#183 Jannis Keller & Oliver Vogt, wie wird aus einer Meisterschul-Freundschaft ein Campervan-Startup?
Shownotes
Auf dem Parkplatz der Holzfachschule Bad Wildungen begann alles: Jannis saß in seinem Camper, Oli kam dazu – und aus diesem ersten Gespräch wurde innerhalb weniger Monate eine gemeinsame Geschäftsidee. Keine zwölf Monate nach ihrem Kennenlernen haben sich die beiden Schreinermeister mit FeinWerk Camper selbstständig gemacht! Ihre Vision: individuelle Campervans bauen, die handwerkliche Präzision mit durchdachtem Design verbinden.
Max Herrmannsdörfer spricht mit Jannis Keller und Oliver Vogt darüber, wie sie ihre Gründung Schritt für Schritt entwickelt haben – noch während die Meisterschule lief. Die beiden berichten, welche Rolle ein glücklicher Hallenfund bei Kleinanzeigen gespielt hat, warum ein guter Businessplan länger dauert als gedacht und was einen hochwertigen Camper-Ausbau wirklich ausmacht: von der ersten Beratung über das millimetergenaue CAD-Modell bis zur Übergabe des fertigen Fahrzeugs. Wer selbst über eine Gründung nachdenkt oder einfach wissen will, was in einem maßgeschneiderten Campervan steckt, bekommt hier beides.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Mit einem Camper die Welt erkunden und dabei flexibel und kostengünstig Urlaub machen, für viele ist das der Inbegriff von Freiheit.
00:00:17: Ich habe heute zwei Gäste im Podcast, Und damit ganz herzlich willkommen bei Handwerk Erleben.
00:00:24: Ich bin Max Hermannsdörfer und ich darf ganz herzlich Janis Keller und Oliver Vogt begrüßen, beide sind Schreinermeister und haben sich erst vor wenigen Wochen selbstständig gemacht mit ihrem Unternehmen Feinwerk Camper.
00:00:39: Hallo Janis und hallo Oli Grüß euch!
00:00:41: Hallo Max
00:00:42: Seit wann seid ihr denn am Start?
00:00:44: Könnt ihr mir das einmal verraten?
00:00:46: Ja also tatsächlich sind wir jetzt gerade Frisch gegründet, noch diesen Monat am zehnten Siebten haben wir quasi das Gewerbe gestartet und
00:00:57: ja.
00:00:57: Und das ganze Projekt begonnen hat eigentlich schon ziemlich so nach der Meisterschule.
00:01:01: also wir haben halt dieses Jahr unser Meister dann erfolgreich abgelegt und ab Mai ging es dann da schon los mit den ganzen Vorbereitungen.
00:01:08: Okay!
00:01:09: Da kommen wir gleich drauf zu sprechen.
00:01:10: kurz zur Transparenz Wir nehmen auf Ende Juli.
00:01:14: Deshalb ihr werdet die Folge ein paar Tage später erst hören.
00:01:18: Aber Olli, du hast gesagt es ging schon früher los.
00:01:20: Ihr habt in der Meisterschule zusammen verbracht.
00:01:25: wir fangen mal mit eurem Background an.
00:01:27: Olli erzähl doch mal ganz kurze Vorstellung.
00:01:30: wo kommst Du her und wie war Dein Weg ins Schreinerhandwerk?
00:01:35: Also ich komme aus Hanau da.
00:01:37: bei Frankfurt ist das und es begann eigentlich schon meiner Kindheit.
00:01:42: also mein Opa ist auch gelernt Modellschreiner und da habe ich halt ganz, ganz viel einfach immer mitgemacht.
00:01:48: Und von ihm halt auch unfassbar viel gelernt.
00:01:52: Ja gut, das ist halt ganz klassisch.
00:01:54: Einfach in die Schule gegangen dann noch Sabi gemacht und dann hatte ich eigentlich überlegt zu studieren.
00:01:58: Dann haben mir ja auch einige Leute nahegelehnt.
00:02:01: Guck mal macht doch erstmal eine Ausbildung dass man zumindest einfach mal die praktische Erfahrung hat.
00:02:05: Das hab' ich dann auch genauso gemacht und es war auch wirklich meiner Meinung nach die beste Entscheidung meines Lebens also definitiv!
00:02:14: Dann hatte ich die Ausbildung fertig und dann war so, die Optionen im Meister zu machen.
00:02:18: Und das fand ich da eigentlich auch ziemlich reizend ehrlich gesagt!
00:02:22: Und dann habe ich mich halt dafür eingeschrieben und direkt nach der Ausbildung den Meister quasi dran gehängt... ...und während dem Meister habe ich dann nie an das kennengelernt.
00:02:31: Das waren wirklich die zweite Personen, die ich getroffen hab als ich da angekommen bin und natürlich wie sie es gehört hat er dann im Kämpfer gesessen und sein Kaffee getrunken.
00:02:42: Geil!
00:02:44: Janusz, wie ist bei dir?
00:02:45: Hast du auch familiäre Vorerfahrungen?
00:02:49: Nee nicht aus dem Schreinerhandwerk.
00:02:50: Also ich habe früher viel in der Werkstatt beim Opa ausprobiert aber er hat eigentlich viel an Autos geschraubt gar nicht unbedingt so viel mit Holz.
00:03:01: und dann hab ich irgendwann zu Hause angefangen immer mehr und mehr in der Werksstadt zu machen.
00:03:07: und dann habe ich mir auch irgendwie zu Geburtstag und zu Weihnachten angefangen halt kleinere Maschinen oder dann auch irgendwann größere.
00:03:14: Also so mit zwölf habe ich mir die erste Bandsege dann gewünscht und so.
00:03:18: Mit fünfzehn Jahrzehnte bis drei Segen.
00:03:24: Und dann hab' ich da mir quasi die Werkstatt immer ein bisschen erweitert, kleinere Projekte angefangen... ...und hier mal was für Freunde und so... ...dann hab' auch mein Abi fertig gemacht und wollte ursprünglich studieren gehen.
00:03:40: Tatsächlich relativ fitzig!
00:03:41: ... wie Olli auch eigentlich in Richtung Bauingenieurswesen.
00:03:45: Und wollte aber nach dem Abi nicht direkt mit einem Studium anfangen, sondern habe dann erst mal eine Ausbildung gemacht.
00:03:51: und da ich da ja schon so ein bisschen Erfahrung hatte dachte es ist super einfach weiter daran anzuknüpfen... ...und bin in eine Schreinerlehre gegangen und dann konnte ich dadurch meine sehr guten Leistungen die Ausbildung noch verkürzen auf zweieinhalb Jahre hab dann bis zur Meisterschule im angestellten Gesellenverhältnis da dann auch weitergearbeitet in meinem Lehrbetrieb.
00:04:16: Das ist die Schreinerei Frank-Baumeister in Kleinen Winterheim gewesen.
00:04:20: und dann habe ich danach angefangen mit der Meisterausbildung an der Holzfachschule in Bad Wildungen, und da haben wir uns am ersten Tag kennengelernt mehr oder weniger auf dem Parkplatz als ich in mein Bus mir meinen Kaffee gemacht hab noch vor dem Unterricht.
00:04:38: Also während andere im Wohnheim waren Warst du in deinem Camper?
00:04:42: Nee, tatsächlich nur am Anfang der Übergangszeit.
00:04:45: Aber ja...
00:04:48: Okay aber Du hast einen eigenen Camper mit dem Du und Turbis ausgestattet ist?
00:04:54: Genau!
00:04:54: Ich habe einen eigenen Camper.
00:04:56: mit dem bin ich auch, ich sag mal vier Wochen am Stück autarge Norwegen unterwegs gewesen problemlos.
00:05:03: Also klar Wasser muss man ab und zu auffüllen.
00:05:05: aber ansonsten hab' ich gestanden ... wo es mich abends hingezogen hat, wo der Blick schön war.
00:05:12: Und Strom und sonst was hatte ich immer genug dabei.
00:05:16: Also eigentlich ja genau so wie ich's ganz am Anfang beschrieben habe mit dem Camper die Welt erkunden flexibel sein... ... im besten Fall kosten günstiger als jetzt in Hotels für Wochen zu verbringen?
00:05:27: Das ist schon ein bisschen das Lebensgefühl, was du mit einem ausgebauten Camper hattest oder?
00:05:31: Ja!
00:05:32: Was mir da dann tatsächlich auch noch sehr wichtig war, als ich mir meinen Aus gebaut hab.
00:05:36: Also ganz am Anfang hatte ich auch mal den Gedanken, dass das kostet günstig wird wenn ich es selber mache.
00:05:41: Da bin ich dann aber sehr schnell von abgekommen als ich den ganzen Kram eingekauft habe und gemerkt habe, ganz so günstigt wird das doch nicht!
00:05:48: Und wenn man da ein bisschen auf Qualität setzt, dann wird das auch sehr schnell teuer.
00:05:51: Aber dafür würde ich sagen, habe ich tatsächlich ein kleines Schmuckstückchen.
