerk. Sag ruhig, wie es ist. So, das halte mal fest. Das darf ich sagen als Funktionär. Du bist ja in einer schönen Doppelrolle unterwegs. Du kennst ja beide Seiten. Du kennst ja die richtige Handwerksseite als Unternehmerin. Aber dann eben auch die Verbandsseite. und kennst da die Themen, kennst im Handwerk die Themen. Was ist denn für dich jetzt hier auch bei der HeroCon im Fokus? Was möchtest du vielleicht vermitteln auf der einen Seite, aber auch für dich persönlich mitnehmen? Also ich stehe heute hier oder beziehungsweise bin jetzt auf der Messe für den Bereich Inklusion. Wie du weißt, ich habe ja zwei Hauptthemen, Frauen im Handwerk, logisch, Bundeshöre sitzt in der Frau im Handwerk, wäre schwierig, wäre nicht. Aber ich brenne ja seit Jahren für das Thema Inklusion. das ist halt für mich ein Thema, was viel zu unbekannt ist, zu stiefmütterlich behandelt wird und im Handwerk, wir bewegen uns aber mir einfach zu langsam. Also ich kenne jetzt seit fünf Jahren zu langsam merke ich eine Veränderung und habe heute eine Keynote gehalten und morgen haben wir zwei Penis zu dem Thema und ich versuche da Druck und Sichtbarkeit reinzubringen. Das ist vielleicht kurz zur Einordnung. Du hast zwei Gehörlose bei dir in Betrieb. Mehrere. Es mehrere. Ja, mehrere gehörlos und zwei autistische Menschen. Wie groß ist dein Betrieb in Summe? Wie viele Leute seid ihr? Mit Subs sind vier über 60. Wow. Da gehört ja wahnsinnig viel Arbeit dazu, dass es dann auch im normalen Alltag so läuft. Du sagst Nö? Nö, genau eben das nicht. Okay, dann verbessert, korrigier mich da gern. Korrigier mich gern, wie ist es in der Umsetzung tatsächlich und wovon könnten auch andere Betriebe profitieren, wenn sie sich dem Thema öffnen würden? Also wir haben ja, was mich immer wirklich triggert, halt, wir haben Fachkräftemangel, wir sagen, wir finden keine Auszubildenden und dann haben wir den Inklusionsbereich mit 10,3 Millionen Menschen. Und da denkt kein Mensch dran. Ja, und wir haben vor sechs Jahren angefangen und haben gesagt, wir müssen uns öffnen und haben dann angefangen mit dem ersten Gehörlosen und haben gesagt, Scheiße, wie machst du das? Und dann haben gesagt, weißt du was, einfach machen. Und wir haben den dann eingestellt und ja, Bürokratie ist nicht ganz ohne, muss man sagen.
Max Herrmannsdörfer: Aber wir sind da mehr oder weniger drüber hinweg, muss ich auch ganz klar sagen. haben dann auf kurz oder lang uns die Fördermittel dazu geholt und die laufen durch. Das ganz offen. Hat das unseren Betrieb so weit nach vorne gewonnen? Betriebswirtschaftlich. Wir haben eine ningere Krankenquote. Die Produktivität ist nach oben gegangen und das Zusammenhalt ist was ganz anderes, weil die sich konzentrieren müssen auf die Kommunikation. Wenn die das nicht machen, geht es in die Hose. Das ist so eine Riesenbereicherung. Im Büro Autistische. Die unfassbar. Die sind schneller dabei, Plan zu lesen, Aufmaße zu machen, bevor ich es verstanden habe. Bevor man ans Negative denkt, muss an die Positiven denken. Die Menschen haben ja Talente. Ich wurde vorhin gefragt, können die überhaupt alles? Das Einzige, was sie haben, die können nicht sprechen und nicht hören, aber die körperlich können die alles machen. Merkst du, dass da ein Wandel einsetzt? Also ich weiß, du setzt dich seit vielen Jahren für dieses Thema ein. Du bist mittlerweile auch in vielen Medienauftritten, in vielen Fernsehshows auch mit dabei. Also bekommt das Thema die Aufmerksamkeit, es braucht? Wie viel Potenzial ist noch und was würdest du dir wünschen? Nein, bekommt sie nicht. Definitiv nicht. Viel, viel, viel zu wenig. Weil viele Berührungsängste haben. ist das eine. Dieser typische Satz, ich krieg die nicht wieder los. Ein Bullshit. Du jeden schwerbehinderten Menschen, der sich daneben nimmt, kündigen. Wie jeden anderen Mittlerweile. Es ist kein Unterschied. Nein. Betriebsbedingt ist es was anderes. die Sozialauswahl hast du überall. Und dann haben die drei Tage mehr Urlaub. Wenn ich aber weniger Krankheitsquote habe, funktionierendes Team, Produktivität, mehr Umsatz, mehr Gewinn, dann interessieren mich auch drei Tage Urlaub nicht. so muss man ja denken. Und ich habe sieben Fachkräfte mehr als Null. Was ist der größte Mythos oder das größte Hemmnis, was du jetzt auch in deinen Vorträgen, Gesprächen, in deinen anderen Auftritten mitbekommst? Woran scheitert es tatsächlich? Nee, an der Angst.
Max Herrmannsdörfer: Berührungsängste, haben halt Angst, weil die quasi es nicht kennen. Ja, also man merkt, die haben Angst vor dem Unbekannten, anstatt es einfach mal zu probieren. Und viele erschrecken sich einfach, wenn ich sage, Mensch, von diesen 10,3 Millionen Menschen sind gerade mal 2 Prozent seit Geburt an Schwerstbehindert. Der Rest kommt im Laufe des Lebens. Und dann gucken sie dich alle an. Und wenn ich dann sage, Mensch, das kann euch alle treffen, hab's dann jetzt denkt auch mal drüber nach, es muss doch irgendwo einen Menschen geben, der dir eine Chance gibt. So, und dann merkst du, dass so langsam umgedacht wird. Und das ist ja kein Hexenwerk. Also Gebärdensprache, also meiner Meinung nach gehört die Gebärdensprache in die Schule. Wäre cool, haben... Also, meinst du, wie viele Millionen Menschen wir haben, die gehörlos sind? Man weiß es wahrscheinlich nicht, weil man es gar nicht auf dem Schirm hat. Also, es gab einmal so ein Vorfall, wenn ich mit Mitarbeiter zu einer Behörde gehe und ich muss als Chef mitgehen als Dolmetscher, weil die Behörde schickt den wieder weg. Ja, das ist krass. Also, wir haben ein Inklusionsgesetz in Deutschland, also ein Recht auf Teilhabe. Wird es in Deutschland gelebt? Wollen wir ganz offen sein? Nein. So, also müssen wir ja irgendwie was daran tun, ne? Also, ich möchte nicht... Du weißt, ich habe eine zweijährige Tochter jetzt, stell dir mal vor. Der passiert irgendwas. Möchte ich doch die Gesellschaft so haben, dass sie eine Chance hat in ihrem Leben, oder? Das heißt konkret Tipp für Betriebe, die sich diesem Thema annehmen wollen, die sich dafür öffnen, hoffentlich. Was sind die ersten Schritte? Wie kann man die Ängste, die Hürden abbauen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten. gibt Praktikas mit der Agentur für Arbeit. Ich mache zum Beispiel ein EQ-Praktikum. bedeutet, ein Mitarbeiter macht bei mir ein Jahr ein Praktikum. Und das Arbeitsamt übernimmt die kompletten Kosten. Und dann guckt man, passt man zueinander oder nicht. Ich habe kein Risiko. Der ist beim Arbeitsamt angestellt, er arbeitet bei mir und ich habe ein Jahr Zeit, mir den anzugucken, ob es funktioniert im Betrieb. Einfach mal machen. Es gibt eigentlich kein Risiko, wenn man das probiert.
Max Herrmannsdörfer: Außer, du über deine Grenzen hinausgehen musst. ist einzige Risiko. Aber ich hatte das in vielen Gesprächen heute auch schon. Wer stehen bleibt, der verliert irgendwann. Von daher muss ich bewegen. Wenn wir den Bogen zum Abschluss nochmal zu HeroCon selbst spannen. Neben dem Inklusionsthema. Was ist für dich wichtig? Mit welchem? Mit welcher Message, welchem Mindset möchtest du hier am Samstag rausgehen, am Montag wieder in die Arbeit? Was ist für dich wichtig? Also die HeroCon steht für mich für Veränderung im Handwerk, die dringend benötigt wird. Wenn man hier merkt, wir haben hier etliche hunderte von Handwerkern, egal welchen Alters, die alle für das Handwerk brennen im Leben und wir alle versuchen, das Handwerk am Leben zu halten. Das heißt, dass wir Nachwuchskräfte kriegen, dass unsere Betriebe anders laufen, dass wir Thema KI, Digital, dass wir modern bleiben, dass man einfach nach draußen sagen kann, der Handwerk ist geil und wir sind nicht die Mittelalter. Dafür stehen wir alle hier und die HeroCon gibt uns alle Grundlagen. Workshops, egal ob digital, KI, Betriebswirtschaft, Personal, was weiß ich und das sind einfach Dinge, die wirklich richtig, richtig gut sind. Das heißt, ich als Unternehmer lerne eine ganze Menge, die ich Montag umsetzen kann und das ist ja das, was ich von der Messe will. ein Bierchen mit tollen Leuten zu trinken. Was nicht zu kurz kommt, aber die Inhalte, die nimmst mit. Ja und die setze ich auch Montag in Betriebung. Kathi, ich wünsche dir ganz viel Erfolg Danke, ich euch auch. Danke, alles Gute. Bis dann, ciao. Der nächste Gast im rollenden Podcaststudio war Malermeisterin Anna Höner. Sie hat letztes Jahr die Säbermedalie bei den Euroskills in Dänemark gewonnen und ist Teil der aktuellen Kampagne von Das Handwerk. Wir haben schon das ein oder andere Interview fürs Handwerkeradio gemacht rund deine Euro Skills Präsenz letztes Jahr, Säbermedaille im Malerhandwerk. Herzlichen Glückwunsch an der Stelle nochmal. schön. Auch wenn es jetzt schon ein bisschen vorbei ist. ist ja seitdem auch ein bisschen was passiert. Bevor wir auf die Vergangenheit gucken, bleiben wir mal hier bei der HeroCon. Es ist nicht nur meine erste HeroCon, sondern auch deine erste HeroCon. Wie sind die Eindrücke vom Event? Also ich finde es mega.
