#188 Noah Geerkens, wie gelingt moderne Unternehmensnachfolge im Handwerk?
Shownotes
Wie gelingt die Nachfolge in einem Familienbetrieb, ohne dabei nur zu verwalten, was schon da ist? Noah Geerkens führt gemeinsam mit seiner Schwester Nele die Geerkens GmbH in vierter Generation – und zeigt im Gespräch mit Host Max Herrmannsdörfer, wie aus einem traditionsreichen SHK-Betrieb ein klar strukturierter, moderner Spezialist für Wärmepumpen, Photovoltaik, Bäder und Service wird. Dabei geht es um die richtige Balance: Bewährte Werte und persönliche Kundennähe behalten, zugleich aber Prozesse, Teams und Angebote konsequent weiterentwickeln.
Noah erzählt, warum Spezialisierung Mitarbeitende entlastet, weshalb Kunden bei komplexen Energiethemen vor allem Orientierung brauchen und wie digitale Prozesse im Alltag wirklich helfen können. Von automatisierten Abläufen über Angebotsprozesse bis zur eigenen Softwarelösung „HiveGrid“ wird deutlich: KI ersetzt kein Handwerk – sie kann aber Freiräume schaffen, damit Betriebe ihre Stärken besser ausspielen.
Weitere Infos unter: https://www.geerkens.de/ https://hivegrid.de/
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Max Herrmannsdörfer: Ein Traditionsunternehmen in die Zukunft führen und dabei neue und eigene Impulse setzen. Das ist die Aufgabe meines heutigen Gastes. Und damit ganz herzlich willkommen bei Handwerk erleben. Ich bin Max Hermannsdörfer und ich spreche heute mit Noah Gerkens. Er ist Meister im SHK Handwerk und führt gemeinsam mit seiner Schwester Nele den SHK Betrieb Gerkens GmbH in Hi Noah, grüß dich. Jo, hi Max. Danke, dass ich da sein darf. Schön, dass du dir die Zeit nimmst bei Handwerk erleben. Meine erste Frage, wie erlebst du das Handwerk gerade? das Handwerk hat einen riesen Wandel. Also es ist ein bisschen zweigleisig, ich mal. Einerseits geht es super schnell, weil wir einfach extrem viel auch von außen bekommen. Von außen heißt für mich, vor allem bei uns in der Nische, Konzerne seines Endpaar, 1,5 Grad Thermo und nur die bringen nun mal richtig Geschwindigkeit auf die Spur. Und andererseits bleiben wir uns als Handwerker natürlich treu und gehen dieser Geschwindigkeit nicht unbedingt so, nicht immer so nach wie wir es tun sollten. Und das ist aber mehr so die Branche bedeutet, wir werden so ein bisschen in den Hintern getreten und das sollten wir auf jeden Fall wahrnehmen. Und das ist definitiv so auch der Kern der Sache heute, glaube ich auch. Wir werden da im Laufe des Gesprächs gleich noch näher drauf eingehen, gerade auch vielleicht, wie sich die Marktsituation bei euch im SHK-Handwerk geändert hat und auch immer noch ändert. Da ist ein sehr großer Wandel drin, wenn es Wärmepumpen, wenn es Photovoltaik geht. Genau eure Themen. Lasst uns mal ein, zwei Schritte weiter vorne anfangen und mal auf euren Betrieb gucken. Die Gerkens GmbH seit fast 80 Jahren, 2028 ist dann das 80-jährige Jubiläum. Erzählt doch gerne mal ein bisschen was über euren Betrieb. Wo kommt ihr her, was macht ihr so? Genau, also wir sind in einer kleineren Stadt, Rheinberg am Niederrhein. ansässig, wer es kennt, Wesel, Duisburg, Mörs ist so rum, rum. Und da sitzen wir auch schon seit diesen knapp 80 Jahren. Gegründet hat es unser Uropa, in dem Fall aber von einem Freund, der im Krieg gefallen ist, übernommen. Und deswegen mehr so halb zufällig ist das Ganze gestartet. Wir sind, also meine Schwester und ich, die vierte Generation. Mein Opa hat es Opa übergeben, unser Opa und unseren Vater und unser Vater letztendlich an uns. Ja, und haben ...
Max Herrmannsdörfer: diverse Standortveränderungen innerhalb Rheinwerks hinter uns. Und meine Schwester und ich, bin 30, meine Schwester wird jetzt 29, sind entsprechend jetzt wie gesagt die vierte Generation. Und unser Vater, den kann man an dieser Stelle direkt dann nur so loben, hat da wirklich echt einen coolen Übergang gemacht, was meines Erachtens nicht selbstverständlich ist im Handwerk. kommen aus der klassischen SAK-Branche, bedeutet, wie was kennen, ich hab meinen Meister gemacht, meine Schwester hat entsprechend einen betriebswirtschaftlichen Part gemacht. Ja, und haben das Unternehmen insofern umgestellt, als dass wir uns da angepasst haben und haben das Ganze in verschiedenste Abteilungen geteilt. Das ist bei uns die Geirnungs Energy, das sind Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen. Dann haben wir unseren sogenannten Konzeptbau. Da geht es einmal Bahtkonzepte. Das sind typisch beim Privatkunden die hochwertigeren Bäder. Und den sogenannten Projektbau, da drunter fällt, das sind vor allem größere Objekte, Gewerbe, größere Bauvorhaben. und natürlich den Service und den machen wir für alles, wir eingebaut haben. Also ihr habt euch aber schon so auf ein paar Branchen oder ein Nischen im Gewerk spezialisiert. Ihr seid nicht jetzt der Komplettanbieter. Kann man sehen, wie man möchte. Wenn man will. Klar, wir machen Wärmpumpen, PV-Anlagen, Badezimmer und den Service. Ja klar, wenn man es so übergreifend betitelt. Ja, aber dann schon auch, wenn du sagst hochwertige Badeanbieter, ist ja dann schon eine spezielle Branche, sag ich mal. Genau, also das definitiv. Und wir haben einfach gesagt, was bei uns die große Herausforderung war, und glaube ich bei den meisten Anwerkern ist, wenn die Monteure vor allem und die Mitarbeiter heute A und morgen B machen. Und ja, wir haben so einen breit gefächerten Job und das ist mega. Und trotzdem bleibt es eine Herausforderung, alles zu können. Das geht einfach nicht. Der baut lieber Bäder und ist da drin genial und der andere sagt, ey, gib mir meine Wärmepumpe, da habe ich Spaß dran. Und so haben wir es halt bei uns aufgebaut. Das heißt auch eure Mitarbeiter, die gliedern sich in verschiedene Teams. Ihr seid ja jetzt auch kein ganz kleiner Handwerksbetrieb. Ihr über 70 Mitarbeiter bei euch. Über 70, ja. Ja und die dann aufgeteilt in die verschiedenen Sparten bei euch im Unternehmen? Richtig. wir haben das Ganze, dieses kleine Fellknäuel, was wir hatten, entzerrt, wie es vorher war. Weil da hat nun mal auch der, der den Service an der Wärmpumpe gemacht hat, musste vielleicht nächste Woche auch eine einbauen. Und irgendwo ist immer was hinten rüber gefallen.