00:05:58: Auch designtechnisch eben was wirklich nach einem Wohnmobil oder nach einem Ort zum Wohnen aussieht und eben nicht nur nach einem Transporter mit einem Bett und einer Koch-Ecke drin, so dass man eben da auch gemütlich vier Wochen lang unterwegs sein kann.
00:06:13: Und das Leben in der gewissen Weise schön genießen kann!
00:06:17: Wir kommen auf diese Vorzüge von dieser Art des Urlaubs, vielleicht gleich im Laufe des Gesprächs noch zu sprechen.
00:06:23: Aber mich interessiert nochmal... Ihr habt euch dann an Tag eins der Meisterschule kennengelernt?
00:06:28: Olli das war wann ungefähr letztes Jahr oder wann habt ihr gestartet?
00:06:32: Genau, letztes Ja im Mitte August war es dann.
00:06:36: Und war seitdem jeden Tag zusammen in der Meisterschule?
00:06:39: Genau und nachdem wir uns halt ganz grob kennengelern haben, haben wir uns auch einfach direkt nebeneinander gesetzt Und dann hatten wir halt immer unsere acht Stunden am Tag Unterricht und da hatten auch immer acht Stunden, um noch länger darüber hinaus Möglichkeiten zu quatschen und Ideen auszutauschen.
00:06:58: Wenn man zum Beispiel im Meisterteil drei sitzt also wo es dann halt um Buchhaltung, Unternehmensführungen etc.
00:07:05: geht und dann macht man sich natürlich auch schon mal so die ein oder anderen Gedanken vergleichtest vielleicht so ein bisschen mit anderen Unternehmen oder sogar mit einem eigenen Chef.
00:07:14: was könnte man da vielleicht nochmal besser machen?
00:07:16: Und irgendwo kriegt man dann so ein Kribbeln in den Fingern und man denkt sich, ey komm, das will ich jetzt auch einfach mal ausprobieren.
00:07:24: Und sich da halt einfach daran halten an das Schema was wir da auch teilweise gelernt haben um mal gucken wie man es selbst umgesetzt bekommt.
00:07:32: Wann ist denn tatsächlich die Idee gereift?
00:07:34: Ey lass mal nach der Meisterschule zusammen irgendwas starten!
00:07:39: Ja ja das war tatsächlich noch... also ich würde mal sagen so einen gleichen
00:07:42: Herbst
00:07:43: noch.
00:07:45: So Richtung Oktober-November haben wir oder war eigentlich diese Idee schon ziemlich fix, dass wir gesagt haben Wir machen danach irgendwas zusammen oder probieren das zumindest mal aus.
00:07:56: Wenn es nichts wird gehen wir immer noch studieren so.
00:07:59: Aber ja und dann haben wir eigentlich die erste Idee, die wir im Kopf mal hatten War eine Kleinmöbelserie Irgendwas was man mit wenig Aufwand Also mit Wiederholung fertigen kann Dass man nicht zu viele Maschinen am Anfang braucht dann den Kram vielleicht auch irgendwie online verkaufen kann, verschicken kann.
00:08:21: Ja das war mal so die erste Idee.
00:08:24: Da sind wir da mal bei Sportgeräten gelandet also die quasi Faltbar sind in denen man sehr kompakt verstauen kann für kleinere Wohnungen über besondere Regalsysteme mit speziellen Anbauteilen und sowas in die Richtung.
00:08:41: aber dann irgendwann ich weiß gar nicht mal gab es einen extremen Auslöser
00:08:48: Naja, also einen richtigen Auslöser gar nicht.
00:08:52: Das
00:08:53: hat sich so entwickelt über die Zeit.
00:08:54: Ja
00:08:55: das hat sich dann so rauskristallisiert.
00:08:57: So Richtung.
00:08:58: ich würde mal sagen kurz vor Weihnachten hatten wir dann so ziemlich fixe Idee lasst mal Camper ausbauen weil... Okay
00:09:06: krass!
00:09:07: Also das brannte mir irgendwie selber schon länger unter den Fingern.
00:09:12: an sich diese Idee und den Traum vom eigenen Camper, den hatte ich eigentlich seit der Grundschule.
00:09:18: Und hab seitdem auch auf YouTube so Projekte verfolgt und keine Ahnung... ...und dann habe ich das auch mehrfach schon im Kopf gehabt, eigentlich könntest du das ja auch beruflich machen.
00:09:28: Das macht ja schon wirklich Bock!
00:09:31: Und da hätte mich aber alleine nicht getraut, dass quasi als Projekt anzugehen sag' ich mal
00:09:37: Das ist ja das Witzige dabei.
00:09:38: Also es stand schon bedeutend früher fest, dass wir uns zusammen auf jeden Fall selbstständig machen wollen noch bevor überhaupt eine Idee da war mit was überhaupt?
00:09:47: Ja aber
00:09:48: ihr wisst ja dann schon gut gevipt haben zu sammeln.
00:09:53: In der Meisterschule kann auch langfristig irgendwas werden weil klar also dass man sich gut versteht und vielleicht auch befreundet ist, ist das eine ... ein Geschäft aufbaut.
00:10:06: Das gehört schon auch was dazu?
00:10:09: Ein Großteil der Meisterklasse hat tatsächlich ... ... relativ spät erst gecheckt, dass wir uns da erst kennengelernt haben.
00:10:16: Weil wir dachten, weil wir von Anfang an da so viel Zeit miteinander verbracht haben und irgendwie die ganze Zeit gebabbelt haben eigentlich... ...dass wir uns schon viel länger kennen und da dann dachten ja gut du ersetzt uns halt mal nebeneinander.
00:10:27: Nee das ist tatsächlich alles erst da entstanden.
00:10:31: Also wir kennen uns jetzt noch nicht mal einen Jahr!
00:10:33: Ja genau
00:10:35: Ihr kennt ja nur nicht mal ein Jahr und habt eine Unternehmerin zusammen.
00:10:37: Geil!
00:10:40: Aber Olli, du hattest mit dem Thema Camper-Vans davor nichts zu tun oder?
00:10:46: Oder hast Du auch einen?
00:10:47: Ne also ich bin eher so vom Typ erzählten was habe ich quasi immer gemacht war dann schon seit... Ich arbeite über zehn Jahre regelmäßig, falls ich bei uns im Zeltlager mit.
00:10:59: Das heißt auf jeden Fall habe ich schon viele Berührungspunkte mit dem Thema draußen schlafen, Outdoor, Campingplatz
00:11:06: etc.,
00:11:07: und jetzt in einem Camper- bzw Wohnwagen hab' ich glaube auch nur zweimal Urlaub gemacht.
00:11:13: aber jetzt wirklich mit dem Camper unterwegs war ich tatsächlich noch nicht genau.
00:11:18: Okay Janis konnte dich dann von dieser Idee überzeugen?
00:11:21: Ja
00:11:22: definitiv!
00:11:23: Ja,
00:11:24: das war natürlich auch ein prima Aufhänger.
00:11:26: Wenn man dann irgendwie das erste Mal driffen dann aufeinander und dann sitzt er in dem Camper und dann muss man natürlich zwangsläufig mal fragen hier kannst du mir den mal zeigen und erklären?
00:11:35: Und dann hat er mich eigentlich schon direkt abgeholt!
00:11:38: Also das war schon ziemlich cool und ich finde es halt auch nach wie vor einfach ein unfassbar faszinierendes Thema.
00:11:45: Du kannst dann quasi einmal alles Sachen reinschmeißen hinfahren wo du möchtest und dann kannst du das einfach mal dein Zuhause hängen.
00:11:51: quasi.
00:11:52: Und ich glaube, was uns so ein bisschen mit dran gereizt hat an dem Camperthema.
00:11:56: Dass es eben nicht nur irgendwie ein Produkt am Ende ist, das wir in Serie verkaufen, sondern dass es jedes Stück anders ist und dass man nicht nur das Schreinerhandwerk hat, was man abdeckt, sondern eben, dass es vielfältig ist und man auch quasi viele Komponenten auf kleinem Raum unterbringen muss quasi nochmal mehr Gedanken machen muss, als wenn man jetzt einen Haus ausbaut oder wie auch immer.
00:12:24: Weil eigentlich jeder Zentimeter genutzt sein muss und das Ganze dann am besten noch in leichtbauweise.
00:12:29: und ja deswegen auch so bisschen unser Slogan wir bauen Schweizer Taschenmesser auf Rädern weil so ein Schweizer Taschen Messer kennt jeder da ist alles dran was man unterwegs braucht Und bei uns in den Vans wird es auch zu sein dass da eigentlich alles mit untergebracht ist was man so braucht.
00:12:49: Ja, jedes Detail durchdacht.
00:12:52: Es ging jetzt dann aber doch relativ schnell.
00:12:54: also von der Idee ihr sagt so ja kurz vor Weihnachten war die Idee in welche Richtung es gehen soll.
00:13:02: Jetzt im Juli ein gutes halbes Jahr später habt ihr öffnet.
00:13:07: In der Zwischenzeit habt euer Meister auch noch abgeschlossen.