Max Herrmannsdörfer: Ich laufe hier durch und lerne neue Leute kennen. Es ist nicht so ein Messecharakter mit so viel Gewusel und keiner will dir irgendwas verkaufen, sondern man kommt ins Gespräch. Es sind tolle Vorträge. Ich würde gerne alles anhören, aber es geht ja leider nicht. Es überschneidet sich voll oft. Aber ich finde es mega bisher. Ich bin gespannt, was noch so kommt. Gibt es irgendwas Konkretes, was du schon jetzt mitgenommen hast für deinen Arbeitsalltag? Also Social Media natürlich ganz wichtig, dass man das nach außen zeigt, weil da die Frauen im Handwerk pusht, alle ins Handwerk dazuholt und da auch mehr auf KI setzt, mehr auf die Zukunft schaut und einfach so das mitnimmt, wovon man sich bis hin so verwehrt, vielleicht innerlich. Gerade manche Betriebe, die das so nach außen trägt. Wir haben uns ja kennengelernt, da warst du noch im Europa-Park. Kannst du, möchtest du erzählen, wie es beruflich bei dir aktuell aussieht? Ja, kann ich machen. Ich bin nach Zürich gezogen. In die Schwitz, Genau, in die Schwitz. Wegen der Liebe auch, weil mein Freund dahin gezogen ist und dann bin ich hinterher. Und bin da jetzt in einem Malerbetrieb angestellt, bin auch richtig happy und hab jetzt auch mal meinen Meister gemacht. Es war auch noch nebenher ziemlich anstrengend, aber es war gut und ich glaub, jetzt kann, jetzt weiß ich nicht, was kommt, aber ich bin... Du hast den Meister aber in Deutschland noch gemacht. Genau. Wie ist das Arbeiten in der Schweiz versus in Deutschland? Gibt es da große Unterschiede für dich? Also große Unterschiede nicht direkt. Die Schweizer arbeiten sehr genau. Es wird auf Genauigkeit und Qualität wertgelegt. Da muss ich mich auch anpassen und hinterher sein. Ich will das auch abliefern und zeigen. Aber im Endeffekt Malerbetrieb ist Malerbetrieb und wir verstehen uns alle super und wir sind auf der Baustelle und können danach noch quatschen und das schon auch, das Handwerk verbindet einfach, auch über Ländergrenzen hinaus und man kennt sich und man connectet direkt und das finde ich eben so schön. Vom Arbeitsfeld an sich, also im Europa-Park, hast du natürlich andere Aufgaben gehabt als jetzt im klassischen Malerbetrieb. Wie gefällt es dir so wieder auf der Baustelle tatsächlich zu sein?
Max Herrmannsdörfer: Ja, das war mein Ziel, dass ich weiter mehr wieder ins Handwerk komme und mehr auf der Baustelle bin und auch ein breiteres Spektrum jetzt abgreifen kann sozusagen. es wird auch wertgelegt. Also meine Chefin guckt auch darauf, dass sie mich da so ein bisschen in die kreativere Bühne mit einplanen kann. Wir haben auch so eine Stadtvilla restauriert und da Marmor-Optik aufgefrischt und so. Das hat mir sehr Spaß gemacht und gerade so in die Richtung ist einfach das, was mir liegt. das was Spaß macht und das andere gehört natürlich auch dazu. Also das mache ich jetzt auch gerne. Ja klar. Okay. Wenn wir nochmal den Bogen zur HeroCon spannen. Wir haben jetzt noch einen vollen Tag vor uns am morgigen Samstag. Hast du noch irgendwas, was du mitnehmen möchtest, was dich besonders interessiert, du vielleicht nochmal einen Deep Dive reingehen möchtest? Also ich würde gern alles irgendwie jetzt noch anhören. Schwierig. Ja, so schwierig. ich höre mir mega gern die Vorträge auch auf der Impulstage an. Da war ich jetzt auch vorhin gerade auch mit Social Media war ein Vortrag mega spannend. Vielleicht auch noch der ein oder andere Workshop morgen. Ich bin gespannt. Ich lasse einfach auf mich einprasseln und zukommen und nehme alles mit, was geht. dann ganz viel Spaß dabei und viel Erfolg in der Schweiz, in Zürich. Und freue mich, was du so erzählst, wenn wir uns das nächste Mal dann treffen. Viel Spaß bei der HeroCon und alles Gute. Wünsche ich dir auch. Mach's gut. Tschüss. Das waren die Interviews von Freitagnachmittag. Danach hatten wir noch einen anderen Auftrag und jeder, der da war, wird sich wahrscheinlich daran erinnern. Wir sind eineinhalb Stunden Fahrstuhl gefahren. Ja, tatsächlich. mit Licht, mit Musik, Box und jeder Menge guter Stimmung und schönen Menschen, die mit uns mitgefahren sind. Ja und ich glaube jeder, der bei den HeroCon war, der wird spätestens dann von uns mitbekommen haben, ob er wollte oder nicht. Ja, das war eigentlich die Pre-Party zur Aftershow-Party, die dann stattfand, mit der Liveband Sinfonia. Sehr geil und mit DJ Tobias Haag, ebenfalls bestens bekannt.
Max Herrmannsdörfer: bei uns hier im Podcast und im Handwerkerradio. Ja, und dann ist bei der Party etwas passiert, mit dem habe ich eigentlich nicht gerechnet. Tischlermeisterin Jule Rombay war als Content Creatorin für die HeroCon unterwegs. Ja, und sie hat mich überredet, am Samstagmorgen 8 Uhr beim Community Run mitzulaufen. Ja, und wenn ihr unsere Instagram Posts und Stories verfolgt habt, dann werdet ihr sehen, die Jule hatte Erfolg. Ich bin die 5,5 Kilometer mitgejoggt. Ja, jetzt mach ich nein, dann war der Kater auch schnell wieder weg, muss man auch sagen. Aber der Deal war, ich jogue mit und Jule podcastet direkt nach dem Run mit mir im rollenden Podcaststudio. Und das Ergebnis gibt's jetzt. Das Handwerkerradio bei der HeroCon und wir kommen gerade vom 5,5 Kilometer da rauf. Jule neben mir, Tischlermeisterin. Wie war's, Jule? Ja, es war unerwartet. Also eigentlich dachte ich ja, diese laufe ich Freitags und ich habe den voll abgeschlossen für mich, weil ich gestern keine Zeit hatte und jetzt waren wir heute hier und du warst spontan mit dabei und ich fand's geil. Das ist einfach genau die Dynamik, die wir ja vom Handwerk kennen, einfach hier knapp 50 Leute miteinander joggen gehen, obwohl sie gestern bis mitten in Nacht auf der Tanzfläche standen und einfach richtig geil gefeiert haben, weil es einfach eine Community ist. Und es war ja genauso. Wir waren gestern zusammen bei der Aftershow Party. Geile Party übrigens. an Tobi, der den Laden abgerissen hat. Du kommst her und sagst morgen 8 Uhr Community Run. Haben wir gerockt. Haben wir durchgezogen. muss sagen, die Alex steht jetzt noch hier hinter der Kamera, die hat es einfach geil gemacht. hat daran geglaubt und in zwei Wochen hat sie das hier auf die Beine gestellt. Ja. Mensch, war Wahnsinn. So kann man doch gut in Tag zwei reinstarten. Voller Power, voll motiviert. Wie schaust du auf den zweiten Tag heute? Ich schaue voller Vorfreude auf den Tag heute. Das wird richtig gut. Es ist bisschen schade, dass uns das Wetter ja so einen kleinen Strich durch die Rechnung macht. Bisher geht es noch, ne? Wir drücken mal die Daumen. Ja, eine State wurde ja schon nach innen verlegt. Ein paar Aussteller können nicht kommen. Für die Azubis voll schade. Aber ich glaube, es wird trotzdem was richtig Gutes draus, weil es einfach doch wieder diese Nacht noch organisiert wurde. Deshalb, ich glaube, es ist gespannt, was wirklich jetzt auf uns wartet, wie es ausschaut, wenn wir reingehen. Ich würde sagen, mal gutes Frühstück. Haben wir uns verdient.
Max Herrmannsdörfer: Ja, ganz sicher. Und dann machst du wieder Content heute mit der Sandra zusammen. Genau, wir sind wieder als Rasen-Reporter unterwegs. Also ich sag mal, wir haben ja heute Morgen jetzt schon mal gut vorgelegt. Dann rasen wir jetzt gleich einfach weiter. Und machen noch ein paar Interviews. Ich habe selber noch ein Panel zum Thema Nachwuchsarbeit und gleich nochmal schnell einen kurzen Podcast. Du bist ja geübt da drin. Kannst du denn bei dem ganzen Content, den du hier createst, kannst du irgendwas für dich selbst mitnehmen aus die Hero? Und verbrochen. Ehrlicherweise keine Workshops und keine Bühnenvorträge oder Speaker. Aber was ganz, ganz wichtig ist, was die HeroCon ja ausmacht, ist dieses Netzwerken. Und das haben wir selbst beim Jogging gerade gemacht. Das ist die HeroCon. einfach das einzige Event, wo du von morgens beim Frühstück bis abends zur Party oder bis du ins Auto einsteigst, die ganze Zeit netwerks und in richtig, richtig guten, tiefen Gesprächen bist. Und da nimmt, glaube ich, jeder hier was mit. Ich würde sagen, jetzt gehen wir Frühstück holen. Ich danke dir ganz herzlich für die Laufunterstützung, für den Laufsupport heute. Ich würde sagen, wir haben das gut gemacht. Dafür gibt es nochmal eine High Five. ganz viel Spaß bei der HeroCon. Danke. Euch auch noch viel Erfolg und gute Gespräche. Danke schön. Mach's gut. Tschüss. Tschüss. Ja, und die, die das Ganze zu verantworten hat, diesen Community-Run, ist Alexandra Mögele aus dem HeroCon-Team. Sie hat innerhalb von wenigen Tagen diesen Run auf die Beine gestellt und Mit Erfolg kann man sagen und deshalb habe natürlich auch die Alex kurzerhand mit ans Podcaststudio genommen. Alex, wie geht's? Mir geht's super. Und dir? Ja, mittlerweile.