Max Herrmannsdörfer: Das Ganze ist jetzt auch nicht von heute auf morgen geschehen. Da haben wir jetzt fast 2,5, 3 Jahre dann gesessen, überhaupt aufbauen zu können und merken aber auch bei den Mitarbeitern eine deutliche Entlastung, weil man viel mehr weiß, was hat man zu tun und natürlich auch seine festen Ziele und Zuordnungen hat. Ja, okay. Also man muss nicht mehr alles können, klar, in der Ausbildung und das weißt du besser als ich. Da ist man natürlich in allen Bereichen geschult. Man ist jetzt in keinem Bereich wahrscheinlich der Experte. Aber wenn ihr das jetzt so auch umgestellt habt, dass sich eure Mitarbeiter wirklich auf einzelne Detailbereiche fokussieren und spezialisieren können, ich kann mir vorstellen, dass da die Wissensvertiefung auch noch bisschen leichter fällt, als wenn man wirklich alles können muss. Genau so ist das. Also wir gehen einfach dahin, dieser klassische Bauchladen, wir hatten, dieser Alleskönner, den wir jetzt immer geben, der ist auch wichtig. Und trotzdem ist er für unser Gewerk nicht einfach zu händeln. Bedeutet die Wir gehen einfach dahin, dass wir eine Spezialisierung brauchen. Auch der Kunde möchte eine Spezialisierung. Der Kunde möchte wissen, dass man Experte auf diesem Gebiet ist. wenn man da auch marketingmäßig, aber vor allem natürlich auch mit der Expertise, die wir haben, da dran geht, dann ist das beidseitig einfach eine viel bessere Umsetzung, eine viel bessere Umsetzung möglich. Das ist aber jetzt erst, du sagst es ja, habt ihr länger dran gearbeitet, zwei, drei Jahre, aber das ist erst seit dieser Zeit dann so bei euch Standard? Also ist es eine neue Entwicklung, die du und Dinele, deine Schwester zusammen etabliert habt? Genau, wir haben das Unternehmen von unserem Vater übernommen. Der ist auch immer weiterhin damit dabei gewesen. hat nicht von heute auf morgen gesagt, so ich bin jetzt weg. Der ist auch noch im Unternehmen, der ist auch noch Geschäftsführer, hält sich aber großteilig aus dem operativen Haus. Und wir sind froh, dass er da ist. Aber es war nun mal so, jeder hat so bisschen alles gemacht. Und bedeutet, dann haben wir uns erst mal eine zweite Ebene geschaffen, die unser Vater eigentlich damit geschaffen hat, dass wir in den Betrieb kamen. Ich habe die Projekte geleitet für Heizung und meine Schwester hat alles für die Bäder gemacht. Und dann fiel halt immer öfter auf, okay, ich muss mal einen aus dem Kundendienst nehmen. Dann nehmen wir mal wieder einen da raus und irgendwo ist es einfach nicht möglich, Struktur reinzubringen. Und da haben wir uns dann intensiv mit Organigramm beschäftigt, mit Betriebsabläufen.
Max Herrmannsdörfer: Prozessen nicht die Prozesse von Personen abhängig machen, sondern die Personen in die Prozesse bringen und haben einfach gemerkt, dass es auch den Mitarbeitern, die schon vielleicht Jahrzehnte da sind, auch mehr gibt. Und das bedeutet, da haben wir uns jetzt die letzten zweieinhalb Jahre intensiv darum gekümmert, das dann so aufzubauen, weil wir einfach selber gemerkt haben, dass wir gar nicht, wir können gar nicht unser Unternehmen so strukturieren, wie man sich es vorstellt, wenn wir das nicht so tun. Ja, tatsächlich. Ihr seid ja mit dem Handwerk tatsächlich aufgewachsen. du und deine Schwester von klein auf wahrscheinlich irgendwo mit im Betrieb auch immer drin. ich weiß nicht, wie stark involviert, aber war euer Weg, dass es tatsächlich auch ins SAK Anwärtsgarten geht, vielleicht auch in die Übernahme geht, war das vorgezeichnet? Hat sich das ergeben? Wie war dieser Präzis? Also eigentlich gar nicht. Also unser Vater war definitiv so, ich freue mich, wenn ihr es macht. Aber ich würde niemals von euch verlangen oder euch zwingen oder euch da reindrücken, weil ich habe lieber verkaufigst, bevor ich es Kindern gebe, die das nur halbherzig machen. Wie kam es? Meine Schwester und ich haben beide ein mittelmäßig gutes Abitur hingelegt. Und ich habe dann wirklich auch auf meiner Warte nicht gewusst, was ich machen sollte. gesagt, komm, ich probiere einfach mal die Ausbildung. Was schadet es denn? Bin dann aber in ein anderes Unternehmen rein, nicht bei uns. Und vorher, klar, ich hab immer mal am Wochenende so ein bisschen im Lager geholfen, aber so tief drin im Handwerk war ich gar nicht. Weil unser Vater das einfach nicht so forciert hat, gesagt, das muss von selbst kommen. Und so kam es dann und ich hab dann in der Ausbildung wirklich gemerkt, mir macht das echt Spaß. Und da wurde man auch mal dann ganz anders erwachsen. Wenn man dann in Duisburg entsprechend da dann auch mit ein paar anderen Sachen konfrontiert wird. Nein, und darauf zurückzukommen hat Spaß gemacht und dann habe ich gemerkt, okay, ich will das weiter forcieren, habe meinen Meister gemacht und bin dann erst mal ganz normal danach auf die Baustelle gegangen und habe dann gesagt, okay, ins Büro und dann ist das gewachsen. Meine Schwester war es ähnlich, die hat bei der GC-Gruppe dann die Ausbildung gemacht, hat noch ein Studium gemacht und da ist das dann ebenfalls so gewachsen und dann ist das irgendwo über die Zeit dann entsprechend immer größer geworden.
Max Herrmannsdörfer: Aber auch da bei der Nele auch schon nah dran an der Branche. Stärken C-Gruppe als Großhändler ist der Schritt ja dann nicht ganz so weit dann auch ins Handwerk zu gehen. Bist du dann noch aktiv auf der Baustelle tatsächlich? Baust du ab und zu selbst noch irgendwas ein oder bist du tatsächlich in die Geschäftsführer Etage in die Ebene gerutscht und bist koordinativ unterwegs? Genau, das letzte Mal auf der Baustelle war ich, glaube ich, zwei, dreiundzwanzig, also drei Jahre her. okay, ja. Wäre auch nicht möglich. Also das fand ich auch ganz cool, wie doof das anhört. Ein Wachrüttler hat tatsächlich einen Monteur gegeben, weil ich bin mit auf die Baustelle gefahren und da hat er zu mir gesagt, und der war schon länger als 20 Jahre bei uns, und meinte, was machst du hier? Ich so, was meinste? Du bringst hier gar nichts, so eine Art nett. Und wie du es dir anhörst, er hat recht. ich kann auf der Baustelle immer nur addieren. Meine Zeit plus meine nächste Zeit im Büro als Geschäftsführung können wir multiplizieren. Wir haben die Möglichkeit, die, die wirklich die PS auf die Strecke bringen sollen, denen die nötigen Dinge dafür zu geben, dass sie es tun können. Und deswegen sind wir dann auch relativ schnell ins Büro. Und unser Vater war auch immer weiter schon vorher nur im Büro. Fürs Unternehmen sind es auch das Resöneste. Also es ist nicht so, du sagst, boah, nee, gar kein Bock hier auf SHK Handwerk. Dir hat es schon getaugt, die Ausbildung zu machen, den Beruf kennenzulernen. Aber dann überwiegt jetzt einfach die Geschäftsführertätigkeit, die Organisation und zu schauen, wie kann man das Unternehmen nach vorne bringen. Also tatsächlich das Unternehmertum wiegt dann stärker als das Handwerk, das du gelernt hast? Richtig. Also der Grundstand bleibt. Wir reden jeden Tag über das Handwerk. Ich bin auch weiterhin technisch absolut affin. Die kommen auch immer noch viele zu mir rein und fragen mich etwas. Aber das kann nicht meine Kernaufgabe sein. Es muss einfach mit so Unternehmen gesund auch bleibt, dass Unternehmertum mit im Vordergrund stehen. Nein, es muss im Vordergrund stehen, dass man großteilig am Unternehmen arbeitet. Das ist einfach essentiell vor allem bei diesen ganzen Dingen, die wir mittlerweile können müssen in unserem Handwerk. Das mit den Händen ist ja das eine Ding, aber Förderung, Bürokratie.