00:13:09: Also ich habe da nicht sechs Monate nur an dieser Gründung gearbeitet sondern den Meister vor ein paar Wochen erst abgeschlossen.
00:13:17: und Dann, der Weg in die Gründung.
00:13:20: Wie waren die letzten Monate für euch?
00:13:22: Der Meister war Ende April fertig und am nächsten Tag haben wir uns schon direkt bei der IHK noch auf einem Gründertag.
00:13:34: Den hatten wir vorher, wurde er uns irgendwie weitergeleitet und dann dachten wir ja gut, dann gehen wir da halt hin auch wenn es am Tag nach einer Meisterschütz-Ausstellung ist Mit wenig Schlaf, aber wir waren da.
00:13:46: Ja, waren auch gigantisch tolle Erfahrungen also hat sich definitiv gelohnt.
00:13:51: und ja seitdem sehen wir halt einfach komplett dran geblieben und auch parallel eigentlich schon zum Meister.
00:13:58: Also nach Munderich haben uns dann auch immer mal zusammengesetzt und zum Beispiel schonmal nach Hallen gesucht.
00:14:02: Dann haben wir da Website erstellt, Visitenkarten, dann waren wir auch schon auf Messen alles während des Meisters also schon parallel quasi
00:14:12: Ja.
00:14:12: und dann jetzt die letzten, ich würde mal sagen zwei Monate haben wir also überwiegend Mai-Juni.
00:14:19: Haben wir Businessplan geschrieben den Finanzplan uns überlegt und so auch natürlich mit Beratung weil es ist für uns natürlich schon irgendwo Neuland.
00:14:31: Wie habt ihr das gemacht?
00:14:32: Also wen habt ihr da als Unterstützung hinzugezogen?
00:14:38: Von der Agentur für Arbeit bekommt man dann so ein AVGS, das ist wie einen Bildungsgutschein.
00:14:46: Mit diesem Bildungs-Gutscheinen kann man zu einer externen Beratungsstelle gehen und da haben wir uns einfach einem im Internet ausgesucht.
00:14:55: Diese Beratung waren jetzt... ...achtzig Einheiten, also ich glaube sechzig Zeitstunden genau Und die wurden dann von der Agentur für Arbeit quasi bezahlt, dass er mit uns zusammen da diesen Business Plan schreiben kann.
00:15:09: Genau und das war wirklich eine gigantische Hilfe.
00:15:12: also sonst hätten wir es nicht in dem Umfang so gut hinbekommen.
00:15:15: Ja,
00:15:17: da hängt ja viel mit zusammen.
00:15:18: Also ich meine ihr braucht Werkzeug, ihr braucht Maschinen.
00:15:21: Ihr braucht ne Werkstatt, ne Halle.
00:15:24: Da können wir gleich noch drüber sprechen.
00:15:25: aber so die Herausforderungen bei der Gründung... Wie viel kam da jetzt in den letzten Monaten, was ihr nicht auf dem Schirm hattet?
00:15:36: Wie viele Überraschungen kamen so.
00:15:38: Man hat schon mit ein bisschen Bürokratieaufwand gerechnet aber dass das tatsächlich in dem Umfang ist oder dann dass man auch... So wie du, man telefoniert wirklich sehr vielen Leuten einfach hinterher und fragt X mal nach oder dann hat man wieder irgendwelche Wartezeiten, weil man darauf wartet dass der Antrag fertig bearbeitet wird.
00:16:01: Und kann eigentlich nicht weitermachen, weil da die Bestätigung schon braucht um sie woanders wieder einreichen zu können.
00:16:07: und ja das ist ein zehrender Prozess sag ich mal wir haben die Zeit dazwischen natürlich immer genutzt um unsere eigene Planung Marketing Konzepte und sonst was auszuarbeiten die Website zu gestalten und so.
00:16:21: Ja was kam noch unerwartet dazu?
00:16:24: Tatsächlich die Suche nach einer Halle habe ich mir einen Tag einfacher vorgestellt.
00:16:29: Also da haben wir wirklich auf ganz verschiedenen Portalen, waren wieder unterwegs.
00:16:32: Wir haben unfassbar viele angeschrieben.
00:16:35: Teilweise kam halt überhaupt nichts zurück.
00:16:38: Manchmal kam auch drei Wochen später erst irgendwie eine Antwort und dann waren wir auf einigen Besichtigungen und Terminen.
00:16:45: und ja also quasi das Hauptproblem war so ein bisschen dass wir halt eher natürlich klein starten wollten Aber eine Halle brauchten mit hohem Tor.
00:16:54: Und halt gerade hier irgendwo im Umkreis und Rhein-Main meins, das sind halt jetzt leider auch nicht die günstigsten Gebiete.
00:17:02: Da haben wir schon viel Zeit verbracht auf solchen Plattformen oder mal mit dem Telefonieren, mit Vermietergesprächen und so.
00:17:10: was aber...
00:17:11: Ja, gerade da wenn man in der Gewerbeimmobilie sucht dann zu erklären, dass man eigentlich erst anfängt und man deshalb noch keine Informationen über uns findet.
00:17:21: Keine Website auffindbar ist und so Sachen.
00:17:23: Das verschreckt vor allem viele Vermieter, sodass man dann auch überhaupt eigentlich keinen Gespräch bekommt oder einen Besichtigungstermin oder wie auch immer.
00:17:31: Da ist man als Gründer teilweise einfach schon grundsätzlich ausgeschlossen weil den eventuell auch einfach das Risiko zu hoch ist, dass die Miete eben nicht kommt.
00:17:39: Ja okay irgendwo klar, verständlich auf der einen Seite.
00:17:43: Andererseits wie sollt ihr ein Business aufbauen wenn ihr keine Räumlichkeiten dafür zur Verfügung stellt bekommt?
00:17:48: Also da ist immer die Frage herrnei-Prinzip was muss zuerst kommen?
00:17:54: aber ihr habt ja jetzt eine Halle, ihr habt ne Werkstatt.
00:17:59: Wie habt ihr das jetzt organisiert?
00:18:01: Habt ihr euch da eingemietet, habt ihr euch was eigenes gesucht?
00:18:05: Wie seid ihr aktuell ausgestattet?
00:18:07: Ja Das ist ein aktuell sehr spannendes Thema, sag ich mal.
00:18:12: Wir haben tatsächlich ging das über, haben gefunden, haben
00:18:14: es über Kleineren
00:18:15: zeigen und zwar war das ja.
00:18:19: ich sage mal dass waren drei vier relativ von der Perspektive unvorteilhafte Fotos aus dieser Halle auch gar nicht über den Besitzer selber, sondern über seinen Maschinenhändler.
00:18:32: Weil der hat in den letzten drei Jahren nicht mehr wirklich Mitarbeiter gefunden für die Schreinerei und ja, er hat dann quasi entschieden ... Er macht zu oder entstand so dreiviertel Jahre mehr oder weniger still alles.
00:18:43: Ab und zu hat mal irgendjemand ein bisschen was gemacht.
00:18:46: Das ist halt alles noch mehr eingestaubt.
00:18:48: Und es wurde immer noch mehr Sachen reingestellt.
00:18:52: Dann hat er eigentlich überlegt das Ganze quasi zu verkaufen und ist über sein Maschinenhändler gegangen weil er selber sich damit nicht so wirklich befassen wollte mit der Anzeige.
00:19:00: und ja, Leuten schreiben wie auch immer.
00:19:03: Genau!
00:19:04: Und darauf sind wir dann halt gestoßen.
00:19:05: also stand dann im Schreinerei zu vermieten und da dachten wir jetzt nicht unbedingt das was man sucht aber eigentlich auch ein sehr spannender Ansatz wenn quasi schon mal alles da ist.
00:19:14: Also haben wir dann dahingeschrieben Ja hallo?
00:19:17: Wir hatten Interesse und wir würden da gerne Camperbusse ausbauen.
00:19:21: Dann kamen dann prompt Nein dafür steht die Halle nicht zur Verfügung.
00:19:27: Und dann überlegt, warum das jetzt?
00:19:29: Na ok.
00:19:30: Vielleicht hat er es irgendwie falsch verstanden, dass wir quasi uns einen einzigen Camper da ausbauen wollen und dann ist das nicht so in seinem Sinne gewesen.
00:19:38: Ok also nochmal ein Text hingeschrieben Nein Wir möchten gerne das gewerblich machen da Camperbusse auszubauen ... und was habt ihr oder welche Firma seid ihr?
00:19:49: Und so, dann ging es ja auch wieder los.
00:19:51: Also wir sind halt Neugründe... Wir haben noch keine Website,... ...wir haben auch noch kein angemeldetes Gewerbe,... ...aber wir hätten auf jeden Fall Interesse!
00:19:59: Dann hat er uns aber die Nummer von unserem jetzigen Vermieter quasi weitergegeben... ...und dann haben wir telefonisch relativ schnell einen Termin vereinbart... ...um konnten uns die Halle hier wirklich mal anschauen.
00:20:11: Ja, das war ganz interessant.