Max Herrmannsdörfer: Ich habe durchgezogen. hätte es nicht erwartet, aber es hat funktioniert. Ich war ja so überrascht, dass du mitläufst. dachte, als ich euch überredet habe... Das hat Iulia auch gesagt. Ja, ich dachte ihr kommt einfach nur so vorbei und filmt und macht ihr euren Podcast am Ende. ich dich gefragt. Ja, und jetzt bist du im Podcast. Du bist Teil der HeroCon. Du hast das ganze Event von Null auf quasi mitbegleitet. Wir sind jetzt hier am Anfang von Tag zwei. Kurzer Recap zu Tag eins. Wie war es aus deiner Sicht? anstrengend, aber richtig, richtig geil. Ich fand es einfach nur wieder so faszinierend, wie toll die Branche ist. Wirklich von Anfang, vom Aufbau, alle helfen einander. Also wir haben irgendwie auch nochmal ein bisschen umgemodelt, paar Aussteller, ein Partner umgeschmissen. Also umgeschmissen nicht wortwörtlich, sondern einfach von der Location her, von der Lage. Ihr seid sehr flexibel unterwegs, sozusagen. Ja, Also wir versuchen halt wirklich, dass es jedem gut geht und dass jeder happy ist, weil dann bin ich halt auch happy. Und das fand ich einfach so schön, dass jeder zu zusammenhilft und ja ich meine du weißt es selber du läufst hier rein der Spirit ist cool jeder ist einfach gut drauf und das zieht sich ja bis zum Ende durch bis zur Aftershow Party und auch wenn man nur 4,37 schlaf hat steht man am nächsten Tag beim Community-Ride auf der Matte. Ihr seid ja schon seit ein paar Tagen hier seit die ganze Zeit am Rödel und immer auf 100 % jetzt ist heute eigentlich der letzte richtige Tag für euch wie ist wie blickst da auf diesen letzten Tach, hier auch kon. Mit so einem lachenden und weinenden Auge. arbeitest halt wirklich über ein Jahr. Das heißt über ein Jahr, aber ja schon. Ja, von Event zu Event. genau. Du arbeitest von Event zu Event dorthin. nach der HiroCon ist vorne HiroCon. Deswegen ist das Lachendes und Weinendes Auge zweites Jahr vorbei. Heißt aber, das dritte freut sich dann auch Wir freuen uns dann einfach auf die nächste Edition. Wir haben natürlich auch ganz viele Inspirationen, ganz tolle Gespräche geführt. Sei es mit Teilnehmern, sei es mit Partnern.
Max Herrmannsdörfer: die wir auch für nächstes Jahr wieder mit einfließen lassen. ich glaube, erst mal durchatmen, alles sacken lassen, weil es ist natürlich auch extrem viel. Es sind so viele Eindrücke, so viele Gespräche. Und ja, dann sich sammeln und dann einfach wieder Vollgas fürs nächste Jahr. Ich wünsche dir und euch ganz viel Erfolg dabei und einen sehr schönen zweiten Hero-Kontakt. Und dann, wenn heute Abend der letzte Hammer quasi fällt, dann könnt ihr euch selbst auch mal auf die Schulter klopfen. Ja, danke. Alex, danke dir und viel Erfolg heute. Danke, Max. Ciao. Frisch geduscht und voller Motivation sind wir dann bei Paulmann Licht vorbeigefahren. Paulmann hatte eine wirklich geile Idee zusammen mit Wellbeing Concepts. Sie haben ein abgedunkeltes Zelt aufgestellt mit verschiedenen Erlebniswelten. Da geht es dann mehr als nur Licht an und Licht aus. Das erklärt euch jetzt aber mein Gesprächspartner Idris Kosravi. Für die Leute, die mit Paulmann Licht wenig anfangen können. Sag doch gerne mal ein paar Worte zu euch. Was kann man sich unter Paulmann vorstellen? Ja, Paulmann ist ein Familienunternehmen. Die Werte spielen eine sehr große Rolle bei uns im Unternehmen. Wir sind ein Lichthersteller aus der Nähe von Hannover in Springe. Wir ein Vollsortiment von über zweieinhalbtausend Produkten. Also egal, ob du deinen Garten beleuchten möchtest, dein Wohnzimmer, dein Schlafzimmer. Wir haben für jeden Bereich irgendwas da. Atmosphärisches Licht, Akzentlicht. Man kann mit Paulmann sozusagen jeden Raum und jede Lokation beleuchten. Von der Kundenseite her, ihr Gewerbekunden oder Privatkunden seid ihr da völlig offen? Da sind wir völlig offen. heißt, auch wenn du sowohl Handwerker als auch Händler oder Endkunde bei uns, findet jeder seinen Platz sozusagen. Jetzt sind wir ja hier nicht auf einem klassischen Messestand, wie man es üblicherweise kennt, sondern wir sind hier in einem großen Zelt. habt hier zum ersten Mal, muss man sagen, neues Konzept ausprobiert. Erklär das doch mal, Idris. Was passiert hier? Ja, also ich hole da ein bisschen mal aus, weil das ist sehr schwer in wenigen Worten das zu beschreiben, was wir hier aufgebaut haben. Das ist ein abgedunkeltes Zelt.
Max Herrmannsdörfer: Das heißt, wir wollten mal komplett weg von diesem klassischen Messer-Erlebnis etwas aufbauen, wo der Handwerker etwas erleben kann. Deswegen haben wir es auch Erlebnisfeld Licht genannt. Das heißt, du gehst rein in ein abgedunkeltes Zelt und findest dann Zonen vor. Und diese Zonen sind abgetrennt mit Vorhängen. Und es soll jedes Mal so ein Wow-Erlebnis sein. Das heißt, man geht durch einen Vorhang und weiß nicht, was einen erwartet und guckt sich erstmal und lässt es erstmal sacken. Und genau das finden wir auch immer vor, wenn jemand reingeht ins Zelt und wieder rauskommt, sehen wir im Gesicht des Handwerkers oder des Messe oder des Besuchers immer dieses, krass, was habe ich da gerade gesehen? Und das macht sehr Spaß, die Leute dann halt in den Fang zu nehmen und zu schauen, okay, was ist dein Feedback, was hast du erlebt? Erzähl mal. Ich kann es selbst bestätigen. es gestern auch gemacht. sind hier einmal durch, ohne zu wissen, was auf uns zukommt. Und es ist wirklich jedes Mal eine neue Erlebniswelt. Man riecht was, wenn man jetzt ganz leise ist im Hintergrund, hört Vogelgezwitscher. Also ihr spielt hier wirklich mit allem, mit Licht, mit dem Geruchssinn, mit dem Hörsinn. Geht doch noch mal ins Detail rein. Was ist der Vorteil für euch? Was wollt ihr hier konkret vermitteln? Also ... Wir haben überlegt, wie kann man Licht nicht nur sehen, sondern mit allen Sinnen einfach wahrnehmen. Das heißt, du kommst ins Zelt rein, du hörst, wie du schon gesagt hast, Vogelgezwitscher, du riechst Waldduft, du siehst Licht, du fühlst dich wie ein Dschungel in der ersten Zone, als würdest du irgendwo im Regenwald stehen. Und genau dieses Wow-Erlebnis wollten wir auch erzeugen. Das heißt, uns war wichtig, zeigen, Licht ist nicht nur da, einfach einen Schalter zu drücken und es leuchtet, sondern du kannst Licht so vielfältig einsetzen, wie es nur geht. Und das genau wollten wir in diesem Licht zeigen. Das heißt, du kannst Licht nutzen, Menschen wirklich zu beeindrucken. Und das ist ja immer das, was wir immer vorfinden. Das heißt, Licht
Max Herrmannsdörfer: ist nicht nur langweilig, es kann nicht nur leuchten, sondern es kann wirklich für solche Erlebnisse sorgen. Und wie du schon erwähnt hast, man sieht, man hört, man nimmt wahr, man riecht. es ist alles, alle Sinne werden hier irgendwie stimuliert mit diesem Konzept. Und das war uns wirklich besonders wichtig, dass das alles zusammenkommt. Und wenn wir das aus Handwerkssicht mal denken. Das kann ja auch zeigen, dass Licht mehr ist als an und aus. Die Chancen, da für Elektrohandwerker zum Beispiel liegen oder für Lichtdesigner, da ist noch viel Potenzial, würde ich sagen, was man so machen kann. Genau das wollen wir auch noch mal mitgeben, diese Message, Licht ist nicht nur da, es zu montieren. heißt, Licht muss man verplanen, Licht muss man wirklich dem Kunden auch zeigen, was kannst du alles damit machen. Weil wenn ein Kunde zu dir kommt und du bist Handwerker, dann kannst du ihm zeigen, guck mal, das ist die Inspiration, die du brauchst. Also das kannst du damit machen. weil Kunden verstehen noch nicht, was sie alles mit Licht machen können. Die kommen erst mal zu dir und sagen, ich möchte meinen Raum etwas schöner haben, etwas gemütlicher haben. Ich möchte mich wohlfühlen. Und dieser Wohlfühlfaktor, der wird oft sehr, sehr, sehr unterschätzt. Und genau das wollen wir auch damit zeigen. Licht sorgt dafür, dass du dich wohlfühlst und dieser Wohlfühlfaktor muss auf jeden Fall, wenn man Licht verplant, immer rüberkommen. Idris, wo kann man denn euer Konzept erleben in diesem Jahr? Ihr habt ein paar Veranstaltungen, wo ihr noch präsent seid. Und ich weiß, bei einem Event seid ihr auch in diesem Setup unterwegs. Sagt doch gern, wo seid ihr noch? Ja, wir sind am 6. November, haben wir unser eigenes Licht-Event. Das heißt Paulmann Lichtblick. Und da sind wir genau mit diesem Setup auch unterwegs. Das heißt, jeder Handwerker, Planer, Architekt, Einrichter, Lust hat, kann vorbeikommen am 6. November zu uns nach Springe und kann auch dieses Setup erleben. Und einmal reingehen und gucken, was macht Licht oder was macht dieses Konzept mit einem. Und ich glaube, man muss es einmal erlebt haben, zu verstehen, worüber wir hier reden.