Max Herrmannsdörfer: On track bleiben, KI, Automation, das sind alles Dinge, die kriege ich von der Baustelle nicht gehandelt. Ja, stimmt tatsächlich. Der Aufgabenbereich ist einfach so wahnsinnig viel größer geworden. Gerade speziell im SAK Bereich. hast Förderung angesprochen. Die Marktsituation ist seit Jahren, seit mehreren Jahren nicht ganz so einfach geworden durch politische Unsicherheiten, durch widersprüchliche Aussagen, durch ja, vielleicht auch gewollte oder ungewollte Medienberichte, es rund Wärmepumpen zum Beispiel gab. Merkt ihr das in eurem Kundenbereich, dass es da eine Unsicherheit gibt oder gab, dass ihr als SHK-Unternehmen einfach viel stärker auch in die beratende Rolle gehen müsst? Wie hat sich das weiterentwickelt? Ja, absolut. Generell seit 2020, da fing das mehr an mit dem Barverfäudung. Und da musste man da schon anfangen, mehr eine Beraterrolle einzugehen, weil der Kunde ist einfach nicht informiert und unser Gewerk, jetzt mal rein auf die Wärmepumpen vor allem bezogen natürlich, ist ja super davon abhängig, was die Politik morgen bestimmt. Heißt, wir müssen auch relativ schnell eine Kehrtwende machen können. Relativ schnell unsere Beratung anpassen, unsere Information, unsere Angebotsstruktur. Und entsprechend bleibt das gar nicht aus, dass diese Beratung einen Großteil davon dafür einfach auch verantwortlich ist, dass wir einfach immer am Zahn der Zeit sind. Aber würdest du sagen, die Kunden sind ängstlicher geworden, anspruchsvoller, wollen die mehr wissen? Was sind die Ansprüche, die Kunden aktuell an euch haben, es gerade solche Themen wie erneuerbare Energien geht, wenn es Wärmepumpen und Photovoltaik geht? Was kriegt ihr damit? Wärmepumpe und Photovoltaikbranche dadurch, natürlich auch so große Konzerne draufgegangen sind, hat sich ja am schnellsten gewandelt. Bedeutet der Kunde, der ist auf Schnelligkeit mittlerweile noch mehr aus. Bedeutet schnelle Information, gezielte Information. So gerne ich eine Stunde darüber rede, wie toll eine Wärmepumpe technisch funktioniert, desto weniger hole ich den Kunden damit ab. Ich muss die Information gezielter platzieren, ich muss schneller sein. Bedeutet, die Geschwindigkeit überwiegt mittlerweile
Max Herrmannsdörfer: das technische Know-how. Es ist traurig. Ich bin Techniker, bin Handwerker. Nur wenn ich den Kunden eine Stunde erzähle, warum dieser Bivalenzpunkt entsprechend jetzt entsteht oder eine Stunde über eine Vorlauftemperatur rede, ist das bei sicherlich einigen Kunden ein Skill, den die sehen wollen. Leider bei den meisten nicht mehr. Okay, also da geht es eigentlich einfache Antworten auf vielleicht komplexere Fragen. Einfach Ja, wissen verständlich und direkt vermitteln. Die Wärmepumpe ist nun mal ein Produkt von einer Kleiderstange geworden. Ja. So bedeutet, so muss ich sie auch behandeln. Ich muss im Hintergrund, muss ich dafür sorgen, dass ich ein sauberes, qualitatives Produkt dahinlege, so wie wir es seit Jahren machen. Wir sind Meisterunternehmen und nicht irgendwie eine von den Buden, die jetzt vor einem Jahr gegründet wurden und schnell Umsatz machen wollen. Das ist ein Wert, den sollten wir immer beibehalten. Ja. Und trotzdem müssen wir das Produkt aber so verkaufen als werden wir es nicht. Es hört sich hart an. Aber wenn ich nun mal mit Leuten mithalten muss oder mit anderen Unternehmen, die dadurch einen Vorteil haben, dann kann ich nicht verleugnen, dass ich entsprechend diesen Weg auch gehen muss. Ja. Ist da der Kampf die Kunden schwieriger, anstrengender geworden für euch als Meisterbetrieb, als Handwerksbetrieb? Weil du sagst es richtig, es sind in letzten Jahren ganz viele Unternehmen so aus dem Boden. Geschossen, die sich tatsächlich dann nur auf ein Produkt spezialisiert haben, egal ob jetzt Wärmepumpe oder auch Photovoltaik, die einen tollen Mediaauftritt haben, eine super schöne Website und sehr, sehr schön klingen und natürlich für Kunden, die sich jetzt damit vielleicht nicht im Detail befassen, ansprechend sind. Müsst ihr euch da tatsächlich behaupten, ist es eine weitere Aufgabe, die jetzt dazugekommen ist in den letzten Jahren? bin davon echt absolut überzeugt. Warum? Ich höre super viele Handwerker direkt die Arme verschenken, ach, die können mir meine Kunden gar nicht wegnehmen. Die merken gar nicht, dass sie schon weggenommen wurden. Der Kunde, man ist zu langsam. Und da auf deine Frage dann direkt einzugehen, wir haben es weniger dadurch gemerkt, dass wir jetzt nicht weniger Aufträge oder weniger Anfragen, sondern das ist definitiv der Preiskampf.
Max Herrmannsdörfer: Weil wir, was die Kunden nicht sehen, müssen einfach auch in Vorlautung stellen, dass es uns danach auch noch gibt. Bedeutet Thema Service, Thema wirklich auch tiefere technische Begleitung, weil das Produkt ist schnell eingebaut und deswegen ist es auch günstiger bei denen. Aber der Weg danach, der bleibt meistens auf der Strecke und das muss man dem Kunden wirklich verständlich darlegen. deswegen haben wir auch mittlerweile einen Vertrieb bei uns etabliert. Ich mich lange nicht auf dem Schirm gehabt, nur die Kunden wollen natürlich auch mitgenommen werden und ich muss auch mehr Zeit investieren. Weil wenn ich jemanden habe auf der anderen Seite, der so spezialisiert an ein Produkt reingeht und wir weiterhin so tun, als wären wir die Prinzessin auf der Erbse und der Kunde kommt wettlend zu und baumelt über Telegrampumpe ein, der wird auf Dauer leider nicht, den wird es nicht mehr ewig geben. Da bin ich von überzeugt. Weil du sagst, ihr habt einen Vertrieb bei euch etabliert. Wie kann ich es mir in der Praxis genau vorstellen? Wie setzt ihr euch dann gegen solche Großunternehmen durch? Wie kriegt ihr die Kunden tatsächlich? Trust. Also wir wollen genau unsere Werte, die wir von dem Handwerk haben und seit Jahren auch leben, zeigen. Wenn ich ein Angebot per E-Mail herausschicke, zeige ich das aber nicht. Bedeutet, wir holen den Kunden zu uns, der kriegt ... wirklich dann auch nachdem wir schon vor Ort waren einmal eine Beratung bei uns oder wir schicken auch kein Angebot einfach per E-Mail raus. Zumindest wird vorher angerufen oder online dann einen Besprechungstermin gemacht. Aber der Fall, der klassische ist, kommt zu uns, guckt er die Produkte an, wir reden intensiv darüber und dann sieht der Kunde auch mal, da ist wirklich was hinter. Wir sind nicht hinter einer E-Mail, versteckt man sich. Wir müssen, wir dürfen uns nicht verstecken. Wir müssen zeigen, dass wir danach noch da sind und dass wir mehr können. Und das ist ganz wichtig, weil dann ist der Kunde auch bereit dafür, weil er sieht, okay, ich gebe mehr Geld für etwas aus, wo ich danach aber noch was von habe. Aber sonst bin ich einfach nur eine Nachricht in der E-Mail-Verteiler. Okay, interessant. Also es geht viel Persönlichkeit. Es geht persönlichen Kontakt, die Menschen kennenlernen und vermitteln, was seid ihr, wofür steht ihr, wofür steht das Handwerk und was steckt eigentlich hinter einer handwerklichen Dienstleistung dann auch was Service, Wartung etc.