00:20:13: Wir waren an dem Tag vorher in einer anderen Halle drin wo wir gesagt haben, perfekt.
00:20:17: Das ist die Größe, die wir suchen an Hallenfläche.
00:20:20: da ist ein kleines Büro mit dabei.
00:20:23: Wir haben hohes Tor, wir kriegen hier Minimum einen Bus rein wenn es mal nötig ist auch schon zwei und haben so unsere paar Standardmaschinen.
00:20:32: passt platztechnisch.
00:20:33: das war quasi das was wir gesucht haben.
00:20:35: noch ein kleites Lager mehr oder weniger hätten wir das fast schon zugesagt und dachten gut wir gucken uns heute Nachmittag diese Schreinerei an.
00:20:43: Und dann sind wir hier reingekommen und wir hatten ja diese fünf schlecht fotografierten Fotos.
00:20:49: Dann standen wir in der Halle drin, die war deutlich größer als das was wir erwartet haben.
00:20:54: Das Gebäude war eigentlich sehr schick an sich... ...und relativ neu noch also gebaut.
00:21:04: Ja!
00:21:05: Heißt auch nicht irgendwie extremer Sanierungsstau oder was auch immer?
00:21:09: Die Maschinen sind alle noch in Ordnung Gut, waren jetzt teilweise auch im Winterschlaf.
00:21:15: Aber wir haben dann eigentlich schon gedacht ja das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit oder eine Variante die sollten wir uns nochmal durchrechnen und dann haben wir mit dem Vermieter ein bisschen gesprochen am Anfang irgendwie so paar Rahmenbedingungen mal angeteasert und sind dann wieder heim gefahren und da haben dann angefangen das quasi einmal im Businessplan umzurechnen.
00:21:35: weil bisher hatten wir quasi damit kalkuliert dass wir uns Maschinen kaufen dass wir ja eigentlich erstmal alles anschaffen müssen Und hier war ja alles dann da.
00:21:46: Dafür war die Immobilie an sich deutlich größer als das, was wir vorher geplant hatten und... Dann
00:21:53: ist die Entscheidung auf die Werke schon jetzt gefallen!
00:21:55: Ja, tatsächlich.
00:21:56: Die Vorteile haben überwogen.
00:21:59: Wir sind dann echt heimgefahren und waren einfach nur buff!
00:22:02: Wir haben nur gestaunt mit offenen Mündern weil wir dachten das ist so eine geniale Gelegenheit was die Halle hier an Potenzial hat.
00:22:10: Vor allem auch mit
00:22:10: diesem total
00:22:12: surreal gefühlt immer noch eigentlich.
00:22:15: Das katapultiert uns dann gefühlte fünf Jahre nach vorne.
00:22:18: also das ist schon Wahnsinn und da haben wir uns dann halt auch zu Hause gedacht Blöd, diese einmalige Chance nicht zu nutzen.
00:22:26: Und jetzt ist es so dass wir trotzdem nicht die ich sage mal das komplette Gebäude in Anspruch nehmen können.
00:22:33: hier ist noch ein Bürobereich mit dran.
00:22:36: der ist für uns am Anfang viel zu groß heißt er wird extern vermietet.
00:22:41: jetzt und wir mieten quasi nur die
00:22:45: Produktionshalle
00:22:46: Werkstatt genau und deshalb sind wir da jetzt aktuell auch gerade ... sehr doll am Ausmisten und am Umräumen, da ist auch die letzten Jahre nicht ganz so viel Ordnung gehalten worden immer.
00:22:56: Und es ist wirklich überall einfach unfassbar viel Staub drauf.
00:23:02: Man kann's bei Instagram ja teilweise nämlich verfolgen wie ihr ausmistet.
00:23:09: Genau!
00:23:10: Dann bauen wir jetzt jedenfalls noch einen kleinen Aufenthaltsraum rein... ... ein Büro für uns und dafür musst du erstmal Platz her.
00:23:19: Da geht es aktuell schwer voran, aber das ist natürlich schon auch Aufwand.
00:23:24: Wer da ein paar Einblicke haben möchte, euer Instagram-Account heißt feinwerk.camper.
00:23:31: Da sieht man wie die Halle aussieht, lernt euch beide auch noch ein bisschen besser kennen.
00:23:35: also den Account leite ich ganz zur Empfehlung mal weiter und da sieht man dann natürlich auch welche Projekte plant ihr?
00:23:43: was wollt ihr überhaupt umsetzen?
00:23:46: Jetzt würde ich gerne über euer Business sprechen.
00:23:48: Was wollt ihr überhaupt genau machen?
00:23:50: Weil der Markt an Campern, an Vans und Wohnmobilen, Wohnwegen... Ich weiß nicht ist er nicht schon groß genug.
00:23:58: gibt es dafür noch Bedarf für so ein spezielles Feld das ihr jetzt besetzt wirklich den individuellen Ausbau von Camperns?
00:24:07: ist das ein Feld mit Potenzial?
00:24:10: doch um es einfach ganz kurz zu beantworten.
00:24:13: Bestes Beispiel, was wir eigentlich liefern können ist dass wir Anfang des Jahres auf der CMT-Wahn, auf der Messe quasi Camper Motorring und Tourism Caravan und dann haben wir auch mit verschiedenen Händlern gesprochen unter anderem auch dem Plattenladen die diese Leichtbauplatten speziell halt auch für den Camper Ausbau dann vertreiben.
00:24:37: Und die haben gemeint, ja also im quasi durchschnittlichen Segment ist der Markt schon ziemlich gesättigt aber halt einfach im oberen Preissegment auf dem kompletten Individualausbau.
00:24:48: Da ist dann definitiv noch Nachfrage und da werden sie selbst auch noch angefragt ob Sie denn da wirklich gute Ausbauer in dem Segmentern kennen?
00:24:59: Und wer so einen individuellen Camper sucht wird das kennen Ausbauer, die es gibt oder die Manufakturen.
00:25:07: Die haben Wartelisten und wirklich wenn man also man kann anrufen und nachfragen und wird aber leider auf Monate vertröstet im meisten Fall.
00:25:18: Also
00:25:19: ja
00:25:20: da ist auf jeden fall noch ein Markt da der Nachfrage fordert.
00:25:26: ihr siedelt euch dabei bewusst dann in höher preisigen segment auch
00:25:29: genau
00:25:31: gerade auch da wir beide ich würde mal sagen besonderen Designanspruch haben.
00:25:35: Wir sind ja beide mit unseren diversen Stücken vielfach ausgezeichnet worden, was schon irgendwo auch unseren Anspruch widerspiegelt.
00:25:42: Es soll eben nicht quasi wie eine Sauna auf Rädern sein sondern wo die also wo die Mut- und Federbretter unter der Decke hängen, sondern schon eher mit Designkonzept und einem Farbkonzept dahinter und einer Stauraumlösung und so dass das wirklich individuell angepasst ist und einfach alles stimmig wirkt und nicht irgendwie zusammengebastet.
00:26:02: Und das ist auch das, wo wir herkommen.
00:26:03: Also wir haben quasi beide unsere Ausbildung in einem Betrieb gemacht, wo das Hauptaugenmerk eigentlich auf dem hochwertigen qualitativ perfekten Innenausbau dann gelegen hat.
00:26:14: Was bedeutet es denn dann konkret im Camper-Ausbau?
00:26:17: Was macht da eine Hochwertigkeit aus, eine hohe Qualität?
00:26:22: Was sind da die Komponenten, wo?
00:26:23: ihr sagt ja, dass möchten wir als Standard für Feinwerkcamper auch etablieren.
00:26:30: Also zum Beispiel hochwertige Platten, die eben trotzdem stabil genug sind und leicht sind.
00:26:36: Dass der Camper trotzdem nicht so schwer wird dann vernünftige Beschläge dass die Schubbladen eben nicht klappern das die Klappen zu bleiben und so Und dass es einfach beschlägen sind wie man sie Zuhause erwarten würde dass die schublade sich von alleine zuzieht dass Die Klappe sich von Alleine zu zieht ja da ist ein vernünftiges elektro setup.
00:26:54: darin ist
00:26:55: vor allem auch von der konstruktiven Seite her, also wie schafft man es die verschiedenen Platten miteinander zu verbinden ohne dass man die halt von vorne schraubt und dann einfach eine Abdeckerbe drauf packen.
00:27:04: Also das hat man halt auch sehr oft in durchschnittlichen normalen Wohnwägen sag ich jetzt mal, dass halt einfach überall so ein Abdeckabder drauf geklebt wird.
00:27:13: und da ist dann halt unser Anspruch, dass man dann irgendwie auf das Möbel schaut und sich dann fragt hey wir hält es eigentlich oder wie kann es denn funktionieren?
00:27:22: Und das Genau das worauf wir dann Wert legen.
00:27:26: Und ein besonderes Lichtkonzept, dass der Boden vielleicht nicht nur irgendein Kunststoffboden ist sondern auch echt tolles Paket oder eben die ganzen Lösungen, die der einzelne Kunde so braucht wie er sie wünscht... ...dass er hier zum Beispiel mal noch ein kleines Fach hat oder hier irgendwas zum Ausziehen.