Max Herrmannsdörfer: Wir beschreiben das gerade mit Worten oder wir versuchen das irgendwie näher zu bringen. Aber du musst, glaube ich, einmal reingehen, es fühlen, um dich herum haben, damit du wirklich dann nachvollziehen kannst, worüber wir sprechen. Also 6. November, Springer bei Hannover bei Paulmann Licht. Richtig. Das ist der Termin, den ihr euch markieren müsst. jeden Fall. Vielen lieben Dank, dass du uns mitgenommen hast in diese Wohlfühlwelt von Licht und alles, was noch dazugehört. Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei den beiden HeroCon und Viel Erfolg für dieses Jahr! Ja, danke, dass ich hier sein durfte. Gerne. Mach's gut. Tschüss. Ciao, ciao. Weiter ging unsere Tour mit dem Rollen im Podcaststudio dann mit Tischler Ben Berger. er hat bei uns eine Info rausgehauen, die hat er bisher noch nirgendwo veröffentlicht. Ben, wie ist es für dich? Du bist selbstständig als Tischler. Genau. Was nimmst du mit von den HeroCon bisher? Für mich hier vor allem tatsächlich einfach wieder ganz klassisch, das ist der Netzwerkgedanken. Es ist unglaublich, was für Leute man hier kennenlernt, die man natürlich im normalen Berufsalltag, ich kenne ja auf der Baustelle, ich lerne ja die ganzen anderen Tischler aus verschiedenen Regionen, nicht nur Tischler, auch andere Gewerke kenne. Und gerade auch dieser Austausch unter Unternehmern, wie machst du was, wie mache ich was. Man lernt sehr viel und man schließt ja auch coole Freundschaften. Also es hat sich mal wieder für mich voll gelohnt, hierher zu kommen. Hast du inhaltlich ein ganz konkretes Thema, wo du sagst, ja, das beschäftigt dich aktuell im Betrieb? Das möchtest du mitnehmen? Da möchtest du mehr erfahren? Nein, tatsächlich ist aktuell für mich natürlich im Betrieb ein Punkt ganz groß, Automatisierung und KI. Und auch hier habe ich mich mit Partnern, dem Fall von mir mit Splix wieder getroffen und habe auch gesehen, dass die meisten Themen oder sehr viele Workshop beschäftigen sich auch wieder mit dem Thema KI. Also wir sehen, es ist im Handwerk definitiv angekommen. Ich glaube, wir sind diesmal, es braucht sogar bisschen früher dran als viele andere. Also mir kommt es auch so vor, es ist... Egal ob es jetzt digitales Aufmaß ist, ob es digitaler Arbeitsschutz ist, da ist Blix ja auch mit dabei. Also kommt mir auch so vor, dass da gerade viel aus dem Boden sprießt. Man muss wahrscheinlich für sich das Richtige finden. Man muss schauen, in welchem Bereich brauche ich und kann ich auch eine KI nutzen, oder? Aber auch vollkommen, super viele Start-ups habe ich jetzt hier kennengelernt, die selbst gar keine Aussteller waren, sondern auch einfach hier sind, Netzwerk zu schließen. Junge Gründer, gestern noch, ich glaube 21, 22.
Max Herrmannsdörfer: Mit so einer Art Uber für Handwerker. Aber einfach mal zu sehen, was für ein Innovationsgeist, für ein Gründergeist auch von handwerksextern Leuten, aber mit Lösungen fürs Handwerk alles kommt. Das kriege ich ja sonst nirgendwo mit. Das ist in keiner Fachzeitschrift, das ist nicht auf Social Media. Das sehe ich nur hier auf der HeroCon. Wenn hast du denn, hast du bisher irgendein ganz konkretes Highlight? Irgendwas, wo du sagst, du magst mein Highlight. Okay, das ist zwar nett. Aber jetzt nochmal ehrlich. Mein absolutes Highlight tatsächlich hier, ne das kann ich nicht so sagen. diese ganze Veranstaltung in sich tatsächlich ist irgendwie schon ein Highlight. Was ich sehr cool finde im Vergleich zum letzten Jahr war die Azubi Area. Das es nicht ein reines B2B Event war, sondern eine Ausbildungsmesse, die eben auch nicht nur Handwerksberufe gezeigt hat, sondern auch eine Pflege, Ordnungsamt und alles Mögliche. Das fand ich richtig cool, dass sie hier einfach die Türen geöffnet haben für Handwerksinteressierte und eben nicht mehr nur für Unternehmer. Kleines Highlight, Wir sind jetzt am Vormittag von Tag zwei. Hast du dir für heute noch irgendwas spezielles vorgenommen oder drehen wir uns im Kreis und sagen, es geht wieder ums Treffen, ums Netzwerken, um Leute kennenlernen? Heute gucke ich mir tatsächlich auch mal die einzelnen Stände hier an. Ich war ja gestern wirklich hauptsächlich am Netzwerken. Ich gestern auch noch meinen Talk um 15 Uhr auf der Mainstage. Und jetzt gucke ich mir tatsächlich einfach mal noch die einzelnen Stände hier ein an. Quatsch auch mit den Leuten, die ich ja sonst auch nur so ein, zwei Mal im Jahr sehe, aber sehr mag. je nachdem, irgendwann Mittag, werde ich mal den Heimweg hier wieder antreten. Okay, du bist ja sonst... Auch bei anderen Messen bist du auch viel selbst im Einsatz. So eine Veranstaltung mal als Gast, als Besucher mitzuerleben, auch wenn du als Speaker auf der Bühne warst, aber ist schon auch geil, oder? Ja, also für mich tatsächlich was ganz anderes, mal stressfrei wirklich nur rumlaufen zu können, gucken zu können und wirklich selbst den Inhalt der Messe mitnehmen zu können, was ja auch den klassischen größeren Baumessen für mich normalerweise nicht der Fall ist, ist schon sehr, sehr entspannt. Wenn wir auf das Jahr schauen, was steht für dich noch an? Du bist relativ jung im Unternehmertum. Was möchtest du dieses Jahr noch so machen? Ich habe jetzt endlich geschafft, meinen Maschinenpark zu erweitern. Die ersten zwei großen Maschinen sind gekommen. Zwei sind noch geplant. Heizung wird noch eingebaut. Aber tatsächlich die größten Sachen, die dieses Jahr anstehen, sind bei mir einmal Hauskauf. Ich kaufe meine Werkstatt mit Wohnhaus. Ich ziehe da hin. Ja, mitten im Wald. Richtig schön. Da ist kein Mensch um mich rum. Das super. Ich kann so laut sein, wie ich will. Sonntags Kreise gelaufen lassen. Stark. Und ähm...
Max Herrmannsdörfer: Ich geh die Meisterschule. Ja, Ja, ich fang jetzt meinen Meister an. Ach krass. Okay, okay, das ist ne neue Info für mich, glaub ich. Das wusste ich, wusste Das hab ich auch noch nicht irgendwie öffentlich gepostet oder so großartig kommuniziert, weil ich mich jetzt gerade angemeldet hab. Ja, ich will ja nicht immer Geselle bleiben, so. Ich hatte lange in den Videos natürlich die Hooks, so, ey, selbstständiger Meisterbauer ohne eigenen Meistertitel. Das ist ja auch einfach nur unser Trigger gewesen. Es war ja klar, also ich werd schon irgendwann den Meister machen. Und, naja, die Werkstatt läuft mittlerweile, Social Media läuft, wir haben sehr viel automatisiert, professionalisiert. Und wenn ich's jetzt nicht mache... dann werde ich nicht mehr die Zeit dafür haben. Deswegen habe ich gesagt, gut, dieses Jahr geht erst mal drei Wochen in die Eifel, hier Forschungsbildung in sich tut, Intensivkurs 3, 4 durchgeballert und dann nächstes Jahr, Teil 1 und 2, mache ich in der Meisterschule Berlin fertig und wenn alles so nach Zeitplan läuft, sollte ich im Januar 2028 dann hoffentlich meinen Meistertitel haben. Ey, wenn Andri Leute kaufen sich zum 30er ein Gravelbike oder fangen irgendeinen anderen Wildensport an. Musst du jetzt unbedingt nochmal sagen, ich 30 geworden bin, gell? Happy Birthday an der Stelle nachträglich. Ja und du gehst auf die Meisterschule. Hey, finde ich geil. Ich wünsche dir ganz viel Spaß und Erfolg dabei. es freut mich jedes Mal, wenn wir hier zusammen podcasten können. Es ist immer schön. Ich wünsche dir alles Gute und ganz viele gute Gespräche heute hier. Danke und ich freue mich schon auf die Bauern. Und da sehen wir uns später wieder. Auf jeden Fall. Danke Ben, alles Gute. Tschüss. Also auch an der Stelle noch mal Grüße aus dem Studio an Ben. Vielen lieben Dank dir für deinen Support und wir drücken dir ganz fest die Daumen für die Meisterschule. Ja, ich freue mich auf alles, was da kommt. Wer dabei sein möchte, folgt gerne rein beim Ben Berger bei Instagram. Was haben wir danach gemacht? Wir haben unser Setting ein bisschen umgebaut. Wir sind in den Signal Iduna Park, haben uns da an den Aufgang zu den Tribünen positioniert, also wirklich Blick direkt ins Stadion. Deshalb der Tipp, schaut gern mal bei unserem YouTube Channel vorbei. Das sieht nämlich wirklich richtig, richtig schick aus. Ich habe mich teilweise gefühlt wie hier. Sport-Schau-Moderatoren. Also ein richtig schönes Setup. Da lohnt sich der Blick bei YouTube. Und unser nächster Gast war dann im Rollenden-Podcast-Studio Sven Schöpker. Er ist selbst Tischler und Handwerksunternehmer. Außerdem Gründer von Mission Starkes Handwerk. Und was da dahinter steckt, das hat er mir im Interview erzählt. Das Rollenden-Podcast-Studio mitten im Signal Iduna Park in Dortmund. Und neben mir steht Sven Schöpker. Hi Sven.