Max Herrmannsdörfer: Richtig, genau. Und das muss man den Kunden einfach mal zeigen. Und da haben wir dann wieder den Vorteil. Und dann kommt genau so was. Guck mal, uns gibt es seit 80 Jahren. Wenn du eine Störung hast am Wochenende, dann kommen wir auch. Du weißt, wen du anrufen kannst. Du siehst hier die Menschen. Es gibt uns wirklich. So und das ist auch eine Geschichte, die vielen Kunden noch super, super wichtig ist. Wir vergessen nur immer, dass es denen wichtig ist. Und das finde ich, ganz wichtig, auch aufzuzeigen. Okay, ich mache jetzt an dieser Stelle so einen kleinen Switch. Das passt aber thematisch sehr gut. Wir wollen uns ja auch anschauen, wie habt ihr euren Betrieb in den letzten Jahren auf digitale Beine gestellt? Was habt ihr für Prozesse etabliert, die euch das Leben einfacher machen? ich hatte das jetzt in der Vergangenheit öfter, dass ich mit mit Start-ups aus dem Bereich KI und Software auch gesprochen hatte und die dann sagen ja. Bei uns laufen die Angebote automatisiert, da müsst ihr gar nichts mehr tun. Oder ich implementiere hier Chatbot XY auf der Website und dann kann der Kunde direkt hier chatten. Das sind alles Lösungen, die gibt es ja bereits, die sind auch im Markt schon drin. Widerspricht sowas ein bisschen eurer Philosophie von dem persönlichen Kontakt suchen oder kann sowas Hand in Hand gehen? Auf jeden Fall Hand in Hand. Da sind nur einige Dinge bei wichtig und da kann ich auf jeden Fall eigentlich zu sagen. Ja dann hau raus. Fangen wir doch an. Wie digital seid ihr gerade unterwegs? Was ist so euer Stand? Wie habt ihr das Unternehmen aufgebaut? Also ich mache mal Beispiel. Ich habe alleine in letzten drei Monaten liefen, also wir haben super viel automatisiert, 70.000 Auslösungen an Automation. Das sind 70.000 Dinge, ein Mensch gemacht hätte. Nur in drei Monaten. Wow. Darauf will ich hinaus. Automation und KI ist das, also wer das verschweigt, der ist selbst schuld. Und es gibt so viele Möglichkeiten, einen Prozess an eine KI abzugeben. Aber es gibt zu viele Möglichkeiten, zu überblicken im Alltag, was macht Sinn und was nicht. Und bei uns ist es so oft gestellt, wir haben eine klassische Branchen-Software, das ist in dem Fall kann man sagen KWP. Und die Herausforderung bleibt bei vielen Handwerkerssoftwaren, die Schnittstellen. Ohne Schnittstellen kriege ich nicht viel automatisiert.
Max Herrmannsdörfer: Und ich bin ein kleiner Gegner davon, von dem neuen KI-Tool, was auf den Markt kommt und dir von heute auf morgen, sag ich mal, deinen Betrieb rettet und so automatisiert, dass alles klappt. Das sind gerade viele Versprechungen, die da unterwegs sind. Ähnlich wie beim Thema Wärmepumpe und Photovoltaik, da ploppen viele Unternehmen auf. So ist es natürlich auch im Bereich der KI-Anwendungen, die sagen, mit unserer Software Läuft alles. Ich bin auch persönlich immer ein bisschen vorsichtig, aber du sagst schon richtig zu schauen, was ist denn wirklich relevant von allen Möglichkeiten, die wir haben und das ist gar nicht nicht greifbar. Und wir werden wir wissen heute auch nicht, was passiert in drei Monaten, in sechs Monaten, in einem Jahr. Wie entwickelt sich die KI dann weiter? Was ist wie? Wie hast du rausgefunden? Welche Prozesse ihr mit Hilfe von KI? automatisieren könnt. Was hilft euch denn wirklich weiter? Vielleicht hast du da noch so ein paar ganz konkrete Beispiele. An sich muss man, das hört sich doof an, nur eine Sache machen und zwar sich bewusst werden, dass man viele Dinge wiederkehrend macht und dass alles Prozesse sind. Und ich muss eine Sache tun und diese aufschreiben. Ich muss aufschreiben, was mache ich jeden Tag? Ich habe 30 Tage aufgeschrieben, was ich jeden Tag mache und dann kommt da irgendwann raus, dann sehe ich, boah, die Hälfte davon ist immer der gleiche Mist. Was war so was zum Beispiel? Nimm mal ein Beispiel, ein Auftrag kommt rein. Dann gebe ich Aufgaben an Mitarbeitern weiter, die ich vielleicht selber nicht erledigen möchte, weil ich entsprechend auch nicht die Zeit dafür habe und sage dann, bitte mach XY. Und das war so der klassische Fall, dass ich gesagt habe, okay, ich habe ja den Vertrieb noch gemacht, bitte Mitarbeiter X macht das, Mitarbeiter Y macht jenes und dann habe ich das einfach aufgeschrieben und gemerkt, okay, ich sage doch eigentlich immer das Gleiche. Was mache ich? Ich baue eine Automation, Auftrag ist angenommen, bitte mach XY, also KI mach XY und delegiere es an den entsprechenden Mitarbeitern. Okay, das ist jetzt zum Beispiel ein konkreter Prozess. Also wenn eine Anfrage reinkommt, spielen wir doch den Prozess einmal durch. Ein Kunde meldet sich bei euch per Mail, per Telefon.
Max Herrmannsdörfer: Wie geht es dann weiter? Was sind Schritte, die ihr digitalisiert habt, wo früher tatsächlich ein Mensch was klicken oder was tippen musste? Also wenn man den klassischen Kunden, den man uns anruft, jetzt die meisten aus der Branche werden Hallo Petra kennen. Bedeutet, wenn ich da schon nicht die Kapazitäten habe mit Mitarbeitern im Büro, ist das die erste KI, die ich beispielsweise, gibt es viele, Phonio, wie auch immer. Das ist eine Telefon Software für alle, die es nicht kennen. Telefon KI, dass ich da erstmal eine Entlastung finde. So und dann katalysiere ich ja erstmal, es geht überhaupt erstmal eine Anfrage. Wo ich von immer noch überzeugt bin, also ich kann mit KI natürlich auch einen Outbound-Anruf machen und entsprechend Kunden dann direkt anrufen lassen. Hey Max, du hast ja gerade eine Anfrage für eine Wärmpumpe reingepackt. Ich würde dich gerne terminieren. Ich habe hier auf den Kalender von Noah Gerkens Zugriff. Der kommt persönlich vorbei. Ich habe hier mal zwei, drei Terminvorschläge. Wie sieht es aus? dann sagst du das und das und das und dann krieg ich den Termin eingetragen. Das ist so ein bisschen eine Mindset Frage. Das kann die KI jetzt schon machen? Ja, das kann sie machen. Wobei wir es getestet haben. Gerade kommt es einfach noch nicht so gut an. Also wir haben bei uns jemanden, ruft an den Kunden an und stellt auch schon ein paar Fragen. Aber ganz klar, eine KI kann sie definitiv übernehmen. Das muss man gucken, es gerade passt. Also bevor ich es gar nicht tue, weil ich die Kapazität nicht im Büro habe, lasse ich doch lieber eine KI machen. klar. Das ist Nummer eins, heißt der Kunden erstmal zu terminieren. So, dann definitiv wir fahren zum Kunden raus, gucken uns das Ganze an und nehmen noch eine Checkliste auf und auch da, ich kann natürlich auf mein Reißbett schreiben, ich kann meinen alten Zettel aus der Tasche holen und da entsprechend auftreten wie vor 30 Jahren oder ich nehme mein iPad mit und fülle eine standardisierte Checkliste aus, standardisierte Bilder, die automatisiert in die Kundenakte geht und ich nicht in meinem Auto vergesse oder Keine Ahnung, wo hin, Levy. Ja. Simpler Automation hat nichts mit KI zu tun, sondern einfach mit Organisation. So, das bedeutet, dann landet es auch vielleicht schon auf meinem Schreibtisch. Thema, ich war bei Max zu Hause. Checkliste abschicken. Da wird ja irgendwo eine Nummer hinterlegen. Im besten Fall Thema Digitalisierung, nicht weiter mit Excel. Ja, und dann ist der Nummer, entsprechend die Checkliste und die Bilder schon zugeordnet. Automation, Aufgabe an Noah Gergens. Ich nehme jetzt mal wieder mich.