00:27:45: Dass diese Lösungen einfach alle umgesetzt werden können und nicht ein Fahrzeug gekauft wird wo man danach gucken muss was kriege ich da eigentlich alles rein?
00:27:53: Und ihr schreibt nach der Website auch so was wie frisches Wasser, eigene Dusche.
00:27:57: Also auch sowas sind Komponenten die ihr dann mit verbauen könnt.
00:28:02: Stromzufuhr, Wärme, Dämmung und Kühlung.
00:28:06: Das sind dann alles Pakete oder Bestandteile die ihr anbietet?
00:28:11: Genau das bieten wir als Einzelkomponentin jetzt zum Nachrüsten.
00:28:17: Wenn jemand ein Selbstausbauer sagt hier... Ich trau es mir nicht zu, ein Fenster einzubauen oder mein Auto zu dämmen.
00:28:23: Das würde ich gerne machen lassen.
00:28:25: Dann sind das Sachen die wir auch machen.
00:28:27: aber wenn wir einen Komplettausbau anbieten dann ist das alles mit drin und dann ist es ein vollgedämpstes Fahrzeug.
00:28:33: Das ist vernünftig beheizt damit kann man auch mal im Winter noch unterwegs sein ohne dass man sich abfriert.
00:28:42: Klimatisiert?
00:28:43: Genau
00:28:44: klimatisiert.
00:28:44: Es klapp hat nix.
00:28:46: also es ist alles ordentlich festgemacht ja
00:28:50: Und es ist halt auch angepasst für den Camping-Alltag, also so verschiedene Sachen die oftmals unterschlagen werden.
00:28:56: Sei es jetzt irgendwie Mülleimer, Wäschleine
00:28:58: etc.,
00:28:59: da wir da halt aus der Branche kommen bzw.
00:29:03: schon viel Camping Erfahrung haben, wissen wir dann natürlich ziemlich gut was muss man von vornherein eigentlich schon mal beachten?
00:29:09: oder was braucht einen Camper wo der Kunde vielleicht nicht sofort dran denkt?
00:29:16: Materialien auch gesprochen habt.
00:29:17: Was macht denn da eine hohe Qualität aus?
00:29:20: Ich kann mir vorstellen, also die Camper, die ihr ausbaut dienen ja auch als Schlafräume zum Beispiel, ich kann mir vorstellen dass da andere Regelungen gelten als jetzt in normalen Räumlichkeiten.
00:29:32: was irgendwie Schadstoffe anbelangt
00:29:34: etc.,
00:29:35: ist das ein Thema mit dem ihr euch da auseinandersetzt welche Materialien ihr verwendet wie sicher die Materialien sind?
00:29:42: Ja gerade bei Klebstoffen und so ist darauf zu achten, was da quasi an Ausdünstung passiert.
00:29:48: Die ich sage mal die Plattenmaterialien, die wir verbauen das sind heutzutage im Schreinerhandwerk eigentlich alle nicht mehr so dass da Schadstoffe ausdünsten.
00:29:58: früher waren Spanplatten mit Formaldehyt.
00:30:00: Die sollte man dann eben nicht mehr in Schlafzimmer benutzen.
00:30:04: Da wird auch von abgeraten auch so alte Schränke nochmal aufzustellen.
00:30:09: Aber die Materialien wie wir da ansonsten üblicherweise verbauen haben da keine hohen Schadstoffgehalte.
00:30:14: Ja und auch weil du Kleber sagst, wenn ihr da auf das richtige Produkt setzt ist es kein Problem.
00:30:20: Genau
00:30:21: Okay was ich mich gefragt habe so ein Camper-Ausbau Wenn ihr den wirklich von null auf ausbaut Wie lange dauert sowas?
00:30:30: Kann man sowas überhaupt in konkreten Tagenwochen bemessen?
00:30:36: Ihr müsst es ja irgendwie berechnen oder?
00:30:39: Also wir haben aus Erfahrungswerten Ich sag mal von anderen Manufakturen oder auch mit Kalkulationswerten, wie lang man für welchen Arbeitsschritt braucht.
00:30:53: Kommen wir auf einen Komplettausbau von drei Monaten ungefähr
00:30:58: zu zweiter genau.
00:31:00: Okay das heißt bei in Vollauslastung sage ich mal könntet ihr vier Camper pro Jahr komplett ausgestattet raushauen?
00:31:09: Oder so dass er das Maximum was möglich wäre.
00:31:13: ja da ist jetzt ... in unserer Arbeitskapazität, die wir für uns aufgestellt haben.
00:31:18: Das kommt, da sind ja Zahlen hier aus dem Businessplan kommen.
00:31:21: Da ist von unsere Arbeitskapizitäten natürlich auch viel abgezogen... ...für Arbeiten, die einfach als Unternehmer oder bei uns als Gründer noch drum herum anfallen haben.
00:31:29: Es sind Zeiten, die für Social Media draufgehen,... ...da sind Zeiten die für Kundenakvise trotzdem drauf gehen,... ...für Buchhaltung und
00:31:38: Trägeversicherung
00:31:40: etc.
00:31:42: Also hat der Laie jetzt vielleicht nicht unbedingt im Kopf und denkt sich drei Monate zu zweit, wenn die da jetzt nur schaffen.
00:31:49: Da sind Zeiten, die auf dem Papier mit abgezogen sind.
00:31:53: Deswegen gibt es ein gewisser Zeitraum den das in Anspruch nimmt.
00:31:57: Ja!
00:31:59: Das weiß jeder Unternehmer, jede Unternehmerin, die hier zuhört.
00:32:02: Die wissen genau... Man kann nicht hundert Prozent ins eigene Handwerk investieren, sondern man muss dann eben auch die manchmal unliebsamen Tätigkeiten, die Büroarbeit, die muss einfach mitgedacht werden.
00:32:16: Und ich kann mich schon vorstellen, dass ihr auch mal mehr als vierzig Stunden arbeitet aber... ...vierundzwanzig Stunden am Tag werdet auch ihr nicht in der Werkstatt stehen können.
00:32:25: Von daher völlig normal!
00:32:29: Und ich glaube, auch das wird sich ja dann erst in der Praxis richtig rausstellen.
00:32:32: Mit was für Aufträgen die Kunden genau kommen?
00:32:34: Weil ihr ja auch Teilausbau zum Beispiel anbietet
00:32:37: mit alles... Genau!
00:32:39: Also es wäre auch etwas, was man da
00:32:40: z.B.,
00:32:41: wenn das der Fall sein sollte, dass zum Beispiel noch mal ein kleinerer Teilausbau dazwischen kommt und wer das war, wo wir sagen gut innerhalb von diesen drei Monaten, dann machen wir halt an dem einen Tag oder den Vormittag irgendwie nach zwei Fenster rein oder so.
00:32:54: Ja.
00:32:56: So Aufträge würden wir dann auch währenddessen annehmen Weil ich sag mal, wenn auf ein oder zwei Tage kommt das bei so einem langen Projekt dann nicht unbedingt an.
00:33:05: Ja
00:33:05: stimmt.
00:33:06: Außer es ist schon Urlaub geplant natürlich, dann ist da der Fokus anders.
00:33:11: Wenn da Zeitdruck drauf ist okay verstehe ich.
00:33:14: Ich habe gelesen ihr bietet auch wirklich so einen Komplett Service an dass ihr euch sogar um das Fahrzeug kümmert.
00:33:22: Würdet ihr das tatsächlich machen?
00:33:24: Wenn jetzt jemand zu euch kommt und sagt hey ich hab da Bock drauf sucht mir mal was!
00:33:29: Ja, einmal das rundum sorglos Paket.
00:33:31: Also die Grundidee ist quasi dass wenn jemand eine Vorstellung, eine Vision hat dann kommt er zu uns, wir sprechen drüber und dann schreiben wir einmal alles runter was den Kunden haben möchte und dann geben wir unser bestes quasi das genauso zu erfüllen ohne dann irgendwie dass der Kunde sich um ganz viele Sachen kümmert sondern dass wir das quasi von vornherein alles übernehmen und am Ende einfach nur das fertige Produkt den fertigen Traumkämpfer dann zu übergeben.
00:33:57: Wir
00:33:59: haben zum Beispiel auch
00:33:59: Kontakt zum MAN-Direktvertrieb für Fahrzeuge.
00:34:05: Das wäre jetzt nicht meine Frage gewesen, weil ich stelle mir das brutal arbeitsintensiv und zeitintensif vor.
00:34:13: Es reicht mir schon wenn ich mal auf mobile oder irgendwo nach einem autosuch die Auswahl eigentlich Ja, viel größer ist als ich lesen kann und ihr dann aber das ja schon irgendwie selektieren müsst.
00:34:28: Aber da habt Ihr Ansprechpartner wo Ihr auch Fahrzeuge drüber beziehen könntet
00:34:33: wenn
00:34:33: der Kunde das auch so möchte?