Max Herrmannsdörfer: Hi, schön, dass ich hier sein darf. Sven, du hast ja mehrere Hüte auf. Du bist gelernter Handwerker, du kommst aus einer Handwerksfamilie, bist Unternehmer, hast noch ein paar andere Geschichten nebenbei aufgebaut. Sag doch mal, wenn du dich jemandem vorstellst, was sagst du, was arbeitest du? Ja, das ist tatsächlich eine Frage, die ist immer so bisschen mehrdimensional zu beantworten. Aber häufig werde ich ja gefragt heutzutage, weil missionstarkes Handwerk natürlich sehr stark auch in Social Media irgendwo aktiv ist. Wenn ich hier frage, Sven, bist du eigentlich Unternehmensberater? Und dann sage ich immer nein, ich bin in erster Linie Handwerksunternehmer und ich bin beratend tätig. Das ist für mich ein großer Unterschied, weil das, was die Handwerksunternehmer bei uns lernen, ist eben 100 Prozent Wissen aus der Praxis, 100 Prozent aus meinen 21 Jahren, wie ich jetzt als Unternehmer im Handwerk tätig bin und das ist eben dieser Ansatz aus der Praxis für die Praxis. Und deswegen sage ich immer, ich bin Unternehmer im Handwerk. Wenn wir auf die handwerkliche Karriere einmal gucken, Du bist gelernte Tischler und führst die Tischlerei in der vierten Generation. Das heißt, seit wann gibt es auch den Betrieb? Den gibt es tatsächlich seit 1921, also jetzt seit 105 Jahren. wie war der Werdegang? Ich habe natürlich irgendwann gemerkt, so wenn du aus einer Handwerksfamilie kommst, irgendwie reizt es mich auch in diese Richtung zu gehen. Dann machst du klassischerweise natürlich erst mal die Ausbildung. Und dann war damals die Situation so, dass ich nicht so richtig wusste, was soll ich jetzt weitermachen. Also machst du einen Meister oder studierst du Innenarchitektur oder was auch immer. Und mein Vater hat damals was sehr Intelligentes gesagt. hat nämlich auf die Frage geantwortet. Hey Papa, was meinst du, was soll ich jetzt eigentlich machen? Er sagte erst wenn, ganz ehrlich, wenn ich dir einen Tipp geben darf, lerne Unternehmertum. Ich habe das erst gar nicht so richtig verstanden, was er damit meinte. Gibt jetzt keinen Studiengang oder keine Ausbildung Unternehmertum? Genau, aber er hat es eigentlich ganz gut beschrieben, weil er sagte, guck mal, ich bin ein super Tischlermeister. Ich kann das Fachhandwerk richtig gut. Das stimmt doch. Mein Vater ist ein begnadeter Tischler. Ich ziehe da echt einen Hut vor. Aber er hat damals gesagt, dass was ich heute eigentlich als Unternehmer machen muss, Marketing, Kundengewinnung, im Betrieb Kaufmanage zu führen, Mitarbeiter zu entwickeln, Strukturen und Prozesse aufzubauen. habe das, Sven, ich habe das nie gelernt und das fällt mir manchmal so verdammt schwer.
Max Herrmannsdörfer: Und manchmal macht es mir auch gar nicht so richtig Freude, weil es mir so schwer fällt. Und ich würde am liebsten das ein oder andere Mal wieder an der Hobelbank stehen. Kann ich aber als Unternehmer schlecht machen. So, und dann habe ich mir überlegt, ich lerne Unternehmertum und bin dann ja zum BWL Studium gekommen. Aber ich habe das natürlich nicht an der Uni gemacht. Das wäre für mich als Pragmatiker viel zu theoretisch gewesen, sondern ich habe das gemacht als Werkstudent bei einem großen Fenster- und Tönenhersteller. bin also der Branche ein Stück weit treu geblieben und habe dort eben vier Jahre neben dem Studium. parallel im Betrieb gearbeitet und eben dieses ganze kaufmännische Rückszeug, was man als Unternehmer braucht, mit auf den Weg bekommen. Okay, das heißt, du bist auch jetzt noch als Unternehmer, du stehst für euren Betrieb immer noch an oberster Stelle, sag ich mal, aber hast operativ mit dem Handwerk eher weniger Bewegungspunkte. Oder wann standest du zum letzten Mal an der Hobelbank? Also Hobelbank ist ja heute im Handwerksbetrieb natürlich nicht mehr so, was man braucht, aber tatsächlich ist es manchmal erschreckend von den Maschinen, die heute bei uns im Betrieb stehen, kann ich keine einzige bedienen. Und es ist auch nicht schlimm, das ist gut so, weil dafür habe ich ja Mitarbeiter. die Frage noch mal bisschen genauer zu beantworten. Meine Zielsetzung war immer irgendwo, dass ich operativ nicht eingebunden bin. Und zwar liegt das daran, weil ich ja eben diese handwerkliche tiefe Ausbildung, also ich habe keine Meisterqualifikation, die fehlt mir tatsächlich. Also mir fällt dann manchmal eher so dieses handwerkliche schwerer. Und mit dem zweiten Unternehmen, was ich 2004 gegründet habe, die Raumfabrik. Also dort renovieren wir Häuser mit einem festen Team an Architekten, Innenarchitekten und Handwerkern. Da habe ich halt 15 Jahre lang Kundenberatung, Planung, Verkauf, Bauleitung, Baustellen, Organisation, alles gemacht. Aber irgendwann stellst du fest, wenn die Projekte größer werden als nicht Architekt, merkst du, du bist auf der Baustelle, sollst irgendwas koordinieren und leiten und merkst, du hast da... gar keine Ahnung von, kommst an deine Grenze. Und dann habe ich gesagt, jetzt muss ich sehen, dass ich aus diesem Operativen rauskomme. Und seit 2019 ist das tatsächlich auch so, dass ich im Unternehmen keine operative Aufgabe mehr habe. Natürlich strategisch, kaufmännisch, ich Unternehmen führe, aber nicht im Operativen. 2019 war dann auch der Punkt, wo missionstarkes Handwerk ins Leben gerufen wurde. Da seid ihr hier bei der HeroCon ja auch ganz präsent mit als Hauptsponsor auch mit dabei. Was ist missionstarkes Handwerk?
Max Herrmannsdörfer: Ja, Missionsstarkes Handwerk ist eine Unternehmensberatung ausschließlich für Handwerksbetriebe aus dem Bau- und Ausbaugewerk. Und wie ist es dazu gekommen? Ganz einfach, wenn du irgendwann in diesem Operativen gar nicht mehr eingebunden bist, dann war es bei mir so zumindest, dass ich unternehmerische Langeweile hatte. Und wer mich kennt, weiß unternehmerische Langeweile ist so überhaupt gar nicht so mein Ding. Dann habe überlegt, was mache ich jetzt, was macht mir Freude und wo kann ich dem Handwerk ein bisschen was wieder zurückgeben? Weil ich bin so dankbar für diese Erfahrungen, die ich habe sammeln dürfen, weil man wächst ja auch ein Stück weit persönlich daran. Dann habe ich gesagt, viele tun sich ja immer noch so schwer an diesen unternehmerisch-kaufmännischen Dinge. Das kann ich, glaube ich, ganz gut. Und deswegen habe ich dann gesagt, ich möchte Handwerkern helfen, die eben ihr Fachhandwerk und vor allen Dingen so vom Herzen das Handwerk so lieben. die zu unterstützen, dass sie es in den unternehmerischen Dingen ein bisschen einfacher haben. Also das, was du schon lebst, sag ich mal, losgelöst vom operativen Geschäft, das vermittelt ihr auch über Missionsstarkes Handwerk. Ihr geht da in die Coachings mit den Betrieben. Wie kann ich es mir in der Praxis vorstellen? Ja, in der Praxis sieht es so aus, dass wir natürlich erstmal den Betrieb analysieren, uns anschauen, wo sind Schwachpunkte, wo sind die größten Schmerzpunkte. Da gibt es Betriebe, die haben beispielsweise auf der Vertriebsebene ... sogar keinen Schmerz, die haben genügend Aufträge, ... aber die tun sich schwer, diese Aufträge auch ... effizient durch den Betrieb zu kriegen. Da gucken wir uns genau die Strukturen und Prozesse an, ... wir gucken uns auch die Mitarbeiter an, ... wir gucken uns auch an, ob der Unternehmer ... ausreichende Skills hat im Bereich Mitarbeiterführung ... und dann bauen wir im Grunde individuelle Konzepte für die Unternehmen und setzen die dann auch ... ... im Regelfall in so einem Jahresprogramm setzen wir dann mit den Unternehmern ganz individuell um. Wie klappt das so? Wahrscheinlich immer individuell, so ganz allgemein. Ihr macht das ja schon ein paar Jahre. Ja, die Erfolgsquote ist sehr hoch. Das liegt daran, dass die Dinge, die wir eben machen, die kommen halt außer Praxis. Und das soll jetzt nicht irgendwo in irgendeiner Art und Weise, nicht mal ansatzweise arrogant rüberkommen. Aber häufig sagen ja unsere Kunden dann, hey Sven, das, was du mir gesagt hast, das klappt ja wirklich. Und dann sage ich immer, ja, das freut mich, dass du das sagst. Aber
Max Herrmannsdörfer: Dass es klappt, daran, weil es eben praxiserprobt wirklich ist. Gerade im Verkauf. Die Techniken, wir dort machen, die Verkaufswerkzeuge, wie so ein Werkzeugkoffer im Verkauf, den wir den Handwerkern mitgeben. Natürlich funktionieren die Sachen, weil ich sie selber in über 1000 Verkaufsgesprächen im Handwerk ja so geübt habe und eben auch erfolgreich bewiesen habe, dass es funktioniert. Wenn wir auf die HeroCon blicken, du hast hier viele Panels. moderiert, beziehungsweise warst als Speaker auf der Bühne, hast Workshops gegeben. Wo sind so die größten Pain Points aktuell? Was glaubst du, was kann auch von der HeroCon dann ausgehen? Geht es Bewusstsein schaffen, Lösungen präsentieren? Was meinst du? Ich glaube von denen, die hier sind, die sind schon so weit. Die wissen schon, es ergibt Sinn, sich mal mit ein paar Dingen zu beschäftigen. Da ist das Problembewusstsein oder Veränderungsbewusstsein ist durchaus da, sonst wären die Leute halt nicht hier. Das ist schon mal der erste Punkt und deswegen macht es auch riesig Spaß mit den Leuten hier zu arbeiten, weil man einfach merkt, die wollen etwas verändern, die wollen etwas verbessern. Der größte Schmerzpunkt im Moment nach unserer Wahrnehmung hier ist nach wie vor das Thema Strukturen, Prozesse, Betriebsorganisation, Ablauf, Unternehmerentlastung, Mitarbeiterführung. Das sind so die großen Schmerzpunkte. beeinigen auch Marketing und Vertrieb, aber im Kern würde ich sagen schon noch das Thema Abwicklung, Strukturen und Prozesse. Und wo die allermeisten natürlich höchst neugierig sind, ist logischerweise KI. Das ist ja in aller Munde und viele wissen aber auch da nicht so richtig, wie soll ich es anpacken, welche KI-Systeme ergeben im Handwerk sind und wie kann ich es wirklich in der Praxis, in der Tiefe sinnvollerweise bei mir nutzen. Würdest du sagen, es ist egal, wie groß mein Betrieb ist? Wir haben ja auch ganz diverse Betriebe. mit fünf Mitarbeitenden, mit 20, mit 50. Spielt das irgendeine Rolle, wie groß der Betrieb ist, wenn es Strukturen, Organisation geht? Oder ist es tatsächlich auf alle übertragbar? Ja, natürlich muss man jeden Betrieb individuell abholen, in welcher Betriebsgröße er sich befindet. Also ein 50-Mann-Betrieb hat eine andere Betriebsstruktur als ein 5-Mann-Betrieb, das ist klar. Wichtig ist ja immer, jeden dort individuell abzuholen und wirklich tief reinzugehen, den Betrieb sich genau anzuschauen, wie sind wirklich die Abläufe.