Max Herrmannsdörfer: Angebot für Max erstellen. Ich will es ja nicht vergessen. Vielleicht bin ich am Tag bei sechs Kunden. Bei uns ist es dann noch so vor Ort, wir haben mit dem Max noch einen Termin ausgemacht, dass wir auch eine Angebotsbesprechung haben und einfach darüber reden. Kann ich machen, wie ich möchte, wenig mit KI zu tun. So und dann komme ich jetzt zu dem Thema, verspricht mir das nächste geile KI Tool, dass es alle meine Angebote schreibt und das funktioniert auch. Aber da bin ich beim System. Dieses KI Tool alleine. löst nichts. Das ist meine Pumpenzange im Werkzeugkoffer. Aber wenn ich die nicht an der richtigen Stelle nutze und damit eine Schraube rein drehen möchte, beziehungsweise einen Nagel in die Wand haue, dann wird es schwierig funktioniert, aber ist bisschen heulprig. Das bedeutet, an dieser Stelle könnte ich mein erstes KITool wieder einschalten. Ich habe eine standardisierte Checkliste, habe standardisierte Preise, habe ein standardisierte Schema. Guckt ihr an, was ich da eingegeben habe, bau mir das Angebot. Würde ich es ohne drüber zu gucken, rausschicken? Ich persönlich nein. Eine Freigabe kostet weniger Zeit, als das Angebot selbst zu schreiben. Heißt, ich gucke es mir an und sage passt, ja nein. Und dann gehe ich entsprechend durch meinen Prozess. Es kann automatisiert rausgeschickt werden oder ich rede natürlich im besten Fall mit dem Kunden drüber. okay. Und sobald das Kundeangebot annimmt, auch das wird bei euch wieder automatisiert im System zurückgespielt und dann geht es dran. Termin zu finden, Teams einzuteilen. Ist das was, was händisch läuft, was manuell läuft oder ist das auch irgendwie automatisiert geplant? Jetzt sind wir bei Thema Handwerker Software. Wir haben KWP, bedeutet da habe ich sicherlich auch einige Möglichkeiten, aber so einfach ist es dann nicht. Bedeutet wir haben, da kann ich vielleicht gleich noch ein bisschen was zu sagen, das Software entwickelt selber, die an bestehende Branchen Software anschließt. Ja. Bedeutet wir haben dieses Tool mit KWP in dem Fall verbunden. Und was passiert? Der Max kriegt sein Angebot als Link freigegeben. Der Max guckt sich das an und sagt, Herr Gertens, ich brauch nur einen Einheitskörperstand. Zwei. Tun wir mal. Ganz dummes Beispiel. Weil den Raum nutze ich nicht. Tochter ausgezogen, wie auch immer. Dann sag ich, ja, Max, kein Problem. Bearbeite den Link, dauert ungefähr 30 Sekunden. Gebt dir das neu frei. Max kriegt eine Information. Und dann gibst du im besten Fall deine Unterschrift ein, beziehungsweise Unterzeichnis.
Max Herrmannsdörfer: ist ein normales Tool online und dann passiert eins, es löst wieder eine Automation aus, statisch objektiv, hat nichts mit KI zu tun und sagt, Max hat sein Angebot angenommen, es gehen verschiedenste Aufgaben raus, bei uns ist das die Projektleitung, aber auch das Backoffice, Förderung beantragen, Kunden terminieren, entsprechend die Auftragsbestätigung, Anzahlungsrechnung, da sind ja an so einem Auftragseingang mal unzählige Aufgaben, aber die sind ja immer gleich. Ich brauche keine KI zu definieren, dass ich eine 35 % Anzahlungsrechnung vielleicht rausschicke. Und so ist das. Also das Thema Prozessautomatisierung ist viel größer als das Thema KI. Ist ganz spannend. Weil ich in den Prozessen meine KI an der richtigen Stelle nutzen muss. Und das ist dieses Thema, warum ich bisschen fein von diesen ganzen Tools bin. Ich versuche es wieder ein bisschen in so einem Vergleich zu ziehen. Ich kann das beste Werkzeug haben. Aber wenn ich nicht weiß, wie ich damit umgehe oder wo ich es rein packe, bin ich kein guter Moteur. Und wir müssen den Werkzeugkoffer erstmal ausstatten und dann auch den finden, damit umgehen kann. Jetzt hast du schon gesagt, ich bleibe mal im Bild Werkzeug. Ihr habt euch oder speziell du dir ein eigenes Werkzeug gebaut. Eine eine es ist ja eine KI Software kann man sagen. Halfgrid heißt die Software und die hast du mit entwickelt. Du bist da mit Mitinitiator. Warum? Wie kam es dazu? Hast du einfach gemerkt? Es gibt nichts passendes auf dem Markt, was meine Bedürfnisse jetzt im Betrieb irgendwie, ja, was dazu passt, was ich nutzen kann. Ich mache es einfach selbst. Jetzt nehmen wir mal, also die Ursache war, wir hatten KWP oder haben KWP. Ja. Und das ist mein Werkzeugkoffer, wo ein fetter Schloss vor ist. Ich brauche immer jemanden, der dieses Schloss für mich öffnet. Das ist KWP selber. Und irgendwann war ich unzufrieden da im Backend irgendwas zu ändern, also da wirklich tiefgreifend in die Software reinzukommen. weil ich war ja genauso. Ich war ja dann noch drei, vier Jahre junger und dann bist du bei Social Media, siehst wieder ein neues Tool und denkst so, boah geil. Ja klar. So läuft aber wieder daneben und dann bist du irgendwann unzufrieden. Und dann war ich bei der Geschichte mit meiner Schwester zusammen. Wir wollen weg von KWP und wollten dann zu einer Cloud-Lösung. Haben dann aber gemerkt, unabhängig davon, dass der Spaß das 5-6-fache kostet im Monat, lassen wir das mal raus.
Max Herrmannsdörfer: Dass wir gar nicht so viel mehr Funktionen haben bedeutet irgendwie war ich trotzdem in meinen Gedanken mich so ganz befriedigt. Weil es bleibt eine Handwerker Software. Und was wir tun wollten waren vor allem Lücken füllen. So ein bisschen. Also es ging vor allem CAM Funktion bedeutet CAM für die die es nicht kennen heißt Customer Relation Management System und da geht es das Thema Outbound bedeutet nach außen dem Kunden mal mitzunehmen. Da ging es darum dass ich meinen Vertriebsprozess strukturieren kann. für die Projekte und dann pro Step eine Automatisierung dazu bauen kann. So das habe ich dann gemacht mit einer Software HubSpot, wenn Sie jemanden kennen. Super, klappt mega geil. Bin dann aber immer vor diesem riesen Schloss stehen geblieben. Und dann stehst du da und wirst halt so bisschen, boah, das kann doch nicht sein. Und habe dann sehr viel rumgebastelt, unseren Server von ANAB kopiert und irgendwelche Daten. es war nicht alles so, dass Würde ich auch lieber jemand anderes Viel try and error einfach. Viel try and error. Viel try and error und viele lange Nächte so in der Art. Und hab mich dadurch zufällig mal mit jemanden zusammengetan. Das ist mein Partner und der hat dann gesagt, komm Noah, wir gucken uns das mal genauer an. Und es war erstmal nur die Idee, genau diese Schnittstellen für uns zusammen mit KWP zu schaffen. Da kann ich auch KWP nur loben, die haben da super unterstützt. Hab das dann so ein paar anderen gezeigt und die meinten so, boah cool, will ich auch. Und dann kam die Idee. Vielleicht ist es irgendwas, was die ganze Branche bisschen mehr interessieren könnte, weil jeder diesen Schmerz hat, dass man bei bestehenden Lösungen einfach nicht mal eben was ändern kann. Die Lösungen sind super. Ich bin super zufrieden mit KWP, aber mir fehlen einfach Dinge. Und das liegt nicht an KWP. Es liegt einfach daran, dass KWP das gar nicht können muss. Es muss nur eine Sache, und zwar die Schnittstellen freigeben. So, was haben wir gemacht? Wir haben uns mit KWP zusammengesetzt in diesem Beispiel und haben dann entsprechend diese Schnittstellen fest programmiert. und haben darauf eine Automationslösung mit CRM gesetzt, womit ich erstmalig bestehende Handwerker-Software automatisierbar machen kann. Und der Koffer ist geöffnet. Aber so geöffnet, dass er auch rechtlich richtig geöffnet ist. Und jetzt kann ich eine Sache machen. Wir sind der Klebstoff. Hive ist Bienenstock. Ich mach das immer so bisschen metaphorisch. Wir sind so bisschen der Honig. Und wenn du ein cooles neues KI Tool hast, kannst du es jetzt mit einbinden. Du baust also jetzt ein System.