00:34:35: Es
00:34:36: ist eher unwahrscheinlich dass wir einen gebrauchten Sprinter dann irgendwie durchsuchen oder ganz verschiedene Probefahrten machen oder sowas.
00:34:43: da hast du schon recht genau.
00:34:46: Das würde ich natürlich den Kunden ans Herz legen wenn das ein komplett Ausbau werden soll In, ich sag mal der Preiskategorie mit besonderen Designvorstellungen.
00:34:56: Dann ist das auch eine Hausnummer an Geld und dann sollte man sich halt überlegen ob man das jetzt in schon gebrauchtes Auto einbauen möchte.
00:35:06: Ich sage mal wenn das jetzt ein Jahreswagen ist kann man darüber nachdenken.
00:35:09: aber wenn es jetzt Sprinter ist der irgendwie schon fünf Jahre alt ist und schon siebtausend Kilometer runter hat dann würde ich mir überlegen, ob ich da nochmal so einen Ausbau reinsetzen würde.
00:35:19: Okay Rein vom Kostenrahmen, worüber sprechen wir da ungefähr?
00:35:24: Wenn man jetzt wirklich sagt ihr habt hier einen leeren Kastenwagen und wollt den komplett ausbauen.
00:35:30: Also ich sag mal wenn du mit einem leeren Karstenwagen zu uns kommst und den als Vollausbau mit Autarkie-Paket so dass du auch mal eine Woche ohne Campingplatz auskommst dann fangen wir wahrscheinlich irgendwo zwischen acht bis hunderttausend Euro
00:35:50: an.
00:35:50: nur der Ausbau.
00:35:51: Da sind dann Materialien und so, die rechnet ihr da mit rein oder kommt die noch?
00:35:56: Ja
00:35:56: alles mit drin.
00:35:57: Die da ist alles mit drinnen okay.
00:36:00: Wie ist es denn so vom Ablauf her?
00:36:02: Könnte das mal ein bisschen skizzieren.
00:36:04: ich weiß jetzt noch keinen kompletten Camper ausgebaut aber wie's in der Theorie für euch sein wird wenn eine Kunde kommt geht los mit einem Beratungsgespräch skizziert mal den Weg bis zum fertigen Camper.
00:36:22: Ja, also quasi entweder Anruf oder E-Mail oder was weiß ich.
00:36:26: Also das heißt der Kunde bekundet seine Interesse und dann treffen wir uns auf ein Gespräch wo man dann halt einfach erst mal die verschiedenen Punkte abklopft was sich der kunde überhaupt vorstellt ob es jetzt sehr ja eher Offroader ist oder nur für die Straße oder was er überhaupt damit machen möchte Und dann halt natürlich auch die Frage, ob er vielleicht ein eigenes Fahrzeug hat.
00:36:49: Zum Beispiel könnten wir das natürlich auch machen wenn da irgendwie jetzt einen alten T-IIIH also so ein Fahrzeug wo wirklich dran hängt, dann kann man natürlich auch da was rein konzipieren oder ob er sagt nee hätte lieber ein komplett modernes Auto und dass man halt erstmal darüber spricht Und dann halt einfach weiterzugehen, wie weiter er jetzt irgendwie autark sein soll.
00:37:11: Was möchte er damit machen?
00:37:12: Möchte er mit der ganzen Familie reisen, möchte nur zu zweit reisen dafür aber Fahrräder mitnehmen?
00:37:18: also was da so die ganzen Punkte sind und dass wir dann eher abklopfen was er überhaupt damit machen möchte das wird dann quasi die perfekte Lösung finden als dass er uns jetzt irgendwie schon eine Liste geschrieben hat okay ich will das das sondern dass wir da eher so auf die Schiene gehen, um dann zu schauen, dass wir wirklich alle seine Windschutzvorstellungen halt erfüllen können.
00:37:41: Genau!
00:37:43: Ja und dann würden wir quasi ein erstes Konzept ausarbeiten und einen Preisrahmen dann benennen können und wenn das dann quasi in eine wirkliche Planungsausarbeitung gehen sollte weil dann natürlich wirklich viel CAD Arbeit dann auch drin steckt Dass man so einen Bus quasi Millimeter genau geplant hat, dass auch wirklich jeder Zentimeter genutzt ist und alles passt.
00:38:13: Da würde dann schon eine Anzahlung fällig werden weil das einfach mehr Planungsaufwand als ein Einbauschrank ist.
00:38:20: Und
00:38:23: sehr individuell natürlich auf das jeweilige Fahrzeugbezug.
00:38:25: ...
00:38:28: dann auch gerne noch Änderungen vorgenommen werden können oder das... ...D-Modell, also nicht nur Pläne sondern auch irgendwie das D-Model erlebt hat.
00:38:38: Da mal ein bisschen sich bewegt hat und es einfach mal angeschaut hat wie sie es wirkt dass wir dann quasi eine Fertigungsfreigabe bekommen.
00:38:46: und dann zum Material Einkauf würden wir auch schon quasi eine höhere Anzahlung dann nochmal bekommen, wenn wir das ganze Material einkaufen weil wir damit ja auch in nach gewissen Weise über einen längeren Zeitraum in Vorleistung gehen.
00:39:01: Also wenn das ganze Projekt, ich sag mal drei Monate dauert dann würden wir drei Monate lang auf den Materialkosten von mehreren Zehntausenden Euro sitzen was natürlich irgendwo in unserer aktuellen Zeit auch liquiditätsmäßig
00:39:19: problematisch
00:39:20: wird.
00:39:20: deswegen würde da dann einfach als Sicherheit schon eine Anzahlung fällig werden Und dann je nachdem wie aufwendig der Ausbau ist, kann man vielleicht nochmal eine Zwischenabnahme auch machen.
00:39:32: Dann kann der Kunde auch noch mal vorbeikommen und sich das anschauen, wie so der aktuelle Stand ist.
00:39:36: oder auch nochmal ein paar Änderungswünsche gerne wenn er doch im Baum merkt, dass fällt ihm nicht ganz so unter.
00:39:42: kleinere Änderungen gewünscht sind weil manchmal wenn man vorne dran steht oder das nochmal in der Hand hat die Größenverhältnisse wirklich zu spielen bekommt macht das viel aus.
00:39:52: Das habe ich tatsächlich bei mir auch beim Bau von meinem Fahrzeug selber gemerkt, ich hab's vorher in drei D gezeichnet und es ist was anderes wenn man dann doch später mal da drin steht Und am Ende kommt dann trotzdem noch eine Abschlagsrechnung.
00:40:07: Klar
00:40:09: Ja Dann sind wir trotzdem für den Kunden weiterhin Servicepartner und auch wenn Fragen unterwegs entstehen oder irgendwas nicht klappt dann kennt wahrscheinlich niemand so gut das Fahrzeug wie wir selber.
00:40:22: Heißt, wenn dann irgendwas ist auch im Urlaub sind wir erreichbar für unsere Kunden.
00:40:27: Habt ihr euch denn jetzt auch ein paar Greif-Z Kenntnisse drauf geschafft oder lasst ihr von Motoren und was Fahrzeug generell anbelangt eher die Finger?
00:40:36: Ja also da lassen wir erstmal nichts.
00:40:39: Also wir machen jetzt nichts Sicherheitsrelevantes sei es jetzt irgendwie Bremsen... Fahrwerk etc.
00:40:45: Sondern halt maximal Anbauteile quasi wie Dachgepäckträger oder Fahrradhalter Genau.
00:40:55: Aber zumindest für die Pflege, Außenchausserie haben wir uns jetzt in Seminare eingewählt.
00:41:00: Das ist jetzt von Wirth, das ist so ein Meisterschulenprogramm und die machen es halt wirklich, dass man dann kostenlos so Seminaren besuchen kann.
00:41:07: Und da haben wir sie jetzt extra quasi dann so gelegt und so ausgesucht, dass sie dann perfekt auf unsere Form angepasst sind.
00:41:14: Das heißt Innenraumaufbereitung und dann halt so kleinere Lack- und Reparaturarbeiten für außen.
00:41:21: Nee, also tatsächlich die Fahrzeugarbeiten... ...die sicherheitsrelevant sind.
00:41:25: Also Bremsen und Fahrwerk darf man auch nur als KFZ-Meisterbetrieb ausführen.
00:41:30: Da dürfen wir gar nicht dran.
00:41:31: Alles was dann TÜV relevant ist, das begleitet ihr aber auch?
00:41:36: Genau!
00:41:37: Also
00:41:37: wenn es eine TÜVR Name geht.
00:41:39: Ja alles was die TÜF oder so Einzelabnahmen betrifft da begleiten wir dann auch.
00:41:45: Und für eine Wohnmobilzulassung zum Beispiel gibt's ja auch gewisse Kriterien die erfüllt sein müssen.
00:41:50: Da wissen wir dann auch, was gegeben sein muss.
00:41:52: Dass das trotzdem eine Wohnmobilzulassung bekommt und so.
00:41:57: Okay sind die Camper als Wohnmobilt tatsächlich zugelassen?
00:42:01: Genau.