Max Herrmannsdörfer: Woran liegt das zum Beispiel, dass der Unternehmer so stark überlastet ist? Was macht der eigentlich den ganzen Tag? Da gibt es zum Beispiel so eine schöne Übung, der wir dem Unternehmer immer bitten, schreibt mal alles auf, was ihr macht. Alles. Komplett. Alles, was ihr macht. Und da dürfen auch so Dinge mal drin stehen wie, Teeküche aufräumen, weil die Mitarbeiter wieder irgendwie alles dreckig hinterlassen haben. Schreibt alles auf und mach es noch so absurd sein. Und dann verteilen wir Fähnchen. Und dann werden Fähnchen hinter die Aufgaben gestellt, die keine Unternehmeraufgabe sind. Das sind rote Fähnchen. Dazu gehört zum Beispiel Tee-Küche aufräumen. Und dann gibt es Dinge, da stehen grüne Fähnchen dran, wie zum Beispiel Aufträge gewinnen, Verhandlungen führen, Liquiditätsplanung machen, die kaufmännischen Dinge im Kontrolling im Blick zu haben. Und dann stellen wir da grüne Fähnchen dran. Und am Ende des Tages ist bei jedem Unternehmer gleich, 80 Prozent ist rot, 20 Prozent ist grün. Kannst mir vorstellen. So, und dann gucken wir einfach, wie kriegen wir die Roten jetzt weg vom Unternehmer. Und wenn man es nicht schafft, dass auf die Mitarbeiter, die da sind, übertragen, diese Aufgaben, weil die ressourcenmäßig vielleicht auch am Anschlag sind, das kann ja sein, dann hat man gleichzeitig ein schönes Stellenprofil, weil dann weiß man, für welche Aufgaben suche ich jetzt eigentlich einen Mitarbeiter. Das perfekt. Das kann sich eigentlich jeder, der uns zuhört und zuschaut, gleich mal die Dior schreiben und mal probieren, weil das kann man ja tatsächlich auch für sich selbst einmal aufschreiben und überprüfen, wo stehe ich denn gerade. Sven zum Abschluss. Die HeroCon neigt sich so langsam dem Ende zu. Wir nehmen jetzt auf am Nachmittag des zweiten Tages. Was nimmst du persönlich mit? Was bringt dich weiter? Also was uns hier weiterbringt oder mich weiterbringt, einfach diese Energie, die hier bei dieser Veranstaltung auch da ist. Dieses Netzwerken. Man kann ja schon fast sagen, es ist eher so ein Festivalcharakter. welche uns natürlich auch anspornen. Also wenn wir hier gute Gespräche führen, wenn wir eine gute Energie mitnehmen, dann gehen wir eben auch Montag jetzt völlig motiviert in die Woche, weil es einfach auch riesig viel Spaß gemacht hat hier, ein Bestandteil der Herokon sein zu dürfen. Sven, dann wünsche ich dir weiterhin ganz viel Spaß und viel Motivation dann, wenn es am Montag wieder losgeht. Danke für deinen Besuch bei uns im Studio und viel Spaß weiterhin. Gerne, danke. Mach's gut, ciao.
Max Herrmannsdörfer: Prominenz durfte bei der HeroCon natürlich auch nicht fehlen. Neben Torwartlegende Oliver Kahn und dem BVB Stadionsprecher Nobby Dickel war Schauspieler Ralf Möller am Samstagnachmittag vor Ort. Er setzt sich seit mehreren Jahren für das Handwerk ein. Hallo Ralf, grüß dich. Ja, grüß dich mein Lieber. Toll hier zu sein in Dortmund. Es ist ja mehr oder weniger Heimspiel. Du kommst aus NRW. Fühlt sich das nach Heimat an für dich hier in Dortmund? Auf jeden Fall. 30 Minuten entfernt hier, Recklinghausen. Die Stadt, der auch Harpe Kerkeling stammt, ist auch noch da. Ist für den Komödienbereich verantwortlich, ich für den Actionbereich und dann sind wir in die Welt hinaus. Ganz genau. Jetzt sind wir hier bei der HeroCon, für dich das erste Mal. Was hast du für einen Eindruck von diesem Event? Du bist jetzt seit ein paar Stunden hier unterwegs. Was sagst du jetzt zu HeroCon? Ja, hab, die gibt's ja heute zum zweiten Mal und nur Gutes davon gehört. Und ich kann das nur alles bestätigen. Die Vielfalt von Menschen aus vielen, vielen Regionen, die eine Leidenschaft alle haben, die in dem Handwerksgeschehen besteht. Und das ist ja mein Thema, was ich mit Herrn Schäfer und Motivation Handwerk auch erreichen möchte. Uns können auch Gesellinnen und Gesellen anstreiben und ihren Betrieb vorstellen. Dann kann es sein, dass wir irgendwann dann dort hinkommen. Das haben wir auch schon mehrfach gemacht, das wird dann ausgelost. Und ganz einfach auch das Licht dann auf den jeweiligen Handwerksbetrieb. Lenken und in den Fokus nehmen einfach. Die Kampagne, ihr machte das auch schon seit mehr als zwei Jahren. Also ihr seid da jetzt schon auch länger mit am Start. Was für einen Eindruck hast du vom Handwerk? Bewegt sich da was? Geht es nach vorne? Auf jeden Fall. Jede einzelne, dazukommt, davon hört oder der jetzt auch unser Interview jetzt auch mitbekommt. Wir sind schon richtig raus in die Öffentlichkeit gegangen. hatten in Bayern hatten wir den Ministerpräsidenten, wir hatten den Ministerpräsidenten in Rhein.
Max Herrmannsdörfer: Frankfurt, für Hessen, die das Ganze alles unterstützen. Jörg Dittrich als oberster Handwerker. Richtig. Wir sind also wirklich raus in die Handwerksbetriebe auch. Ich bin da mehrfach auch gewesen auf verschiedenen und erlebe überall die Leidenschaft. Das ist das Wichtigste, weil wir haben 250.000 Lehrstellen, die nicht besetzt sind, die aber besetzt werden sollten, weil die Leute können nur zu 60 Prozent die Aufgaben erfüllen, wenn keine Leute da sind. Deshalb bitte ich euch alle, Jungen, Frauen und Männer auch mal, bevor ihr vielleicht studiert oder andere Sachen macht, mal ins Handwerk reinzuschauen, euch zu informieren, weil das hat wirklich noch den goldenen Boden. Ihr könnt dort also auch mit in jungen Jahren selbstständig werden nach der Gesellenprüfung, Meisterprüfung und auch gutes Geld verdienen. Ihr seht ja teilweise, wie lange man auf die Handwerkerinnen und Handwerker warten muss. Es ist Bedarf da. Und wer einen Job im Handwerk hat, der ist krisensicher. So würde ich mal sagen. Ja, genau so ist es. Der goldene Boden ist tatsächlich Der ist echt. Und ich kann immer nur wieder sagen, bevor ihr euch entscheidet und auch die Eltern werden ja hier zu Rate gezogen, das ist ja doch schon mal eine Zeit. Es ist festgestellt worden, dass jeder zweite oder dritte sehr unzufrieden dann mit seiner Entscheidung war, was berufliche Perspektive hatte. Und warum nicht mal auch mal ausprobieren, mal die Ecke gehen, mal den handwerkerlichen Betrieb. Zimmermann, Dachdecker, Fliesenleger und und und und mal einfach auszuprobieren. Wir haben mehr als 130 Ausbildungsberufe im Handwerk. die Vielfalt ist gigantisch. Wir hatten gestern hier bei der HeroCon, ich glaube mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler bei der Azubi-Messe hier zwei Stockwerke tiefer. Es war Wahnsinn, was da los war. Und da ist so ein Event wie die HeroCon natürlich der perfekte Rahmen. Es zeigt, hey, das Handwerk ist Cool, wir machen hier ein Event im Signal Iduna Park, größten Fußballstadion in Deutschland. Ihr seid mit Hans Schäfer, Workware hier vor Ort, mit Motivation Handwerk. Also das Image des Handwerks, ich glaube, das verbessert sich und da kriegst du Maßgebicht zu beinahe. Ja, ich habe hier, wir haben die Bildbundesweit, haben RTL hier, wir haben auch viele Podcasts jetzt schon und Interviews gegeben. Vorhin unten auf dem
Max Herrmannsdörfer: im Sportstadion draußen auch ein 45-minütiges Interview gehabt. Das alles hilft zu bei und auch, dass die Hirocon jetzt eben halt zum zweiten Marsch stattfindet. Schon wieder viel mehr. glaube, Oli Kahn war auch gestern da gewesen und dann war immer die Frage, was ist mehr, wenn man Talent hat oder wenn man hart arbeitet. Gut, Talent haben viele Nutzen, ist aber manchmal nicht. Also muss man auch wirklich dran arbeiten. Das kann jeder Sportler. Handwerke auch nur bestätigen. Und deshalb, bevor ihr irgendwas macht, geht mal wirklich rein, schaut euch mal das Ganze an, was man da im Handwerk machen kann. Ihr habt da wirklich eine große, große Zukunft. Geil, und mit diesen Worten beenden wir unseren Podcast. Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Viel Spaß weiterhin mit Motivation Handwerk und mit Handchef und Workwear. Danke für deinen Besuch. Danke schon mal, lieber. Alles Gute. Okay, ciao. Und dann kommen wir tatsächlich schon zum letzten Interview. Und da darf die Person hinter der HeroCon natürlich nicht fehlen. Niklas Palm hat sich mit seinem Team wirklich viele, viele Monate reingehauen, so ein Event auf die Beine zu stellen. Und ich bin wirklich sehr froh darüber, dass wir noch am Samstagabend dieses Interview aufzeichnen konnten. euch mal in diese Situation mitzunehmen, die HeroCon war zu dem Zeitpunkt offiziell vorüber. Es war Samstag. ungefähr 19 Uhr, der Signal Iduna Park fast menschenleer. Nur ein paar Leute bauen die Technik schon ab von der Bühne und Niklas und ich stehen mit einem Glas Wein und einem Glas Weizen am rollenden Podcaststudio und haben über Gott und die Welt mehr oder weniger gesprochen. Es ist mit eines der schönsten Interviews, glaube ich, entstanden, die ich persönlich auch geführt habe und deshalb Niklas. Ich danke dir ganz herzlich dafür deine Offenheit und für deine Worte und wünsche euch jetzt viel Spaß bei diesem Interview. Mittendrin im schönsten Stadion der Welt. Das sind die Worte von Niklas Palmen, dem Gründer der HeroCon. Niklas, herzlich willkommen bei uns am Rollen im Podcast Studio. Vielen Dank, dass ihr da seid. Zwei Tage liegen hinter uns. Bestimmt ja gar nicht. Für dich liegen wie viele Tage Arbeit hinter dir jetzt so in Summe? 386.