Max Herrmannsdörfer: und hast nicht irgendwelche Werkzeuge dich herumliegen, sondern packst jedes geordnet in einen Werkzeugkoffer. Spannend. Da muss man auch mal sagen, KWP, auch nicht ganz selbstverständlich, würde ich jetzt als Außenstehender mal sagen, dass sie da auch so bereitwillig die Software mit anbinden. Ich meine, klar, jetzt im Endeffekt kann es ja auch für eine bestehende Software positiv sein, wenn sie kompatibel ist mit anderen Programmen, mit anderen Schnittstellen. Aber... Ich finde es cool, dass ihr da zusammen an der Lösung gesessen habt und das entwickelt habt. Weil, wie du sagst, ihr wart ja zufrieden an sich mit der Software. Die Software kann das, was die Software verspricht. Richtig. Ihr habt mit der Software gelernt, komplett neue Software im Unternehmen zu etablieren. Dafür muss man auch erstmal Zeit und Nerven haben, das zu etablieren. Also ich finde den Ansatz gut, der bestehenden Software zu arbeiten und dann aber sich selbst ... zu erweitern oder erweitern zu können, die Möglichkeiten zu haben. Was hängt damit jetzt noch alles zusammen? Also kann ich da jetzt auch, klar, ganz easy wahrscheinlich, Mailprogramm und so ist sowieso angedockt, aber was sind noch so Einsatzzwecke, wo du sagst, das wäre jetzt ohne Hivegrid, ohne eure KI-Software undenkbar gewesen, dass wir diesen Prozess jetzt noch integrieren können? Ich möchte einmal eben betonen, wir sind nicht nur bei KWP. Also wir wollen an jede bestehende Branchenlösung dran. Beispielsweise sind wir auch schon bei PDS, dann sind wir noch mit anderen im Gespräch und ist relativ frisch halt alles und wir wollen dem Handwerker einfach diese Aufgabe abnehmen, sich selbst erst mal darüber nachzudenken, was brauche ich denn überhaupt? Weil sich mit API-Schnittstellen, Webhooks oder irgendwelchen anderen Begriffen aus dieser IT-Wert auseinanderzusetzen, das ist auch nicht das Kernsystem. So und das ist erst mal Nummer eins, auf deine Frage zu gehen. Erst mal Weil ich aus dem Handwerk komme und davon überzeugt bin, dass ich mittlerweile weiß, was wir ungefähr brauchen. jedem, jeder führt seinen Betrieb auf irgendeine Art und Weise trotzdem individuell, alles gut. Aber ein Grundstock bleibt nun mal. Und das bedeutet, diese Automationslösung haben wir erstmal da drin. Und bauen quasi für den Handwerk oder haben gebaut, dass er erstmal überhaupt starten kann. Dass er sagen kann, ich möchte XY automatisieren und ich habe die Möglichkeit. Nummer zwei, ganz groß, Vertrieb.
Max Herrmannsdörfer: CRM ist dafür da, Vertrieb machen zu können. Wir haben ja diesen Riesen-Luxus im Handwerk, dass die Kunden uns anrufen. Wir haben ja Angst vor Kunden. Ist ja ganz schlimm, wenn wir wieder eine Aufgabe kriegen. Und da geht nun mal die Welt hin, dass wir es nicht dürfen. Wir müssen Verkauf machen. Wir müssen mit den Termonus der Welt mithalten können und die machen das Gleiche. Outbound bedeutet, meinen Vertriebsprozess strukturieren. In gewissen Steps den Kunden abzuholen. Bei uns kriegt jeder Kunde automatisiert vor ein Video zugeschickt, wie eine Wärmpumpe funktioniert. Ich muss dem doch nicht immer erklären, wie es geht. Soll er sich das ansehen. Wenn er eine Frage hat, wird er mich schon fragen. Aber es gehört zum Vertriebsprozess dazu. Also dem Kunden auch mal mehr zutrauen tatsächlich. Ja klar, auch mal eine Aufgabe abgeben. Mitnehmen im Prozess tatsächlich. Du musst den dann in Hand nehmen. Das wollen wir ja auch. Und wir reden ja auch über kleine Summen. Der Wärmepumpe kostet 30, 35, 40.000 Euro. Wer lässt sich ein Autoangebot zuschicken als Privatkundin über eine Sache, die ich nur alle 15, 20 Jahre mache und sage, ja kaufe ich direkt. Die wollen die Karre sehen. Die wollen auch eine Info haben. Aber ich muss dem Kunden jetzt nicht erklären, warum der Kolben so dreht. Wenn er es wissen will, kann ich ihm die Info geben. Die muss ich parat haben. Darauf zurückzukommen. Nächstes Thema Marketing. Marketing ist wichtig. Bedeutet, ich habe die Möglichkeit, richtigen Liedeingang zu dokumentieren. Ich kann Formulare erstellen für Landing Pages. Ich kann Landing Pages generell erstellen. Ich kann das Ganze auf die Website bringen, die Website mit anbinden. Dass ich also alle Module, die mir überhaupt den Inbound ordnen oder die Werbeanzeigen, schalte, dass ich da, was da zurückkommt, auch ordnen kann. Dass ich es überhaupt strukturiert in einen Vertriebsprozess reinbringen kann. Ja, okay. Das ist das nächste. Und dann haben wir noch diverse, sag mal, wie so ein Kleingängerturm da drin. Das, was ich vielleicht noch zusätzlich haben will, wir haben ein Kundenportal, das ich Max einladen kann. Sieht aus wie WhatsApp. Aber es ist nicht WhatsApp. Dass Max in der WhatsApp-Gruppe, in Projektgruppe mit uns schreibt, dass ich mit Monteur in die Gruppe machen kann. Und dass Max nach dem Projekt zwar sein Projekt geschlossen hat, an seine Dokumente aber noch kommt. Aber wenn Max danach einen Servicefall hat, er da vielleicht auch mal paar, zwei, drei Bilder hochladen kann. Okay.
Max Herrmannsdörfer: Und ist alles dann über eine App, die der Kunde hat oder innerhalb einer App-Oberfläche arbeitet? Genau, ist ganz normal eine Browser. Okay, eine Web-Oberfläche. Genau, es ist Cloud. Bedeutet, ich hole auch damit erst mal indirekt meine Handwerkstsoftware mehr in die Cloud rein. Nicht 100%, natürlich nicht. Die Infos müssen ja trotzdem von A nach B, die müssen auf meinen Server ankommen. Aber im Endeffekt kann ich so eine ganz wichtige Komponente erfüllen und zwar und Schnelligkeit bringt an's Herstruktur. Das klingt interessant und klingt aus Kundensicht nach mehr Möglichkeiten, schnellerem Kontakt auch zu euch im Fall der Fälle, wenn was sein sollte oder wenn ich ein Bauprojekt habe, vielleicht auch einen schnelleren Zwischenstand, den man dann mal übermitteln kann. Das sind auch so Einsatzfälle, dass tatsächlich Baustellen-Dokumentation, dass da ein Baufortschritt dokumentiert wird, dass der Kunde direkt sieht, wo sind wir gerade im Prozess bei der bei der Fußbodenheizung oder was auch immer, was da noch dranhängt. Das auch ein Beispiel. Genau, Kundenportal. Genau, dass der Kunde auch mal mitgenommen wird und weiß, wo was ist. Und dann das riesigste Thema ist, wir haben über den Werkzeugkasten gesprochen. Das ist jetzt sehr technisch, aber du hast die Möglichkeit, deine bestehende KI, Chatchipity, Claude, Gemini, sollte jedem hoffentlichen Begriff sein, unsere Software als Connector anzuschließen. Weil du hast ja als Handwerker die riesen Herausforderungen. Dir fällt irgendwas ein. Du bist auf der Autobahn, du bist in deinem Büro. Und jetzt musst du erst mal es hinkriegen, schnell umzusetzen. Die meisten nutzen ihre KI wirklich nur für eins. E-Mails und schnelle Rückfrage. Besseres Googeln, so eine Art. Aber mit den richtigen Werkzeugen, du anbindest, das sind diese Konnektoren, kannst du auch ganz andere Dinge tun. Bedeutet, jetzt fällt mir ein, boah, ich hatte jetzt wieder das zwölfte Mal, dass ich der Mitarbeiterin XY sagen muss, dass sie die Förderung vorbereiten. als Beispiel. Was mache ich? Ich schreibe meiner KI, hey Claude, hey Judge GPT, ich habe die Herausforderung, dass meine Mitarbeiter, dass ich gerne eine Aufgabe dauerhaft dirigieren würde, wenn das und das passiert. Dann fragt Judge GPT mich, wie stellt sie das vor? Dann schreibst du damit, was passiert dann? Soll ich das vielleicht in Hive Grid erstellen für dich? Heißt, ich brauche keine Agentur mehr, ich brauche kein Softwarehaus mehr unbedingt, ich brauche eine Beratung vielleicht, das ist ganz wichtig. Aber die KI baut mir den Prozess. Okay, also auch für