00:42:02: Also tatsächlich ist es so wenn man ein Sprinter als leeren Transporter kauft, dann ist das meistens als Lkw zu gelassen weil durch die Ladebordwand eine räumliche Trennung zwischen Laderaum- und Fahrraum besteht.
00:42:12: Sobald man die rausnimmt, ist das de facto kein LkW mehr.
00:42:16: heißt der muss entweder umgeschrieben werden als PKW Allerdings wenn da so viel Ausbau hinten drin ist, dann findet da eine Gewichtsänderung und sonst was statt.
00:42:24: Und dann fährt man auch tatsächlich besser damit von der Versicherung her und von den Steuern her, wenn man das als Wohnmobil zulässt.
00:42:32: Dafür müssen aber halt gewisse Kriterien erfüllt sein.
00:42:35: Interessant!
00:42:36: Okay... Welche Rolle spielt denn?
00:42:37: Weil du gerade Gewicht gesagt hast, welche Rolle spielt dir die Zuladungen und wie schwer leicht eure Materialien, die ihr verbaut seid, ist aus wo ihr aufpassen müsst?
00:42:47: Ja genau, deswegen setzen wir ja viel auf Leichtbau.
00:42:50: Und dann gerade auch so Sachen wie dass man die Komponenten vom Gewicht her verteilt auf die Seiten das zum Beispiel auf der einen Seite die Elektrik ist und auf der anderen Seite das Wasser weil sonst wenn man beides auf dieselbe Seite packt Dann hat man da eine Achsbelastung einseitig.
00:43:05: Das ist fürs Fahrzeugaufdauer nicht gut.
00:43:08: Ich habe meinen Bus, das ist Fiat Ducato L-II H-II Der hat ein Leergewicht von ziemlich genau zwei Tonnen.
00:43:19: Und jetzt eingetragen mit Komplettausbau und Dachgepäckträger, hat er ein eingetragenes Gewicht bei vollen Tanks und einer Person im Fahrzeug von zwei Tausend Siebenhundertfünfzig Kilo.
00:43:30: Das ist nicht so wahnsinnig viel mehr als als Normalgewicht?
00:43:34: Ja da kann man auf jeden Fall auch noch mal bisschen Gepäck mit reinpacken.
00:43:37: Kannst du noch ein paar Leute einpacken um Gepäg?
00:43:40: Du bist
00:43:40: drei ein halb darfst du darfst beladen oder?
00:43:43: Okay, sehr spannend.
00:43:44: Also ich finde es ist ein sehr, sehr spannender Teilbereich den ihr da jetzt als Schreiner mit abbildet ja schon was Spezielleres jetzt nicht so vielleicht das erste an dass man denkt wenn er hört ihr habt hier eine schreinerei oder habt ihr macht ihr euch ja schreiner selbstständig Was würdet ihr sagen?
00:44:04: Was waren so die größten learnings jetzt aus denen letzten Monaten aus dem Gründungsprozess, jetzt vielleicht auch schon die ersten Wochen dann im Unternehmen.
00:44:13: Gibt es irgendwas Konkrete, das ihr mitnehmt?
00:44:16: Es gab halt ganz viele kleine und vor allem so Sachen, die man irgendwo echt falsch eingeschätzt hat.
00:44:24: Zum Beispiel jetzt der Businessplan, das muss ich für mich sagen.
00:44:27: Hätte ich nicht damit gerechnet, dass es halt so ein langwieriger Prozess ist.
00:44:32: also ich hab irgendwie nach einer Woche steht das Ding halt.
00:44:37: aber da haben wir ja echt über Monat dran geschrieben und nochmal weiter verfeinert und verbessert und sowas war mir halt auch überhaupt nicht bewusst.
00:44:46: Ja Auch wie viel Recherchearbeit da schon in den Markt oder in die Marktanalyse geflossen ist Das habe ich tatsächlich auch nicht unbedingt erwartet.
00:44:56: Und... Ich würde sagen, viele Sachen dauern einfach länger als man vermutet oder annimmt.
00:45:04: also gerade wenn man auf irgendwelche Rückmeldungen oder sonst was wartet das dauert gerne mal länger.
00:45:09: Also wir hatten beide auch Nebengewerbe und sind dementsprechend schon ein bisschen was gewohnt und haben uns auch etwas eingestellt auf längere Wartezeiten.
00:45:18: aber ja das hat es jetzt tatsächlich nochmal getoppt.
00:45:23: Okay, gibt's irgendwas Konkretes auf das ihr noch wartet oder ob du es lang gewartet habt?
00:45:27: Ja also du wartest seit mehreren Monaten auf deine Austragung vom Gewerber.
00:45:32: Ja, Gewerbeablösungen.
00:45:34: Dass das mal sauber dann abgeschlossen ist aber war ja gut!
00:45:38: Ja
00:45:39: okay, das sind dann die Sachen da... Da haben wir selbst dann oft keinen Einfluss drauf sondern hängen damit
00:45:44: ab.
00:45:44: und
00:45:45: dann drücke ich die Daumen dass die Austragungen bald auch offiziell ist.
00:45:51: Ahja gut
00:45:51: Was steht denn jetzt an in den nächsten Wochen?
00:45:55: Wie sieht der Sommer für euch aus?
00:45:57: Ihr habt im Juli gestartet.
00:45:59: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr gleich Urlaub macht.
00:46:03: Wie sieht es aus?
00:46:04: Was passiert so in den next Wochen und Monaten?
00:46:07: Priorität ganz weit oben ist tatsächlich unser Pausen- und Büroraum.
00:46:12: Wir haben ja gemeint, dass wir quasi eine Impore in der Halle haben.
00:46:16: Und da haben jetzt aber vorher das Lager drin.
00:46:18: Das haben wir erstmal komplett leer geräumt und quasi umgeschichtet.
00:46:22: Jetzt sind wir da mitten in der Planung wie wir es jetzt machen mit der Aufteilungen von den Räumen her mit dem Wasseranschluss und Strom
00:46:28: etc.,
00:46:29: dass man da dann zumindest halt auch einfach mal wirklich gemütlich Pause machen kann und halt auch vernünftig mit einem Laptop arbeiten
00:46:36: kann.
00:46:38: Ja und dann haben wir schon ein, zwei kleinere Projekte im Anflug auch schon wieder.
00:46:43: Und natürlich wird noch ein zweiter Fokuspunkt auf Kundenakquise liegen dass wir bisschen mehr Reichwerte aufbauen können und vielleicht ein paar Kunden die auch Interesse an einem Vollausbau haben noch an Land ziehen.
00:46:58: Habt ihr da Konzepte?
00:47:00: Weil ich kann mir auch vorstellen da die Akquise oder das Marketing in so einem speziellen Bereich Das ist jetzt nicht ganz so einfach.
00:47:07: Machst du jetzt nicht einfach eine Flyer-Beilage in der Lokalzeitung, sondern musst ja schon irgendwie gezieltere Wege gehen was Marketing anbelangt oder?
00:47:14: Also wir haben ein Marketingkonzept uns überlegt ob das alles jetzt aufgeht und es wird sich zeigen.
00:47:21: da haben wir aber auch die einen oder andere Beratungen noch oder Kontakte wo wir quasi uns nochmal im Rat suchen können.
00:47:30: Aber im Prinzip fallen mir jetzt erstmal die Tactics sich halt eigentlich möglichst breit ... aufzustellen, also überall sichtbar zu sein.
00:47:38: Sei es jetzt Pinterest, Instagram, LinkedIn und vor allem halt um den Website.
00:47:44: Handwerker Radio?
00:47:45: Genau!
00:47:45: Ja
00:47:46: gerade auch auf LinkedIn oder was wir mit anbieten noch da haben wir glaube ich noch gar nicht drüber gesprochen sind quasi Lösungen für andere Unternehmer oder Selbstständige die quasi ihr Fahrzeug zum Arbeiten brauchen.
00:48:06: Zum Beispiel, ich komme selber aus dem Bereich oder habe mich während des Abis schon selbstständig gemacht als Fotograf.
00:48:13: Und da hat man ja wenn man irgendwo anders einen Shooting hat dann doch relativ schnell relativ viel auch mit dabei und überlegt sich jedes mal wie kriege ich das jetzt alles ins Auto?
00:48:22: Da bieten wir quasi für Unternehmer auch an ein Fahrzeug speziell zu entwickeln für die eigenen Bedürfnisse, was quasi unterwegs beim Shooting gebraucht wird oder wenn es viele Street Shootings sind.
00:48:36: Dass dann eine Garderobe vielleicht mit dabei ist dass man ein Outfitwechsel durchführen kann das da eventuell einen kleiner Tisch mit drin ist wo man sich gegebenenfalls nochmal nachschminken kann.
00:48:47: Dass da ein Arbeitsplatz mit drin isst, dass man quasi unterwegs schon ein paar Fotos bearbeiten kann mit einem gescheiten Rechner und Vielleicht auch Internetanschluss schon.