Max Herrmannsdörfer: Da war die letzte HeroCon zu Ende. Nein, Spaß bei Seite, wir haben wirklich das ganze Jahr auf die Zweitausgabe hingearbeitet. Wir sind jetzt seit fünf Tagen hier in Dortmund vor Ort, haben drei Tage alles aufgebaut, zwei Tage Vollgas gegeben und jetzt ist die leere Kulisse im Hintergrund. Du bist ja ein Dortmunder Junger, das für dich dein Stadion. Du kennst es ja vom letzten Jahr schon. war es hier sicher auch schon oft bei vollem Haus, bei 80.000 im Stadion. Die Atmosphäre, mehr oder weniger allein in diesem Stadion zu stehen, was löst es in dir aus? Ich hatte sogar, ja, glaube, stimmungstechnisch geht nicht viel über dieses Stadion. Ich glaube, das kann auch jeder, der einen anderen Verein irgendwie favorisiert, nachvollziehen. Also jeder, hier hinkommt, ist schon irre. Aber ich tatsächlich einmal einen Moment und das war am, ich glaube, ersten Aufbautag, Dienstagabend, da war ja komplett Ruhe. da war keine Technik, noch nichts. Genau, da war tatsächlich einfach Ruhe. Ich habe mich dann oben hingesetzt, habe mir das ganze Ding angeguckt und ich habe nur zwei Vögel gehört, die einfach gezwitschert haben und das war wirklich Ruhe. Bei der Hygikon ist ja trotzdem Trubel. Aber diese Ruhe ist schon wirklich, wo du denkst, jetzt hast du die Schlüssel für fünf Tage für dein Wohnzimmer oder der Signal, du da packt, dein Wohnzimmer. was besonderes. Die Frage ist natürlich jetzt immer als Moderator, wie groß ist die Anspannung, die jetzt abfällt? Wie blickst du auf diese Tage? Kannst du das jetzt überhaupt schon in Worte fassen? Wir sehen das jetzt eine Stunde ungefähr nach Schließung. Die Leute sind raus, die Ränge sind leer. Wie fühlst du dich? Sehr gut mittlerweile. Also es war tatsächlich so, also du stehst wirklich oder man steht wirklich unter enormen Anspannungen, vor allem auch in diesem Jahr, weil viele Dinge, die gegen uns hätten laufen können, gegen uns gelaufen sind. Sprichst du etwa übers Wetter zum Beispiel? Ja, das Wetter ist auch eine Sache, aber ich spreche auch über Feueralarm beim Aufbauen, wo dann auch jeder noch mal eine knappe Stunde vor die Tür darf. Ich habe das damals gar nicht mitbekommen. Das war am Donnerstag kurz vor dem ersten offiziellen Event. Und da wurde hier einmal komplett geräumt? Da wurde komplett geräumt. Da ist die Feuerwehr angerückt gekommen und so weiter. Dafür weiß man dann aber auch, warum man Zeit
Max Herrmannsdörfer: in Absprache mit dem BVB in Sicherheitskonzepte investiert, weil die Feuerwehr musste da durchfahren. Es gibt Wege, wo du normalerweise denkst, mein Gott, das passiert nichts. Das nervt. Jetzt seid doch nicht so kleidlich. Aber wenn das passiert, da müssen die Feuerwehrautos durch, ist es doof, wenn da jetzt gerade ein Truck steht. Aber wir sehen ja das Stadion, es steht noch. Es ist nichts passiert zum Feueralarm. Gott sei Dank. Also wir durften dann auch knapp eine Stunde später wieder rein. Aber das hat natürlich bei vielen Sachen nicht geholfen, gerade wenn dann auch Partner da sind und rein und raus wollen und so weiter. Wir haben ja in diesem Jahr auch die Mannschaftsbusse, die Mannschaftsbusaktion gehabt und viele aus unserem Team sind mit dem Reckenbus aus Hannover gekommen und die sind angekommen, reingerannt, Feuerlarm wieder rausgerannt im strömenden Regen. Also das war super, aber das war jetzt eine von vielen Sachen. Also das, was gestern Abend wirklich auch noch mal genervt hat, war, wir haben einfach eine wirklich richtig, richtig coole Azubi-Messe, die Erlebniswelt, Ausbildung. hier integriert und da waren 1000 Schüler da am Freitag und wir haben Freitag Abend dann eine Meldung bekommen, auf, Sturmbödengefahr und wer unten war, der weiß, das war schon bei 30 kmh Wind enorm zugig und jetzt waren halt 60 bis 65 kmh angesagt und hier oben hat auch teilweise das Dach gewackelt. Das heißt, wir mussten gestern Abend leider die Entscheidung treffen, das Ding komplett zu räumen, die komplette Ebene. Da war eine eigene HeroCon Bühne, da waren die Aussteller, da waren 65 Aussteller für die Azubi-Welt. Und wir hatten auch noch den Innovationsparcours da. Das sind so zwei von 22 Beispielen, wo du sagst, du kannst so viel planen, wie du möchtest. Da laufen manche Dinge dagegen. jetzt genug gejammert. Das Tolle ist, man läuft dann ab und an doch mal durchs Stadion. Weil wenn du das organisierst, und das mache ich ja nicht allein. Ich habe dann wirklich ein super Team, auch mit Lara, die für die ganze Organisation hier vor Ort verantwortlich ist. Wir kriegen ja nur das mit, was nicht läuft. Also bei uns landen ihr müsst dann die Entscheidungen treffen, ey, was machen wir jetzt? Problem? Telefon klingelt? Genau. Bei uns laufen ja alle Probleme auf. Und wenn man dann aber doch mal eine Stunde Zeit hat, über die HeroCon zu gehen und alle Leute gucken einen an und sagen, boah, richtig geiles Event, ich hab so eine Zeit und dann sagst du, boah ja, ist richtig viel schief gelaufen und ich sag, echt, was denn? Wir merken gar nichts. Dann weißt du, es ist doch einiges richtig gelaufen und ja. Kommen wir dann zu den positiven Sachen. Es waren zwei Tage.
Max Herrmannsdörfer: voller Emotionen, voller Vorträge, Workshops, Wissensaustausch, Networking. Ich hab das Gefühl gehabt, die Leute wussten teilweise gar nicht, wo soll ich denn jetzt als nächstes hin. Es ist unfassbar viel los. Das Feedback, also ich persönlich hab sehr, sehr viel positives Feedback bekommen. Es gibt sicher Sachen, wo man schrauben kann, aber ich weiß, ihr seid da ja. auch so eingestellt, ihr nehmt euch das ja an. Wir sind in Jahr zwei. Das muss man sagen. Wir sind keine Messegesellschaft, das ist zweite Mal, dass wir ein Event veranstalten. Was hat denn aus deiner Sicht besonders gut funktioniert? Wo sagst du, geil, das war genau der richtige Zug? Es gibt schon auch, wenn du das so fragst, es viele Highlights. Was hervorragend ist, einfach das Speaker Dinner im Vorfeld. Also wir hatten 85 Speaker, Partner, Medienpartner mit dabei und da merkst du auch, die Leute kommen mit einer Vorfreude dahin und diese Stimmung, die sich dann in diesem Raum dann auch einfach breit gemacht hat, so diese Vorwarnung, morgen geht es endlich los. Das war ein bisschen wie so Weihnachten und zwar nicht nur bei uns. einigermaßen positiv zur Huracan stehen, das besser auch so. Aber dass da so viel Energie drin ist und diese Energie hat sich direkt auf den Freitagmorgen übertragen. Und wenn du da 85 richtige Grinsebacken hast, die dann einfach sagen, okay, jetzt lass mal Vollgas geben, dann ist das einfach was ganz ganz anderes als wenn man sagt, weiß jeder kommt da so alleine rein, getrüppelt, keiner weiß es genau. Das war wirklich tipptopp. gab dann auch für uns eine doch relativ emotionale Ansprache, mit der wir auch in der Form nicht gerechnet haben. Das uns aber natürlich einfach sehr freut und ich bin selten sprachlos. In dem Fall war es tatsächlich, ich musste das erst mal kurz einordnen. Aber auch ansonsten, meine, ich habe, das ist ein egoistischer Grund, aber wir haben eine Torwand bei uns in die Hauptbühne gebaut. Ich bin wirklich kein guter Fußballer, ich habe gegen Oliver Kahn abgezogen. Drei Schuss, drei Treffer.