Max Herrmannsdörfer: künftige Handwerksbetriebe, Hivegrid nutzen, die können sich selbst über ihre KI-Schnittstelle, können sie sich Prozesse bauen, die können Sachen automatisieren, ohne dass da jetzt die Entwickler bei Hivegrid aktiv individuell immer irgendwas fertigen müssen oder implementieren müssen. Also es ist definitiv möglich. ich sage ganz klar, es ist kein Selbstverständlichkeitsdenken für mich, dass ich das von heute auf morgen kenne. bedeutet, wir unterstützen bei der ersten Prozessimplementierung und setzen auch Prozesse gerne mit auf. Weil ich möchte nicht jemandem das Produkt geben und sagen, mach mal und guck, wie du klarkommst. Und trotzdem sind wir keine Coaches oder Berater. Bedeutet, wenn ich erst mal meine Prozesse im Betrieb herausfinden möchte, das bleibt bei mir als Unternehmer dran hängen. Das muss ich tun. Dieser Werkzeugkasten, über den wir jetzt schon öfter metaphorisch gesprochen haben. Was war denn in der letzten Zeit für dich das aufregendste, das spannendste Tool, das ihr implementiert habt? Ich meine, die künstliche Intelligenz entwickelt sich rasend schnell weiter. Hast du irgendwas Konkretes, wo du sagst, boah, das ist richtig geil, dass wir das jetzt hier über eine digitale Lösung, über Hivegrid, über die KI lösen konnten? Das spart uns wirklich Zeit und Geld und erleichtert uns die Arbeit. Hivegrid. ganz einfach Oberbegriff, Automationslösung als solches. Also es gibt ja auch schon Automationssoftware. Zapier, Make, N &N. Und das mit deinen bestehenden Prozessen zu verbinden, das ist der Gamechanger. Und dann das Ganze wirklich so zu nutzen, dass ich es nicht selber umsetzen muss. Ich mache es für die, die ein bisschen tiefer drin sind, ganz simpel, mit Codex oder Cloud Code. Bedeutet Vibe Coding ist der Fachbegriff. Und dann baut die KI mir das. Und trotzdem ist das jetzt nicht eine Sache, ich machen muss. Deswegen gibt es Half Grid. Und es geht auch darum, wenn ich das Ganze tue, ich muss auch aufpassen, ich muss mit Daten auf, ich gehe mit Daten Und das ist auch eine riesen Erkenntnis. Also, wie oft wir Daten irgendwo hinschicken, was wir nicht tun sollten, sei es ein fremder Kontinent oder egal was, Datenschutz ist ein Riesenthema und das darf man echt nicht vergessen. Vor allem in diesem ganzen KI-Spektrum. Ja, tatsächlich. Also mit sensiblen Daten immer noch vorsichtig sein und
Max Herrmannsdörfer: Genau gucken, wo landen irgendwelche Daten und wie sicher sind meine Daten. Da lohnt sich dann der Blick doch nochmal genauer in die Software rein. An dieser Stelle einmal erwähnt, ist jetzt hier keine Werbeveranstaltung für Hivegrid oder für die KI-Tools, die du nutzt. Trotzdem der Hinweis, wer da jetzt Lust hat, sich mal darüber zu informieren oder mal vielleicht auch mit dir in den Austausch zu gehen, wenn du deinen Betrieb da oder euren Betrieb umgestellt und digitalisiert hast. Man kann mal gucken bei Hivegrid.de, da findet man die Infos oder du hast auch eine eigene Website, wo ein bisschen was drauf steht, NoahGerkens.de. Ich packe sowas auch gerne mal in die Show Notes, da könnt ihr einfach mal reinklicken. ja, vielleicht hilft euch das, selbst weiterzukommen im Bereich der Digitalisierung, im Bereich der künstlichen Intelligenz. Und ich komme da jetzt zum Ende dieses Blogs und mich würde interessieren, was glaubst du, wie sieht das Handwerk in den nächsten Jahren aus? Welche Chancen liegen da im Bereich der Digitalisierung und der KI? Was ist deine Wunschvorstellung? Also meine Wunschvorstellung ist, dass wir als Handwerk generell aufhören, uns davor zu verschließen. Also es ist einfach, wenn man Statistiken sieht, unglaublich, dass gerade Ich glaube, es sind vier Prozent der Handwerker KI aktiv nutzen. ist meine Wunschvorstellung. Ich freue mich über jedes Handwerksunternehmen, was einfach Gas gibt. Nicht nur allein für den Austausch, sondern weil wir einfach ein geiles Gewerk sind. Vor allem im SHK. Und das ist mein Wunsch, dass wir da dranbleiben und Gas geben. Aber auch Indungen, Handwerkskammern und alle da mitziehen. Ich sage dir ehrlich, ich habe von der Handwerkskammer Antworten bekommen darauf, ob ich mal vielleicht ein, zwei Sätze dazu sagen soll, die waren erschreckend, haben wir kein Interesse dran, löschen sie uns aus den Verteilern und all sowas. Also das erschreckt mich dann, wie manche da immer noch dran gehen. Und das ist mein Wunsch, dass sich das ändert. Und dann ist es nun mal leider so, die dies verschwitzen, die werden irgendwann nicht mehr die Möglichkeit haben, das aufzuholen. Die wird es nicht mehr geben. Wir hoffen, dass es viele schaffen, dass viele den Turnaround schaffen von
Max Herrmannsdörfer: das traditionelle Handwerk beibehalten und trotzdem neue Wege gehen, sich das Leben im Endeffekt einfacher machen. Was steht bei euch an? Bei Gergens im Unternehmen? Ihr arbeitet wahrscheinlich stetig weiter mit Hivegrid, den digitalen Prozessen. Habt ihr irgendwas auf der To-Do-Liste, wo ihr sagt, ja, das wollen wir jetzt im nächsten Jahr oder in den nächsten Monaten angehen? Was steht so auf der Liste? Also auf der Liste steht definitiv noch mehr Struktur. Weil was diese KI-Tools mitbringen, ist ja die Schnelligkeit. Nur es ist ganz, man darf nicht vergessen, man muss auch sein Unternehmen, seine Mitarbeiter mitnehmen. Und das ist ganz wichtig, dass man das, was man neu schafft, irgendwo irgendwann mal Zeit gibt, dass es ein Unternehmen ankommt. Und dann ist bei uns ganz klar das Thema, wir bauen eine eigene Akademie auf für Auszubildende, neue Mitarbeiter, weil wir genau das da auch tun wollen. Jetzt nehmen wir mal KI außen vor, sondern unsere die wir aufgesetzt haben, auch mal selber teachen. Das Technische vor allem. Weil das ist gerade gesagt, wir dürfen einfach als Handwerker nicht unsere Werte verlieren und trotzdem müssen wir mit der Zeit gehen und die Zeit setzt nun mal voraus, dass nicht jeder, der ist, der seit 30 Jahren an eine Anlage schraubt und blind nun mal diese Herausforderungen täglich, seine Störungen oder Installationsschritte lösen kann. Da müssen wir auch die Möglichkeit bieten. neuen Mitarbeitern und auch bestehenden eine Fortbildung anzubieten dafür. Sei es extern oder intern. Das ist aber ein wichtiger Punkt, den du jetzt noch ansprichst. gerade Mitarbeiter mitnehmen, das Team involvieren in solche Prozesse. Jetzt habt ihr ein relativ großes Team. Hast du irgendeinen Tipp? Wie schafft man es, dass die Mitarbeitenden diese Schritte auch mitgehen? Wie nimmt man sie richtig mit, damit da keiner irgendwo auf der Strecke bleibt? Transparenz. Also jetzt zu gewissem Maße. Worauf will ich hinaus? bedeutet, wenn man was Neues einführt, präsentieren, Meinungen einholen. Es gibt Dinge, die musst du als Geschäftsführer oben herab, ist zwar nicht die richtige Herangehensweise, aber die musst du einfach auch vorgeben. Umso mehr musst du dein Team aber auch mitnehmen, wenn es darum geht, wenn irgendwas nicht klappt oder in Entscheidungsprozesse auch mal mit einzubinden. Wir haben sogenannte MUPS, so, das sind, uns besser Gespräche. Ja, das ist so ganz normal Herausforderung, Lösung verantwortlicher.