00:49:00: Oder wenn man einen mobilen Showroom braucht zum Beispiel als Küchenstudio, wenn man zum Kunden vor Ort hinfährt um da vielleicht einfach direkt im Haus vor Ort ein paar Muster präsentieren zu können und seine Besprechung quasi vor Ort ausführen kann und einfach breit gefächerte Materialauswahl mit dabei hat oder visualisieren kann eine Firma, die ein Präsentationsfahrzeug braucht für Messen oder wie auch immer.
00:49:29: Wir machen Sonderlösungen so dass es für den Kunden passt und eben nicht nur einen Werkstattregal hinten im Transporter.
00:49:36: Ich habe vorher schon auf Record einmal kurz gesagt wenn wir mal unser Rollendes-Podcaststudio vergrößern wollen und das Mal auf vier wirkliche Räder setzen wollen dann baut ihr uns auch ein mobiles Studio in unserem Fahrzeug rein.
00:49:50: Auf jeden Fall!
00:49:52: Also die Möglichkeiten sind tatsächlich völlig, völlig offen.
00:49:55: Ihr seid da für jegliche Anfrage zu haben und habt auch Bock auf individuelle Geschichten.
00:50:02: Total definitiv!
00:50:03: Okay ich bin gespannt was da noch so rüber kommen wird in den nächsten Monaten, den nächsten Jahren.
00:50:09: Ich hoffe dass wir mit dem Podcast jetzt ein bisschen dazu beitragen können das ihr zumindest ein bisschen bekannter werdet auch im Handwerk.
00:50:19: Klar, ich meine auch jeder Handwerksbetrieb hat ein paar Transporter bei sich stehen und ich kann mir auch vorstellen dass da mal eine Lösung nötig ist.
00:50:29: Eine Individuelle die man vielleicht nicht von der Stange bekommt.
00:50:32: also das auch als Tipp an alle Zuhörerinnen und Zuhärre wenn ihr mal Bedarf habt meldet euch beim Oli und beim Janis von Feinwerk Kremper.
00:50:42: So!
00:50:42: Das war jetzt euer Werbeblock hier zum Schluss einmal raus hau.
00:50:48: Ich würde mit euch beiden gerne noch einen kleinen Schlussblock machen, den wir mit allen unseren Gästen immer am Ende unseres Podcasts machen.
00:50:56: Das sind ein paar Fragen die stelle ich jetzt euch beiden und ihr dürft beide auch getrennt davon antworten.
00:51:03: Die erste Frage wenn ihr mal die Möglichkeit hättet mit jemandem zu tauschen Mal nen Tag oder ne Woche in einen anderen Beruf ein anderes Leben reinzugucken Mit wem würdet ihr gerne mal taushen?
00:51:15: So wer möchte starten?
00:51:18: Janis, komm!
00:51:19: Du zuckst schon.
00:51:21: Ja also tatsächlich glaube das was mich irgendwo mal reizen würde wäre tatsächlich mal so als Pilot in einem großen Flugzeug mal einen ganz anderen Blick auf die Welt zu haben und da mal über die Wolken zu schweben.
00:51:35: Das finde ich glaube ich schon sehr reizend.
00:51:37: Okay geil.
00:51:38: Nimm ihn nicht mit.
00:51:40: Olli
00:51:41: Ja, bei mir ist quasi das was so der Plan B war.
00:51:45: Ist ein Bauingenieurstudium.
00:51:48: einfach mal wie es da irgendwie von der Planung her und Statik her generell dieses Holz-Hochbau Thema interessiert mich sehr.
00:51:56: also einfach damals in einem Planungsbüro zu sitzen und vielleicht nochmal irgendwie das eine oder andere Experiment machen.
00:52:02: Das finde ich noch einmal sehr spannend.
00:52:03: ehrlich gesagt
00:52:04: Okay, dann lässt sich vielleicht ja auch mal irgendwie ein Praktikum mal einrichten.
00:52:08: Dass du da mal mal nochmal reinguckst in diese Bereiche.
00:52:12: Noch einmal keine Zeit?
00:52:14: Ja noch nicht!
00:52:15: Noch erst mal Business aufbauen.
00:52:20: Die nächste Frage... Wenn ihr eine Sache im Handwerk ändern könntet von jetzt auf gleich was wär's?
00:52:28: Olli, jetzt darfst du gerne zuerst antworten.
00:52:31: Also ich weiß bei vielen Altgesellen sage jetzt mal, es ist komplett eingetrichtert irgendwie keine Anschlüsse.
00:52:37: Es lobt genug aber so ab und an eine gewisse Wertschätzung hat mir in der Ausbildung halt einfach gefehlt ehrlich gesagt.
00:52:46: also dann hat man vielleicht wirklich meine gute Idee gehabt die wurde auch umgesetzt das haben auch alles funktioniert aber keiner hat irgendwie irgendwas gesagt.
00:52:55: Und so ein einfaches, okay gut Idee oder Dankeschön oder hast du gut gemacht oder sowas.
00:53:00: Das baut ja halt einfach unfassbar auf und das würde ich mir so im Handwerk häufig schon wünschen ehrlich gesagt.
00:53:09: Janis was ist bei dir?
00:53:13: Ja vielleicht auch tatsächlich nicht nur aus dem Handwerk selber raus diese Wertschätzung sondern auch generell in der Gesellschaft.
00:53:20: weil also das habe gemerkt nach dem Abi, als ich dann mich tatsächlich dazu entschieden habe nicht studieren zu gehen sondern ins Handwerk zu gehen dass da schnell so eine gewisse unterschwellige Abneigung entsteht oder so eine geringere Wertschätzung und das weiß ich nicht.
00:53:40: Das Handwerk... Ich würde mal sagen wenn es das nicht gäbe dann hätten wir alle relativ wenig Häuser um uns rum.
00:53:45: zum Beispiel Wenn jemand ein Handwerker braucht, dann hätten sie gerne alle immer schnell einen Top-Handwerker der am besten gestern schon da war und das in einer Topqualität ausführt.
00:53:59: Ja aber wirklich dafür die Wertschätzung zu zeigen auch gesamtgesellschaftlich ist irgendwie nicht immer so da und das fände ich schöner wenn da quasi bisschen mehr noch rüber kommt.
00:54:12: Und das reiche ich also Leider oft immer noch so, dass das Handwerk gerade, wenn es aufs Gymnasium geht, noch zu wenig präsentiert ist.
00:54:23: Wir arbeiten daran, dass es besser wird und ich hoffe... Ich war selbst auf dem Gimmie und kenne das auch beziehungsweise ich weiß, da das Handwerken nicht stark genug präsente war zu meiner Schulzeit damals.
00:54:37: Ich glaube, das ändert sich mittlerweile zum Glück immer mehr.
00:54:41: aber ja Wir geben unser bestes Handwerk da ordentlich zu präsentieren.
00:54:47: Die nächste Frage, was bedeutet für euch Handwerk?
00:54:52: Janis!
00:54:53: Ja eben einfach individuelle Lösungen so angepasst dass es für diese Variante passt und eben nicht nur Standard ein Produkt so und anderes können wir nicht sondern das man rechts und links schaut und das versucht möglich zu machen was quasi der Auftrag ist.
00:55:10: Am Ende muss das Ergebnis da sein und der Weg dahin ist ganz verschieden.
00:55:16: Und sehr breit, und irgendeine Lösung findet sich immer... ...und da diese Kreativität oder Gestaltungsmöglichkeit dann auch zu haben, dass es für mich irgendwo schon handwerkt.
00:55:27: Olli?
00:55:27: Ja!
00:55:27: Also bei mir ist wie der Name schon sagt irgendwie mit den Händen Werken also wirklich was erschaffen wo man halt einfach seinen Fortschritt sieht bzw am Ende des Tages ach guck mal das habe ich heute geschafft Und das ist für mich so ein bisschen die perfekte Balance zwischen was praktisch einfach ausführen, was machen.
00:55:47: Aber dennoch den theoretischen Aspekt im Hinterkopf haben.
00:55:51: wie kann man es am effizientesten machen?
00:55:53: worauf muss ich da achten?
00:55:54: dass es halt auch wirklich möglichst lang hält und das finde ich da halt einfach so ein super spannendes Zusammenspiel.
00:56:02: Das macht für mich halt einfach das Handwerk dann aus!
00:56:05: Sehr schöne Antworten von euch beiden Und ich wünsche euch beiden, dass ihr ganz viel Spaß weiter hin habt in eurem Handwerk und wünschere mit Feinwerk Camper.
00:56:14: Ganz viel Erfolg!
00:56:15: Ich danke euch das ich hier zu Gast war bei Handwerk Erleben bei uns im Podcast.
00:56:19: Und ich bin mir sicher wir sehen uns irgendwo mal und sobald wir ein Studio im Camper brauchen komme ich auf euch zu.
00:56:27: Sehr gut sehr cool ja Danke dir
00:56:30: Ja vielen Dank
00:56:32: hat alles
00:56:32: Gute euch.
00:56:33: Dankeschön
00:56:34: Maatzesgut Tschau.
00:56:37: Das
00:56:37: war's mit Handwerk Erleben.
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