Max Herrmannsdörfer: Ich kann meine Torwahnkarriere komplett an den Nagel hängen. Ja, und muss zur Einordnung sagen, Oliver Kahn, Null Treffer. Es sind schwierige Bedingungen da unten, also keine Frage. wenn die Ente nicht schwimmt, ist das Wasser kaputt, oder? Aber diese Situation bei der Eröffnung mit voller Bühne, vollen Rängen und du versenkst drei gegen Olli Kahn. Früher hat man gesagt Turniermannschaft. Ja, aber... Olli hat es ja erzählt, man muss auch mit Niederlagen umgehen können, muss aus Rückschlägen stärker erwachsen und muss daran wachsen und muss es annehmen. Also er wird drüber hinwegkommen. Ja, ich glaube auch, dass er danach trotzdem schlafen konnte. glaube auch. Ich habe noch mehr Highlights. Hau raus. Neben den 105 Programmpunkten, wir hatten, ich glaube Markus Krebs auf der Aftershowparty, der die Aftershowparty eingeleitet hat, die Bühne war auch rappelvoll. Dass Markus dann die Leute mit rüber genommen hat und dann wirklich nach knapp neun, zehn Stunden Druckbetankung und da laufen halt sechs Themen-Slots parallel oder sechs Workshops und fünf, sechs Und fünf Bühnen, ja. Da raucht die Birne. Also dass da jemand sagt, okay, ich weiß nicht hundertprozentig, wo ich jetzt genau hin muss. Das kann ich in einer gewissen Form nachvollziehen, aber dafür haben wir ein KI-Chatbot gebaut. Wer den nicht genutzt hat, das ist genauso wie in der Computergeschichte so no backup, no sorry. Das ist einfach so und ... Da muss man sich bisschen auch dann darauf vorbereiten. Diese Aftershowparty. Wir saßen hier lang beim Catering, haben schöne Gespräche gehabt und sind dann rüber und dann hat die Band noch gespielt. Alter, war das ein Abriss. Also ich persönlich erzähl mir ein bisschen mehr darüber, weil ich hab's nicht mitbekommen, weil wir mussten zu gegebener Uhrzeit leider eine Outdoor Area sperren und Bühnen umbauen. Okay, also das hat gerade den Moment getroffen. Es war eine Stimmung da, ich dachte erst, hier kommt alles vom Band und dann gehen wir rein. Ich weiß nicht mehr, welches Song da lief, aber Sinfonia war die Band. Die haben abgerissen. Die haben abgerissen, die haben absolut abgerissen und Tobi, Tobi Haag hat danach nichts vermissen lassen. Das stimmt.
Max Herrmannsdörfer: Aber ich meine, Tobi ist ja wirklich einfach hervorragend und Tobi weiß es noch nicht, aber der ist auch für nächstes Jahr wieder gebucht. Tobi Glückwunsch! Also wenn du möchtest Tobi. Das war das erste Mal, dass ich Tobi besorgt gesehen habe, dass er ein bisschen Angst hatte, kann ich die Stimmung halten? Das war, da war wirklich eine Energie. Die Latte lag hoch. Und ich meine, ich habe wirklich davon selber nichts mitbekommen. Außer ab und an mal Tür auf, wenn Leute oben beim Rauchen waren. Aber es sind mir 15 Leute entgegengekommen, die haben gedacht, boah. Die Band, das war die beste Liveband, ich je gehört habe. Das sagt einiges. Wie geht es Ihnen jetzt weiter, Niklas? habt letztes Jahr, da waren alle happy, die HeroCon wird es weiter geben und ihr habt sie jetzt hier wieder gedroppt. Wie geht es weiter? Ich möchte Olli Kahn zitieren, weiter, immer weiter. Nein, also am Ende, wir werden an dem Konzept jetzt nicht so wahnsinnig viel verändern. das funktioniert. Gerade im Handwerk ist es schon so, dass man glaube ich auch einen langen Atem braucht. Und da die Überzeugung auch bei vielen, vielen Menschen zu bekommen, dass es sinnvoll ist, einfach zwei Tage zu investieren. Teilweise mit Anreise, teilweise mit Übernachtung. Am Ende, das Teure sind ja nicht die Tickets. Das Teure ist ja die Zeit, die Opportunitätskosten. Und am Ende, jeder, hier hinkommt, da haben wir den Anspruch, muss mindestens ein Invest, wenn du jetzt wirklich zwei Tage aus bist, Hotel, Anreise, da muss ein Vielfaches von 3000 Euro an Mehrwert entstehen. Ich glaube, die, die da sind, wissen das auch. Aber wie du das überbringst, vielen Dank für die Einladung, dass das jetzt auch noch ein paar andere Menschen hören. Aber der wichtigste Treiber sind eben die zufriedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die dieses Jahr da Denn wir haben Call for Speakers gemacht, ist keine politische Agenda dahinter. Die Speaker wurden gewählt. Also kamen der HeroCon Community die Themen und die Speaker für dieses Jahr auch raus. Auch anders als es andere Veranstaltungen gemacht haben. So ist das. Deswegen geben wir redaktionell auch die Hoheit ab, weil wir den Mehrwert für die Handwerker, also für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Vordergrund Mir ist es egal, ob Speaker XY oder ABC das spricht. Thema und Nutzer. Ganz genau. Und das haben wir in diesem Jahr auch gemacht, es wirklich darum geht, haben jedem Speaker mit auf den Weg gegeben. Sagt den Leuten bitte vorher, was werden sie am Ende gelernt haben. Dass man sich einfach ganz klar drauf einstellen kann. das werden wir auch weiterhin so tun.
Max Herrmannsdörfer: Es wird nicht mehr Programm geben, wird nicht mehr Bühnen geben, aber wir hoffen einfach, dass die Hütte noch ein bisschen voller wird, weil wir waren jetzt knapp 1500 Leute und hier passen 80.000 rein. Der Anspruch ist klar gesetzt. Datum für nächstes Jahr? Vierter und fünfter Juni 2027. Und wenn man noch bisschen Werbung machen darf, der Ticket-Shop ist ab heute geöffnet. Stark. Niklas, Gratulation, herzlichen Glückwunsch zu diesem Event. Und jetzt darfst dir auch deinen Weizen schmecken lassen. ist wirklich... Aber ich hab dich noch... Ich hab das im Vorfeld angekündigt. Ich möchte dir auch ein bis zwei Fragen stellen. Stellen wir Fragen. Jetzt geh ich mal raus aus der Moderatorenrolle. Du bist ja auch das erste Mal auf der HeroCon. Was war dein Highlight? Also... Die Aftershow-Party hat mich gestern absolut abgeholt. In der ersten Sekunde. War richtig geil. Community-Run heute Morgen. Es war eine Überwindung. wirklich. Es war hart. das Feeling danach in der Gruppe vor dem Stadion zu stehen und zu sehen, wie die anderen Leute reinkommen und sagen, hey geil, schön, dass ihr das mitgemacht habt, war schon richtig geil. Du warst aber in der vorderen Gruppe, oder? Ja, Ich nicht. Ich merke es auch in den Oberschenkeln, aber anderes Thema. sonst, ich glaube, ich kann mich an keinen Event erinnern, wo du so eine hohe Dichte an Content-Creator aus dem Handwerk hast. Gewerke übergreifend. Es ist eigentlich die komplette Crème de la Crème des Handwerks da. Und das habe ich bisher bei keinem Event erlebt. Von daher für uns als Medienplattform, als Handwerkerradio ist das Jackpot. Also von daher, es war auch mein erstes Mal Signal die Duna Park. Das ist noch dazu. Ohne vorweg zu greifen heißt das, ihr möchtet auch gerne, also wir haben ja eine sehr erfolgreiche Medienplattform, möchtet ihr das fortführen. Niklas, also wir möchten das sehr gerne fortführen. Das ist eine sehr lange Form für ja, aber freut mich trotzdem sehr. Und ich habe auch gesagt, es gibt noch eine Abschlussfrage. Mein Highlight war ja Markus Krebs. Ich habe immer gesagt, ich wollte zu ihm, hat nicht geklappt, kommt er zu uns. Was ist dein Lieblingswitz?
Max Herrmannsdörfer: Okay, okay. ich kenn, ich, ich kenn nur einen Witz. Nur einen guten. Warst du nicht bei Markus Krebs dabei? Was sind die letzten Worte einer Giftschlange? Ich weiß es nicht. Zeig sie, zeig sie auf die Zunge gebissen.
Max Herrmannsdörfer: Na ja. Fandest den witzig? Übernimmst ihn? Ich meine, ist ja auch wirklich einfach eine gemeine Frage, weil das ist so... Naja. Ja, Niklas, wie beenden wir das Ding jetzt? Ich glaube, wir trinken jetzt nochmal ein und ich sage vielen lieben Dank und alles Gute. Ebenso vielen Dank, schön, dass ihr da wart und wir laufen uns so oder so wieder über den Weg. Bis zum nächsten Mal. Mach's gut. Tschüss. Ja, und das war es tatsächlich. Unser Rückblick zur HeroCon 2026. Und wir sagen nochmal ganz herzlichen Dank an alle, die mit uns gepodcastet haben, die uns angesprochen haben, die uns supporten, die mit uns Fahrstuhlparty gemacht haben, mit uns joggen waren. es war uns wirklich eine Freude und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr. Schreibt uns gern, falls ihr Feedback habt und wir sehen uns sicher bei einem der nächsten Events im Handwerk wieder. Allen, die jetzt zugehört haben, wünsche ich einen wunderschönen Tag. Vielen lieben Dank fürs Zuhören. und bis zum nächsten Mal. Macht's es gut. Tschüss! Das wars mit Handwerk erleben. Dir hat diese Folge gefallen? Dann abonniere diesen Podcast, keine Folge mehr zu verpassen. Wir freuen uns auch über eine 5-Sterne-Bewertung bei deiner Podcast-Plattform. Dieser Podcast ist eine Produktion der Handwerker Radio GmbH. Weitere Informationen findest du unter www.handwerker-radio.de
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