Max Herrmannsdörfer: So und wenn du das natürlich fünfmal hörst, das Programm ist scheiße, sorry, dann ist es nun mal auch so wie toll du es selber findest, dann kannst du es einfach nicht weiter nutzen. So und das war bei uns so. Ich habe ganz viel plötzlich eingeführt, immer wieder weggemacht und alles rum und dran und da sind natürlich die Mitarbeiter auch wieder ein neues Tool, wieder hier was Neues, da was Neues. Ich will doch mein Handwerk machen, Mensch. Ja, ist so. Und da muss man sich dann irgendwann eingestehen, okay, Schnelligkeit, alles gut und alles wichtig, aber... Da hängt man nun mal nicht nur alleine dran. okay. Den Punkt finde ich jetzt noch ganz schön, dass wir den jetzt noch mit aufgegriffen Weil ja, letztendlich, wenn man selbst der größte Fan von der Anwendung ist, aber das Team sagt, nee, in der Praxis vergiss es, dann eher aufs Team hören und weniger auf die eigenen Befindlichkeiten. Ja, oder mit dran arbeiten. es ja auch genug Tools, die wandelbar sind. da muss man natürlich dann auch irgendwann sagen, ja dann... Nenn mir doch mal den Lösungsvorschlag. Ja klar. Aber wenn er achtmal ist, dann ist scheiße, dann muss man es ändern. Ja, sehr schön. ich finde es super spannend, wie sich das Handwerk da weiterentwickelt und welche Chancen es da gibt. Ich glaube, da ist ganz viel Potenzial da. Ich meine, auch in meinem Job im Bereich Journalismus und Medienproduktion, da gibt es auch so viel, was wir bewegen können, auch mit Hilfe von irgendwelchen Tools. Ja, ich weiß, vielen kommt es vielleicht schon aus den Ohren raus, aber es lohnt sich, sich damit zu beschäftigen und es nicht mehr ohne gehen auf lange Zeit oder auf kurze Zeit. daher, ja, danke dir auf jeden Fall für den Input, wie ihr das bei euch umsetzt. Ich habe jetzt zum Abschluss noch ein paar Abschlussfragen. Wir haben bei uns im Podcast so einen kleinen Abschlussblock mit Fragen, die wir eigentlich allen unseren Gästen stellen. Die erste Frage, die hat gar nicht zwingend was mit dem Handwerk zu tun, sondern kannst du eher auch bisschen persönlich auf dich beziehen. Wenn du mal die Möglichkeit hättest, mit jemandem zu tauschen, einen Tag in ein komplett anderes Leben reinzuschauen, mit wem würdest du gerne mal tauschen?
Max Herrmannsdörfer: Richard Branson. Okay. Kannst du für alle, die mit dem Namen nichts anfangen können, eine kurze Erläuterung geben? Wer ist das? Multiunternehmer, Milliardär, Philanthrop, Virgin Atlantic, Virgin allgemein gegründet. Unglaublich inspirierender Typ und super viel geschaffen. meines Erachtens ein absolutes Vorbild. und sowas geschaffen zu haben, weil es ist interessant. Ich denke mir so viele Dinge, die ich nicht im Alltag hinkriege, weil ich KI nutze. Also ich nutze sie und kriege sie nur deswegen hin. Finde ich es umso interessanter, was jemand wie er aufgebaut hat, ohne das Ganze. Sehr schön. Also dann wirklich auch aus dem unternehmerischen Ansatz zu gucken, was hat er umgesetzt? Wie hat er aufgebaut und vielleicht dann auch selbst irgendwas mit rauszuziehen? Absolut. 100 Prozent. Okay, cool. Schöne Antwort, die ja dann doch auch auf deinen Lebensalltag irgendwie einziehen könnte. Die nächste Frage, und da gehen wir wieder zurück aufs Handwerk. Was bedeutet für dich Handwerk? Tradition, Werte, aber auch Vision in der Reihenfolge. Also Tradition, wir kommen aus dem Handwerk, wir sind Handwerker, wir sollen das gar nicht verlieren, wir können auch weiter unsere Handwerkerschnauze haben. Ich muss wissen, wo ich sie platziere, und bin ich bei dem Thema Werten. Ich muss einfach die Werte, die ich habe, weiter in mir tragen und trotzdem offen für Neues sein. Und das sollt so beibehalten und genau das, muss einfach mit dem Handwerk diese Vision verfolgen, dass wir unsere alten Werte, unsere Tradition nicht verlieren, mitziehen und trotzdem nach vorne gucken in dieses riesige Technologiezeitalter, dem wir stehen. Sehr schöne Antwort. Die nächste Frage. Wenn du eine Sache im Handwerk sofort ändern könntest, was wär's? Frauen im Handwerk, muss viel mehr rein. Sag ich wie es ist. Sehr gut. Immer noch schade. Ich freue mich über jede Frau, sich hier bewirbt und auch unser Büro, unser Projektleitungsbüro für die Wärmpunkt- und PV-Anlage wird von einer Frau geleitet. Also ich bin da absolut von überzeugt, dass das im Handwerk, da muss viel mehr kommen. Habt ihr bei euch im Team auch weibliche Azubis oder Frauen, die im Bereich Anlagenmechanik arbeiten? Nein, leider nicht. Jedes Mal traue ich drum. Okay, schade. Aber deshalb ein Aufruf. Wer Bock hat bei modernen?
Max Herrmannsdörfer: modernen SRK-Wertrieb zu arbeiten, Firma Gerkens. Ja, sehr gerne. Also würde ich mich extrem überfreuen. Okay, ja, sehr schön. Ich hoffe, dass es da vorwärts geht und in manchen Gewerken klappt es schon sehr gut. ist auch der Frauenanteil steigend, wenn ich da an die Schornsteinfege zum Beispiel denke. Ist ja nicht ganz so weit weg auch von der SRK-Branche in manchen Teilen. ja, ich bestärke das nur und drücke da die Daumen. dass auch mehr Frauen den Weg ins Handwerk finden und da ihre Leidenschaft für finden können. Auf jeden Fall. Also wer Interesse hat, schreibt mir. Ich habe zum Abschluss noch vier ganz kurze Fragen mit der Bitte auch kurz und knapp auf diese Begriffe zu antworten. Was ist für dich Heimat? Heimat? Sicherheit. Vielleicht habe ich die Antwort schon gerade gehört auf die nächste Frage. Hast du irgendein Vorbild? Richard Branson. Für die Erklärung einfach nochmal drei Minuten zurück skippen. Nächster Punkt. bedeutet für dich Glück? So frei leben zu können, ich es selbst, also selbstbestimmt und frei leben zu können. Letzter Begriff. Hast du irgendein Motto? Ein Motto? Tatsächlich nicht. Dann formuliere ich es vielleicht anders. Was ist deine Motivation? Was treibt dich täglich an? Fortschritt. Also ich liebe es, Fortschritt zu sehen. Das ist, wenn ich zurückgucke und sehe, ... das verliert man oft und nicht nur im Unternehmertum, ... in jedem Alltag. Es ist einfach schön zu sehen, ... wenn man was geschafft hat. Noah, dann wünsche ich dir und euch ganz viel Fortschritt weiterhin. Und ich bin da überzeugt von, dass ihr den Fortschritt lebt ... ... und weitergeht. Ich danke dir ganz herzlich, dass du dir die Zeit genommen hast, ... ... hier bei mir im Podcast ein bisschen zu quatschen ... ... über euren Betrieb, über die digitalen Lösungen. Wer da mehr erfahren möchte, ... man findet dich bei Social Media im Web überall. auch die Gerkens GmbH. Also guck da gerne mal rein. Danke Noah und dir persönlich alles Gute. Yes, vielen Dank. Ebenfalls. Mach's gut. Bis dann. Ciao. Das wars mit Handwerk erleben. Dir hat diese Folge gefallen? Dann abonniere diesen Podcast, keine Folge mehr zu verpassen. Wir freuen uns auch über eine 5-Sterne-Bewertung bei deiner Podcast-Plattform. Dieser Podcast ist eine Produktion der Handwerker Radio GmbH.
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